Umfrage 1: Prüfung der elektrotrechnischen Anlage

  • Der maßgebliche Aufwand liegt daran, den Installationstester an die jeweilige Dose zu schleppen. Da den Drehschalter noch mal zweimal eins weiter zu drehen und auf den Test-Taster zu drücken verursacht dann nicht mehr so den Mehraufwand.

    Ich weiss leider nicht von welchem Testgerät du da sprichst, wie gesagt ich bin Tönler. Ich bekomme keinen Rappen extra weil ich Elektro-Spezialmessgeräte mit mir herumschleppe.

    RCD-Test an eigener Verteilung, Schutzleiter-Check an langer Zuleitung, ok.

    Natürlich hält man obligatorisch den duspol am Eingang zu jeder Haupt-VT rein, prüftaste für jeden RCD genau einmal beim Aufbaugedruxkt, auch wenn die Installation mehrere Wochen/Monate läuft.

    Eben so. Funktion ja/nein, fertig. Für mehr braucht's entsprechend Personal das leider niemand bezahlen möchte (verständlicherweise bei kleinen Jobs).

  • sind wir doch mal ganz ehrlich: die wenigsten baden mit 2-4 mann machen die Prüfungen überhaupt, da ihnen schlicht und ergreifend das geld für die messeeisen fehlt. ich habe hier Kollegen, denen ich regelmäßig zu den abschlußprüfungen die nötigen meßgeräte zur verfügung stelle, damit die Azubis dann auch was messen können.

    was wir hier regelmäßig tun, ist die stromverteilter nicht nur zu messen sondern auch mal einen blick rein zu werfen ob denn noch alle Kabel fest sitzen. leider ist das dann immer recht teuer, wenn mal wieder ein kombiautomat aus fi und leitungschutz nicht mehr den Toleranzen entspricht. so ein 3 Phasen automat mit fi liegt dann locker mal bei 200e ek netto :(


    des weiteren investieren wir zunehmend in verteiler, die eine aktive Überwachung der anlage ermöglichen und dann im fehlerfalle abschalten oder eben gar nicht erst an. 380v auf ner led wand ist dann schon sehr teuer :)

  • Naja... Also so teuer ist der Krempel auch nicht.

    Wenn man das nicht nur das Spaß macht gehe ich mal von einem Hauseigenem Materialbestand von Minimum 100 000€ aus.


    Je nachdem was man so nimmt fängt der Spaß bei 1000€ für ein Messgerät an.

    Dann kauft man sich halt mal ein paar Mikrofone weniger auf der PLS....


    Ich vermute viel eher, dass sich mit dem Thema einfach keiner auskennt oder beschäftigt. Ich kann mir bei weitem nicht vorstellen, das der Elektrotechnische Teil in der Ausbildung zum Veranstaltungstechniker so tiefgreifend ist. Selbst ausgebildete Elektriker scheuen sich teils vor derartigen Messungen oder deren Interpretation.

    Ich kann mich nur zu gut an den Versuch der Industrie erinnern, Mechatroniker auszubilden. Das ging auch in die Hose.