• Ohne Eile entsteht sie schnell - die Langeweile.

    D'rum suchen manche Rat in diesem Forum

    und fragen schlau und dumm.

    Können sie nicht bedienen groß und kleine Lichte,

    es schreibe manche auch Gedichte.

    doch ist dies nicht das Ende der Geschichte.

    Manche machen lieber laut und leise,

    sind deshalb trotzdem noch nicht weise.

    gehen sie auf Reise, sie bauen Boxentürme -

    ob es regnet oder stürme.

    Doch liegst Du Nachts sorgenvoll noch wach,

    da Deine ganze Branche schon seit langem flach,

    und die Familie Dir auf's Dach,

    dann hält die Küche das beste Mittel parat:

    Es ist und bleibt - Kartoffelsalat!


    Anleitung zur Beschäftigungstherapie:

    1. Verbessere den Text

    2. Sing/Spreche den Text ein oder schneide Ihn aus aktuellen Corona-Statements zusammen. Ein Lauterbach-Solo gibt Pluspunkte.

    3. unterlege einen feisten Mehrspurbeat

    4. Visualisiere eine aufwendige Lichtshow dazu

    5. Spende den Beitrag für #alarmstuferot

    6. Bei bestehender Langeweile fange bei 1. an.

  • Als ich das Gaslicht der Welt erblickte, war ich noch verhältnismäßig jung. Meine Eltern waren zwei Stück, und mein Vater war sehr reich:

    Er hatte zwei Villen, einen guten und einen bösen. Und eines Tages - es war sehr kalt, und ich fror vor mich hin, denn nicht nur meine Mutter, sondern auch der Ofen war ausgegangen - teilte sich plötzlich die Wand, und eine wunderschöne Fee erschien! Sie hatte ein faltenreiches Gewand und ein ebensolches Gesicht. Sie schritt auf meine Lagerstatt zu und sprach also:"Na, mein Junge, was willst Du denn einmal werden?"


    Ich antwortete - im Hinblick auf meine ziemlich feuchten Windeln:"Ach, gute Tante, vor allem möchte ich gerne ’dichter’ werden!" Das hat die Fee mißverstanden...

    (Heinz Erhardt)

  • Meint ihr nicht, wir könnten hier Gedichte schreiben?

    Wir könnten, aber

    Damn...


    Meint ihr nicht

    Wir könnten unterschreiben

    Auf dass uns ein bis zwei Prozent gehören

    Und Tausende uns hörig sind
    Meint ihr nicht

    Wir könnten uns im Äther braten lassen

    Und bis zum letzten Tropfen

    Im Verpackungshandel fronen
    Wir könnten, aber Meint ihr nicht

    Wir könnten unsere Züge

    Zigtausendfach, in falschen Farben

    Weltbewegend scheinen lassen
    Meint ihr nicht

    Wir könnten uns vergolden

    Auf vierzig Sprossen

    Für unters Volk gebrachte Massen

    Viele Monde thronen
    Wir könnten, aber Meint ihr nicht

    Wir könnten es signieren

    Vielleicht sogar auch resignieren

    Und dieses Land

    Gleich Eintagsfliegen

    Nur noch auf und ab und ab und auf bespielen

    Um später dann zurückzukehren

    Ganz aufgedunsen

    Längst vergessen

    Nur noch kleine Kreise ziehen
    Wir könnten, aber

  • Die Katze


    Komm an mein liebreiches herz · schöne katze ·

    Verbirg die klauen der tatze

    Wenn mein auge naht

    Dem deinen gemischt aus metall und achat!



    Wenn meine finger mit musse schmeicheln

    Dem biegsamen kopf und rücken

    Und bebt meine hand im entzücken

    Den funkenstiebenden körper zu streicheln:



    Dann seh ich im geist eine frau: ihr blick

    Gleich deinem · freundliches tier ·

    Trifft wie ein pfeil und ist tief und hell.



    Es schwimmt vom fuss zum genick

    Ein feiner gefährlicher odem dir

    Rings um das braune fell.


    (Charles Baudelaire)

  • Oft kommt es dass das schiffsvolk zum vergnügen

    Die albatros · die grossen vögel · fängt

    Die sorglos folgen wenn auf seinen zügen

    Das schiff sich durch die schlimmen klippen zwängt.


    Kaum sind sie unten auf des deckes gängen


    Als sie · die herrn im azur · ungeschickt

    Die grossen weissen flügel traurig hängen

    Und an der seite schleifen wie geknickt.


    Er sonst so flink ist nun der matte steife.


    Der lüfte könig duldet spott und schmach:


    Der eine neckt ihn mit der tabakspfeife ·

    Ein andrer ahmt den flug des armen nach.


    Der dichter ist wie jener fürst der wolke ·

    Er haust im sturm · er lacht dem bogenstrang.


    Doch hindern drunten zwischen frechem volke


    Die riesenhaften flügel ihn am gang.

