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festivals - ich bin genervt - was ist denn los?

  • monithor
  • 26. Juni 2004 um 15:38
  • wora
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    • 30. Juni 2004 um 11:56
    • #41

    @bigsound & microsound:

    ja, wenn es mehr von solchen leuten wie euch gäbe, dann wäre dieser diskussionsfaden wohl erst gar nicht entstanden.
    monithor regt sich ja zu recht über die jungs auf, die auf dem auge der "ZUSAMMENARBEIT" blind sind...
    und davon gibt es leider gar nicht so wenige.

    was diese zum teil lächerliche markengläubigkeit angeht: das ist ja wieder ein thema für sich...


    EDIT: kleinen schreibfehler entfernt...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora (1. Juli 2004 um 00:54)

  • Sven M
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    • 30. Juni 2004 um 12:47
    • #42

    Ja, aber ich mache auch oft Technikbetreuung auf größeren Festivals (2k-5k zuschauer) und treffe auch so manchen Techniker der kein Stück kompromissbereit ist und nur seinen Weg durchsetzen will. Er macht alles richtig und alle sollen so arbeiten wie er sagt, obwohl es nur um Details geht.
    Macht aber die Welle wenn nicht gleich alle Leute seine Ideen toll finden.

    Man muss sich auchmal überlegen das da 5 Bands am Tag über eine Bühne, eine PA spielen. Zu einem Kurs das die Veranstaltung rennen kann.

    Naja, am WE bin ich in München, Theresienwiese. Werde auch mal ein paar Fotos machen (ok, das war jetzt OT)

    Was ich nur sagen will: solange ihr den GIG für durchführbar haltet (als Fremdtech) macht es. Gebt vielleicht in angemessenem Ton Verbesserungsvorschläge. Aber mit aufregen ist nie jemandem geholfen. Dadurch ist kein anderes Mikrofon / Verkabelung / Mischpult.. da.
    Das müssen einige Leute noch lernen nicht sofort an die Decke zu gehen sondern eine Lösung zu finden die für alle tragbar ist.

    Seid lieb zueinander.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • monithor
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    • 30. Juni 2004 um 13:54
    • #43

    mahlzeit,
    und jetzt ich wieder.
    so grundsätzlich ist mein anliegen ja scheinbar immer noch nicht zu allen durchgedrungen.
    @ bigsound: ich bin immer zu einigen kompromissen bereit. im vorfeld!. wenn ich am tage der veranstaltung auf der bühne aufschlage, habe ich keine lust noch überraschungen zu erleben. normalerweise habe ich die equipmentlisten vorher und kenne die umstände der bühne. das sollte ich dann bitteschön so vorfinden. sonst brauche ich gar keine vorbereitungen zu machen. das würde mir viel zeit sparen.

    Zitat

    Man muss sich auchmal überlegen das da 5 Bands am Tag über eine Bühne, eine PA spielen. Zu einem Kurs das die Veranstaltung rennen kann.

    genau darum gehts doch. das kann man nur mit einer bestimmten logistik bewerkstelligen. und rege mich ja darüber so auf, dass sich keiner im vorfeld gedanken darüber macht, wie soetwas funktionieren kann. wenn ich als bandtech auf eine bühne komme und erstmal grundsätzlichkeiten der festivalabwicklung machen muss, läuft mir im moment einfach die galle über, weil das problem einfach zu gehäuft auftritt. das niveau der leute vor ort ist dieses jahr einfach erschreckend schwach. das fängt bei der planung an und hört bei den mikrofonierern auf.

    bis jetzt hat noch jeder gig stattgefunden an dem ich beteiligt war und ich möchte auch, dass das so bleibt. nur wenn ich missstände anspreche (z.b. die geschilderte kabelverlegung in belgien) und mir totales desinteresse zur änderung entgegenschlägt und ich merke, dass die noch nicht einmal verstehen was ich meine, dann ist bei mir schluss. ich bin (finde ich) normalerweise eher nett und ruhig und immer an lösungen interessiert, aber ich lasse mich in dieser saison einfach nicht mehr von nichtskönnern verkohlen. basta.

    mal sehen was das nächste wochenende bringt.
    fortsetzung folgt

    oli

    ich bin mir sicher - früher war alles besser!

