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  5. IN EAR Monitoring

IN Ear teuer oder Billig genausogut?

  • Sxndrx
  • 29. Mai 2025 um 19:01
  • Seven
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    • 1. Juni 2025 um 10:42
    • #21

    Ich denke es ist inhaltlich alles gesagt. Nur vielleicht noch ein paar Anekdoten:

    Ich selbst als Trommler spiele seit fast 30 Jahren ausschließlich mit InEar Monitoring; alleine um mein Gehör zu schützen. Ich bereue heute, so spät erst auf richtig gute (und auch angepasste) Hörer gegangen zu sein. Meine Hörer wurden über die Jahre zwar immer besser, aber ich habe viel Geld für Trommeln und Becken ausgegeben und am Ende selbst alles durch den Flaschenhals "mittelmäßiger Hörer" in den Nuancen gar nicht gehört auf der Bühne. Ich nutze heute den LivePro4 4-Weg Hörer von InEar. Bin ich damit ein besserer Musiker? Vermutlich nicht. Habe ich damit mehr Spaß auf der Bühne? Definitiv!

    In einer Band die ich jahrelang betreut habe hat der professionelle (im Sinne von Hauptberuflich) Sänger immer seine günstigen Hörer über eine der günstigsten Funkstrecken die es auf dem Markt gibt genutzt. Das hat für ihn immer gereicht. Dann ist ihm seine Funkstrecke ausgefallen und ich habe ihm eine ordentliche Funkstrecke hingestellt. Ergebnis: Er war begeistern vom Sound. Weniger Rauschen. Die Störgeräusche an die er sich bei seinem System gewöhnt hatte waren weg und vor allem war der übertragene Frequenzbereich deutlich größer. Und das Ende vom Lied? Es war und ist ihm zu teuer, sich ein solches System selbst zu kaufen.

  • Sxndrx
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    • 1. Juni 2025 um 21:47
    • #22
    Zitat von lisa f.

    Hi Sxndrx

    Wenn Ihr in der Band mit IEM anfangt wäre es wahrscheinlich hilfreich eine IEM erfahrene Tontechnikerin (m/f) zur Beratung zu bitten.

    Wenn ich IEM mische will ich alle Signale anliegen haben inklusive volles Drumkit, und soweit als möglich für alle Beteiligten individuelle Stereo Mixe bereitstellen. Das ist ein riesen Unterschied, wenn man den Stereoraum ausnutzen kann.

    Ein Ohr rein, eins raus würde ich auf keinen Fall empfehlen, da hörst Du schnell zu laut auf dem einen Ohr und es wird trotzdem nicht besser.

    Ich mach den ängstlichen Musiker:innen immer einen besonders räumlich - natürlichen Mix, so gut wie ich es hinkriegen kann. Hallräume, Panorama und Ambient Mikros sind definitiv gute Werkzeuge, aber dazu braucht es ausreichend Busse, Kanäle und ein bißchen Erfahrung.

    Ambient Mikros sind für mich essentiell für größere Bühnen, und auch wenn die Band wenig offene Mikros hergibt.

    Kabelgebundenes IEM ist definitiv eine gute Lösung, und solange man nicht auf der Bühne rumhüpft eigentlich die bessere Wahl, und deutlich günstiger als Funkstrecken.

    Hörer. Klassisches Einstiegsmodell wären die Shure se215, kostet wirklich nicht viel, haltbar*, klingt gut für was es ist.

    In Deinem Falle Hörgeräteskustiker fragen was dieser empfiehlt.

    Gestern hatte ich einen älteren Herren auf der Bühne, der dann auch erstmal seine Hörgeräte ausgezogen und in die Tasche gesteckt hat, bevor die angepassten Hörer in die Ohren gingen.

    Wenn Du mit Deinem Hörgeräteakustiker sprichst kannst Du auch fragen, ob es eine gute Idee ist gezielt Deine schwächeren Frequenzen in Deinem IEM Bus zu boosten, oder nicht.

    Am Ende ist das was in die Hörer rein geht ein klein bißchen wichtiger als der Hörer selbst, ein scheiß Mix wird auch mit meinen Hörern (4-stelliger Betrag) nicht besser. Wenn der Mix selber wirklich gut ist kommst Du mit Einsteigermodellen relativ weit.

