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Selbstbau 3 Wege Horntop

  • Audiodude
  • 9. April 2026 um 23:00
  • Audiodude
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    • 9. April 2026 um 23:00
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich möchte euch hier mein aktuelles DIY-Projekt vorstellen und gleichzeitig gezielt Feedback speziell zum Mitteltonhorn einholen, da ich mir bei dessen Geometrie noch nicht ganz sicher bin. Das ganze ähnelt stark einem Aufbau einer Kv2 VHD 2.0 hat jedoch ein par Abweichungen auf die ich noch eingehen werde.

    Verbaute Treiber: Hochton: 18 Sound ND3SN (Genutzt an einem Audio Horn x40) Welches zwischen den beiden mittelton Hörnern sitzen wird.

    Mittelton: 2x 18 Sound 8Nm610 (möglicherweise in der Active-Impedance-Controll (AIC) Version, wenn ich an die Treiber komme) Tiefton: 2x 18 Sound 12ND710

    Trennfrequenzen Hochton: ~2kHz Hochpass

    Mittelton: ~650Hz Hochpass + ~2kHz Tiefpass (Hier auch der Grund einer möglichen AIC Version aufgrund steigender Impedanz)

    Tiefton: ~650Hz Tiefpass, nach unten offen, in der Regel bis 120Hz.

    Abstrahlung: 80x 60 Grad Hochton-Horn

    80x60 Grad Mittelton-Horn

    Tieftonhorn ~ nahe omni aufgrund Trennfrequenz.

    In die freien Flächen werden Aluminium Kühlkörper, welche Die Rückkammer des Tops Kühlen sollen eingesetzt. Diese dienen auch als mögliche Öffnung. der Rest wird mit 5cm Dicker Steinwolle verkleidet. Die Tiefton-Hornverstrebung wird aus Aluminium gefertigt. Das System wird nur aktiv angesteuert, Trennfrequenzen variieren also noch. Auch sind auf den Bilder nicht alle Verstrebungen der Hörner zu sehen, es folgen noch einige.

    Maße des Tops: B=74cm T=51.5cm H=100cm. Das Mittelton-Horn ist 14cm Lang, das Tiefton-Horn 86cm.

    Mir ist klar, das Der Aufbau des Systems nicht Ideal ist. Es wird aufgrund von Trennfrequenzen definitiv zu Lobbing zwischen Hochtöner und Mitteltöner kommen aufgrund des zu großen Abstandes zwischen den Treibern (wäre im Idealfall Lambda/2 oder Lambda/4 an der Trennfrequenz, ist hier jedoch nicht mal Lambda). Das lässt sich jedoch schwierig umgehen, weshalb ich durch die MTM Anordnung wenigstens Symmetrisches Lobbing erreichen will. Die Phasendifferenz Zwischen Mitteltöner und Tieftöner leigt bei verpolten Mitteltönern (180Grad gedreht) bei 28Grad an der Trennfrequenz was ok ist (System wird aktiv angefahren mit Delay noch anpassbar).

    Vorab: Ich habe alles so genau wie möglich Berechnet und in Hornresp sowie Vitux-CAD simuliert.

    Ich hoffe das reicht an Info, Nun zu meinen Fragen........

    Frage 1 Horn Expansion beim Mitteltönern:

    Zwar misst sich das Mittelton Horn sehr schön in Hornresp, jedoch ist FR und Phase, wie alle wissen nicht alles. Auch erkennt Hornresp das Horn nur 2 Dimensional und lässt die Direktivität sowie stehende Wellen in den Berechnungen außen vor. Bei dem Horn ist die Expansion sehr ungewöhnlich, da es erst schnell und dann langsam expandiert, was in meinem Kopf zu dem Problem Führt, dass die Welle auf eine Wand im Horn Treffen wird, dort reflektiert und potentiell eine stehende welle im Horn erzeugt. Auch sollte die Direktivität negativ beeinflusst werden, da die Abstrahlung sich schlagartig von etwa 136Grad auf 80Grad ändert. Kann mir das jemand bestätigen? Leider ist sehr wenig Info über MIttelton Hörner vorhanden (oder ich bin einfach zu dämlich zum suchen).