  • Frank Uhlig
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    • 30. Juni 2004 um 14:07
    • #44

    monithor
    Welche Band hattest Du denn betreut in Dortmund?

    Grüße,
    Frank

  • Sven M
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    • 30. Juni 2004 um 14:09
    • #45

    OK, vorher klären tu ich immer. Ich habe es mir fast zur angewohnheit gemacht mit den FOH Leuten / Bandtechnikern kurz zu sprechen um eventuelle Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.
    Du kamst nur am Anfang sehr aufgebracht hier herüber, da dachte ich nur das du mein Alptraum bist wenn ich als TL vor Ort bin:-)

    Klar, vorher sollte man miteinander sprechen, und vor Ort im Notfall gemeinsam eine Lösung finden..

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • monithor
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    • 30. Juni 2004 um 14:22
    • #46

    so noch mal kurz und dann mach ich meine buchhaltung weiter.

    @ frank - es war such a surge

    @ bigsound - ein alptraum bin ich sicher nicht, ich werde nur mir der zeit immer ungnädiger, wenn ich die arbeit anderer leute machen muss. aufgebracht war ich sicherlich, sonst hätte ich das hier nicht angeleiert

    gruß

    oli

    und noch kurz zu allen nur mitlesern. vielleicht ist der eine oder andere angesprochene darunter und nimmt dieses als anlass seine arbeit ein wenig zu überdenken. wenn wir alle versuchen unseren job mit überlegung gut zu machen, können wir auch in zukunft viel spass bei der arbeit haben.
    und an alle firmenchefs mit azubis: lasst die jungs und mädels mal ein wenig durch die harte schule gehen. das war früher bei uns nicht anders. sonst wird das nix.

    ich bin mir sicher - früher war alles besser!

  • Dirk Maron
    Profi
    Beiträge
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    • 30. Juni 2004 um 14:25
    • #47

    Hallo Oli,

    geb dir vollkommen recht, das Zauberwort heißt "im Vorfeld". Ich gehöre eher zur Seite der Servicetechniker und denke, es gehört zu meinem Job, dafür zu sorgen, daß die Kollegen der fahrenden Zunft vernünftige Arbeitsbedingungen vorfinden, und zwar mit allem drum und dran. Immerhin gibt es ja die Möglichkeit der Fernkommunikation und so muß ich mich doch schwer wundern, was du so alles beschreibst.Ich kenne deine Rider und die tun ja nun wirklich nicht weh. Möglicherweise ist dies aber auch ein Produkt der Entwicklung der letzten Jahre, wo es drum geht, Kosten zu sparen, natürlich auch beim Personal, bzw. bei der Qualität. Besonders erwähnen möchte ich unbedingt noch die Rolle der Veranstalter, denen es scheißegal ist, was es für nen Streß im Vorfeld gibt, hauptsache die Hütte ist voll und man kann lecker Kohle zählen. Und letztendlich hat ja dann auch in der Regel alles geklappt, aus Sicht des Veranstalters versteht sich. Vielleicht sollte man nen Gig mal kurz vorher, wenns berechtigt ist, canceln und die Verantwortlichen vorm Baum fahren lassen. Unter Schmerzen, am besten finanzielle, lernt man gut!!

    Mein aufrechtes Mitgefühl


    Dirk

  • milchschnittae
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    77
    • 30. Juni 2004 um 14:31
    • #48

    @ wora:

    Ich gehöre ganz klar auch zu den Leuten, die hier mitlesen, aber net mitposten... Das heißt aber nicht, dass ich nicht negativ auffallen möchte, sondern nur, dass mich der Thread interessiert, ich aber ganz eindeutig weiß, dass ich weniger Ahnung (bzw. so gut wie gar keine Ahnung) habe, was das angeht und mich aus best. Gründen ein wenig informieren möchte. (In meinem Fall ist die Überlegung ne Lehre zum Veranstaltungstechniker dran Schuld...) du kannst diese Leute aber nu net in eine Schublade stecken und meinen, das liege an einer Deutschen Mentalität. Denn genau durch deine Verallgemeinerung (und die Weiterführung dieser auf eine große Personengruppe) ensteht so eine Mentalität und ein differenziertes Meinungsbild innerhalb zweier Intressengruppen!

