Limiter berechnet, kommt das hin?

  • Hallo liebe Gemeinde,


    Ich hab mich Mal rangesetzt und den limiter für meine Bässe berechnet. Kann da von euch erfahrenen Mal jemand drüber schauen ob ich irgendwo einen Fehler gemacht habe?


    Zu meinem Equipment, dieses sieht wie folgt aus:


    Sinbosen DSP 22000Q

    Ampgain 35dB

    Leistung an 8 Ohm (Herstellerangabe) 2500W

    Der DSP hat eine Input Range von +12dBu

    Eingestellt wird dieser in der Software in dbfs meine ich (0dB ist Vollausschlag in der Software)


    Bässe:

    18 Zoll

    Lavoce SAN184.3

    1500W AES

    3000W Max


    Im Peak wollte ich auf 2000w Limitieren

    Da komme ich auf Ueff von 126V umgerechnet 44dBu, abzüglich der 35db ampgain liege ich bei +9 dbu.


    Um das jetzt in dbfs zu kriegen muss ich meine ich den maximalen Eingangspegel abziehen sprich 12 dBu


    Damit komme ich auf einen threashold von ca -3 dbfs? Kommt das hin?


    Im RMS limiter sieht das ganze nach meiner Rechnung wie folgt aus:


    Limitiert auf 1400W an 8 Ohm


    Da habe ich Urms von 106 V umgerechnet in dBu ergibt das 42dBu minus 35db ampgain sind 7 DB -12dbu auf dbfs Umrechnung sind -5 dBfs threashold.


    Das kommt mir irgendwie sehr wenig Differenz vor. Wobei ja auch die Leistungen nicht wirklich weit auseinander liegen. Oder hab ich da irgendwo einen Denkfehler?


    Würde mich freuen wenn mir da jemand iwie was zu sagen könnte..

  • Hallo Wolfgang,

    Ich habe ein UI24R davor hängen das dachte ich Regel ich auf 0db aus darum rechne ich ja - dachte ich zumindest - die 12dbu von 0dbfs zurück ? Denn Steuer ich doch das Maximum auf 0dbu an oder hab ich da jetzt ein Denkfehler?

  • gleiche am besten alles auf 0dBu ab, dann stimmen die verhältnisse.

    es macht bei 24Bit dynamik keinen sinn mehr, das signal unbedingt bis 0dBFS aussteuern zu wollen. headroom ist auch eine wichtige sache.

    also ich würde die eingänge erstmal nicht mit 12dB verstärken. anheben muss man da sicher nur, wenn die quelle zu wenig pegel bringt.


    aber ich kenne diese amps nicht wirklich und kann deshalb kein 100% sicheres urteil abgeben. du musst es also ausprobieren.

  • Hallo Wolfgang


    Ich will's auch eigentlich nicht bis 0dbfs Aussteuern. Ich hab keine Lust, dass mir die Treiber abrauchen, weil ich irgendwo einen Umrechnungsfehler gemacht habe...


    Ich wollte die "Verstärkung" des Input Signals mit dem ui realisieren am Output sollen aber nur die 0dbu rauskommen. Ich bin mir nur stark unsicher, ob der errechnete wert wirklich so richtig ist.. und ob das auch alles denn so wirklich stimmt mit dem limitieren.. 😅


    Vielen Dank aber aufjedenfall schonmal für deine Nachrichten. Das sagt mir ja schon, dass ich anscheinend doch irgendwo richtig gerechnet habe..

  • Da sich ja jeder mal irgendwo bei der Berechnung verkalkulieren kann, würde ich das was errechnet und dann eingestelt wurde nacher nochmal praktisch überprüfen.

    Lastwiderstand an die Endstufe, Oszilloskop parallel dazu und dann mit dem Messsignal rein in den Controller und schauen was das Oszi anzeigt, wenn man den Pegel erhöht.