    Frage 2 Phase-Plug-design für Mitteltöner:

    Wenn man sich einmal den von mir gewählten Frequenzgang des Mitteltöners ansieht, fällt auf das dieser doch sehr hoch spielt (~2kHz, was dazu führt, das stehende wellen im Horn entstehen können und weitere Reflexionen aufgrund von Wege unterschieden am Lautsprecher Cone (keine kohärente Wellenfront) am Throat. Jetzt ist es ja so, dass man dies mit mehreren Wegen lösen kann, entweder man baut einen Phase-Plug der die Wege unterschiede an der Cone ausgleicht und somit eine kohärente Wellenfront erzeugt und dies dann durch das Horn führt, oder (mein gewählter Ansatz), man baut aus der Throat-Chamber eine relativ starke Kompressionskammer, welche ebenfalls eine Kohärente Wellenfront am Throat Ende erzeugt. Laut Berechnungen geht das Auf, jedoch finde ich mal wieder überhaupt nichts zu dem Thema, Hat hier jemand tiefere Erfahrungen in dem Bereich?

    (Kv2 Audio hat das Selbe Prinzip mit der Throat-Chamber als Phasenanpassung bei der SL412 Angewendet, welche den selben mittelton Lautsprecher mit nahezu den gleichen Filtern der VHD 2.0 verwendet. bei der VHD 2.0 hingegen verwendet sie einen Phase-Plug.

    Bitte nachfragen wenn ich was vergessen habe. Ich bin selbst noch junger Elektrotechnik Student und habe noch sehr viel zu lernen, wenn ich irgendwo massive Denkfehler habe, bitte ich um Verbesserung. Danke!

  • Audiodude
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    • 9. April 2026 um 23:24
    • Hilfreichste Antwort
    • #2

    Hier noch einmal die Bilder auf Imgur. Habs irgendwie nicht anders hinbekommen.

    https://imgur.com/a/pu3MAt1

    3NMqjUh https://imgur.com/a/3NMqjUh

    cF5KD2g https://imgur.com/a/cF5KD2g

    G1SIiWf https://imgur.com/a/G1SIiWf

  • Audiodude 9. April 2026 um 23:24

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
  • guma 10. April 2026 um 01:19

    Hat das Thema freigeschaltet.
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    • 10. April 2026 um 08:22
    • #3

    Hallo,

    wo fang ich an.

    Du hast dir ja schon eine Menge Gedanken gemacht, und trotzdem denke ich, dass du die Komplexität des Projekts deutlich unterschätzt.

    Wie wäre es denn, nicht alles selber zu machen, z.B. hat Ralf Limmer ein 8" Horn im Programm, wenn du unbedingt die Erfahrung machen möchtest, wie symmetrische Anordnungen und Hörner funktionieren.

    Oder du lässt dich von Martin Audio inspirieren, die bauen schon sehr lange 3-Wege Hornlautsprecher.

    Oder du schaust mal bei Akustik Line vorbei, da gibts ein Design, was zumindest messtechnisch wirklich hervorragend aussieht.

    Ich würde mir das Leben leichter machen und ein Peter Morris Design etwas vergrössern, weil so ein DCX464 doch sehr viele Probleme auf einen Streich umgeht.

    Ach ja, auch ich habe schon festgestellt, dass Hornresp ein Vorliebe für parabolische Hornkonturen hat, aber messen kann diese Software nicht

  • ralle14
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    • 10. April 2026 um 10:08
    • #4

    Hornresp eignet sich nicht für das Design von Mitteltonhörnern, wie du schon festgestellt hast lassen sich damit nur radialsymmetrische Hörner erstellen. Im Bereich relevant kurzer Wellenlängen wie bei Mitteltonhörnern ergibt sich damit keine hohe Genauigkeit.