    Ich lese in vielen Threads nebenbei mit, alleine um mir ein bissel was anzueignen und mich ein wenig schlau zu machen... Finde nicht, dass sowas zu verurteilen ist...

    is zwar n bissel Off-Topic, aber wollte das mal ganz nebenbei hier mal so erwähnen...

  • Mister.Lange
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    1.574
    • 30. Juni 2004 um 15:49
    • #49

    @ milchschnittae

    Ich vermute mal, dass Du WORA missverstanden hast. Ihm ging es ja um die Leute, über die sich in den ganzen Beiträgen beschwert wird. Die statistische Warschinlichkeit, dass von denen hier jemand mitliest ist ja doch sehr hoch.
    Sonst hätten wohl nicht so viele Tech´s diese Probleme. Also bist Du sicher nicht gemeint. Ich kann es nur begrüßen, dass Du hier mitliest - so als Beweiß für den Sinn des Forums. :)

  • nouve
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    291
    • 30. Juni 2004 um 16:11
    • #50

    @ milchschnittae
    "...Denn genau durch deine Verallgemeinerung ..."

    Dies finde ich eine sentimantale Reaktion von dir. Wenn du wora's postingen gelesen hättest, weil du wohl behauptest dass du ein Mitleser bist, solltest du sehen das er kein Verallgemeinenerer oder Schubladisierer ist sondern schon ein vernünftiger Kollege. Rede nicht von seinem Fachkenntnis, kann&darf auch nicht verurteilen, es geht um seine Art&Weise bei den Diskussionen, immer Respektabel+Vorsichtig+Freundlich.

    Mit freundlichen Grüßen
    nouve

    wenn du nicht neugierig bist auf das,
    was hinter der normalen Realität liegt,
    mußt du schon eine verdammt langweilige Person sein

  • monithor
    Profi
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    • 30. Juni 2004 um 16:17
    • #51

    jungens, bitte zurück zum thema!
    obwohl schubladisierer ein tolles wort ist.

    oli

    ich bin mir sicher - früher war alles besser!

  • Peters
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    • 30. Juni 2004 um 17:59
    • #52
    Zitat

    Noch ein Gedanke: Wenn ich in einem Hotel absteige, das fünf Sterne hat, dann erwartet mich ein gewisses Niveau. Nicht immer, aber fast immer.

    Wenn jetzt VA-Firmen klassifiziert werden, und die Band besteht auf mindestens drei Sterne...

    Als ich vor über 12 Jahren angefangen habe, gab es eigentlich schon eine brancheninterne Einteilung der Technikfirmen in Bundesliga, Landesliga, Kreis- und Stadtliga Firmen.

    Und von einer Stadt- und Kreisligafirma kann ich nicht erwarten, dass sie bei größeren Events mit mehreren Bands hintereinander sowohl technikseitig als auch organisatorisch nicht das Optimum bieten können.

    Bei einer Firma in der Landesliga ist meist die notwendige Technik da, da scheitert es da meist an Kleinigkeiten mit grösserem Effekt wie Bühnenverkabelung und Stagemanagement, das Geld wird halt lieber in die neusten PA Systeme gesteckt als ein gutes Bühnensystem (und Mitarbeiter) zu haben mit welchem ich halt in 5 Minuten Umbaupause fertig bin und dann kommt schnell hektig auf und Chaos und der Backliner verkontet sich mit dem Mikrofonierer und der Monitormann sucht verzweifelt auf welchem Kanal sich nun welches Mikro befindet....

    Und im Bundesligabereich ist es eigentlich so, dass die Bühnensätze Technik die man mithat, als auch der FOH Satz, den üblichen Anforderungen entsprechen und man wirklich nur in Sonderfällen nachladen muss um einen Rider zu erfüllen und damit lässt sich dann stressfrei arbeiten...