  • An albatross around my neck

    Doing its best to way me down

    And it's not getting any lighter
    Every time I see that face

    It's another cross to bear

    And I'm just not coping any better

    I feel like I'm on trial-Who's next to cross examine?

    Our friends are choosing sides-There's nothing I can do

    I'm feeling the cold shoulder- And when I try to explain

    It doesn't matter what I say because no one listens an way
    It's true that time heals all wounds

    But leaves some ugly scars

    And nothing feels right anymore
    Whenever I see you

    I just don't know what to do

    How can so much fade away?


    (Yuppicide)

  • Die Blinden

    Betrachte sie, mein Herz; furchtbar zu sehn.

    Wenn sie, fast lächerlich, wie Puppen schreiten

    Und gleich Nachtwandlern seltsam vorwärts gleiten,

    Lichtlose Kugeln, ach wonach nur? drehn.


    Die Äugen, drin erlosch der Götterfunken,

    Sind starr zum fernen Himmel hingelenkt,

    Nie siehst du erdwärts ihren Blick gesenkt,

    Nie auf die Brust ihr träumend Haupt gesunken.


    So ziehn sie durch ein weites, schwarzes Land,

    Das ewigem Schweigen brüderlich verwandt.

    O Stadt, indes du unter Lachen, Toben


    Voll Gier nach Lust und Taumel bist entbrannt,

    Schleich ich wie jene, ärmer an Verstand,

    Und frag': Was suchen sie am Himmel droben?


    (Charles Baudelaire)

  • Es war einmal ein Techniker,

    der hatte gut zu tun.

    Dann kam das böse Virus und löschte aus den Ruhm.

    Die Hilfe vom Staat kam nur vereinzelt,

    von allen sehr stark angezweifelt.

    Die Lampen leuchten nur manchmal rot und Kabel liegen im Case wie tot.

    Lautsprecher werden nur mal zum Test gequält und Video ist das Einzige was jetzt zählt.

    Was sollen wir auch anderes machen als Gedichte über vergangene Zeiten zu schreiben und unter all der Arbeitslosigkeit zu leiden.

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    Wie ich finde (123 Punkte) - ein Gedicht

  • Ich träum' ich treff' dich ganz tief unten

    Die tiefste Punkt der Erde, Mariannergraben, Meeresgrund

    Zwischen Nanga Parbat, K 2 und Everest,

    Das Dach der Welt dort geb' ich dir ein Fest

    Wo nichts mehr mir die Sicht verstellt

    Wenn du kommst, seh' ich dich kommen schon vom Rand der Welt

    Es gibt nichts Intressantes hier

    Die Ruinen von Atlantis nur

    Aber keine Spur von dir
    Ich glaub' du kommst nicht mehr

    Wir haben uns im Traum verpasst

    Du träumst mich ich dich

    Keine Angst ich weck' dich nicht

    Bevor du nicht von selbs erwachst

    Über's Eis in Richtung Nordpol dort werd' ich dich erwarten

    Werde an der Achse steh'n

    Auf Fauerland in harter Traumarbeit zum Pol

    Wird alles dort sich nur um uns noch dreh'n

    Der polarstern direkt über mir

    Dies ist der Pol ich warte hier

    Nur dich kann'ich weit und breit noch nirgends kommen seh'n

    Ich wart' am falschen Pol

    Wir haben uns im Traum verpasst

    Du träumst mich ich dich

    Keine Angst ich weck' dich nicht

    Bevor du noch von selbs erwachst
    Bitte, bitte wech' mich nicht

    Solang ich träum' nur gibt es dich

    Bitte, bitte wech' mich nicht

    Solang ich träum' nur gibt es dich

    Bitte, bitte wech' mich nicht

    Solang ich träum' nur gibt es dich
    Wir haben uns im Traum verpasst

    Du träumst mich ich dich

    Keine Angst ich weck' dich nicht

    Bevor du nicht von selbst erwachst

    Lass' mich schlafend heuern auf ein Schiff

    Kurs: Eldorado, Punt das ist dein Heimatort

    Warte an der Küste such' am Horizont

    Bis endlich ich sehe deine Segel dort

    Doch der Käpt'n ist betrunken

    Und meistens unter Deck

    Ich kann im Traum das Schiff nicht steuern

    Eine Klippe schlägt es Leck

    Im Nordmeer ist es dann gesunken

    Ein Eisberg treibt mich weg

    Ich glaub' ich werde lange warten

    Punt bleibt unentdeckt

    Wir haben uns im Traum verpasst
    Du träumst mich ich dich

    Keine Angst ich weck' dich nicht

    Bevor du nicht von selbst erwachst

    Du träumst mich ich dich

    Keine Angst ich finde dich

    Am Halbschlafittchen pack' ich dich

    Und ziehe dich zu mir

    Denn du träumst mich, ich dich

    Ich träum' dich, du mich

    Wir träumen uns beide wach