    Vielleicht solltest du dich dafür in BEM-basierte Software wie Akabak einarbeiten:

    Die Entwicklung von Mittel-Hochtonhörnern ist definitiv nicht trivial, Limmer hat mit dem 870s18 sogar ein gut funktionierendes Horn im Programm was auf den 18Sound Treiber angepasst ist. 80 Grad horizontal wird man damit aber bei 2Khz Trennfrequenz nicht erreichen. Das Problem ist geometrisch: Wenn du dir das Mitteltonhorn von oben gesehen als Dreieck vorstellst muss das Horn mit breiterer Abstrahlung flacher werden. Gleichzeitig sinkt aber so die Hornlänge (Höhe Hypotenuse des Dreiecks). Will man nun eine tiefe untere Grenzfrequenz durch Erhöhung der Hornlänge erreichen muss zwangsweise die Frontfläche ebenfalls größer werden.

    650Hz Trennfrequenz ist mit einem gefalteten Tieftonhorn ebenfalls nicht möglich. Das ist in meinen Augen auch unnötig hoch, ich würde in dem Design eher ~350Hz anstreben. Als Denkanstoß würde ich keine MTM Anordnung wählen sondern die Mitteltöner so dicht wie möglich zusammenbringen und den Hochtöner darüber. Bei der MTM Anordnung wirst du (wie du selbst sagst) Sidelobes in beide Richtungen bei bereits tieferen Frequenzen bekommen. Im schlimmsten Fall schießt du diese nach oben in den Deckenbereich einer möglicherweise schallharten Location und handelst dir unnötige Probleme durch Deckenreflexionen ein. Richtung Boden wäre das bei voller Location nicht so schlimm, da hoffentlich genug menschliches Absorptionsmaterial dafür vorhanden ist.

  • Audiodude
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    • 10. April 2026 um 12:12
    • #5

    Danke erstmal für den wirklich Hilfreichen Input.

    Ich kenne so ziemlich jedes auf dem Markt existierende Audioprodukt und bin mir bewusst, dass Fertighörner, auch speziell für meine Gewählten Treiber existieren. Ich habe jedoch vor, alles (bis auf das Hochton-Horn) selbst zu bauen (einfach weil ich das Geld, die Zeit und vor allem die Lust dazu habe).

    Die MTM Anordnung werde ich aufgrund von ralle14 auf T M M ändern, denke das wird dann vor allem im Fern-Feld doch positivere Auswirkungen haben. Trennfrequenz beim Tiefton lässt sich auch sehr gut bei 450Hz Simulieren, Die Mittelton Horn-Geometrie werde ich jedoch noch einmal vollständig überarbeiten müssen.

    Ich werde mir mal Akabak anschauen. Es sollte aber auch ne FEM Analyse mit ANSYS funktionieren richtig?

    Danke nochmal für den Input.

  • secluded
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    • 10. April 2026 um 18:14
    • #6

    ...dann hinterlasse ich hier mal paar Krümel aus der Popcorn-Tüte und bin gespannt auf das weitere Berichten zu diesem Projekt :)


    corn*

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • madmax
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    • 10. April 2026 um 18:45
    • #7

    Ansich ein interessantes Projekt.

    Da wird allerdings noch viel Holz in den Kamin wandern. 😉

    Wie du selber festgestellt hast, gibt es viele in viele Richtungen verschiebbare Kompromisse.

    Und was du hier alleine hard- und softwaremäßig wuppen willst, daran sitzen bei braun oder schwarz vielleicht 50 Leute ein halbes Jahr dran..

    Für mich stellt sich allerdings die Frage; Warum.

    Bzw. warum so kompliziert.

    Sollen unbedingt 3 Wege in eine Kiste, schau' dir EAW KF 6 - 8 an.

    Oder Turbo TFL760.

    Oder besser hör' dir an, wenn möglich..