    Nur wirklich grütze Billigheimer würde ich vermeiden. Ausprobieren hilft, IMHO wenn eine dynamische Aufnahme auf etwas höherer Lautstärke ausgewogen und verzerrungsfrei klingt kann man das versuchen.

    *se215 Haltbarkeit: ich habe in den letzten 10 Jahren mit hunderten dieser Hörer zu tun gehabt, und bis auf ein paar Montagsgeräte halten die alle selbst im rauhen Verleihbetrieb viele Jahre.

    Alles anzeigen

    Wow danke. Wenn nur alle so offen ggü. konstruktivem wären wie ich. Ich krieg das mit den Jungs ohne da nen Aufstand zu machen nicht hin.

    Als einzige weibliche Person hab ichs da verdammt schwer. Wobei ich je die Band gründete und die PA Anlage mir gehört.

    Also die Analoge.

    Ich bin tendenziell für Marken geräte. Absolut.

  • Sxndrx
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    • 1. Juni 2025 um 21:51
    • #23
    Zitat von Seven

    Ich nutze heute den LivePro4 4-Weg Hörer von InEar. Bin ich damit ein besserer Musiker? Vermutlich nicht. Habe ich damit mehr Spaß auf der Bühne? Definitiv!

    . Dann ist ihm seine Funkstrecke ausgefallen und ich habe ihm eine ordentliche Funkstrecke hingestellt. Ergebnis: Er war begeistern vom Sound. Weniger Rauschen. Die Störgeräusche an die er sich bei seinem System gewöhnt hatte waren weg und vor allem war der übertragene Frequenzbereich deutlich größer. Und das Ende vom Lied? Es war und ist ihm zu teuer, sich ein solches System selbst zu kaufen.

    Das ist interessant. Ist aber immer so.. Wie beim AUto wenn man die Ganze zeit ne Klapperkiste gefahren ist.. findet man die Okay und super, bis man dann viellcht mal ein teureres neueres Auto fährt und den Komfort kennenlernt..

    Also ich will lieber Hörgenuss!!! Scheiss erst mal aufs Geld, ;) Bei dem getesten System fand ich meine Stimme so kalt und teils zu laut oder schrill... aber sind ja keine Ohrpassstücke

  • Sxndrx
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    • 1. Juni 2025 um 21:55
    • #24
    Zitat von Scyte

    Ich gebe aber auch zu bedenken, das ein zu lauter Monitor auf Grund einer Person mit Schwerhörigkeit für die restliche Band nicht zu ertragen sein können. Gerade weil Schwerhörigkeit mit der Zeit immer schlimmer wird.

    InEar sollte Stereo sein.

    Das X18 ist eigentlich zu klein für InEar aber:

    Das X18 kann maximal 6x Mono Monitor-Out. Wenn der Drummer sich selbst mischt, könnten genug Outputs für dich frei sein.

    Denn Inear Monitoring macht nur Sinn wenn es gut gemacht ist.

    Das X18 könntest du mit Handy/Tablett fernsteuern. Auch eingegrenzt auf dein InEar.

    (Stichwort: Mixing Station)

    Evtl. braucht es dann noch extra Mikrofone die Bühnesound und Publikum einfangen.

    Aber da müsstes du dich als Musiker eberso einbringen und lernen und probieren. Alle Schuld auf den Techniker zu schieben finde ich im Kontext Schwerhörigkeit schwierig.

    Alles anzeigen

    ne ich schiebs nicht allein da drauf. Aber ich hatte mich dann selbst damit beschäftigt und hatten dann eine Probe ohne den Gitarristen und nur mit nem Gast Git. ..da hatte ich kein Feedback.. Das kam dann wieder mit dem eigentlichen Git. und dann danch ständig...

    und ich persönlich würde den Raum auch von der Aufstellung der Instrumente und Boxen anders machen.. aber auf mich hört keiner...Der Platz ist halt sehr klein und haben wohl dadurch auch viele Reflektionen im Raum...

  • Sxndrx
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    • 1. Juni 2025 um 21:58
    • #25
    Zitat von yamaha4711

    Dies ist ein Forum in welchem sehr viele Professionelle unterwegs sind und der Frage liegt zudem noch im Profibereich. Je nach Forum und Unterforum und daran teilnehmenden Person wird man in jedem Fall zu den unterschiedlichsten Aussagen finden, von Kauf A oder B, nein das muss nicht so teuer sein oder lass die Finger von den Billigheimern. Dies mal Grundsätzlich.

