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Pohoda Festival Slowakei

  • ThoSchu
  • 13. Juli 2024 um 14:59
  • wora
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    • 23. Juli 2024 um 14:22
    • #121
    Zitat von Lampenschubser

    Und was auch immer interessant ist, dass bei uns immer dann auch ein Schuldiger gefunden werden muss.

    na ja, nach dem loveparade-desaster hat das ja nicht so wirklich gut geklappt. schuld hat immer irgendwer - die frage ist offensichtlich nur, wer sie am ende in die schuhe geschoben bekommt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • falcocgn
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    • 23. Juli 2024 um 14:33
    • #122
    Zitat von wora

    na ja, nach dem loveparade-desaster hat das ja nicht so wirklich gut geklappt. schuld hat immer irgendwer - die frage ist offensichtlich nur, wer sie am ende in die schuhe geschoben bekommt.

    Das LP-Desaster ist das beste Beispiel für die Kausalität, die es braucht, um den einen Schuldigen festzustellen. Den gab es eben nicht.

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • falcocgn
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    • 23. Juli 2024 um 14:39
    • #123
    Zitat von simonstpauli

    Was wäre mein Fazit? Da ich keine Erfahrung im Publikumsschutz habe, ziehe ich mal das STOP-Prinzip aus dem Arbeitsschutz heran, weil ich die Hierarchie der Maßnahmen gut finde und denke, daß sie auch hier passend ist. .

    (...)

    Wie bereits geschrieben, bin ich nicht in dem Business der Veranstaltungssicherheit, das sind nur ein paar Gedanken. Vielleicht hat ja jemand Lust, darauf einzugehen, nach welchen Grundsätzen gehen Profis vor. falcocgn vielleicht?

    Da hast Du schon die grundsätzlichen Prinzipien der Publikums- und VA-Sicherheit beschrieben. Es müssen umfassend alle Risiken erfasst, bewertet und Schutzmaßnahmen abgeleitet werden. Das wichtigste ist immer die Kommunikationskette und die Klarheit von Entscheidungswegen und Verantwortlichkeiten.

    Heutzutage haben wir das Problem, dass sich Wetterereignisse immer schneller bilden. Oft schneller als die Reaktionszeit selbst einer gut eingespielten VA-Leitung. Es muss natürlich auch jede Führungskraft mit Personalverantwortung im Notfall für sich und das eigene Team entscheiden. Wenn gegenüber der Bühne der Blitz einschlägt und auch sonst alles um mich rum anfängt zu scheppern, ist mir jedes Sicherheitskonzept egal. Wenn ich Personalverantwortung habe und die übergeordnete Orga nimmt ihre Verantwortung nicht wahr, muss ich ran. Dann stelle ich sofort die Arbeiten meines Teams ein und suche sichere Orte auf.

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • Marcel
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    • 23. Juli 2024 um 15:37
    • #124
    Zitat von falcocgn

    Wenn ich Personalverantwortung habe und die übergeordnete Orga nimmt ihre Verantwortung nicht wahr, muss ich ran. Dann stelle ich sofort die Arbeiten meines Teams ein und suche sichere Orte auf.

    Da bin ich zu 100% bei dir.

    Was man aber vielleicht mal überdenken könnte ist das Vorgehen gegen die Person mit Personalverantwortung wenn sie mal eine Fehlentscheidung trifft ggfs. dadruch Kosten verursacht. Mein Urteil wäre ja, lieber 1x zu viel evakuiert als Menschenleben zu riskieren. Leider sehen das die Geschäftsetagen oft ganz anders.

