...wo is eigentlich der Werner bei dem Thema ?
Ehrlich gesagt habe ich bei der Überschrift auch erst an die legendären Wurst-Audio Produkte denken müssen 😁
...wo is eigentlich der Werner bei dem Thema ?
Ehrlich gesagt habe ich bei der Überschrift auch erst an die legendären Wurst-Audio Produkte denken müssen 😁
Und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum das Wurst-Mikro heißt
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Und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum das Wurst-Mikro heißt
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Weil die häufig genutzte Extrem-Kompression in der Anzeige einer DAW aussieht wie eine Wurst. Zipfel im Intro, Zipfel im Outro, dazwischen "Wurst"
Im Prinzip sieht sieht der Kanal also dann so aus wie die Summe bei Red Hot Chilli Peppers.... ![]()
Also der Dave hatte die in meiner Erinnerung eigentlich recht dynamisch gemischt, war zumindest vor ca. 10 Jahren mal auf nem RHCP Konzert.
Wie der Toby das jetzt handhabt weiß ich allerdings nicht...
Ich meinte die CD Produktion der RHCP.
Wenn man sich da z.B. die Scheibe Californication mal auf der Anzeige einer DAW anschaut, dann ist das total totkomprimiert und klingt auch so.
Zum Vergleich: Die Back in Black von AC/DC ist auch recht ordentlich komprimiert, aber das ist viel geschickter gemacht und akustisch bei weitem nicht so auffällig.
Wenn die Musik auf einem Küchenradio wiedergegeben werden soll, ist natürlich so eine Extremkompression hilfreich, damit die leisen Passagen nicht völlig untergehen.
Aber wer kauft sich schon für teuer Geld physikalische Tonträger, um diese dann auf einem Küchenradio wiederzugeben?
Hast Recht, hab mir eben das Album angehört.
Klingt wirklich wie der ganze Schrott aus der Hochzeit des Loudness Wars, ähnlich schlimm wie Death Magnetic oder Dance of Death.
Nur scheinen die ihre aktuellen Alben wohl auch noch so zu produzieren.
...ich würde al behaupten, daß es zwei Arten von Komprimmieren gibt.
1. Art: Mixdown irgendwie hinpfuschen, dann EINEN Kompressor hart am Schluß drüberbügeln --> Müll ![]()
2. Art: die Einzelnen Kanäle und Gruppen sauber komprimieren, dann zu einem Mixdown zusammenfügen und maximalst die dann noch vorhanden Spitzen weg-kompressorierendrückenkillen --> klingt besser ![]()
edit: ...leider ist in der heutigen Musik-"Produktions"-Welt die 1. Art vorherschend...
3. Art (irgendwo dazwischen): Vocalrider und Limiter mit „OneForAll-Setting“ + DynamicEq oder Spectrumbalancer auf jeden Kanal, Multiband hintendran, fertich 😁
Wing hat doch auch so‘n Riderdingens, oder? 😉
Typischerweise geht das wohl folgendermaßen ab:
Ein Eingangssignal, was eh schon wenig Dynamik hat, erst mal ordentlich komprimieren.
Dieses dann über eine Subgruppe schicken und mit schon genauso stark komprimierten Signalen zusammen dann nochmal ordentlich komprimieren.
Dann die Subgruppen auf den Master und da dann am besten gleich nochmal alles durch einen Mehrbandkompressor jagen.
Das nun bereits völlig tot komprimierte Material kommt dann zum Mastern, wo natürlich auch nochmal mit einer extra Portion Kompression die letzte Luft aus dem Sound herauslassen wird.
Ergbnis sind dann zwischen den leisesten und lautesten Stellen des Songs eine sagenhafte Restdynamik von um die 3dB.
Wenn das dann noch über das Sendeprozessing eines Radiosenders läuft, der durch heftige Kompression aus dem Angebot durch größere empfundene Lautheit herausstechen möchte, wenn der Radiohöhrer durch die Sender steppt, dann gute Nacht. ![]()
Mir hat bei unseren Livebeschallungen immer folgende, wirtschaftlich natürlich fragwürdige Herangehensweise am besten gefallen:
Geringe Kompression und auch diese nur auf wenigen ausgewählten Kanälen.
