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Austausch: Was meinen Live-Mix verbessert hat (Tools, Gadgets, Methoden, Techniken etc.) und was eher nicht?

  • Seven
  • 5. März 2026 um 09:16
  • guma
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    • 10. April 2026 um 18:04
    • #41

    Ich möchte hier mal was PÖSES sagen:

    Dass Feedbacks schlimm und wärend eines Konzerts unbedingt zu vermeiden sind, ist ja weitgehend Konsens.

    Die Stufe der Weisheit, dass es auf den letzten 6dB vor dem ersten ersten feedback auch schon zuverlässig Scheisse klingt, hat in der Mischbeschallenden Zunft allerdings nicht die Durchdringung, die dieser Erkenntnis zustehen würde.

    Dass diesem Punkt mehr Hingabe zusteht, war vor ~ 47 Jahren für mich ein echter Durchbruch!

  • duplobaustein
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    • 10. April 2026 um 18:33
    • #42

    Hauptsache laut! :cursing:

    A propos: letztens hab ich einen FOH im RKH Wien betreut (Orchester Saal), dessen Band Trio aus Klarinette, Gesang/Gitarre, Gitarre/E Gitarre bestand. Italienischer Folk Pop. Beim Soundcheck hat der tatsächlich 95db Average und über 100 Spitze geschafft. WTF?! Wozu macht man das? Es ist mir unbegreiflich, das ganze würde 1000 mal besser klingen, wenn er 10db runter geht...

    Beim Konzert bin ich ins Aufnahmestudio, das hab ich mir nicht gegeben.

    music is the best - Zappa

  • guma
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    • 10. April 2026 um 22:38
    • #43

    Ich hoffe, wir haben da kein Mißverständnis:

    Ich MAG laut, wenn‘s zum Genre passt.

    6dB unterm ersten Feedback schaffen schlechte Tonkutscher dank moderner Mischtechnik auch problemlos bei leisen/moderaten Konzerten!

  • duplobaustein
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    • 11. April 2026 um 00:25
    • #44

    Klar, kommt aufs Genre an, aber ein akustik Trio in einem Orchester Saal auf 95 average am FOH zu fahren ist schon ziemlich irre und unnötig. Der Klarinettist hat dann einmal Blockflöte gespielt, die hat einem eine derartige Stereowatsche gegeben, das war nicht schön. 😂

    music is the best - Zappa

  • wora
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    • 11. April 2026 um 00:46
    • #45

    da erinnere ich mich spontan an eine reise mit einer band auf eine insel im atlantik... unsere aufgabe war dort, innerhalb von 14 tagen 4 konzerte in einem club zu spielen. es war insgesamt ein sehr entspannter aufenthalt - und wir waren auch nicht nur einmal dort.

    so weit, so gut.

    am ersten abend sind wir alle zusammen in ein café im nächsten ort gegangen. dort war zu unserer überraschung eine beschallungsanlage aufgebaut (zwei 15" selfpowered boxen auf stativen), mit einem gesangsmikro und einer akustikgitarre.

    wir haben uns gefreut, ein bisschen spanische livemusik genießen zu können...

    dann kam der musiker, nahm seine gitarre und spielte los -

    was soll ich sagen?
    wir sind alle zusammengezuckt, es war infernalisch laut - und hat überhaupt keinen spaß gemacht.

    die spanier im restaurant verzogen allerdings keine Miene, offenbar war das dort normal :/

    ok, passt jetzt nicht ganz zum thema mit den 6dB vor feedback, fiel mir halt nur grad ein. ;)

    diese erkenntnis mit den 6dB vor feedback kann ich aber gut nachvollziehen. erfahrungsgemäß klingt es ja immer viel besser, wenn man möglichst weit von feedback weg ist.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • TomyN
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    • 11. April 2026 um 07:44
    • #46

    Weil es zum Thema Feedback passt: Ich mag Country, aber beim ersten mal Steelguitar bin ich öfters zusammengezuckt und habe mir gedacht, was koppelt da schon wieder :)

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • audiobo
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    • 11. April 2026 um 08:28
    • #47
    Zitat von guma

    Die Stufe der Weisheit, dass es auf den letzten 6dB vor dem ersten ersten feedback auch schon zuverlässig Scheisse klingt, hat in der Mischbeschallenden Zunft allerdings nicht die Durchdringung, die dieser Erkenntnis zustehen würde.

    schwenk zum Thema: Welche Tools helfen da?

    Filter, EQ und (sich automatisch im Threshold anpassender) Expander... letzteres hat bei Pultherstellern allerdings nicht die Durchdringung, die dieser Erkenntnis zustehen würde.

  • floger
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    • 11. April 2026 um 10:48
    • #48

    Bei mir hat die Erkenntnis geholfen, dass es bei vielen offenen Mikrofonen (Chor) oft sinnvoller ist, die kritischen Frequenzen im Main Bus zu ziehen. Damit sind die kritischen Frequenzen aus dem kompletten Mix raus und können auch von keinem Mikro mehr aufgenommen werden. So klingt es auch kurz vor Feedback noch annehmbar.

