Guten Morgen!
Ich versuche seit langem, von den meiner Meinung nach viel zu grobschlächtigen 31-Bändern wegzukommen. Wenn immer es geht (und es geht meistens, es sei denn ein Gastmischer kann - besser will - nicht mit dem DFR11 umgehen) nutze ich DFR11s von Shure. Die haben zwar den Nachteil, daß alle Funktionen außer dem Feedbackkiller einen Computer brauchen, finden aber koppelnde Frequenzen selber und sind fast unhörbar, da schmalbandige Filter. Bei Diskussionsrunden o.ä. empfinde ich (nicht nur ich) die Geräte mittlerweile als ein muss.
Seit einiger Zeit versuche ich wieder von den Floorwedges wegzukommen. Die Position einer Schallquelle vor den Füßen ist durch die menschliche Physiognomie des Gehörs ungünstig, also stelle ich Monitore auf Ständer in Ohrhöhe auf (Solange keiner meckert, die Erfahrungen in der letzten Zeit zeigen aber, daß viele Musiker damit sehr gut zurechtkommen). Der erforderliche Schalldruck ist durch diese Auftstellung geringer, und damit auch die Koppelgefahr. Und wenn man's geschickt macht und es von den Örtlichkeiten her geht, strahlen ein Teil der Monitore schräg nach vorne, und füllen das häufige Klangloch vor der Bühne (Im übrigen werden auch weniger Boxen benötigt).
Monitorsound-Tips
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Machen wir bei den Bläsermonitoren schon lange so.
6,5"+Tweeter reichen auf kurze Distanz. -
Habe auch schon über Kleinmonitore nachgedacht. Früher gab es solche Dinger, die man auf Mikroständer steckte bzw. am Mikroständer festmachte (von Solton, o. ä.)
Sind die dann nicht wieder zu nah am Mikro?
Ein weiterer Vorteil wäre, dass die Teile schön klein und leicht sind,also weniger zum Schleppen. Ein Nachteil vielleicht, dass sie, besonders bei den Frontleuten, optisch vielleicht nicht so gut aussehen (irgendwelche Kästen in halber Höhe).
Gibt es die noch irgendwo fertig, oder muss man sich die selbst zusammenschrauben (vielleicht kleine Koaxiallautsprecher, um sie möglichst winzig zu halten)?
Grüße
Hermann -
Beim Monitorsound gibt es 2 Richtlinien. Er sollte erstens die PA nicht platt machen und 2. jedem Musiker das zu hören geben, was nötig ist. Viele "Musiker" können nur spielen, wenn genügend Druck da ist. Es wird ein erbarmungsloser Braten gefahren. Als Folge hört der Sänger nichts. Logisch sind dann ständige Feedbacks. Ich nehme, wenn die kleinen Hochständer optisch nicht erwünscht sind, im VOC 12-er Monis maximal. Wichtig ist eine gute Abstrahlcharakteristik. Weiterhin zählt der Sound. D.h. das es nicht HIFI Klang sein soll (alle schöne weiche Bässe, keine Mitten, damit es auch nicht koppelt und zum Schluss einige Höhen). Jeder hat ein bestimmtes Spektrum, in dem er sich durchsetzen und bewegen darf. Als Eq geht sicher ein parametrischer besser, weil man damit wirkungsvoller arbeiten kann.
Wer so arbeitet, hat einen guten Sound. -
Zitat von "Scot_T"
Satlive: Es gibt eine direkte "Feedbackdetection" Funktion. Die zeigt einem direkt den Fader an den man ziehen muss. Diese Spricht aber erst ab zu hohem Pegel an.
Hmm.... ich finde -20dB nicht so hoch, zum anderen kann man ja einfach mehr pegel reinjagen...
Tomy
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Zitat von "TTJS"
...Weiterhin zählt der Sound. D.h. das es nicht HIFI Klang sein soll (alle schöne weiche Bässe, keine Mitten, damit es auch nicht koppelt und zum Schluss einige Höhen).