    Da jeder normale Mensch jetzt nicht unbedingt Lastwiderstände mit mehren kW Belastbarkeit rumstehen hat, möchte ich die Empfehlung für meinen hier vor langer Zeit einmal beschrieben "Sauerkrautdosenwiderstand" aussprechen. Der kostet fast gar nichts und kann das ;-)

  • Man nehme eine (oder auch 2) Dosen Sauerkraut und schneide den Deckel mit dem Dosenöffner nur zu ca. 270 Grad, also zu 2/3teln auf. Das Sauerkraut rausgabeln und ganz normal mit Würsteln kochen... ;-)


    Anstatt die Dose wegzuwerfen, schneidet man die zum Leeren der Dose hochgebogenen 2/3 des Deckels ab, so das das letzte Drittel des Deckels am Rand noch fest mit der Dose verbunden stehen bleibt. In diesen Teil des Deckels bohrt man nun zwei Löcher in die genau 2 Trafobuchsen passen, so daß man nachher dort Büschelstecker hineinstecken kann. Man nehme sich einen Streifen einer "Lochrasterplatine" ohne Kupferauflage

    (Ein Streifen Platinenmaterial ohne Löcher geht natürlich auch, wenn man sich jeweils eine Reihe Löcher in der Nähe der beiden Schmalseiten des Streifens selber bohrt)

    und ein längers Stück Konstantandraht und fädele den durch die Löcher so durch, dass sich auf beiden Seiten der Platine die Konstantandrähte gegenseitig nicht berühren und stramm gespannt sind.


    Das macht man so lange bis der gewünschte Widerstandswert (also meist 4 oder 8 Ohm) erreicht ist. Dann läßt man die beiden freien Enden des Konstantandrahtes etwas überstehen und kneift den Draht ab. Nun steckt man die so erstellte "Heizwendel" schräg (ähnlich der Leiter eine Wetterfrosches) so in die Sauerkrautdose, dass die Drähte nirgends die Dose berühren (Kurzschlussgefahr!).

    Die "Heizwendel" darf auch nicht ganz nach oben bis zum Rand der Dose hinaufgehen, da muss noch etwas "Luft" bleiben. Dann werden die beiden Enden des Drahtes innen an die Trafobuchsen angelelötet.


    Vor der Inbetriebnahme des Sauerkrautdosenhochlastwiderstandes mußt Du natürlich jedesmal die Sauerkrautdose mit Wasser auffüllen.

    Dann die Büschelstecker in die Trafobuchsen stecken und du kannst mit gut und gerne 2kW drauflos messen bis das Wasser in der Dose kocht. Möchtest Du doch noch länger messen: Kochendes Wasser ausschütten und wieder kaltes einfüllen.


    Wichtig!

    Stell deinen wassergekühlten Sauerkrautdosenhochlastwiderstand so auf, dass Du ihn nicht versehentlich umschütten kannst und Dir die Brühe in die Elektronik läuft, oder Du dich irgendwie mit dem heißen Wasser besudelst.

    Vorsicht! Wenn das Wasser drin kocht ist die Sauerkrautdose zum Anfassen mit der bloßen Hand zu heiß! ;-)


    In der Regel dauern aber "normale" Messunge nicht so lange, dass das Wasser in der Dose wirklich heiß wird.


    Wir haben uns davon damals 2 Dosen mit je 8 Ohm gebaut, so daß wir damit 4 Ohm, 8 Ohm und 16 Ohm Belastungen abdecken konnten.


    P.S.

    Wenn Du da anstatt eine einfachen Messignals aus dem Funktionsgenerator mal Musik drauf gibst und die "Lastwiderstände" ordentlich anfährst, kannst Du die Musik gut aus den Lastwiderständen höhren. Klingt halt nur etwas blechern und bassarm.... ;-)


    Kostenpunkt:

    1ne Dose Sauerkraut, 2 Trafobuchsen, ein längerer Rest Konstantandraht und ein Platinenmaterialreststreifen ohne Kuperauflage (alles aus der Grabbelkiste) und natürlich die Würstel für's Kraut.... :-)


    Viel Spaß bei der kleinen, günstigen und einfachen Bastelei.

    Das Essen an dem Tag (Würstel mit Kraut) ist praktisch das "Abfallprodukt" des Hochlastwiderstandes. Besser gehts doch gar nicht. ;-)


    --> Mahlzeit!