    Ich hatte selbst schon einen ähnlichen Fall wo es um eine Glasfaserverlegung an einer stark befahrenen Strasse ging und wir mit unserem Equipment den einzigen Gehweg dichtmachen mussten. Absperrung & Beschilderung Pustekuchen obwohl es da klare Regelungen für gibt. Die Chefetagen meinten nur "mach doch mal eben". Mein Team hat sich geweigert. Das ist durchgeschlagen bis in die obersten Ebenen, es konnten Termine nicht gehalten werden usw. Klar muss nichts passieren wenn Oma mit ihrer Gehhilfe da auf der Strasse rumstolpert. Es kann aber was passieren. Und letztendlich bin ich / wir dann vor Ort diejenigen die zur Verantwortung gezogen werden. Ein Nachspiel hatte das (diesmal) nicht, trotzdem ist die Aktion bei Vielen sauer aufgestossen. Und sowas macht mich rasend.

  • Fabian Brenner
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    • 23. Juli 2024 um 17:55
    • #125
    Zitat von Marcel

    Da bin ich zu 100% bei dir.

    Was man aber vielleicht mal überdenken könnte ist das Vorgehen gegen die Person mit Personalverantwortung wenn sie mal eine Fehlentscheidung trifft ggfs. dadruch Kosten verursacht. Mein Urteil wäre ja, lieber 1x zu viel evakuiert als Menschenleben zu riskieren. Leider sehen das die Geschäftsetagen oft ganz anders.


    Das ist ein absolut berechtigter Punkt.

    Auch die Tatsache, dass Entscheider oft im Interessenskonflikt stehen stellt meines Erachtens nach ein Problem dar.
    Das fängt beim Verantwortlichen für VA-Technik an und hört beim Veranstalter nicht auf...

    Und dafür braucht es keine großen Festivals, das passiert ja schon beim Stadtfest nebenan...

  • Acdcrocker
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    • 23. Juli 2024 um 18:14
    • #126

    Ich habe dieses Jahr als Gast den Abbruch eines Festivals auf Grund einer Unwetterwarnung miterlebt.

    Das Gelände wurde geräumt. Tatsächlich frage ich mich als Laie aber, warum die vorhandenen Messehallen nicht als „Unterschlupf“ genutzt wurden.

    Das ganze hat sich dadurch angekündigt, dass die PA nebst LED-Wand an der Parallelbühne abgelassen wurde, während auf der anderen noch der Headliner spielte.

  • Online
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    • 23. Juli 2024 um 18:23
    • #127

    Evtl wäre es auch sinnvoll, das Publikum schon vorher in das Sicherheitskonzept einzuweisen, ähnlich wie im Flugzeug. Kann ja auch schon vorher als Hinweis auf der Homepage, PDF in der Bestätigungsmail fürs Ticket, als Podcast oder sonstiger PR-Bestandteil des Marketingkonzeptes integriert sein.

    Im Flugzeug ist es ja auch Standard dass vorgehampelt wird...

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • Marcel
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    • 23. Juli 2024 um 18:58
    • #128
    Zitat von skyper

    Evtl wäre es auch sinnvoll, das Publikum schon vorher in das Sicherheitskonzept einzuweisen, ähnlich wie im Flugzeug. Kann ja auch schon vorher als Hinweis auf der Homepage, PDF in der Bestätigungsmail fürs Ticket, als Podcast oder sonstiger PR-Bestandteil des Marketingkonzeptes integriert sein.

    Im Flugzeug ist es ja auch Standard dass vorgehampelt wird...

    Das sollte man auf jeden Fall tun. Letztens bei Springsteen beim Nijmegen Open Air gab es auch separate Videowände auf denen Werbung lief, aber auch auf die Rettungswege hingewiesen wurde. Und später kam noch eine Regenwarnung hinzu - natürlich mit dem Hinweis, dass man selbstverständlich diese 1x-Ponchos an den Getränkeständen kaufen kann 8o Aber sowas ließe sich relativ simpel auch um ein paar Hinweise erweitern. Dazu am besten noch vor dem Eingang, weil sich da eh immer der Pöbel sammelt und wenn er nichts anderes zu tun hat, tatsächlich auch mal die Hinweise liest. PDF mit beim Onlineticket dazu finde ich auch gut! Es wird wahrscheinlich ein Weilchen dauern die große Masse an Besuchern dafür zu sensibilisieren, aber es wäre mal ein Schritt den man auch noch ohne großen Aufwand durchführen könnte.