    Es gilt, dass man Monitoring, egal ob konventionell oder InEar zunächst für den Musiker per se ist, persönlich adressiert. Für ein vernüftiges Monitoring braucht es die Signale, welche der Musiker braucht um sich zu finden und einzubringen. Wenn also eines dieser Signale fehlt, weil nicht abgenommen, dann ist das schon mal suboptimal.

    Ich lese jetzt hier raus, auch in Korrelation zu all den anderen Fragen welche hier zu deinem User eingestellt sind, dass es ein wildes Hobbydurcheinander ist. Dieser Tatbestand wäre als erster zu bereinigen und ich rate daher schon an dieser Stelle: Holt euch externe Hilfe!

    Dann zum Thema InEar.

    Der Hauptpunkt ist der Ohrhörer selbst. Wenn der nix taugt, dann geht das voll daneben. Angepasste Ohrhörer sind super aber eben teuer. Hier gilt es einen guten Kompromiss für sich selbst zu finden, daher probieren und testen. Allerdings darf man sich nicht wundern, wenn der 80€ Ohrstöpsel nicht funktioniert. Hier sind wir in der Regel im Bereich 250€ aufwärts, wenn es was taugen soll. Das ist nur der Ohrstöpsel!

    Die eigentliche InEar Strecke ist das nächste. Hier gilt es auch zu testen aufgrund vom Rauschverhalten und den Übertragungseigenschaften an sich. Oftmals kappen die Strecken gerne die tiefen Frequenzen, Rauschen in leisen Passagen auf oder komprimieren zu stark.

    Es bringt auch nix eine Strecke zu wählen mit möglichst vielen Gimmicks, welche man letztendlich nicht braucht. Wichtig ist eine saubere Übertragung.

    Wenn so eine Strecke Dropouts hat, dann ist das für den Nutzer nervig, doch das Publikum bekommt dies in der Regel nicht mit. Die Funktechnik per se ist ab einer gewissen Preisklasse in der Regel aber stabil.

    Nun besteht so eine Band ja nicht nur aus einer Person sondern aus mehreren Musikern, welche eben auch ein gewisses Maß an Monitoring benötigen. Und jetzt wirds spannend....

    Grundvoraussetzung ist primär, dass alle wichtigen und benötigen Signal am Pult anliegen.

    Das Pult MUSS in der Lage sein entsprechend viele UNABHÄNGIGE AUX Wege zur Verfügung zu stellen.

    Letzter Punkt ist meist nicht gegeben, obwohl heutige Pulte schon recht gut bestückt sind.

    Der große Vorteil von InEar ist ja, dass man damit sein persönliches Signal direkt auf den Ohren hat und dass die Bühnenlaufstärke signifikant reduziert ist. Dies hat zur Folge, dass das Risiko von Rückkopplungen aufgrund "ich hör mich nicht" und einer Aufwärtsspirale "lauter" bis fiiiiiiiiiep unterbunden wird. Es ist daher ratsam, dass ALLE Musiker InEar nutzen und damit sind wir schon bei den notwendigen AUX Wegen.

    Im Weiteren braucht es im Idealfall für jeden Musiker eine InEar Strecke. Sicher kann man auch hier wie beim klassischen Monitoring Gruppen bilden, doch das bringt auch wieder ärger mit sich, da InEar deutlich direkter adressiert ist.

    Also pro Musiker eine Strecke, d.h. auch eine Trägerfrequenz. Günstige Strecken im Bereich LTE Mittenlücke strecken da recht schnell die Flügel, vor allem wenn noch zusätzliche Sender (Funkmikros) vorhanden sind. Also braucht es recht schnell ein vernüftiges Frequenzmanagement und eben auch Geräte mit entsprechender Bandbreite und einem zukunftssicheren Frequenzbereich.

    Dann hat jeder Sender eine Antenne. Das wird sehr schnell unschön, also braucht es wohl einen Kombiener. Soll das Kompakt in ein Case, dann ist das ein Muss.

    Das nächste Unterthema: Latenz.

    Mittlerweile wird ein Signal recht häufig gewandelt und verarbeitet. Dabei fallen immer Signalverzögerungen an, welche sich aufsummieren. Wenn nun die Strecke digital überträgt, dann kommt diese Latenz hinzu und irgendwann ist diese so groß, dass sie nervt. Es gibt empfindliche Zeitgenossen, welche schon bei 15 ms genervt die Ohrstöpsel rausziehen.