    Anderer Ansatz wäre OHM HD mit 4590.

    Aber warum sollen die 3 Wege überhaupt in eine Box?

    Es ist doch ohnehin eine Stand-Alone Geschichte?

    Trenne das Mitteltieftonhorn vom Rest und du hast einige Sorgen & Gewicht weniger.

    Kannst das dann so groß machen, das es wirklich bis runter zum Sub lädt..

    Willst du dir Rat für Horngeschichten holen, besuche mal K.-H. Kuntze in Solingen.

    Wenn einer in Deutschland was von Mitteltonhörnern und deren Kontouren weiß; dann er. (Natürlich auch von fettten Basshörnern)

    Und lass' dich nicht von der 90er-Jahre Website täuschen. ;)

    Z.B. http://foeoen.de/katalog/21.html

    In Dortmund gibts auch paar Typen, welche ein sogenanntes Soundsystem (so nennt man insich abgeschlossene PAs in der GOA- und EDM Szene, in der Regel non Profit) mit sehr großen (weißen) Hörnern mit 4590 drin gebaut haben. Motorisch neigbar.

    + Fillerhörner und eine Reihe 24"-BR Kisten mit dem neuesten PD24irgendwas drin untendrunter.

    Selber noch nicht gehört, soll aber richtig gut sein.

    Weiß grade nichtmehr, wie die Typen hießen.

    Vielleicht findest du's ja im Netz oder einer hier kennts...

    Ansonsten viel Erfolg bei deinem Vorhaben.

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    • 10. April 2026 um 19:08
    • #8

    das verleitet mich zu der frage, warum du für den h mt keinen coax Treiber verwenden möchtest? Trennfrequenzen von 600 sind dann problemlos machbar. b&c und bms haben da ja einige im Programm. vor allem wenn geld eigentlich egal ist, würde ich so einen coax verwenden. dann hast du auf einfach weise das problem mit den weiten Frequenzbändern die ein Treiber übertragen muß, erschlagen.

    dann kannst du auch zu einen horn Aal director und oben drauf ein horn mit coax Treiber drauf.

    alternativ 2 Treiber mit doppelt zentrierter Membran.

    was ist denn der Vorteil eines Membran ls im Mittelton im Gegensatz zu einer ring Membran?

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    • 10. April 2026 um 20:24
    • #9

    Hallo,

    man sollte auch bedenken das so etwas keine Weitstrahler werden ... für nen paar Rumskisten also ganz schöner Aufwand. Zudem, wie schon erwähnt, baut man so etwas um einen wirklich aufwändig gebauten breitbandigen Mittenweg drum zu ... die hier gezeigten sind da nicht einmal ein theoretischer Grundansatz ! Wenn man dann im Mittenweg , gerade bei 8" , vieles richtig gemacht hat ist auch kein 2-Wege Coax-HT mehr Pflicht.

    corn*Schotte

    Einmal editiert, zuletzt von schotte (10. April 2026 um 21:07)

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    • 10. April 2026 um 20:26
    • #10

    corn*Ich bin gespannt!

  • Audiodude
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    • 10. April 2026 um 20:38
    • #11

    OK, einmal zur allgemeinen Sinnhaftigkeit des Projektes:

    Einzelne Mittelton-Hörner getrennt vom Hochton bringen den massiven Vorteil, dass ich einfach mehr Headroom Habe als mit einem Coax, da ich mehr Leistung in die Chassis bekomme, diese mehr Membranfläche bieten, höheren Wirkungsgrad und so weiter...... (natürlich auch den Nachteil des massiv höheren Aufwandes und der nicht perfekten Kopplung). Ich war mir sehr unsicher ob man ein Mitteltonhorn auch ohne FEM oder BEM Analysen einigermaßen richtig konstruiert bekommt (ich habe jetzt gelernt, dass ist nicht der fall). Denn wenn eine FEM Analyse notwendig wäre, würde ich möglicherweise das Ganze System neu entwickeln, da mit dieser deutlich andere Design Methoden möglich werden (unter massiv höherem Berechnungs und Fertigungs Aufwand).

