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  • zegi
  • 8. Juli 2025 um 21:25
  • guma
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    • 12. Juli 2025 um 14:11
    • #61

    zegi

    Ich habe noch mal genau nachgelesen, wer den Begriff ins Spiel gebracht und wer das dann agraviert hat…

    Ich glaube, Du hast sogar das Richtige gemeint, nämlich dass es für die Fragestellung keine Rolle spielt. „neutralisiert“ ist dafür nur sehr unglücklich ausgedrückt. ;)

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    zegi
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    • 12. Juli 2025 um 14:29
    • #62

    Es ist manchmal auch schwierig, sich verständlich und inhaltlich korrekt auszurdücken, speziell, wenn es sich um ein Thema handelt, in dem man nicht so sicher ist. Insofern sorry für die Verwirrung.

    Allerdings freut es mich sehr, dass hier wieder viele wertvolle Infos zusammengekommen sind. Vielleicht klärt sich noch die Frage von Boris mit dem akustischen Zentrum (die Skizze). Eigentlich sind das am Ende Diskussionen, die man sich irgendwo anpinnen sollte, damit man sie später wieder findet.

    Der Ton macht die Musik.

  • TomyN
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    • 12. Juli 2025 um 14:35
    • #63
    Zitat von audiobo

    Für die stillen Mitleser und alle, die sich vllt. auch noch unsicher beim Messen fühlen:

    Besonders beim testen im "stillen Kämmerlein": Nehmt euch die Zeit euer Vorgehen und die Ergebnisse zu reflektieren.

    Später auf dem Job habt ihr sie möglicherweise nicht mehr, da gibt es noch genug andere Pendenzen.

    100% Zustimmung. Um in die Methodik der Dual-FFT Messung reinzukommen kann man mit diesem Tool virtuell spielen. Allerdings läuft es nur, wenn man SATlive auf dem Rechner installiert und mindestens einmal aufgerufen hat.

    Ja, ich gebe ein gewisses Eigeninteresse zu :)

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • MarkusZ
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    • 12. Juli 2025 um 14:52
    • #64
    Zitat von audiobo

    MarkusZ ist das so korrekt?

    Genau so. Danke für die Grafik, die den Sachverhalt sehr schön darstellt und meinen Text ergänzt.

    Zitat von audiobo

    Ich dachte bisher, der akustische Mittelpunkt wäre von der aktiven Abstrahlfläche abhängig, nicht von der Gehäusegrösse.

    Das kommt nun eben stark darauf an, wovon man spricht. Deshalb habe ich oben versucht, das klar - und bezogen auf den konkreten Anwendungsfall und korrespondierend mit Deiner Grafik - zu definieren.

    „Akustisches Zentrum“ ist ja keine physikalisch messbare Grösse, sondern nur ein modellhaft konstruierter, virtueller Punkt im Raum. Seine Lage hängt vom Kontext und der Definition ab und beschreibt nach meinem Verständnis allgemein die Position, an oder von der aus eine phasenkohärente Schallabstrahlung stattfindet.

    Ich habe mich oben auf den phasenkohärenten Abstand vorne/hinten bezogen (polar).

    Eine andere Diskussion ist nun Dein völlig richtiger Einwand; wenn ich die abstrahlende Fläche betrachte, dann hat diese ebenfalls - aber eben in anderem Zusammenhang - ein "akustisches Zentrum":

    Wenn man z.B. eine Messung auf Achse macht, dann muss man mit einer grösser werdender Fläche immer weiter von der Quelle weg um Phasenkohärenz zu gewährleisten, weil der geometrische und damit zeitliche Abstand zwischen dem Zentrum und den Randbereichen grösser wird. Insofern verschiebt sich _dieses_ akustische Zentrum weiter nach vorne, je grösser die abstrahlende Fläche ist.

    Das ist in einigen Fällen ziemlich wichtig, z.B. weil sich daraus zwangsläufig ergibt, dass man einen Lautsprecher nicht ohne Phasen- und damit Amplituden-Fehler im Nahfeld messen kann. Im Grunde ist das sogar eine von mehreren möglichen physikalischen Definitionen von "Fernfeld" schlechthin, welches nämlich dann erreicht ist, wenn sich die Einzelkomponenten des Schallfelds phasenkohärent addieren. (Abgesehen von der Physik ist das übrigens eine mehr oder weniger willkürliche Definitionsfrage: Wann ist die Phasenkohärenz erreicht? Erst bei Null Grad... - und folglich in vielen Fällen nie!?)

    Da könnte man jetzt noch stundenlang darüber diskutieren und würde je nach Anwendungsfall und psychischem Momentan-Zustand zu ganz unterschiedlichen Betrachtungen, Definitionen und Schlussfolgerungen kommen. Der wesentliche Punkt für diesen Faden ist aber, dass man sich bei einem Zeitangleich nie auf das virtuelle Modell des akustischen Zentrums bezieht (wie auch?), sondern ausschliesslich auf den eindeutig definierten, messbaren, frequenzabhängigen Ursprungsort des Impulses.

