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All Pass Filter in Kanalzügen

  • interFace
  • 19. November 2020 um 11:34
  • interFace
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    • 19. November 2020 um 11:34
    • #1

    Hallo Freunde der longitudinalen Dichtenschwingung,

    ich habe beobachten können das diverse Pulthersteller nun All Pass Filter in den Kanalzügen ihrer Mischtische als Funktion anbieten.

    Mir erschließt sich der Benefit noch nicht so richtig.

    Ich selbst hatte noch kein Pult mit dieser Filterfunktion unter dem Finger, spekuliere aber gedanklich über mögliche Einsatzszenarien.

    Das Grundprinzip dieser Filter ist mir klar, und der Einsatz in Weichen oder LS- Setups vertraut.

    Wozu könnte ich All- Pässe in Eingangskanälen brauchen?
    Danke für sachdienliche Hinweise

    „Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie“ - Ludwig van Beethoven

  • paranoize
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    • 19. November 2020 um 12:47
    • #2

    Nutzen kann man diese Filter z.B. um 2 Mikrophone für dasselbe SIgnal zu allignen (z.B. Bassdrum, 2 Gitarrenmikros oder Overheads etc.)

  • interFace
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    • 19. November 2020 um 13:10
    • #3

    bei einem komplexen Signal wie einer Gitarre würde ich das immer mit einem Delay machen, denn 1. kann ich den Mikrofonversatz messen und das spätere Mikrofon in die Addition verzögern.

    Und 2. arbeitet der AllPass ( ich nehme mal die 2.Ordung an) ja Frequenzspezifisch und ohne erheblichen Mehraufwand (Messtechnik) ist mir der Phasenfrquenzgang des Signals ja unbekannt.

    Eine Pegeladdition würde mir Breitbandgeschwindigkeit so nicht gelingen.

    „Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie“ - Ludwig van Beethoven

  • interFace
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    • 19. November 2020 um 13:11
    • #4

    *breitbandig

    „Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie“ - Ludwig van Beethoven

  • guma
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    • 19. November 2020 um 13:57
    • #5
    Zitat von interFace

    2. arbeitet der AllPass ( ich nehme mal die 2.Ordung an) ja Frequenzspezifisch und ohne erheblichen Mehraufwand (Messtechnik) ist mir der Phasenfrquenzgang des Signals ja unbekannt.

    Jupp der Trick, wie man das ohne Messen einsetzt, ist mir auch unklar.

    Jemand Ideen dazu?

    mslr?

    TomyN?

  • Circumbendibus
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    • 19. November 2020 um 15:54
    • #6

    Moin,

    ja, die situation ist tatsächlich knifflig. Der Allpass bringt ja nur was wenn man zwei irgendwie miteinander korrelierende Signale verheiraten will, also sowas wie snare top/bottom könnte ich mir zb vorstellen, wobei das ja auch schon mit einem polarity switch zufriedenstellend geht. Mit einem Allpass wird das halt einfach nochmal etwas anders klingen und möglicherweise zu einem geschmacklichen Vorzug führen.

    Außer solange kurbeln bis es gut klingt fällt mir keine Möglichkeit ein das zu beurteilen, zumal der allpass ja auch nur im zusammenspiel mit dem zweiten signal wirklich hörbar wird.

  • stefanfx
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    • 19. November 2020 um 16:35
    • #7

    Hallo,


    grundlegende Frage dazu, welche Pulte können das den?

    Grüße


    Stefan

  • guma
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    • 19. November 2020 um 16:39
    • #8

    Wing.

  • interFace
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    • 19. November 2020 um 16:53
    • #9

    DiGiCo Quatum mit Mustard Processing

    „Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie“ - Ludwig van Beethoven

  • cloudy
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    • 19. November 2020 um 17:21
    • #10

    Ich hoffe, dass ist nicht zu OT, aber durch meine eigene Arbeitserfahrung (nicht IT, aber damit verknüpft), stelle ich mir manchmal vor, dass die Hintergründe solch eines Features ganz triviale sind:

    Ein neuer Mitarbeiter (Controllererfahrung?) sollte sich einarbeiten, hat den All-Pass schon im Kopf gehabt und programmiert. Dann wusste die Abteilung nicht, was sie mit dem Werkstudenten machen soll, der hat dann die GUI geschrieben/angepasst ^^

    Da es lief, konnte man es im nächsten Build dann gleich mit drin lassen :D

    Auf meinem WING wurde das auf jeden Fall noch nicht benutzt :/

  • Walgesang
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    • 19. November 2020 um 17:44
    • #11
    Zitat von stefanfx

    Hallo,


    grundlegende Frage dazu, welche Pulte können das den?