    Idealerweise sieht ein PS System für mich aus wie eine Lambda Labs QX-3 oder als Array wie das Lambda Labs Line Array mit AMT Coax MEH. Bedeutet, man müsste idealerweise sehr sehr viele (bevorzugt aufgrund von Breakup) 1zöller mit Wellenformern in ein Horn Leiten in welches dann seitlich einige 2 Zöller spielen müssten, von dem Horn dann die Direktivität berechnen (unter Berücksichtigung das der Wellenformer den richtigen Austritzwinkel zum Horn sowie eine perfekte kohärente Wellenfront besitzt und so weiter......

    Ich habe zwar viel Zeit und kann ganz gut Rechnen, wie oben aber schon gesagt wurde gibt es da bei sehr sehr kompetenten Unternehmen Ganze Teams, die viel Zeit damit verbringen um so ein Gesamtsystem wie oben genannt zu Entwickeln und ich bin garantiert nicht so arrogant zu behaupten das ich das ganze alleine mal so eben auf die Kette bekomme. Eine relativ gut Entwickeltes Mittelton-Horn sollte ich jedoch mit genügend Aufwand (FEM) Konstruieren können.

    Kleine Info warum das Ganze:

    Ich habe wirklich schon einiges Am Markt gehört, alle Produkte von F1, Alle Horntops von Void (außer Kinesys), Alles von Lambda (außer die Tx-2), Alles von D&B, (leider) alles von L-Acoustics, Turbosound nur die TFL 760H, Ohm HD nur die HD-MH Tops, Kv2 Alles (außer K-Rig und VHD 5.0), Danley nur die SH Reihe, Seeburg Alles, Föön nur die PS Systeme und so weiter.... Am ende gefällt mir persönlich ein sehr neutral abgestimmtes 3-5 Wege System (Horngeladen) mit viel Headroom einfach am besten.

    Jetzt will ich das ganze aber nicht Kaufen sondern eben selbst Bauen, weil ich da Bock drauf habe (und auch nach dem Studium in dem Bereich arbeiten werde). Das jetzt nicht die Nächste QX-3 bei mir entsteht, muss ich glaube keinem näher bringen, jedoch Versuche ich ein System zu entwickeln (wie viele andere auch), dass eben relativ hohen Ansprüchen genügt, auch wenn sich das ganze Zeitlich sehr Zieht. Glücklicherweise besitze ich auch genügend sehr hochwertiges Messwerkzeug und auch 3d Drucker, um einige Prototypen Bauen zu können.

    Bis jetzt fand ich die Infos und Vorschläge von allen übrigens sehr Hilfreich, Danke an der Stelle nochmal!

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    • 11. April 2026 um 01:50
    • #12

    Der unschlagbare Vorteil ist aber, das ich mich aufgrund der tiefen Trennung der Coach Treiber dann auf eine Box konzentrieren kann die von 80-700 laufen muss. Das geht einfacher als dann im Grunde ein flashlight nachbauen zu wollen.

    Da ist nicht umsonst die Zeit dran vorbei gegangen.

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  • URI
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    • 11. April 2026 um 07:13
    • #13

    Du wirst die Konusmembranmitteltonjünger nicht überzeugen.

    Dieser geniale Marketing Satz mit dem breitbandigen Mittelton ist halt sehr einleuchtend.

    Dass der Erfinder einen der dicksten Live Gigs verloren hat, weil Abstrahlverhalten weit hinten auf der Liste stand, interessiert keinen ordentlich Gläubigen.

    Und für die BEM oder sonstwie Fans:

    Mir hat neulich jemand erzählt, das es Horn Nr.98 aus dem 3D Drucker war, was man für gut befunden hat und in dieser Firma kann man nicht nur mit Simulation umgehen, man schreibt dort die Programme selber.