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • MarkusZ
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    • 12. Juli 2025 um 15:18
    • #65
    Zitat von URI

    Nimm mal nur einen Output und splitte den mithilfe eines Y-Kabels, einmal zum DUT und einmal zurück als Referenz

    Gute Idee. Aber leider wird das meistens nicht funktionieren, da sich die Latenz des USB-Eingangs unabhängig vom Ausgangssignal willkürlich verändert.

    Die einzig mögliche Methode ist deshalb die Verwendung eines akustischen Referenzsignals, wie das Kollege zegi gemacht hat., wenn ich das richtig verstanden habe.

    Bei REW ersetzt die akustische Referenz, dann die elektrische oder virtuelle Referenz und stellt damit einen stabilen und eindeutigen - d.h. mit der schwankenden Latenz des USB-Eingangs korrespondierenden - Zeitbezug her.

    Edit: bezieht sich auf USB-Mikrofone wie z.B. Umik

    Markus Zehner

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    Einmal editiert, zuletzt von MarkusZ (12. Juli 2025 um 15:55)

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    • 12. Juli 2025 um 16:30
    • #66

    image.jpg

    Das Setup illustriert. Box A und Box B sind identisch. REW sendet auf OUT-Links das Referenzsignal aus, auf OUT-Rechts den Sweep für die Messung.

    Bei der Messung 1 hatte ich L & R auf Box A, Box B war gemutet. Danach Box A auf Links (= Referenzsignal), Box B auf rechts (= Sweep). So ergab sich eine Delay Zeit, die 15cm Abweichung von der gemessenen Distanz hatte.

    Da mein Raum aber eher Schlauchartig war (3m hoch, ca. 2.5m breit) und die Tops 90° H&V abstrahlen, könnte hier die Fehlerquelle gelegen haben.

    Mit audiobo haben wir dann nochmals eine Messung gemacht mit beiden Tops. Da konnte man schliesslich bei der Impulsantwort sehen, dass es bei den Peaks eine gut ablesbare Delayzeit gab.

    Ich nehme für mich als Messanfänger mit, dass ich alle Messungen auf verschieden Arten überprüfen werde (Delayzeit mit der Impulsantwort vergleichen und die Distanz klassisch messen um zu sehen, ob das so hinkommen kann). Ausserdem finde ich es nach wie vor wichtig, dass man am Ende hinhört und auch die Korrekturen mit Bypass überprüft. Wurde es besser?

    Als ich mit den Delayzeiten am Controller gespielt hatte war ich wiedermal beeindruckt, wie sich das Hörerlebnis verändert zwischen "ganz exakt auf den Zentimeter gedelayed" und dann immer mehr in Richtung "Haas" delayed. Wie plötzlich die Quelle wegwandert und sich der Eindruck der Lautstärke verändert.

    image.jpg

    Der Ton macht die Musik.

  • MarkusZ
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    • 12. Juli 2025 um 18:31
    • #67

    Ich habe inzwischen vergessen, was der Zweck des Messaufbaus war. Aber zwei allgemein gültige Anmerkungen unter der Annahme, dass wie im Bild die LS hintereinander stehen:

    Da der hintere nicht durch den vorderen durchschiessen kann, muss er einen Umweg um das Gehäuse machen, was dazu führt, dass die Distanz länger als 8 Meter ist. Vielleicht ist es ja rein zufälligerweise so, dass der Umweg 15 cm ausmacht.

    Durch die Abschattung "verzieht" sich der Direktschall-Impuls des hinteren LS. Es ist dann ohne zusätzliches Postprozessing nicht mehr möglich die Distanz anhand der Differenz der beiden Einzelpulse genau und zweifelsfrei zu bestimmen - und auch eine Delay-Finder-Funktion oder sowas versagt dann. Aus diesem Grunde kann man mit Impulsantworten oder Delay-Finder zwar eine erste Abstimmung machen, sollte aber immer mit einem Phasengang prüfen, in welchem Frequenzbereich die Systeme tatsächlich zeitlich zusammenpassen.

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

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    • 12. Juli 2025 um 18:55
    • #68

    Die Lautsprecher bei mir im Lager standen tatsächlich leicht versetzt zueinander - so, dass das Messmikrofon beide LS direkt "sehen" konnte.

    Aber gut möglich, dass es wegen der 90° Abstrahlcharakteristik und der Wand, die ca. 1m neben der Box war, zu diversen Störungen kam.

    Wenn wir eine durchschnittliche 400er Halle haben mit ca. 20m Tiefe. Dort möchten wir nach 10m eine Delay Linie haben. Wo würde man dort im Optimalfall messen? Hallenmitte? Am Rand? Relativ nahe an der Delay-Box oder lieber einige Meter weit weg?

