Hallo Schwarmwissen,
gibt es aus dem Behringer-Sortiment ein Gerätchen, welches Echo Cancelling betreiben kann? Also grob in Richtung Allen&Heath AHM?
Beste Grüße
Heiko
Hallo Schwarmwissen,
gibt es aus dem Behringer-Sortiment ein Gerätchen, welches Echo Cancelling betreiben kann? Also grob in Richtung Allen&Heath AHM?
Beste Grüße
Heiko
Von Klark gibt es den DM8000, weiss zufällig jemand, ob ich den über das Pult ansteuern kann, so dass sich die einzelne Ins/Outs paramterisch konfigurieren lassen?
Klark Teknik | Product | DM8000
Merci
Alle etwas grösseren modernen DSP haben AEC eingebaut. Wie sieht denn die Infrastruktur aus in die das rein passen muss? Es ist in der Regel nicht sinnvoll eine bestehende, meistens veraltete Installation mit einem externen DSP nur für Echounterdrückung zu versehen. Eine gute AEC berücksichtigt auch das Processing der Lautsprecher...
Also mit AEC habe ich seit den 90er Jahren Erfahrungen gesammelt. Konferenzraumbau.
Zu Anfang war das für die Kunden noch wie Zauberei, was wir da hinbekommen haben. Und dafür wurden damals von den Firmen erhebliche Summen investiert - weshalb wir fast nur Vorstandsräume und wichtige Konferenzräume ausgestattet haben. Auch für das US-Militär waren wir oft im Einsatz, vor allem in MilitärKrankenhäusern.
Zunächst nur in Telefonqualität, aber ab Ende der nuller Jahre wurde die Übertragungsqualität stetig besser.
Damals gab es nur wenige Hersteller, die das konnten. PictureTel, Gentner, Polycom.
Das Processing der Lautsprecher ist dafür nicht wirklich wichtig, viel wichtiger für größere Installationen ist, wenn jeder Eingang eine eigene AEC hat!
Während Corona gab es einen weiteren großen Entwicklungssprung, hin zu rein softwarebasiertem AEC (Webex & co…)
Ja, das gab es schon vorher, z.b. mit Skype. Aber zu der Zeit wurde dann wirklich intensiv an den Algorithmen verbessert.
Während Corona habe ich viele Gemeinderatssitzungen begleitet, von denen auch viele als Online-Konferenz ausgeführt wurden. Dabei kam es nur zu Problemen, wenn ein Teilnehmer mal nicht verstanden hat, dass sein Mikrofon irgendwo in der Nähe von seiner Position sein sollte…
Das Echocanceling über Webex hat da, zu meinem Erstaunen, stets einwandfrei funktioniert. Angeschlossen war eine Televic Konferenzanlage, die ich einigermaßen streng eingestellt hatte (Max. 4 offene Mikros gleichzeitig). Man kann da also annähernd von einem Ein-Mikrofon-System sprechen, mit dem Webex gefüttert wurde.
Es wäre bei der Ausgangsfrage also auch wichtig, mehr über die geplante Anwendung zu erfahren.
Das Processing der Lautsprecher ist dafür nicht wirklich wichtig, viel wichtiger für größere Installationen ist, wenn jeder Eingang eine eigene AEC hat!
...was in vielen Fällen ebenso dazu führt das der nicht AEC-fähige DSP komplett ausgetauscht werden muss.
Softwarebasiertes AEC im Videokonferenzsystem vs. natives, lokales AEC im DSP (mit AEC in der Software deaktiviert) ist eine sehr kundenspezifische Sache und teilweise auch eine Glaubensfrage. Meiner Erfahrung nach ist eine gut abgestimmte lokale AEC den oft sehr aggressiv agierenden Softwarelösungen klanglich überlegen und vor allem plattformunabhängig, d.h. die funktioniert auch mit so Dingen wie VoIP-Telefonkonferenzen oder selbst gebauten AoIP-Tielines gut.
Umgekehrt ist es in BYOD-Räumen praktisch unmöglich eine sauber arbeitende lokale AEC unabhängig vom angeschlossenen Gerät zu betreiben. Da bleibt nur sich auf die Software zu verlassen und ggf. mit einem energisch arbeitenden Automatikmischer mit geringer NOM den lokalen Echopegel so niedrig wie möglich zu halten.
