...wenn ich nochmal extremes Panning Im Konzert höre, dann schreibe ich einen wütenden Beitrag im PA-Forum.
Howdy erstmal,
Aus gegebenen Anlaß möchte ich nochmal auf den folgenden Artikel von Bob McCarthy hinweisen:
DIe Zusammenfassung des Artikel will ich als Frage formulieren: Warum darf ich den Gitarristen auf der Bühne rechts nicht hören, nur weil ich links im Publikum stehe?
Der Anlaß:
Ich war auf einem kleinen aber feinen Metal-Festival in Rheinhessen. Nur bestes Gerät (KSL, Rivage) und die erste Band des Nachmittags, die vom ersten Ton an gut Klang hat mich neugierig gemacht (war eigentlich nur wegen dem Headliner da). Besetzung war Schlagzeug, Bass und zwei Gitarren. Ja, kein Gesang. Post-Rock wie von "Godspeed You! Black Emperor" aber in der deutschen gezähmten durchkomponierten Version.
Ich stehe also etwas links vom linken Gehänge und wundere mich, warum ich die rechte Gitarre nicht höre. Nee, doch nicht in der Größenordnung? Nicht in dieser Liga? Ich wandere also in die Mitte zu den Yellow-Jackets und da taucht sie langsam auf: Die Gitarre zur Rechten. Mit kleinen Schritten nach rechts oder links kann ich wunderbar die Intensität der beiden Gitarren an meine Hörpostion korrigieren. Harte Rechts- Linksverteilung der Gitarren, die zwei Dritteln des Publkums den Mittelfinger zeigt: ihr habt für zwei Gitarren gezahlt, dürft aber nur eine hören!
So wie die Cajon das Instrument des faulen Schlagzeugers ist, ist das Stereomischen das Stilmittel des faulen Live-Mischers.
Für die Kollegen, die sich hier angesprochen fühlen: arbeitet bitte für einen Großteil der Zuhörer und nicht nur für die paar in der Mitte (und euch selber).
Zur Abwechslung etwas konstruktives:
Experimentiert mal mit Laufzeit-Stereophonie. Kanal doppeln und etwas Verzögerung auf einen geben und dann pannen.
Oder spendiert dem Amp zwei Mikrofone. Am besten zwei unterschiedliche und dann nach Geschmack EQen und pannen. Linke Gitarre -90 +45, rechte Gitarre -45 +90 als Vorschlag.
Gruß
Rainer