    Einer der Gründe warum ich mich nach einer Zeit bei einer Technikfirma festeinstellen lassen habe bis ich die Branche gewechselt habe, da weiss man was man mit hat und schiebt keinen Frust :)

  • ADMIN
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    • 30. Juni 2004 um 21:18
    • #53
    Zitat von "wora"

    wie wär´s mit vertragsstrafen für nichterfüllung von wichtigen punkten der bühnenanweisungen?
    das fände ich eine passende idee vom admin.
    natürlich wird es dann wieder ein paar trottel geben, die dann für die techniker eine eigene garderobe mit 10 flaschen whiskey auf´n rider schreiben... größenwahn ist nicht immer zu vermeiden.

    Entweder der Veranstalter akzeptiert das, oder er sagt "sorry, Jungs" und bucht die nächste Band. Es gibt doch daran keinen Mangel.

    Und wenn der Veranstalter das akzeptiert, dann gibt er die Konditionen so an seine Subunternehmer (PA, Bühne, Catering) weiter. Und die akzeptieren das, oder eben nicht.


    Was glaubt ihr, wenn eine Werft nicht das liefert, was der Reeder bestellt hat? Wenn die Maschine nicht die geforderte Leistung hat, der Motor bei einem Not-Stopp auseinanderfällt, die Spiegel in den Kabinen Kratzer haben oder irgendetwas nicht termingerecht fertig ist. Das läuft alles höchst vorbildlich, und der Zauberwort heisst hier "Vertragsstrafen".

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • rockline
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    • 30. Juni 2004 um 21:41
    • #54

    Ich weiß garnicht wieso die Firmen, bei denen nicht mal die Bühnenausrüstung störungsfrei läuft überhaupt noch arbeiten? Ich hätte als Techniker in unserem Laden nach 20 Minuten Murks mit Subsnakes und defekten Kabeln überhaupt keinen Nerv mehr überhaupt weiter zu machen!
    Geschweige denn ein Festival mit mehreren Gasttechnikern zu machen!

    Wir sind eine kleine, aber stabil laufende Bude und haben im Jahr eigentlich sehr viele der angesprochenen Jobs mit Bühne, Ton und Licht auszustatten. Mir ist als Dienstleister völlig klar, dass ALLES absolut bestmöglich laufen muß. Dafür werden wir gebucht.

    Was geht denn in den Köpfen derjenigen vor, die auf der Baustelle herumoseln? Warum machen die das überhaupt? Warum werden nach wie vor solche Läden für kleines Geld bestellt?
    Ich verstehe echt nicht, wie ein Companychef sich den Streß aufpackt mit unfähigem Personal, wenig Peil von der geforderten Verpflichtung, und zusammengewürfeltem Zeugs überhaupt auftaucht. Macht das soviel Spaß alles hinzukrücken, sich Ärger mit Bands, Veranstalter und Technikern einzuhandeln, im Vorfeld schon für wenig Kohle den Mist Angeboten zu haben und dann frustriert nach 20 Stunden wieder nach Hause zu gehen?
    Ich verstehe es wirklich nicht. Wenn ich so über Stadtfeste laufe und mal so auf die "Konkurrenzbaustellen" schaue muß ich mich manchmal schon wundern, ob ich mir keine lustigere Freizeitbeschäftigung aussuchen könnte, als so zu hantieren wie man es manchmal zu sehen bekommt!

    Eigentlich müßten diese Jungs es mit der Zeit doch selber gemerkt haben, dass es nicht astrein klappt. Diejenigen unter euch Lesern, die sich in dieser Rolle erkannt haben: warum macht ihr diesen Job?

    Würde mich echt mal interessieren.
    Stefan

  • test
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    • 30. Juni 2004 um 22:08
    • #55

    die meisten sehen nur die 'viele' kohle. sie sind auf 'refernzen' aus. sie wollen oder können nicht die probleme im vorfeld abschätzen.
    sie laufen durch die gegend mit der meinung: die großen sind eh alle viel zu teuer.
    im grunde ja auch ganz korrekt. es passieren ja auch keine wirklichen katastrophen. die strafen unterschreibt eh keiner. der veranstalter weiß ja auch das nur die 'teueren' kompanies so was unterschreiben würden.
    der sieht nur die kohle die er hinterher über hat

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • tufkadib
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    • 30. Juni 2004 um 22:24
    • #56
    Zitat

    wie ein Companychef sich den Streß aufpackt mit unfähigem Personal, wenig Peil von der geforderten Verpflichtung, und zusammengewürfeltem Zeugs

    Tja, das ist wohl die Kardinalfrage...