  • Blancblue
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    • 11. April 2026 um 09:14
    • #14

    John White dokumentiert auf Social Media auch sehr akribisch und transparent, wie er seine MEHs entwickelt. Ich muss gestehen, mir war auch nicht ganz bewusst, wie aufwendig es immer noch ist Lautsprecher zu entwickeln - trotz der ganzen Digitaltechnik verschlingt das auch in 2026 noch Unsummen an Zeit und Material.

    ________________________________

    Signatur?

  • ralle14
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    • 11. April 2026 um 11:17
    • #15
    Zitat von URI

    Du wirst die Konusmembranmitteltonjünger nicht überzeugen.

    Dieser geniale Marketing Satz mit dem breitbandigen Mittelton ist halt sehr einleuchtend.

    Dass der Erfinder einen der dicksten Live Gigs verloren hat, weil Abstrahlverhalten weit hinten auf der Liste stand, interessiert keinen ordentlich Gläubigen.

    Ein guter Konusmitteltöner an einem gut entwickelten Horn hat im Punkt Verzerrungen egal welcher Art im Vergleich zum Coax-Kompressionstreiber auch heute noch die Nase weit vorn, das lässt sich prinzipbedingt in absehbarer Zeit auch nicht ändern.

    Ich habe gerade letztes Wochenende ein selbst entwickeltes 6" Constant Directivity Mitteltonhorn gegen den derzeit besten käuflichen Coax (BMS 4594HE) messtechnisch verglichen. Beide Treiber identisch entzerrt, bei identischem Pegel, an vergleichbar abstrahlenden Hörnern. Die THD-Werte des Konusmitteltöners liegen in weiten Bereichen bis zu 10dB unterhalb der Klirrkurven des Kompressionstreibers, hier exemplarisch bei 125dB / 1m:

    Natürlich hat ein Coax-Treiber an anderer Stelle wieder Vorteile, das lässt sich nicht von der Hand weisen.

    Was ich damit sagen will: Ein Konusmitteltöner hat heute (deutlich hörbar!) weiterhin seine Berechtigung, vorrausgesetzt man scheißt nicht auf das Abstrahlverhalten wie die angemerkte Firma. Das liegt aber nicht am Prinzip selber sondern eher daran, dass die Firma offensichtlich in ihrer Entwicklungstiefe weitgehend in den frühen 90ern stehen geblieben ist. Diesen Stillstand merkt man daran, dass (zumindest in meiner Veranstaltungs-Bubble) die Systeme dieses Herstellers bei der Auswahl immer weiter in den Hintergrund rücken.

    Zitat von URI

    Und für die BEM oder sonstwie Fans:

    Mir hat neulich jemand erzählt, das es Horn Nr.98 aus dem 3D Drucker war, was man für gut befunden hat und in dieser Firma kann man nicht nur mit Simulation umgehen, man schreibt dort die Programme selber.

    Wenn man 98 Versuche trotz Software braucht um ein gutes Horn zu entwickeln, dann passt entweder mit der Software etwas grundlegend nicht oder jemand hat keine Ahnung von Entwicklung. Mit modernen Tools ist es heute in Verbindung mit genügend Hirnschmalz möglich, Schallführungen zu entwickeln, die zu 98% das in der Praxis tun was in der Simu vorhergesagt wird.

  • Online
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    • 11. April 2026 um 12:03
    • #16

    es stellt sich aber die frage, ob diese differenzen in den verzerrungen kriegsentscheidend sind. das würde ich nicht so sehen. vor allem vor dem hintergrund, das die anderen vorteile die pappe abhängen. der größte vorteil ist eben das die stimme komplett aus einer membran kommt.

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  • Ansch
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    • 11. April 2026 um 12:07
    • #17

    Ralle: Full ACK

    Audiodude:

    Warnende Worte gab es genug. Wenn also Zeit, Geld, Interesse und Ausdauer da sin, dann los.