Dass ein im Mischer eingebauter, mehrkanaliger AEC bessere Chancen hat, Echos zu unterdrücken, ist natürlich selbstredend.
Wie gesagt, man müsste hier mehr über die Ausgangssituation wissen.
Ob es Geräte mit AEC von behringer gibt, weiß ich aber ehrlich gesagt nicht.
Von Klark gibt es den DM8000, weiss zufällig jemand, ob ich den über das Pult ansteuern kann, so dass sich die einzelne Ins/Outs paramterisch konfigurieren lassen?
Der DM8000 ist ein DSP für Festinstallationen und kann auch AEC. Von welchem Pult aus möchtest du den wie und warum steuern?
Hi und danke schon einmal vorab für die tollen Inputs!
Meine Ausgangslage ist der Audimax an unserer Uni.
Ich versuche mich lediglich auf den Audiopart zu konzentrieren.
Aktuell stehen dort 2 Audiosysteme, die über eine Kramer Audiomatrix auf 2 Tannoy Säulen schickt.
1. eine Hörsaalbeschallung inkl. Streaming und Videokonferenz.
Quellen:
2 x Speechline BP + Lavalier
2 x Wurfmikrofon (whatever...)
1 x Videoton Laptop
Für die Streams/ Video-Konf. liegen die Mikrofone und der Videoton auf einem Extron DMP Dante-mixer auf und die Summe geht auf den Extron Media-Port.
Das funzt alles irgendwie...
2. ein Setup (aktuell defektes) iLive inkl. iDR und XDR für alle Arten von Sonderveranstaltungen, die kein Hörsaalbetrieb darstellen.
Maximal zu erwartende Signale bei "Prestige"-Veranstaltungen die im Äther landen sollen:
2-6 UHF Strecken, ein Schwanenhals und Videoton.
Die Summe des ILives patche ich dann immer auf Extron Signalweg um in den Äther zu gelangen.
Jetzt wurde für den Roadbetrieb eine Behringer WING angeschafft, die Ersatzweise die iLive ersetzt, bis etwas neues dauerhaftes installiert wird...
daher meine Frage.
In naher Zukunft soll die gesamte Signalstruktur "vereinfacht" werden und ggfs. fliegen die Extron-Dante Einheiten raus.
LG
Heiko
oh jeh, Speechline ... ![]()
Wenn deren Signale nur an die entfernte Stelle gesendet werden sollen, ist das ja kein Problem. Aber wenn man die Signale dieser Funkstrecken im selben Raum wiedergeben möchte, dann kämpft man schonmal gegen satte 19ms Latenz! (nur von der Funkstrecke!, der Rest kommt ja noch dazu...)
Hatte ich schonmal in Berlin in einem Hörsaal ... das war für die sprechenden selbst durchaus grauenhaft.
Wurfmikrofon. Das sind diese Stoff-Würfel mit eingebauten Funkmikro, die man durch die Luft werfen kann?
Lustige Nummer, funktioniert sogar erstaunlich gut. Während des Fluges wird das Mikro automatisch abgeschaltet, super Idee!
OK, wenn ich es richtig verstanden habe, dann gehen insgesamt 4 Mikrofonsignale auf einen Extron Mixer und von dort aus an die entfernten Empfänger.
Das heisst, hier bräuchtest du im besten Fall vier AES Inputs.
Die Videosignale brauchen das nicht, denn da kann es ja keine Rückkopplung (Echo) geben.
Speechline...
"für IT optimiertes Funkmikrofon-System"
Meiner Meinung nach sind die Teile gut für Videostreams oder Recording von Fachvorträgen - da is die Latenz erst mal Banane - aber im Live-Bereich (also im direkten Übertragen der Stimme auf eine Beschallungsanlage) sind die der letzte Murks.
...wie wora schon erwähnt hat: die 19 ms Latenz sind grauenvoll...
Euch ist aber schon bewusst, dass das gerade mal 6m sind. Klar für (IEM)-Monitoring ist das zu viel. Aber 6m sind ein Witz im Vergleich zu den Abständen, die man zu den Lautsprechern im Auditorium hat.