    Einmal editiert, zuletzt von floger (11. April 2026 um 13:20)

  • wora
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    • 11. April 2026 um 11:18
    • #49

    Zur mōglichst Feedback freien Arbeit gehört selbstverständlich auch die Auswahl - und vor allem auch die Positionierung und Ausrichtung der Lautsprecher!

    Das sollte bei der Diskussion nicht übersehen werden.

    Wenn man die Chance hat, auf diese wichtige Vorbedingung einzuwirken, kann man viel mehr erreichen als mit jeder elektronischen Signalbearbeitung.

    Dann kommt noch ein sehr wichtiges Thema dazu, auf das wir aber leider oft nur wenig Einfluss haben:

    Die Raumakustik!

    Wenn die Vorbedingungen stimmen, also nicht zu hallige Akustik und gute und sinnvolle Positionierung der Lautsprecher (und der Mikrofone), dann sind die Möglichkeiten für guten Sound gleich wesentlich besser.

    Ja, das wissen die Profis natürlich alle. Ich wollte es nur Mal erwähnt haben. 😉

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • marce
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    • 11. April 2026 um 17:04
    • #50

    Alternativ auch die Erkenntnis oder Einsicht, das manchmal Dinge auch überhaupt keine Verstärkung brauchen... (oder nur 'ne Delayline für "die da hinten")

  • wora
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    • 11. April 2026 um 19:06
    • #51
    Zitat von marce

    Alternativ auch die Erkenntnis oder Einsicht, das manchmal Dinge auch überhaupt keine Verstärkung brauchen... (oder nur 'ne Delayline für "die da hinten")

    ein sehr guter einwand!

    wir hatten mal bei uns im theatersaal einen chor, bei dem alle vocalisten einzeln mikrofoniert wurden (etwa 30 stück)

    das hat feedbackfrei funktioniert .

    allerdings ist es in diesem saal so, dass die zuhörer max. etwa 10 weit weg auf einer tribüne sitzen... also ich war überzeugt, dass man bei so einem großen chor eigentlich überhaupt keine mikrofone benötigt hätte...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • floger
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    • 11. April 2026 um 19:21
    • #52

    30 Sänger auf 10 m muss man wirklich nicht unbedingt verstärken - schon gar nicht einzeln abnehmen. Kommt natürlich auch etwas auf das Genre an.

  • duplobaustein
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    • 11. April 2026 um 19:57
    • #53

    Einzeln ist da sowieso suboptimal, weil ein bisschen mehr oder weniger Abstand zum Mic schon ziemliche Pefelunterschiede liefert und die in der Regel nicht sehr Mikro efahren sind. Das dann live mit 30 Fadern unter einem Hut zu bekommen ist eher schwer. Klar, man kann gruppieren und komprimieren, aber ob das dann gleichmäßig wird ist fraglich. Irgendwer wird da immer raus schießen oder unter gehen.

    10m sollte sich eigentlich easy ausgehen.

    music is the best - Zappa

    Einmal editiert, zuletzt von duplobaustein (11. April 2026 um 21:38)

  • audiobo
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    • 11. April 2026 um 20:23
    • #54
    Zitat von duplobaustein

    Mic schon ziemliche Pefelunterschiede liefert und die in der Regel nicht sehr Mikro efahren sind. Das dann live mit 30 Fadren unter einem Hut zu bekommen ist eher schwer.

    Gibt es eigentlich so etwas wie einen umgekehrten Dugan...? :D

    Multichannel-Vocalrider sozusagen...

  • ioTon
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    • 11. April 2026 um 20:47
    • #55

    Ich denke wenn du zum regulären Mix einen zweiten mit dem Dugan machst, beide timealignt sind und dann einer invertiert, wäre das Ergebnis vielleicht sogar brauchbar

    :D Shocked

  • duplobaustein
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    • 11. April 2026 um 21:37
    • #56

    Hm. 🤔🤔🤔😂

    music is the best - Zappa

  • mellotron
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    • 12. April 2026 um 10:12
    • #57

    Na das Thema Feedback von Mikrofonen ist ja jetzt 2026 durch, oder?
    (PSE) => Vocal Rider => (Dugan) => De-Feedback.
    Damit sollte man fast nicht mehr über EQ, Charakteristiken oder Lautsprecherpositionen nachdenken müssen.

  • duplobaustein
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    • 12. April 2026 um 10:29
    • #58

    Wenn man sich das antun will...

    music is the best - Zappa

  • MBelle
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    • 12. April 2026 um 10:42
    • #59

    Ich sehe das eher konservativer wie z.B. wora und würde sagen, dass es besser ist, die Ursache (nämlich die Entstehung von Feedback durch ungünstige Kombinationen aus Mikrofonen und Lautsprechern) zu behandeln, als nur die Symptome mit Schmerzmitteln zu bekämpfen.

    Auch ein PSE und de-Feedback lassen die Qualität leiden, wenn sie drastischer eingreifen müssen.

  • floger
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    • 12. April 2026 um 10:46
    • #60

    Eben. Nur weil man Sicherheitsgurt und Airbag hat, baut man ja auch nicht die Bremse aus.

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