Keine Kompression im Master und dafür wesentlich mehr Holz hinstellen als für die Lokation "üblich" war.
Dann hat man so richtig Livedynamik, was ja m.E. den Unterschied machen sollte zwischen Live-Musik und Konserve.
Und wir hatten nie ein den Hitzetod gestorbenes Chassis.
...o.k. es waren auch nie Chassis mit kleinen Schwingspulendurchmessern im Einsatz. ![]()
So wie der Thread bisher verläuft bin ich wohl ziemlich allein mit meinem Einsatz der Wurst...
Das tut der Freude meine ich aber keinen Abbruch! ![]()
Wenn wir das alle gleich machen würden, wäre es ja auch langweilig.
So wie der Thread bisher verläuft bin ich wohl ziemlich allein mit meinem Einsatz der Wurst...
Nicht ganz, hab heute mit dem Mix vonner neuen Platte angefangen. Die Drum-Tracks kommen aus dem Elysia Studio und da ist tatsächlich ne Wurst-Spur dabei...und noch ne andere Spezialität, ein StereoTrack names "Snareo". Ich schau..äh..höre mir das morgen mal an, dann kann ich vielleicht wat zu dem Thema beisteuern.
LG
WW
Snareo hab ich im Studio auch schon verwendet! ![]()
Ist meines Wissens auch eine Idee von Moses: Snare bottom in stereo.
Ich glaube ich arbeite zur Zeit mit der Band, bei die Methode "erfunden" wurde...
Wie gesagt, Herr Nink , hab die Wurst auch immer wieder mal verwendet, aber weil sie so ein Charaktersignal ist, fast ausschließlich für FOH.
IEM Mixe sind meistens ja eher auf Klarheit ausgelegt, da hatte ich für so ne vibey Wurst noch keine Verwendung, außer bei einer Band, die sich das gewünscht hatte und auch da wurde sie relativ bald wieder abgewählt.
Würde sie für FOH, bei passender Musik auch jederzeit wieder nehmen, aber tatsächlich, wie jemand schon angemerkt hatte, wahrscheinlich nur wenn es nicht eh ein Drum Vocal/Bleed mic gibt...
Noch so Gedanken: Für die allermeisten Beschallungsanwendungen sind diese Dinge natürlich "überflüssig", aber in anderen Situationen können sie die Kreativität auf beiden Seiten der Glasscheibe anregen und so auch abseits von "das klingt aber toll" sinnvoll sein.
Ich hab Moses ein paar mal getroffen, arbeite mit Bands, die er produziert hat und habe auch (als es terminlich gepasst hat) die ersten paar Shows seiner aktuellen Band gemischt.
Im Studio geht es eben nicht immer nur darum, irgendwas möglichst naturgetreu aufzunehmen, sondern auch sehr viel um Inspiration und Attitüde, Haltung, Sonstwas.
Und vor allem im Frühwerk von Tocotronic sucht Mensch möglicherweise vergeblich nach tontechnischer Brillanz, gut Produziert können die Platten ja trotzdem sein.
Daher kann ich den Tontechniker, der die Platten verbrochen hat, auch nicht als den großen Meister oder gar in einer Linie mit den amerikanischen Studiolegenden sehen
Hier schwingt mir irgendwie ein Hauch zu viel Überheblichkeit mit, daran ändert das Ironie Schildchen dann auch nichts. Finde das etwas schade.
Moses wird hier ja nicht als "großer Meister" oder der deutsch Quincy Jones (RIP) dargestellt, aber einen gewissen Einfluss auf die deutsche Pop/Rock Musik der vergangenen 25 Jahre und ihre Ästhetik hat(te) er nun mal.