  • test
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    • 23. Juli 2024 um 20:13
    • #129

    konsequenter weise müßte man das entfluchten ja auch einmal üben. das setzt aber vorraus, das alle mitmachen und nicht wieder ein paar resitente nicht mitmachen.

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • HenrySalayne
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    • 23. Juli 2024 um 20:40
    • #130
    Zitat von test

    konsequenter weise müßte man das entfluchten ja auch einmal üben. das setzt aber vorraus, das alle mitmachen und nicht wieder ein paar resitente nicht mitmachen.

    Es geht entgegen des Namens bei einer Evakuierungsübung nicht darum, das Evakuieren zu üben. Die Übung dient dazu festzustellen, ob und wie das Evaluierungskonzept funktioniert und was eventuell noch geändert werden sollte. Die Übung sollte daher unter kontrollierten Bedingungen stattfinden.

    Hinweis: Alle Fehler in diesem Beitrag sind KI-generiert.

  • test
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    • 23. Juli 2024 um 21:20
    • #131

    was ist denn bei einer übung anderes als bei kontrollierten bedingungen?

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  • simonstpauli
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    • 24. Juli 2024 um 00:24
    • #132
    Zitat von falcocgn

    Da hast Du schon die grundsätzlichen Prinzipien der Publikums- und VA-Sicherheit beschrieben. Es müssen umfassend alle Risiken erfasst, bewertet und Schutzmaßnahmen abgeleitet werden. Das wichtigste ist immer die Kommunikationskette und die Klarheit von Entscheidungswegen und Verantwortlichkeiten.

    Heutzutage haben wir das Problem, dass sich Wetterereignisse immer schneller bilden. Oft schneller als die Reaktionszeit selbst einer gut eingespielten VA-Leitung. Es muss natürlich auch jede Führungskraft mit Personalverantwortung im Notfall für sich und das eigene Team entscheiden. Wenn gegenüber der Bühne der Blitz einschlägt und auch sonst alles um mich rum anfängt zu scheppern, ist mir jedes Sicherheitskonzept egal. Wenn ich Personalverantwortung habe und die übergeordnete Orga nimmt ihre Verantwortung nicht wahr, muss ich ran. Dann stelle ich sofort die Arbeiten meines Teams ein und suche sichere Orte auf.

    Dankeschön.

    Mich interessiert ja oft: Was kann ich lernen, was kann mein Gewerk lernen und besser machen, damit es im Ganzen besser funktioniert?

    Ich gebe mal ein Beispiel:
    Ich weiß gar nicht mehr, wann ich damit angefangen habe. Wahrscheinlich seitdem ich öfter bei Musicalproduktionen gearbeitet habe. Auch wenn es nicht explizit gefordert ist. - das Stop Mic.
    Ein Mikrofon, je nach Veranstaltungsart oft am FOH, mit Schalter und direkt aufgelegt (je nach System am letztmöglichen Punkt), Kanal getestet, für Sprachverständlichkeit optimiert, mit einem Compressor, der quasi als AutoGain funktioniert und permanent offen.
    Briefing an alle relevanten Kräfte - "Dies ist das Stop mic, bei Bedarf anschalten, reinsprechen, auch wenn ich gerade nicht da bin." Gerne auch kurz testen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • wora
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    • 24. Juli 2024 um 09:51
    • #133
    Zitat von simonstpauli

    - das Stop Mic.
    Ein Mikrofon, je nach Veranstaltungsart oft am FOH, mit Schalter und direkt aufgelegt (je nach System am letztmöglichen Punkt), Kanal getestet, für Sprachverständlichkeit optimiert, mit einem Compressor, der quasi als AutoGain funktioniert und permanent offen.

    genau sowas habe ich bei meiner "großen" anlage immer parat. allerdings nicht am FOH, sondern auf der bühne, am amp-rack.