    Grüße


    Stefan

    SSL Live

  • simonstpauli
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    • 19. November 2020 um 18:46
    • #12
    Zitat von guma

    Jupp der Trick, wie man das ohne Messen einsetzt, ist mir auch unklar.

    Jemand Ideen dazu?

    mslr?

    TomyN?

    Mir auch.

    Trial and Error ist da nach meiner Einschätzung nicht zielführend.

    Mit Messen hingegen kann es ein hilfreiches Tool sein, wenn man ein paar Dinge beachtet:

    - zwei korrelierte Signale addieren.
    - bei beiden Kanälen den Kanal-EQ fertigstellen
    - kein Dynamic-Processing auf den Kanälen (außer Gates)
    - beide Kanäle mit einem Allpass auf einem der Kanäle und ggf. zusätzlich Delay auf einem der Kanäle in Phase bringen
    - weiteres Processing (show-EQ, Dynamics) auf einer Gruppe, nicht in den Einzelkanälen.

    Könnte ich mir auf einer Tour vorstellen, wenn ich es hinkriege, zwei Mikrophone sehr konsistent an die gleichen Stellen zu platzieren und trotzdem Zeit für tägliche Kontrollmessungen bleibt.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • interFace
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    • 19. November 2020 um 19:14
    • #13
    Zitat von simonstpauli



    Könnte ich mir auf einer Tour vorstellen, wenn ich es hinkriege, zwei Mikrophone sehr konsistent an die gleichen Stellen zu platzieren und trotzdem Zeit für tägliche Kontrollmessungen bleibt.

    ... das dachte ich mir. Danke für die Bestätigung

    „Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie“ - Ludwig van Beethoven

  • TomyN
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    • 21. November 2020 um 15:25
    • #14

    Als 'Krücke' könnte man die Polarität eines Signals invertieren und dann mit delay / allpass auf 'maximale Auslöschung' optimieren und dann die Inversion wieder raus.

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • guma
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    • 21. November 2020 um 15:38
    • #15

    Das muß ich mal probieren. ;)

  • audiobo
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    • 21. November 2020 um 17:13
    • #16
    Zitat von simonstpauli

    Mir auch.

    Trial and Error ist da nach meiner Einschätzung nicht zielführend.

    Warum nicht? Schliesslich ist das, was wir in den Eingängen mit musikalischen Signale anstellen keine ausschliesslich technische, sondern auch immer eine geschmackliche Angelegenheit.

    im Studio werden so ja auch immer wieder bereits seit langer Zeit verschiedene Mikrofone am Gitarrenamp angeglichen. Ich schätze mal, dass hier auch der Ursprung für die Implementation in Digitalpult liegt.

  • wora
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    • 22. November 2020 um 01:50
    • #17
    Zitat von TomyN

    Als 'Krücke' könnte man die Polarität eines Signals invertieren und dann mit delay / allpass auf 'maximale Auslöschung' optimieren und dann die Inversion wieder raus.

    genau diese vorgehensweise hat gert hier mal vor vielen jahren beschrieben. ich hab das schon öfter mit sub/top übergängen gemacht, funktioniert nicht immer, aber wenn, dann gut ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • simonstpauli
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    • 22. November 2020 um 11:09
    • #18
    Zitat von audiobo

    Warum nicht? Schliesslich ist das, was wir in den Eingängen mit musikalischen Signale anstellen keine ausschliesslich technische, sondern auch immer eine geschmackliche Angelegenheit.

    im Studio werden so ja auch immer wieder bereits seit langer Zeit verschiedene Mikrofone am Gitarrenamp angeglichen. Ich schätze mal, dass hier auch der Ursprung für die Implementation in Digitalpult liegt.

    Da ist auch was dran. Aber auch dann gilt: Einzelkanal-EQ nach der Benutzung des Allpass-Filters nicht mehr anfassen.

    Ich werde das sicherlich mal ausprobieren, wenn ich die Gelegenheit dazu habe.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • ERICH
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    • 22. November 2020 um 14:33
    • #19
    Zitat von wora

    genau diese vorgehensweise hat gert hier mal vor vielen jahren beschrieben. ich hab das schon öfter mit sub/top übergängen gemacht, funktioniert nicht immer, aber wenn, dann gut ;)

    In welchen Situationen hat es nicht funktioniert?

    Ich nutze diese Variante auch oft und kam immer zu richtig guten Ergebnissen.

  • wora
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    • 22. November 2020 um 18:43
    • #20
    Zitat von ERICH

    In welchen Situationen hat es nicht funktioniert?

    bei tiefen trennfrequenzen hat es immer gut funktioniert, aber wenn die trennfrequenz über 100Hz lag, hat es nicht immer gut geklappt. aber klar: kürzere wellenlängen machen die aufgabe einfach schwerer.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora (22. November 2020 um 18:48)

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