...Wer so arbeitet, hat einen guten Sound.Das verstehe ich nun wieder überhaupt nicht. Bässe anheben, Mitten absenken und Höhen dazu. Na wenn das keine Badewannen-EQ-Einstellung ist :roll: ...
Wie will ich einen Sänger auf einem Monitor laut bekommen wenn ich die Frequenzen (Mitten) die er hauptsächlich produziert wieder weg nehme???? Ein gut entzerrter Monitor wie ich oben schon mal beschrieben habe mit linearem Frquenzgang ist doch wirklich um längen besser. Aber vielleicht mache ich ja schon seit 15 Jahren immer was verkehrt...
MfG
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Hallo Mike (Sachsensound)!
Bitte entschuldige den gleich folgenden Satz.
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Gerade als Moderator sollte man diese Fähigkeit besitzen. Ich habe eindeutigst!!!!!!!! geschrieben, das viele einen "wohltemperierten" Klang einstellen, weil er erstens angenehm klingt und zweitens eben aufgrund der fehlenden Mitten erstmal!! nicht koppelt. Die Überraschung kommt dann, wenn alle Instrumente und VOC so eingestellt sind, weil keiner mehr etwas hört- beim aufdrehen der VOC's koppelt es dann unweigerlich, obwohl die Durchsetzungskraft selbiger immer noch gering ist.
Ich hoffe, das es diesmal verständlich ist. Also bitte notfalls mehrmals lesen.
Ich finde es einfach Sch..., wenn man nicht genau hinsieht und dann einen (Neuen) hier im Forum belöffelt. DANKE Mike. -
... noch mal generell:
Die einzige vernünftige Lösung ist, daß die Musiker auf der Bühne ihre Lautstärke auf ein vernünftiges Maß reduzieren - alles andere ist Schadensbegrenzung und verschlechtert nicht nur den Moni-"Sound" (Kontrolle ...), sonder auch den Gesamtsound (Übersprechen ...).
Wenn sowas konsequenz eingefordert wird (... ich weiß, es gibt da so "Brit-Pop-Bands" ...), kann dieser ganze Equalizer- und Feedbackdetection-Wahnsinn unterbleiben und erspart allen Beteiligten unnötigen Stress und technisches Wettrüsten.
Gerade gesangsbetonte Bands (mehrstimmiger Gesang ...) können auf einer lauten Bühne gar nicht sauber intonieren - es klingt sonst immer mal ein wenig "daneben", weil auch (guter !) Gesang eine gewisse Dynamik hat und daher nicht immer "gleichlaut" ist.
Es gibt (leider) zuviele Krawallmucker, die nach mehr als 20 Jahren "Musik" machen nicht nur ihr eigenes (!) Gehör bereits grössenteils abgeschossen haben - nur: die sollten besser im Übungskeller bleiben und dann hier ihr Resthörvermögen vernichten (... dann habe alle anderen endlich Ruhe vor diesen "Beknackten").
Ich mache jetzt seit über 30 Jahren Mucke und weigere mich konsequent, mit solchen Leuten gemeinsam auf der Bühne Musik zu machen, weil mir mein Gehör für solche Krawallorgien zu schade ist.
Viele Grüsse sendet
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auch wenn ich vom monitorsound nicht wirklich ahnung habe (hab meist nur im konserven bereich zu tun) wundert mich doch eins. warum setzen sich in ear systeme nicht großflächig durch?
da kriegt dann jeder den pegel den er haben will, der sänger oder die sängerin hören sich auf jedenfall...
sehe da fast nur vorteile. und besser aussehen tut es auch.
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Zitat von "Thomas"
(...) wundert mich doch eins. warum setzen sich in ear systeme nicht großflächig durch?
da kriegt dann jeder den pegel den er haben will, der sänger oder die sängerin hören sich auf jedenfall...
sehe da fast nur vorteile. und besser aussehen tut es auch.
... zum letzten Punkt: Udo Jürgens hatte mal auf einer Tournee In-Ear genutzt - hinterher stand dann in einer Klatsch-Zeitung, "ob er denn jetzt schon ein Hörgerät braucht ..." - Danach hat er meines Wissens nie wieder sowas gemacht.
