Kaufempfehlung aktiver Subwoofer

  • Hallo zusammen,


    ich würde mich sehr über Anregungen/Empfehlungen zu folgendem `Problem´ freuen:


    Subwoofer ja oder nein?

    Wenn ja, welcher?


    Ich mache im Bekannten-/Freundes-/Familienkreis auf Feiern Musik aus der Konserve (Laptop).


    Meist so 50-100 Personen, davon 10-30 auf der Tanzfläche.

    Indoor, verschieden große Räumlichkeiten.

    Musikrichtung quer Beet. Charts, Schlager, 80er, 90er, Dance, House.


    Bisher kommen 2 x RCF 710 MK 4 zum Einsatz.

    Nun stell ich mir die Frage, ob ich durch den Einsatz eines Subwoofers die Qualität des Sounds merklich

    verbessern könnte, oder auch nicht.


    Wenn ja, was würdet ihr bis 500 € empfehlen?

    Dabei ist mir egal ob neu oder gebraucht. Eigenbau wäre auch möglich.


    Danke.


    Michael

  • Der Sound wird bestimmt voller und runder werden durch den Sub.


    Ob Du für 500€ was bekommst - aus meiner Sicht fraglich.


    Selbstbau - dann brauchst Du für die 500€ einen Amp und einen Controller. Da bleibt nicht viel für was einigermaßen brauchbares an Subwoofer.


    Es gibt von RCF das "passende" als Ergänzung, wo ich davon ausgehen würde, daß das dann auch passt - da liegt aber einer schon bei ca 1k neu - ob man da gebraucht in den von Dir gewünschen Preisrahmen kommen kann weiß ich nicht.


    Irgendeinen anderern Aktiv-Sub kann man auch nehmen (empfohlen wird / wurde gern der Achat 115 Sub A von T als Preis-Leistungs-Wunder), wie einfach dann beide System zum stimmigen Zusammenspiel zu überreden sind weiß ich nicht.


    <Disclaimer>

    Ich kenne keine der genannten Systeme selbst "mehr als vom 1x hören her" und habe sie auch noch nie in Kombination erlebt

    </Disclaimer>

  • Wenns nur um mehr "Fülle" geht, gäbe es einen TA18 von Thomann. Der mag aber weder vom Pegel, noch vom Klang her an die Tops heran. Wenns stimmig sein soll, kostet es definitiv über 1kEuro.


    Und der passende Sub ist immer eine Bereicherung für ein System.

  • Hallo,

    leg noch 165 Euro drauf und probier doch mal den Turbosound iQ15B.

    Der eingebaute Speaker hat ne 4 Zoll-Schwingspule und der Sub soll

    ganz gut für`s Geld sein. Z. B. beim großen T gibt`s ja Moneyback,

    also ist antesten kein Problem.

  • Zunächst Danke für die Antworten.


    #Marce

    Habe mir den 115 Sub A angeschaut. Wobei die nächste Frage auftaucht. Bei einer 2.1 Konstellation müsste ich doch vom Mischpult (rechts/links) in den Sub und von dort in die Tops. Habe ich richtig gesehen, dass der

    115 Sub A `nur´ einen Eingang hat? Wie funktioniert dann der Stereobetrieb?


    #zegi #floger

    Der TA 18 ist wohl ein Bandbass. Wo liegt der Vor-/bzw. Nachteil zum Bassreflex? Oder ist das egal für mein Einsatzgebiet?


    # HaDe

    Der Turbosound iQ15B ist interessant, aber leider wohl zu teuer.


    Beim Stöbern ist mir auch der dB Sub 615 aufgefallen; allerdings nur 600 rms. Was haltet ihr von diesem zu meinen Tops?


    Bei welcher Frequenz wird allgemein der Cut gemacht? Ist es dazu besser eine stufenlose Regelung zu haben?

    Wie tief sollte mindestens die Frequenz vom Sub gehen können?


    Danke.


    Michael

  • Ein Bandpass Subwoofer ist auf eine spezielle Frequenz optimiert. Deshalb wird da einigen Konstrukten nachgesagt, dass sie nur einen Ton richtig können.


    In der Preisliga kann man allerdings nicht mehr wählerisch sein. Ich finde den TA18 für den Preis ganz ok.


    Du hast mit den RCF zwei Tops, die in ihrem Frequenzbereich (eben als Tops) sehr viel Druck haben. Der Tiefton Lautsprecher ist allerdings nur begrenzt basstauglich. Wenn jetzt ein Subwoofer den Bereich bis ca. 100Hz abdeckt, kann das Top entspannter spielen und seine Stärken voll ausspielen. Damit geht dann schon einiges.


    Je nach Musikmaterial würde ich sagen, dass man mit diesen Tops schon zwei gute 18" Suboofer braucht, um das Potential auszuschöpfen.


    Kauft man jetzt einen günstigen 18"er, dann wird der das begrenzende Element des Systems sein. Sowohl von der Tonqualität wie auch vom Output her.


    Die Wattzahlen kannst du komplett vergessen. Zum einen wird das je nach Hersteller (bzw. deren Marketingabteilung) sehr kreativ beworben und zum anderen entsprechen die Watt nicht dem akustischen Output - meine Mikrowelle hat auch 1500W, ist aber glücklicherweise keine 100dB laut. Es kommt also darauf an, was ein Lautsprecher mit der Leistung macht, die man ihm zuführt.


    Diese dB Subwoofer (in der Preisklasse) finde ich nicht schön. Zu teuer, um als Lowbudget durch zu gehen und zu unschön, um als "gute" Subwoofer durch zu kommen. Dann lieber den TA18, der Lowbudget ist, aber dafür ganz ok ist.