    Aber wie schon angemerkt wurde, entwickelt man Hörner heute anders. Die Methoden sind auch im Selbstbau ausgefeilter geworden. Ein reiner Bretterverschlag führt dann nicht unbedingt zum Optimum.

    Hornresp ist gut um einen ersten Eindruck zu bekommen. Aber gerade für die Einschätzung der Abstrahleigenschaften ist das das falsche Tool. AKABAK wurde schon genannt. Ich weise noch ATH hin, da es ermöglicht Horngeometrien parametrisch zu beschreiben und schnell Meshes für die BEM Simulation zu erzeugen.

    Außerdem noch Vituixcad für die Simulationdes gesamten Lautsprechers. Das ginge auch in Akabak in Kombi mit LEM. Vituixcad finde ich da aber schneller und einfacher.

    zu 1) Mitteltonhornkontur: was im Hochton gilt, gilt im Mittelton m.M.n. nur bedingt. D.h. reines CD Verhalten ist zwar möglich, wegen der Anbindung an die Tieftöner meist nicht zielführend. Dadurch sind größere Krümmungen des Hornverlaufs sinnvoll. Das führt dann i.d.R. zu hyberbolischen oder exponentiellen Konturen. Das dann so auslegen, dass die Abstrahlung hor/vert nahtlos an das Hchtonhorn passt und unten rum genau mit dem Tiefton übereinstimmt.

    Allerdings würde ich bei 14 cm Hornlänge im Mittelton nicht unbedingt von einem Horn sprechen...

    zu 2) Nehmenwir mal die anvisierten 2 kHz als gesetzt - obwohl das schon recht hoch ist - dann denke ich, dass da ein 2-Slot-Phaseplug notwendig ist. Aus meiner Erfahrung sind die Pfadlängenunterschiede für 2 kHz mit einem 1-Slot-Plug nur unzureichend in den Griff zu bekommen. Bei meinen 8"-Mitteltonhörnern mit 1-Slot-Plug liegt die erste Null bei 3 kHz. Wenn man bei 2 kHz trennen möchte stört die noch die abfallende Flanke. Man sollte für Filter 4. Ordnung eine Oktave drüber noch sauber sein. Hier also 4 kHz und damit max. Pfadlängenunterschied ~4 cm.

    Aber wie oben erwähnt frage ich mich warum so hoch? genauso beim Tieftonhorn. Auch das kann man mit genügent Akribie trotz Faltung bis 650 Hz bekommen. Aber auch hier gilt, dass das bis über die Trennfrequenz hinaus sauber spielen sollte. Das wird eng, wenn die Abmessungen der Umlenkungen auf max. 1/4-lambda beschränkt werden sollen.

    D.h. ich würde das Gesamtkonzept nochmal überdenken.

    Viele Grüße

    André

  • Audiodude
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    • 11. April 2026 um 12:33
    • #18

    Aufgrund der Sehr Hilfreichen Kommentare, habe ich mich dazu entschieden das Projekt folgendermaßen umzugestalten:

    -Tiefton wird bei 450Hz getrennt (vielleicht noch leicht angepasst, wobei es ganz gut aussieht), Hochtonhorn wandert nach oben für eine T M M Anordnung, Mittelton-Horn wird vollständig neu konstruiert mit einer FEM/BEM Analyse durch AKABAK und Ansys. Ich werde dort versuchen ein 2-Slot-Phaseplug zu entwickeln. Es bleibt bei Getrennten Mitteltönern und Hochtöner, ein Coax-Settup kommt einfach nicht an den benötigten Pegel und selbst wenn, ist bei einem Coax Treiber der Breakup und die THD Werte im Hochfrequenten Bereich nahezu immer Schlechter als Bei Einzel HT Treibern (Vor Allem wenn die Einzel Treiber TeXtreme/Tin Coating oder Beryllium Membranen besitzen und hoch getrennt werden können). Das ganze wird denke ich mal einige Monate Zeit in Anspruch nehmen, daher wird erstmal nichts mehr zu dem Projekt kommen (Update dann in einigen Monaten).