In-Ear hat nicht nur Vorteile. Insbesondere ist das Richtungshören stark beschränkt (man hort entweder alles "im Kopf" oder "etwas mehr links" bzw. "rechts".
Bei einer NICHT-krawallorientierten Band können einzelne Instrumente (Gitarren- und Bassamps, Schlagzeug ...) durch das räumliche Hören besser geortet werden und damit ebenso auch leisere Stimmen (Floor-Monitor - teilweise direkt ...) "herausgehört werden" (... in der Psychoakustik nennt man sowas den "Cocktail-Party-Effekt", weil man auch weiter entfernt stehende Personen "verstehen" kann, obwohl um einem herum auch gequatscht wird ...).
Ein weiterer Punkt ist der, daß es auch eine Frage der "richtigen" Einstellung ist.
Ich selbst kenne Musiker mit In-Ear-Monitoring, bei denen ich - wenn ich mich neben denen stellen - keinen Monitor mehr brauche ...Viele Grüsse sendet
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contra iem:
- "ich habe keine kontroller mehr über meinen amp und die sound"
- "ich verliere den kontakt zum publikum"
- man braucht ein separates pult incl jemanden der es bedient
- desweiteren sind idr splitter, limiter, wireless iem systeme und weitere ausgaben erforderlich. wedges dagegen sind eigentlich immer vorhanden.
- ein monitorcheck für 6 musiker mit 6 stereo oder auch nur mono iem wegen dauert deutlich länger als ein check mit 6 wedges auf 4 wegen. wenn man davon ausgeht, dass kein digi pult da steht und das das pult von gig zu gig resetet wird.alles in allem bin ICH pro iem, da es in erster linie die bühnenlautstärke senkt und somit den gesamtsound einfach (vor allem in kleineren locations) hörbar verbessert.
außerdem kann sich jeder sänger ordentlich hören, und grade semiprofessionelle sänger müssen sich gut hören um nicht den ganzen abend daneben zu liegen.diese beiden haupt pro punkte wiegen für mich ALLE contra punkte auf.
wenn da die finanzielle restriktion nicht wäre. und musiker haben bekanntlich nie geld.... -
Kurze Frage: Nachdem einige meiner Kunden teilweise auf IEM umgestellt haben, hab ich festgestellt, dass die Sänger durch die Bank leiser singen. Ist ja auch irgendwie verständlich, die müssen jetzt nicht mehr gegen die Band anbrüllen und hören sich auch viel besser. Bei einem Kandidaten ist der Pegel jedoch so stark abgesunken, dass ich mehr Band als Gesang auf dem Mikro habe :cry: IEM ist in meinen Augen nicht immer die ultima ratio...
Grüsse
WW -
Ne ganz ganz dumme Frage, zu deinem Problem:
Ist die naheliegenste Lösung nicht, dem betreffenden Knaben die Lautstärke seiner Stimme auf dem IeM einfach ein Stück zu kürzen, und ihm den rest wiede lauter zu geben. Also so ne Art "Floorwedge Lo-Fi" Simulation? Dann müsste er wieder Laut singen...
...oder?
Scot_T
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würde ich ja gerne machen, aber die Musiker mixen Ihr IE-Signal über einen kleinen Bühnenmixer selbst :cry:
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Ohh, diese Musiker! Das ist ja richtig ärgerlich.
Naja, aber wenn er dann lieber für sich singt als fürs Publikum....
Aber ragiert er denn auf deine Worte gar nicht? Würde mich wundern wenn man da keinen Komproniss findet...Anderes Extrem:
Bands im Stil "Depri Grounge". Die Gitarren müssen Laut, der Gesang leise. Paradoxer weise auch auf dem Moni. Die fühlen sich absolut nicht wohl wenn sie hören was für nen Stuss sie singen. Immer fleissig gegen an brüllen, vieleicht merkts ja keiner wenn sie schlecht sind. Wäre gespannt was passiert wenn man die mit IEM ausstatten würde.
Scot_T
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Mal eine Frage zum IE: Wer hat welche in der Vermietung und wie macht ihr das mit der Hygiene?
Gruß
Frank -