    das schalter-mikro geht direkt auf den lautsprecher-controller. sobald man es anschaltet und reinspricht, wird das normale programmsignal per ducking weggedrückt.

    dabei ist es also völlig egal, welche signalquelle da gerade aktiv ist, bzw. ob das mischpult auch eingeschaltet ist oder sonstwas. sobald man ins mikro hineninspricht, versteht man das vorne sehr gut.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • robert müller
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    • 24. Juli 2024 um 10:00
    • #134

    Was für ein Controller ist das, wenn ich fragen darf? Controller mit mic-sensitiven Inputs sind ja jetzt meines Wissens nicht gerade weit verbreitet, oder täusche ich mich da gerade?

  • Online
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    • 24. Juli 2024 um 10:04
    • #135

    wora: was ist bei dir die "grosse" anlage?

    Der Ton macht die Musik.

  • Lampenschubser
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    • 24. Juli 2024 um 10:04
    • #136

    Das ist eine sehr gute Idee.

    Das werde ich versuchen so zu übernehmen. Danke

  • wora
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    • 24. Juli 2024 um 12:54
    • #137
    Zitat von robert müller

    Was für ein Controller ist das, wenn ich fragen darf? Controller mit mic-sensitiven Inputs sind ja jetzt meines Wissens nicht gerade weit verbreitet, oder täusche ich mich da gerade?

    früher habe ich das mit A&H iDR umgesetzt, dann mit BSS Soundweb, dann biamp Nexia und danach Bose ControlSpace. in der zwischenzeit benutze ich dafür A&H AHM controller. diese controller hatten/haben alle Mic-inputs.

    ich habe auch noch einen XTA controller im lager, mit dem geht das mangels Mic-Input nicht.


    Zitat von zegi

    wora: was ist bei dir die "grosse" anlage?

    ich bin mir nicht ganz sicher, ob das eine rolle spielt, aber ich mache mit eigener technik beschallungen bis etwas über 1000 zuhörern


    Zitat von Lampenschubser

    Das ist eine sehr gute Idee.

    Das werde ich versuchen so zu übernehmen. Danke

    das weiß ich ;)

    ich glaube übrigens, dass diese idee mal vor vielen jahren hier im forum entstanden war...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Lampenschubser
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    • 24. Juli 2024 um 13:05
    • #138

    naja gut, mit idR ist es ja wieder irgendwie "Pult"abhänig. Das wäre natürlich auch mit der D-Live möglich. So mache ich es derzeit im Prinzip auch.

    Wenn es direkt übers Lautsprecher Management gehen soll, würde ich halt einen kleinen Preamp davor hängen. Die frage ist eher ob (in meinem Fall) Fohhn Audio Soft dann die anderen Signale dann automatisch Muten/Ducken kann.

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    • 24. Juli 2024 um 13:15
    • #139
    Zitat von wora

    ich bin mir nicht ganz sicher, ob das eine rolle spielt, aber ich mache mit eigener technik beschallungen bis etwas über 1000 zuhörern

    Danke. Ich finde das spannend, denn bis zu einer gewissen Grösse gäbe es ja auch andere Möglichkeiten, wie z.B. mit einem Megaphon.


    Im übrigen finde ich, dass vorproduzierte Ansagen eine gute Sache sind, denn da kann man die Sprachverständlichkeit optimieren und dafür sorgen, dass die Stimme eine Ruhe ausstrahlt. Wenn das grosse Chaos hereinbricht und es unruhig wird, ist es schwieriger, einen kühlen Kopf zu bewahren.

    Der Ton macht die Musik.

  • Lampenschubser
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    • 24. Juli 2024 um 14:04
    • #140

    Ich habe so ein Mikro für alle Veranstaltungen wo ein iDR mit fährt. Also im Prinzip alles was mehr als eine kleine Privatfeier ist. ein Megaphon nehme ich nicht mit das müsste definitiv extra angemietet werden vom Veranstalter.

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