    Sobald die Ohrstöpsel angepasst sind und dicht sind, könnte es an wichtiger Querkommunikation fehlen, d.h. das Ambiente der Bühne ist weg. Also wäre es sinnreich in den InEar Mix das Ambiente per Mikro mit einzubringen.

    Kurzum wäre dies oftmals der Grund für einen Workshop am Wochenende, um überhaupt mal Basiswissen zu generieren. Einfach naiv eine InEar Strecke für sich persönlich anzuschaffen ist meiner Meinung nach aus professioneller Sicht verbranntes Geld.

    Alles anzeigen

    Was soll ich sagen.. ich bin deiner Meinung aber ich muss mich fügen... damit etwas harmonie wieder in der Probe ist. Das was du schreibst hab ich auch in so einer Art durch eigne Recherche rausgefunden. Also ein Teil davon. Wir verwenden Keine Funkstrecken übrigens.

    Zum workshop.. ich bin die Einzige die iwas in der richtung machen würde.. hab auch schon oft so Band Workshops gezeigt. Aber das Thema wird übergangen..

  • wora
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    • 1. Juni 2025 um 23:11
    • #26
    Zitat von Seven

    Und das Ende vom Lied? Es war und ist ihm zu teuer, sich ein solches System selbst zu kaufen.

    ein guter bekannter von mir, der in einer blaskapelle spielte, hat mir zu diesem thema mal eine kleine story erzählt:

    es ging um einen saxophonisten im verein, der sich ein neues Sax für über 6000 EUR gekauft hatte und begeistert war von dessen sound.

    dazu hat er sich ein clipmikro für unter 100EUR bestellt. als er den saxophonisten auf dieses krasse missverhältnis ansprach, sagte dieser: "ach, das reicht doch völlig" frech*

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • floger
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    • 2. Juni 2025 um 09:25
    • #27

    Nachdem ich deine Antworten gelesen habe, scheint es eher ein Psychologisches als ein technisches Problem zu geben. Bzw. verhindert ersteres die Lösung des zweiten.

    Ich fürchte du musst hier auf den Tisch hauen und dich durchsetzen. Wem das nicht passt, der darf gehen.

  • wora
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    • 2. Juni 2025 um 21:45
    • #28

    man muss leider vermuten, dass es sich möglicherweise nicht anders lösen lässt.

    ich würde in so einer situation wohl versuchen, mein problem nochmal ganz klar anzusprechen und auch lösungsansätze zu fordern.

    wenn das aber alles nicht fruchtet, darf man auch mal über einen wechsel zu einer anderen band nachdenken. denn so wie es jetzt läuft, wirst du auf dauer nicht glücklich werden.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • lisa f.
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    • 3. Juni 2025 um 00:05
    • #29
    Zitat von Sxndrx

    Wow danke. Wenn nur alle so offen ggü. konstruktivem wären wie ich. Ich krieg das mit den Jungs ohne da nen Aufstand zu machen nicht hin.

    Als einzige weibliche Person hab ichs da verdammt schwer. Wobei ich je die Band gründete und die PA Anlage mir gehört.

    Also die Analoge.

    such Dir neue Musiker. Ernsthaft. Ich meine es gibt ja den alten Trick dass man die Jungs glauben lässt die gute Idee wäre ihre gewesen, aber ich glaube Du brauchst ein bißchen mehr als subtile Durchsetzung.

    Wenn subtil nicht hilft nehme ich meine Autoritätskeule und spreche direkt an was das Problem ist. Direktheit hilft meistens und ich werde wirklich grantig wenn jemand versucht mich zu untergraben.

    Und wer wirklich und nach mehreren Gesprächen nicht mitmacht, der kann gehen.

  • Marcel
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    • 3. Juni 2025 um 00:16
    • #30

    Oder noch ein anderer Ansatz den der Gitarrist einer "meiner" Bands verfolgt hat (überwiegend für den Proberaum): Er hat eine komplette Mikrofonierung für die gesamte Truppe angeschafft und dazu ein Mischpult, damit er ordentlichen Sound hatte....und auch brauchbare Aufnahmen machen konnte. Der Rest der Band war natürlich nur Nutznießer der Gerätschaften, hat einerseits auch gerne über den Aufwand geknöttert, wurde andererseits aber auch durch den Sound verwöhnt. Für den Rest hat er Kopfhörer angeschafft zum proben.