    Danke für die Änderungsvorschläge!

  • URI
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    • 12. April 2026 um 09:21
    • #19
    Zitat von ralle14

    ...

    Ich habe gerade letztes Wochenende ein selbst entwickeltes 6" Constant Directivity Mitteltonhorn gegen den derzeit besten käuflichen Coax (BMS 4594HE) messtechnisch verglichen. Beide Treiber identisch entzerrt, bei identischem Pegel, an vergleichbar abstrahlenden Hörnern. Die THD-Werte des Konusmitteltöners liegen in weiten Bereichen bis zu 10dB unterhalb der Klirrkurven des Kompressionstreibers, hier exemplarisch bei 125dB / 1m:

    ...

    Bei dem besten käuflich zu erwerbenden Coax hast du mich leider verloren.

    Zum Thema THD sag ich nur Earl Geddes.

    Und wenn schon nette Messkurven, dann zeig doch mal die bei 135dB oder kommst du da gar nicht hin?

    Ich weiss, dass ich mit dem schlechtesten käuflich zu erwerbenden Coax 35m machen kann ( FOH Position ), natürlich sind das dann trotzdem 3 Stk pro Seite,

    und da ich ja immer die gleiche Band mische, haben sich über die Jahre vergleichbare Eindrücke ergeben.

  • ralle14
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    • 12. April 2026 um 11:32
    • #20
    Zitat von URI

    Bei dem besten käuflich zu erwerbenden Coax hast du mich leider verloren.

    Zum Thema THD sag ich nur Earl Geddes.

    Und wenn schon nette Messkurven, dann zeig doch mal die bei 135dB oder kommst du da gar nicht hin?

    Ich weiss, dass ich mit dem schlechtesten käuflich zu erwerbenden Coax 35m machen kann ( FOH Position ), natürlich sind das dann trotzdem 3 Stk pro Seite,

    und da ich ja immer die gleiche Band mische, haben sich über die Jahre vergleichbare Eindrücke ergeben.

    Der THD ist der Übersicht halber angegeben. K2 bis K8 liegen beim Mitteltonhorn ALLE deutlich unterhalb der des BMS Treibers.

    Ich bin generell überhaupt kein Gegner von den Coaxen, das ist ein extrem guter Treiber und ein echter Problemlöser in Sachen Abstrahlung bei Punktschallquellen.

    Für egal welche Konstruktion gilt: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Und der BMS Treiber kann messtechnisch und hörbar unter Pegel nicht mit einer guten Mitteltonpappe mithalten.

    Zu deinen 135dB: Ein normaler Sinus-Sweep bei diesem Pegel würde sowohl BMS als auch den PHL Mitteltöner innerhalb kürzerster Zeit elektrisch zerstören, daher wurde eine solche Pegelstufe nicht gemessen.

    ABER: Im Gegensatz zum BMS habe ich den PHL bei 130dB / 1m gemessen, hier die vollständigen Klirrkurven dazu:

    Und wieso habe ich den BMS nicht bei 130dB gemessen? Der Besitzer des Treibers wollte das verständlicherweise nicht aus Angst vor Zerstörung der HF-Spule. Und wenn man die verschiedenen gemessenen Pegelstufen normalisiert übereinanderlegt sieht man auch, dass bereits beim 125dB Sweep der Hochtonweg erhebliche Power Compression zeigt:

    Angenommene 2dB Power Compression bedeuten bei einer Kupfer-Schwingspule bereits ein Temperaturdelta von circa 150K.

    Edit: Falsch gerechnet. Es ist ein Temperaturdelta von ca. 66K.

    Hast du vielleicht noch faktenbasierte Argumente zu deinem schlechtesten käuflich erhältlichen Coax-Treiber, der 35m schafft oder geht es dir um reine Polemik?

    Einmal editiert, zuletzt von ralle14 (12. April 2026 um 13:53)

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