Also ich habe schonmal mit so einem Mikro im Auditorium gesprochen, hinten über mir hingen die Bose Linienstrahler... und ich fand die Verzögerung echt unangenehm. Dann habe ich zum Vergleich ein Kabelmikro genommen, damit war es DEUTLICH besser.
Und wenn dann noch die Latenz eines AES eingangs dazu kommt, wird es auch für professionelle Sprecher richtig schwer!
Ich habe es deshalb schon so gemacht, dass ich die Mikros im Auditorium über normale Mikroeingänge auf die PA gesendet habe - und nur die Summe, die zum entfernten Teilnehmer ging, über AES gesendet habe. Das von der Gegenstelle kommende Signal ist dann die AES Referenz, is klar.
Ich würde die Signale für im Raum und für Send daher auf jeden Fall trennen, egal ob Speechline oder nicht.
hinten über mir hingen die Bose Linienstrahler...
Das ist natürlich nicht optimal. Ist aber wohl häufiger so gelöst.
19 ms Delay würde bedeuten, daß man, um die Latenz zu kompensieren, ca. 55 Meter hinter den Lautsprechern stehen müßte...
...heieiei - das wird ein Gebrülle
![]()
19 ms Delay würde bedeuten, daß man, um die Latenz zu kompensieren, ca. 55 Meter hinter den Lautsprechern stehen müßte...
3ms/m nicht 3m/ms . Es sind tatsächlich nur 6m.
Ich hatte in der Band (Organist) niemals nicht irgendein Latenzproblem, wenn mein Leslie mal 5-6 mtr weg stand, was zar so gut wie nie vorkam, aber an einmal erinnere ich mich dennoch...
Gebrauchte Extron DMP 64 Plus C oder DMP 128 Plus C.
In der Bucht z.B. gibts ne Menge Extron Geräte....
Das ist natürlich nicht optimal. Ist aber wohl häufiger so gelöst.
Das ging dort nicht anders, weil die Bose Linien zwischen drei großen Projektionsflächen angebracht werden mussten. Irgend eine Box davor hängen war nicht... also mussten die Boxen bündig an die Wand.
Die Lautsprecher habe ich dort so angebracht, dass die Unterkante der Linie über dem Kopf des Vortragenden liegt. Feedbackprobleme gibt es da also überhaupt keine. Die Sprachverständlichkeit im Auditorium ist hervorragend.
Aber wie gesagt: mit einem Kabelmikro (ohne Latenz
) war das Sprechgefühl absolut angenehm, nur mit dem Speechline Ding war es einfach nicht schön.
3ms/m nicht 3m/ms . Es sind tatsächlich nur 6m.
lach*
stimmt
da hat was beim Denken und tippen auf die Schnelle nicht gepasst ![]()
Unsere Regie soll erneuert werden und bei dem FOH inkl. Stagebox mit evtl. Dante Anknüpfung in der Schnittstelle zur Hörsaaltechnik habe ich dann Mitentscheidung.
Daher meine Frage ob der Klark DM8000 ("Behringer AEC") mit der WING über Dante kommuniziert, da ungeheuerlich günstig für unsere Anforderungen...
Der WING gegenüber steht eine dLive5000, die dann gleich mal das 10-fache kostet exkl. Stagebox, Extension und AMH...
KurtSchuster Extron ist ok, bin da aber nicht wirklich im Boot. Muss nur Signale liefern und abzwacken...
Die DMP64 Variante ist den Kollegen zu teuer... wir haben den kleinen, der allerdings von den 4 analogen Inputs 2 belegt sofern man die als Dante Inputs routet. Hatten se erst nach de Anschaffung herausgefunden, öffentlicher Dienst halt... Dumm... egal...
Bucht kommt leider im ÖD nicht in Frage...
wora ja, mit der Speechline bin ich audiotechnisch überhaupt nicht einverstanden, aber 90% der Durchschnittsakademiker in unseren Breitengraden sind da unausgesprochen unbeeindruckt von... Die Dinger sind halt iwann mal angeschafft worden und jetzt muss man damit leben... wir haben auch eine insgesamte Latenz von On-Air Sendung bis Empfangsgerät von satten 30-40 Sekunden... Aber das Signal will ja unbedingt auf den Jakobsweg...