    Der Ton macht die Musik.

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    • 12. Juli 2025 um 19:12
    • #69

    An dem Ort, an dem beide Systeme gleich laut zu hören sind.

    An diesem Ort muss die Zeit stimmen, da sich beide Subsysteme akustisch maximal überlappen und ein Fehler im Timing der beiden Systeme sich somit direkt durch Kammfilter im Frequenzgang niederschlägt. Wanderst Du nach vorn oder hinten, übernimmt jeweils ein Subsystem Lautstärkemässig deutlich die Führung, womit du mehr und mehr in den Bereich der akustischen Isolation beider Systeme kommst, so dass dort aufgrund der hohen Pegeldifferenzen trotz des dort dann nicht mehr exakten Timealignments der Frequenzgang weiterhin stabil bleibt.

  • MarkusZ
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    • 12. Juli 2025 um 19:57
    • #70
    Zitat von guma

    zegi

    „neutralisiert“ ist dafür nur sehr unglücklich ausgedrückt. ;)

    Es hat mich zuverlässig getriggert.

    Zitat von guma

    audiobo

    Markus hat in jeder Hinsicht Recht. Man kann daraus auch sehr gut ableiten, was sich diesbezüglich in einem, wie auch immer gearteten Array ändert.

    Die innere Schönheit solcher Basics liegt gerade darin, dass sie universell gültig sind und die möglichen Ableitungen und Anwendungen nur durch die Phantasie des Anwenders begrenzt werden.

    Zitat von guma

    Markus

    Wo hast Du den Terminus 'Flugzeit' ausgegraben?

    Ich verwende das schon sehr lange. Ich glaube auch nicht, dass ich das selbst erfunden habe und war bis eben gerade der Meinung, das sei ein Begriff, den jeder benutzt. Deshalb bin gerade etwas überrascht. Wie sagst Du/andere dem denn?

    Markus Zehner

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  • guma
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    • 12. Juli 2025 um 23:48
    • #71

    Ich sage 'Laufzeit' und 'Laufzeitkorrektur', egal ob die vergehende Zeit elektrisch oder akustisch verursacht wird, weiß auch nicht mehr so genau, woher ich das übernommen habe und war bis eben davon überzeugt, dass das der gängigste Begriff ist.

    Wenn ich das jetzt überdenke, ist es ja so, dass der Schall ja weder 'läuft' noch 'fliegt' sondern 'sich ausbreitet'. So sollten wir vielleicht besser von einer akustischen Ausbreitungs- oder Propagationszeit englisch propagation time sprechen, vor allem wenn wir sie von der „elektrischen“, digitalen Verzögerung unterscheiden wollen. ;)

  • =RS=
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    • 13. Juli 2025 um 12:29
    • #72
    Zitat von MarkusZ

    Ich verwende das schon sehr lange. Ich glaube auch nicht, dass ich das selbst erfunden habe und war bis eben gerade der Meinung, das sei ein Begriff, den jeder benutzt. Deshalb bin gerade etwas überrascht. Wie sagst Du/andere dem denn?

    Und ich dachte bei Deinen Kursen immer, das wäre der Begriff, der halt in der Schweiz üblich ist. Deswegen haben ein Kollege und ich nach einem Deiner Kurse einen "Einmess-Flugplan" erstellt, weil wir den Begriff so "nett" fanden. 😂

  • wora
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    • 13. Juli 2025 um 18:10
    • #73
    Zitat von guma

    Wenn ich das jetzt überdenke, ist es ja so, dass der Schall ja weder 'läuft' noch 'fliegt' sondern 'sich ausbreitet'.

    also bei einer welle kann man schon davon reden, dass sie "läuft".

    insofern finde ich die bezeichnug "Laufzeit" (die mir in dem zusammenhang auch sehr geläufig ist) durchaus passend.

    bei "flugzeit" ging es mir genau wie =RS= : ich dachte dass man das eben in der Schweiz so sagt.
    aber im prinzip versteht man das ja genau so gut.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • MarkusZ
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    • 9. September 2025 um 17:07
    • #74
    Zitat von URI

    Früher gabs mal Seminare zum Thema Messen,

    der Markus Z. hat z.B. eins gehalten, macht er anscheinend nicht mehr, sonst hätte ich das dem TS empfohlen.

    Beitrag

    Meisterklasse Sound System Engineering

    Im November 2025 veranstalte ich das folgende Seminar:

    Markus Zehners Meisterklasse (3 Tage intensiv)

    Sound System Engineering

    Montag, 17. bis Mittwoch, 19. November 2025

    Detaillierte Infos und Anmeldung: http://www.zehner.ch/sse.html
    MarkusZ
    9. September 2025 um 17:04

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Mittwoch, 23. September 2026 – Freitag, 25. September 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

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