    Viele Grüße,
    Fux

    4 Mal editiert, zuletzt von Fux ()

  • ok, wenn der thread also schon vor 19 jahren geschrieben wurde - und deine sauerkrautdosenwiderstände damals schon 20 jahre auf dem buckel hatten (und wie ich annehme heute noch funktionieren), dann war das in der tat eine lohnende investition! ;-) :thumbup:


    die von mir damals erwähnten lastwiderstände gibt es übrigens auch noch ;-)

    mittlerweile habe ich mir aber eigene lastwiderstände zugelegt: acht stück hochleistungswiderstände mit je 1ohm/300W. die musste ich wegen ihrer kühlrippen bisher noch nicht im wasserbad betreiben, für meine normalen amps genügt hier die luftkühlung.

    tja, das geld hab ich schon ausgegeben, denn leider konnte ich mich an den alten thread nicht mehr erinnern... sonst hätte ich diese dosen-lösung vermutlich doch mal probiert.

  • ...nehmt doch einfach die guten Heizwiderstände vom E-Herd. Die sind ausreichend dimensioniert, daß 230V (entspräche bei 8Ohm etwa 6,6kW) Sauerkraut & Würstchen für die ganze Familie erwärmen kann, wenn der Amp es hergibt.

    In einer guten Herdplatte sind auch meisst 4-5 Heizelemente verbaut. Reicht also auch für Vanilleeis mit Heissen Kirschen zum Nachtisch ;-)


    corn*

  • Bei mir ist der E-Herd fest aufgeklemmt und nicht mit einem Perilex Stecker angestöpselt.

    Da komme ich hinter/unter die ganzen Küchenschränkchen nicht so wirklich hin, ohne vorher die halbe Küche zu zerlegen... ;-)

  • Bei mir ist der E-Herd fest aufgeklemmt und nicht mit einem Perilex Stecker angestöpselt.

    Da komme ich hinter/unter die ganzen Küchenschränkchen nicht so wirklich hin, ohne vorher die halbe Küche zu zerlegen... ;-)

    ...dann zerleg doch die ganze Küche (aber sag's der Frau besser nicht...)!!!

    Schenk' ihr einfach einen Wochenendtrip zum blaugelben schwedischen Küchenhaus.



    Oder schau bei der kostenlosen Kleinanzeigen Resterampe nach.

  • ...nehmt doch einfach die guten Heizwiderstände vom E-Herd. Die sind ausreichend dimensioniert, daß 230V (entspräche bei 8Ohm etwa 6,6kW) Sauerkraut & Würstchen für die ganze Familie erwärmen kann, wenn der Amp es hergibt.

    In einer guten Herdplatte sind auch meisst 4-5 Heizelemente verbaut. Reicht also auch für Vanilleeis mit Heissen Kirschen zum Nachtisch ;-)


    corn*

    hmmmm... müsste man mal nachmessen, welchen widerstandswert die kochplatten haben. wenn man sie geschickt kombiniert, kann man da vielleicht irgendwas um die 4 oder 8 ohm erreichen.

  • hmmmm... müsste man mal nachmessen, welchen widerstandswert die kochplatten haben. wenn man sie geschickt kombiniert, kann man da vielleicht irgendwas um die 4 oder 8 ohm erreichen.

    Naja, geh davon aus, daß jeder Haushaltsherd auch einphasig betrieben werden kann...

    Da dürften die Platten jeweils so um 1,5kW liegen - jedenfalls -in Summe- wohl kaum die 6,6kW erreichen, die 8 Ohm an 230V rechnerisch bedeuten...

  • die einzelnen kochplatten in E-herden werden immer einphasig betrieben. ich kenne das nicht anders, aber vielleicht gibt es ja auch varianten mit dreiphasenbetrieb, z.b. für großküchen?
    aber egal, bleiben wir bei den "hauhaltsüblichen" kochplatten.

    ok, dann rechne ich mal mit den 1,5kW pro platte. nehmen wir einfach 5 dieser platten und schliessen sie parallel an. dann kommen wir auf etwa 7 ohm - bei einer belastbarkeit von 6.5kW.

    und wenn wir 9 stück parallel schalten, kommen wir auf knapp 4 ohm - bei einer belastbarkeit dieses widerstandes von 13,5kW.

    kurzzeitig geht da sicher noch einiges mehr ;-)


    also das wäre doch mal ein lastwiderstand, der auch durch die stärksten endstufen nicht so einfach in bedrängnis zu bringen wäre 8)

  • Die Platten eines typischen Haushaltsherdes haben je nach Größe typischerweise zu zwischen 1200 und 2200 Watt. Alle Viere Vollgas an Einphasig geht definitv nicht.

    Was an einer Phase aber funktioniert ist der Backofen/Grill.