  • Der TA macht nur Bumm und sonst nix

    Hast du den wirklich selber mal gehört?

    Ich hatte zwei zusammen mit meinen KS CPD12 im Einsatz. Schülermusical mit Liveband (E-Drums). War dafür absolut in Ordnung.

    Solange die Tops im vorgesehenen Bereich sauber spielen, werden diese durch fast jeden Sub aufgewertet. Raummoden haben eh viel größeren Einfluss auf den Klang als die Konstruktion des Subs. Wenn die Leistung und Baugröße zum angedachten Einsatz passt, ist doch alles OK.

  • Ich habe den TA18 und den 8003 von RCF. Der 8003 spielt deutlich präziser und geht lauter. Aber der TA18 ist nicht so mieserabel. Er klingt "fett", weil er etwas unsauber spielt und kommt halt irgendwann an seine Grenze. Er kippt beim Tragen nach vorne.


    Wenn nicht absolute Klangtreue verlangt ist, finde ich ihn völlig ok!

  • Ja, ich hatte die TA18 einmal zum Testen gehabt.

    Klar, kommt da was raus - und das war nicht mal störend, wie die vielen holzig klingenden Billigbässe.

    Aber es ist eben ein arg verwaschenes Basserlebnis.


    Er ist besser als nichts, aber wenn man schon wirklich brauchbare Topteile hat (ich schätze die ART Serie sehr als günstige Beschallungswerkzeuge), dann sollte der Bass dazu auch angemessen sein.

    Aber egal, welchen Bass du nimmst - er muss eine Stereo Frequenzweiche eingebaut haben.

    Daher fällt der Achat 115 schonmal raus.

  • Für was Gescheites hat er kein Geld, also braucht ihr sowas wie 8003 nicht vorschlagen.

    Jeder Bass ist bässer, als garkeiner.


    TS :

    Schau' dir mal den The Box DSP 18 Sub an.

    https://www.thomann.de/de/the_box_pro_dsp_18_sub.htm

    Kostet 370 Euro, scheint ein gewöhnlicher BR zu sein, hat eine aktive Weiche 90 oder 120 Hz über XLR als Output zum einfachen durchschleifen und das verbaute Chassi ist nicht das Schlechteste.

    In dieser Preiskategorie wirst du kaum große Unterschiede finden.

    Mehr bekommst du einfach nicht für dein Budget.


    Einfach mal bestellen und ausprobieren.

    Falls dir das noch bissel wenig ist, spare noch ein wenig und kaufe später einfach noch einen dazu. ;)

  • leider nur schade, daß er bei recht ordentlichen Tops dann halt "untenrum" sparen will.


    ... evtl. würde es Sinn machen, sich "den off. Systembass" (müsste ja lt. Homepage der 705er sein?) und "das Pendant aus der Grabbelkiste" mal im Vergleich anzuhören - evtl. ergibt sich dadurch dann eine spontane Erweiterung des Budgets.

  • Danke für Eure Mühe.

    Bin Dankbar für den regen Gedankenaustausch.


    Ich komme immer mehr ins Grübeln, ob es nicht doch sinnvoller ist, noch zu sparen.

    Wenn ich die Aussagen zusammenfasse, heißt es wohl: Für die vorhandenen Tops kein `Einsteiger-Sub`, wenn

    `Druck´ mit `sauberen Klang` gepaart werden soll.


    Vielleicht doch noch warten und evtl. einen RCF 705 AS 2 (gebraucht?). Ich denke, einer sollte reichen:/.


    Oh, man. Für einen selber eine nicht leichte Entscheidung (Familienrat muss auch mitspielen).

  • Wenn es um Lautsprecher und deren Klang geht, kommt jede Diskussion an eine Grenze. Es ist nämlich auch nach x Seiten nicht möglich, ein Klangereignis so zu beschreiben, dass jeder eine realistische Vorstellung davon hat.


    Dann ist der Punkt erreicht, wo man sich entweder etwas bestellt um es zu Hause zu testen oder halt den Weg unter die Räder nimmt, und sich einmal ein paar Produkte vergleicht. Das rate ich auch dir. Fahr' in das Musikhaus deines Vertrauens und hör' dir doch einmal einen passenden Subwoofer an. Vielleicht hat auch ein Verleiher in der Umgebung etwas passendes zum Testen.

  • Also von mir kam ja der Vorschlag, aber gerne dann auch etwas ausführlicher:
    Wir verkaufen die Alto TS-Serie seit Jahren wirklich in Unmengen und an erster Stelle fällt die sehr kleine Reklamations-/ Schadensquote auf. Das können wir sehr gut auswerten und diese Produkte setzen sich hier sehr positiv ab. Das hätte ich damals bei der Einführung aufgrund des geringen Preises niemals so vermutet. Weiterhin klingen die Boxen auch "für das Geld" unverschämt gut. Ich glaube in der Preisklasse kenne ich nichts, was dem gleich kommt, wobei ich speziell die ganzen Thomann Boxen nicht kenne.

    Somit aus meiner Sicht eine klare Kaufempfehlung, wobei man schon sagen muss, dass ein Subwoofer für etwas über 1000,00 Euro vermutlich 2 von denen platt macht. Ist also schon eine Grundsatzüberlegung, wie man das lösen will.

    Viele Grüße

    Tobias Kammerer

    Tobias Kammerer, Dipl Audio Engineer SAE
    Pro PA Veranstaltungstechnik
    (Inhaber)


    Musikhaus Kirstein GmbH
    (Produktmanager)