    Mittlerweile nutzt der Gitarrero jetzt noch recht neu ein InEar ProPhile8 und wollte noch letztens mehr vom Gesangs- und Schlagzeughall haben, weil das so schön und räumlich klingt :) Der Rest der Truppe nutzt mittlerweile auch IEM, wenn auch eher die krüppelige Variante mit super billigen Hörern und Sendeanlagen. Aber da ist es egal ob die Kollegen dann vom Gitarristen seine ausrangierten Shurehörer für den Gig bekommen, weil die Eigenen mal wieder einseitig nicht mehr wollen. Oder ich sogar schonmal die Kabel aus der Sendeanlage abgezogen und in einen Kopfhörerverstärker in meinem großen Stagerack gestöpselt habe und der Sänger dann mit meinem Kopfhörer testen konnte, dass meine Signalkette sauber ist. Einsicht = Null, beim nächsten Mal habe ich wieder die alte Sendekrücke vor der Nase und "das rauscht, das klingt komisch, das zerrt...". Dann muss er halt damit klarkommen. Live mische ich IEM vom Foh, im Proberaum nutzen sie mittlerweile ein Wing Rack das....man möge es erahnen...dem Gitarristen gehört.

  • wora
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    • 3. Juni 2025 um 11:17
    • #31

    in meiner aktuellen hobby-band bin natürlich ich derjenige, der sich um das ganze InEar kümmert.

    und das IEM-mischpult gehört natürlich auch mir. deshalb bekomme ich bei jedem gig etwas mehr geld als die anderen... aber wirklich rechnen tut sich das natürlich nicht. da es für mich ein hobby ist, sehe ich das aber nicht so eng.

    zu meinem glück konnte ich alle mitmusiker dazu überreden, dass wir das konsequent durchziehen.

    die meisten benutzen diese Shure 215 hörer, die sängerin ein recht preisgünstiges modell aus china, welches ich mittels aux-EQ so hingebogen habe, dass es gut erträglich ist. ich selbst benutze einen StageDiver2.

    natürlich müssen dann bei jedem gig alle instrumente abgenommen werden, damit man das ins InEar mischen kann. ein "mischbetrieb" aus abgenommenen und nichtabgenommenen instrumenten ist nicht wirklich sinnvoll umsetzbar. deshalb haben sich alle musiker dazu durchgerungen, nur noch linesignale ins pult zu liefern. die einzigen geräusche, die man von uns ohne beschallungsanlage hört, ist also das drumset und die (unverstärkten) gesänge. von bass und gitarre hört man nur die saiten, vom keyboard maximal das klappern der tasten...

    was ich damit sagen möchte:

    IEM funktioniert natürlich nur dann bestmöglich, wenn man es konsequent durchziehen kann.

    es bedeutet für ganz kleine gigs natürlich einen erhöhten aufwand, aber für alle anderen situationen, in denen ohnehin alle instrumente abgenommen werden, egalisiert sich das.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • floger
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    • 3. Juni 2025 um 13:14
    • #32
    Zitat von wora

    IEM funktioniert natürlich nur dann bestmöglich, wenn man es konsequent durchziehen kann.

    es bedeutet für ganz kleine gigs natürlich einen erhöhten aufwand, aber für alle anderen situationen, in denen ohnehin alle instrumente abgenommen werden, egalisiert sich das.

    Wobei man auch dazu sagen muss, dass die E-Gitarren mit mittelmäßigen Pedalboards schon gut klingen und in der Situation sowohl besseres Monitoring als auch einen besseren Gesamtsound ermöglichen als auf die Knie ausgerichtete Gitarrenverstärker.

  • Marcel
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    • 3. Juni 2025 um 13:28
    • #33

    wora: Ja, so sieht das im Grunde bei der vorgenannten Truppe die das ebenfalls hobbymäßig betreiben auch aus. Beim Gig kommt dann natürlich auch öfters ein Stirnrunzeln warum man in der kleinen Kneipe jetzt Overheads aufstellt, anschließend beim Spielen mit IEM ist man dann aber zufrieden...warum wohl :rolleyes: . Abgesehen davon, dass ich die Gigs alle mitschneide was sicherlich auch den erhöhten Mikrofonierungsaufwand rechtfertigt wenn mal wieder Jemand knöttert. Sxndrx vielleicht auch ein Argumentationspunkt bei dir. Noch ein Punkt für IEM wäre kein Feedback und mehr Platz durch die fehlenden Monitore was speziell bei kleinen Gigs z.b. in Kneipen echt ein Vorteil ist.