Überheblichkeit
Ich verrate Dir was mich „reitet“. Das Stichwort 'Tocotronic' ruft in mir ein Gefühl wach, welches mich durch die letzten 40 Jahre 'deutsche Rock- und Popmusik' begleitet. Dieses Gefühl ist der Unmut, der Ärger darüber, das in allen Instanzen der „musikalischen Wertschöpfungskette“ Dinge zu 'Stil, Innovation, Authentizität, etwas von Wert hochstilisiert weden, die ganz im Gegenteil Ausdruck von: Ich kann es nicht besser, bin zu faul oder doof es besser hinzukriegen, nicht neugierig oder talentiert genug es besser zu machen. Nimm den Begriff 'Lowfi'. Da liegt 'Stilmittel' und 'ich weiß es nicht besser, kann das low nicht hören, hab' kein Geld für was ordentliches' nah bei einander.
Ich bin nicht überheblich, sondern sauer.
Vielleicht hast du es auch einfach nicht verstanden. Oder es hat Dir einfach nicht gefallen
Eine allgemeine Bewertung von Kunst steht Dir alleine zumindest wahrlich nicht zu. Der Unterstellung dass man es nicht bessermachen wollte/konnte kann man entgegensetzen dass es einfach als sehr gut empfunden wurde und man es genau bewusst so gemacht hat. Wer hat Recht? Du, oder? ![]()
Jetzt können wir uns gerne über allgemeingültige Bewertungskategorien von Kunst unterhalten, diese Diskussion war jedoch schon immer absolut bodenlos unsinnig...
Das stimmt, gilt aber für‘s Hochstilisieren genauso wie fürs Niedermachen. ![]()
Nüchtern betrachtet muss es erlaubt sein, dem Hochgelobten etwas entgegenzusetzen, vor allem dann, wenn es den „des Kaisers neue Kleider“ Aspekt in sich trägt.
Das ist nicht überheblich auch wenn das dem einen oder anderen nicht gefällt.
Ja Moin,
in besagter Studio Session funktioniert die Wurst prächtig, muss ich gestehen. Ist halt die Frage, wozu man diese verwenden möchte. Den Ursprungsgedanken hat Herr Schneider ja in einem zehn Jahre alten YouTube Video in etwas so formuliert, dass er die Wurst ähnlich wie Raum Mikrofone als „Glue/Saturation“ Option nutzt, nur das die Wurst aufgrund der nahen Platzierung deutlich direkter klingt, als übliche Raum-MIkros. Somit eine Option mehr im Mix.
Ich hab die Wurst daher ähnlich verwurstet, wie ich es mit RaumMikros in einem RockMix machen würde. "EQ to Taste" und dann 1176 mit ultrakurzem Release und medium Attack. Entsprechend zugemischt ist es ein wenig wie eine Parallel-Kompression nur mit zusätzlichen Frequenzanteilen. Ich denke, es kommt stark auf den Kontext an, ob das brauchbar ist oder nicht.
Im Live-Kontext wird das bestimmt auch funktionieren, wenn man entsprechend präpariert ist. De facto geht ja nur ein Kit mit zwei Toms, größer wird es dann schwierig den gleichen Abstand der Trommeln zum Mikro sicherzustellen. Und jedes Teil sollte halt optimal klingen, hat man nur eine Trommel, die schrottig klingt oder schlecht gestimmt wird, ist das Wurst Signal kompromittiert. Kann man beides sicherstellen, ist es eine weitere, valide Klangoption.
LG
WW
Danke Christian, dafür, dass wir wieder aufs Handwerk kommen und reale Aspekte davon, wie wir das für uns einsetzbar machen können.
Wenn das dann noch über das Sendeprozessing eines Radiosenders läuft, der durch heftige Kompression aus dem Angebot durch größere empfundene Lautheit herausstechen möchte, wenn der Radiohöhrer durch die Sender steppt, dann gute Nacht.
Ohne jetzt die Radiowelt mit ihren Optimods zu sehr in Schutz nehmen zu wollen, hat das beim Radio aber auch einen technischen Hintergrund: SNR. Die ist einfach am besten, wenn der Frequenzhub maximal ist ohne in andere Kanäle hineinzugrätschen.
Und gerade für die Hintergrundberieselung ist Dynamik nur störend. ![]()