    Am lustigsten ist, wenn man eine Band hat wo Alles ver-ineart, ver-kempert und ver-edrumt ist - zumindest kenne ich eine Truppe die im Proberaum ein Edrum nutzt. Da hört man dann von weitem nur den Sänger rumschreien und wenn man reinkommt nur ein leises tacka tacka von den Drums, pling pling von den Gitarren und klapper klapper vom Keyboard :D

  • Marcel
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    • 3. Juni 2025 um 13:41
    • #34
    Zitat von floger

    Wobei man auch dazu sagen muss, dass die E-Gitarren mit mittelmäßigen Pedalboards schon gut klingen...

    Oh wei, bitte nicht die Diskussion. Ich kenne ja 2 wirkliche Freaks die sich seit Jahren mit dem Kemper beschäftigen und da wirklich einen 1a Sound rauszaubern. Gegenüber dem ganzen Engl, Marshall und sonstigem Boutiquekrempel den die auch noch haben höre ich da vielleicht einen minimalen Unterschied im Sound (auf einer Aufnahme), könnte jetzt aber nicht sagen was besser oder schlechter ist. Oder sogar mit minimalem EQing angleichbar.

    Mittelmäßige Pedalboards finden die Kollegen zum Kotz* Der Kemper ist genauso wenn man sich damit nicht sehr eingehend beschäftigt. Out of the box klingen die meisten Profile (so mein Eindruck) erstmal recht bescheiden. Wenn man dann aber die Zeit investiert und da mal richtig tief einsteigt kann der Kübel ohne Probleme mit dem echten Zeug mithalten - selbst die Effekte sind mittlerweile über die Jahre der Knaller. Früher hat der Kollege noch sein GTR4000 mitgeschleppt, heute macht Alles der Kemper.

    Und dann gibts noch die Fraktion oft Rock'n Roller älteren Semesters die das alles Sch... finden und Kemper und Konsorten klingen einfach nur schlecht und dann zwingend ihre 4x12er einsetzen müssen, sonst ist das ja nicht R'n'R :rolleyes: Andererseits: Letztens noch von einer Band gehört: "Ich glaube wir steigen doch auf Kemper um, ich bin's leid die ollen Boxen und Amps zu schleppen..." :D

  • wora
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    • 3. Juni 2025 um 16:45
    • #35

    oh ja, diese diskussionen kenne ich auch ;)

    aber ganz ehrlich: ich höre da im InEar auch keinen unterschied.

    und wenn ein Kemper mal nicht nach "Mikro vor der Box" klingt, dann setze ich da einfach erstmal einen hicut bei 6kHz... *finger

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • floger
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    • 3. Juni 2025 um 17:19
    • #36
    Zitat von wora

    Kemper mal nicht nach "Mikro vor der Box" klingt, dann setze ich da einfach erstmal einen hicut bei 6kHz... *finger

    Ich hab bei nem Gig, wo die 4x12" keinen Platz hatten einfach die Simulation im X32 aktiviert. So gut haben die Gitarren noch nie geklungen und die Gitaristen meinten danach, dass sie sich selbst noch nie so gut gehört hätten. Das war allerdings mit Wedges.

  • wora
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    • 3. Juni 2025 um 17:37
    • #37

    ha ha, seit meine dLive die neue FX karte hat, benutze ich für bassgitarre gerne eine AmpegSVT/8x10 emulation im 2. insert.

    ich hatte zuvor nicht geahnt, wie einfach und praktikabel sich die sounds mit den paar reglern auf den jeweiligen raum und die spielweise anpassen lassen. bis jetzt blieb der normale kanal-EQ flat ... ^^

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Marcel
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    • 4. Juni 2025 um 13:45
    • #38
    Zitat von wora

    ha ha, seit meine dLive die neue FX karte hat, benutze ich für bassgitarre gerne eine AmpegSVT/8x10 emulation im 2. insert.

    Wissen die Musiker das du sowas einsetzt? Ich kenne da ein paar Kandidaten da würde sowas für schwere Diskussionen sorgen. Leicht am EQ drehen ist noch ok, ein Ampsimulator geht aber darüber hinaus und ändert ja im Grunde den Gesamtsound. Ganz dünnes Eis bei manchen Leuten ^^

  • secluded
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    • 4. Juni 2025 um 14:15
    • #39

    naja - die Ampsimulatoren sind ja genau für den Fall gedacht, daß alles nur über Tretminen direkt dann in die Stagebox geht - um sich das ganze Laute Boxengeraffel zu sparen auf der Bühne, was teilweise ja auch zu Problemen führt (Diskussion FOH --> Gitarrist, ders so laut "braucht", aber die PS kein Git-Sound dann mehr braucht, Basser, der lauter sein muß, als das Drumset, Sänger, der 130 dB am Monitor braucht, damit er sich hört, weil die Bühne so laut ist, etc.pp.)

    Da is dann so 'ne Band wie von Marcel

    Zitat von Marcel

    Am lustigsten ist, wenn man eine Band hat wo Alles ver-ineart, ver-kempert und ver-edrumt ist - zumindest kenne ich eine Truppe die im Proberaum ein Edrum nutzt. Da hört man dann von weitem nur den Sänger rumschreien und wenn man reinkommt nur ein leises tacka tacka von den Drums, pling pling von den Gitarren und klapper klapper vom Keyboard :D

    am einfachsten handzuhaben :)

    Amp-Sim noch mit drauf geben, fertig 8)

    Ich hatte mal 'nen Gitarristen, der hat alles auf dem Tretminen-Brett dabei.

    1 Gitarrencase mit der Klampfe und ein flaches Deckel-Flightcase für alles andere (Tretminen, Amp-Sim, GLX-D Gitarrenfunke, InEar-Sender drauf, Stromverkabelung. So schnell hat noch nie ein Gitarrist aufgebaut bei mir, wie der; war dann nur noch ein "Ich brauch hier 1x Strom und 1x XLR für die Band-Mische für's Inear, und Du bekommst einmal XLR von mir" Fertig 8) Hat seine Gitarre selber auf's Inear gelegt, damit der sein Brett Lautstärketechnisch hat zur Band-Mische dazugeben können. Von Jacke ausziehen über Einstecken bis Klampfe stimmen war der in 2 Minuten und 37 Sekunden etwa fertig (+/- 4 Sekunden) ^^

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • Marcel
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    • 4. Juni 2025 um 15:36
    • #40
    Zitat von secluded

    naja - die Ampsimulatoren sind ja genau für den Fall gedacht, daß alles nur über Tretminen direkt dann in die Stagebox geht -....

    Amp-Sim noch mit drauf geben, fertig 8)

    Hmm, nach meiner Meinung und auch der Meinung der Gitarristen mit denen ich arbeite, macht der Musiker den kompletten Sound - denn er hat sich ja auch normalerweise was dabei gedacht. Ob das nun eben über Amp und 4x12er Box passiert, oder mit Tretminen oder einem Kemper, der Sound der am Ende rauskommt sollte relativ "fertig" sein. Und am Foh mache ich halt nur noch leichte Anpassungen mit EQ wegen Raum oder damit sich das besser zusammenfügt, gelegentlich mal dezente Kompression aber das war es dann auch. Daher mein Ansatz oben ob der Musiker mit dem Amp Simulator einverstanden ist. Meine Leute wären das nämlich grundsätzlich erstmal nicht.

    Und "Krawallbands" wo man die Hände überm Kopf wegen dem zu lauten Bühnensound zusammenschlägt sind mir bekannt, meine Leutchen zählen aber zum Glück nicht dazu. Was nicht heißt, dass es bei denen die noch mit echten Drums und 4x12er spielen nicht laut ist, aber es geht - auch in einer 80 Mann Kneipe.

    Bei meiner "Hauptband" bekomme ich vom Rack des Gitarristen (der mit dem vielen Equipment) übrigens 2x Stereo aus einer Palmer DI Box. Einmal das Signal aus dem Kemper und einmal sein Piezo das noch durch ein mit Lundahl Übertragern gepimptes altes TC G-Force läuft. Im Normalfall kann ich die 4 Kanäle einstecken, Fader hoch, fertig :) Ab und an gibts unten rum bei 200Hz beim Kempersignal nochmal 2-3dB. Er könnte mir übrigens auch 8 Kanäle spendieren, jeweils nochmal dry und wet aufgeteilt was wir dann nutzen wenn mal ganz ernsthaft aufgenommen wird. Ansonsten investiert er halt sehr viel Zeit in die Programmierung der Sounds, Anpassung von Pegelverhältnissen usw.

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