    Warum stellt ein Unternehmen nicht drei gute (und gutbezahlte) Ingenieure, sondern 8 mäßig entlohnte Durchschnittstypen ein?

    Wieso versuchen so viele Firmen, sich mit Praktikanten und Leiharbeitskräften dauerhaft über Wasser zu halten?

    Die Antwort ist einfach: weil die schnelle Kohle gesehen wird und dabei zu kurz gedacht wird.
    Lieber werden im Jahr 3x neue Leute angelernt, als 1x eingestellt und fertig. Daß die 8 Leut' im ersten Beispiel auch nur nach was Besserem schauen als effizient zu arbeiten, mag nicht verwundern.
    Es wird schlicht und ergreifend die wichtigste Investition, in kompetente Arbeitskräfte, gescheut.

    Weil ihr alle mit ziemlich großen Veranstaltungen zu tun habt, trau ich mich kaum zu schreiben :oops: .
    Ich hab viel so Zeug mit Schulen und Kommunen gemacht. Ist auch interessant; wenn ausschließlich Anfänger auf einer Bühne stehen, der Ablaufplan nach Programmpunkt 2 ungültig ist und 5min vor der Veranstaltung jemand auf die Idee kommt, einen kompletten Bühnenumbau haben zu wollen...

    MfG

    DirkB

  • Peters
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    • 1. Juli 2004 um 11:05
    • #57

    Nun die kleineren Firmen sind meistens mehr oder weniger ein Mann Unternehmen die sich dann nach Bedarf Aushilfen einstellen die nicht unbedingt fachlich die notwendigen Kenntnisse haben. Und prof. Freiberufler zu ordern wird meist für kleinere Sachen schlicht zu teuer sein.

    Bei mittleren Firmen gibts meist 1-3 feste Leute, der Rest ist auch Freiberufler, allerdings dann durchaus Leute die das nicht zum Hobby machen. Bloss die Leute kommen dann meist erst zur Veranstaltung und kennen meist leider nicht genug die Vorplanung noch Rider und das Material und die Möglichkeiten der Firma die sie bucht.
    Und wenn die Veranstaltung dann aus Sicht der Technik und des Veranstalters rund läuft ist alles gut für sie, nach dem Motto, ich kenne die Band, die ist immer etwas zickig...
    Sind halt oftmals keine echten Profis am Werk und sie wissen es teilweise einfach nicht besser weil sie es nur so kennen, auf das schnelle Geld sind sie denke ich mal nicht unbedingt aus, dafür sind die Margen zu klein und die Konkurrenz zwingt bei kleineren Sachen dazu sich zu unterbieten und wenn man überleben will, muss man halt mitmachen oder so gut sein, dass man deswegen teurer gemietet wird...
    Wenn der Veranstalter beim Geld spart, sparen alle und es kommt eine Sparversion heraus die halt oftmals für Profis die dann bei solchen Veranstaltungen dazukommen stirnrunzeln auslöst...

    Und Leute fest einstellen ist eigentlich nur bei grossen Firmen möglich, da die Kosten schlicht zu hoch sind und nicht das ganze Jahr über genug Aufträge da sind, besser sieht es da für grosse Firmen aus, die z.B. Tourbetrieb in den Wintermonaten machen, für kleinere Firmen ist es halt meist mehr Sasionarbeit in den Sommermonaten.

  • wora
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    • 1. Juli 2004 um 12:30
    • #58

    Peters:
    gute bestandsaufnahme.
    ich denke, das ist sehr gut beobachtet und trifft in den meisten fällen 100%ig zu.
    was noch fehlt ist die tatsache, das vor allem bei mittleren firmen doch sehr oft azubis eingesetzt werden, um vollwertige (und vernünftig bezahlte) arbeitskräfte einzusparen.

    in diesem thread sind die misstände mittlerweile wohl deutlich genug gelistet worden.

    was jetzt aber noch fehlt, sind ein paar ideen, wie man die lage etwas verbessern könnte.

    ich werde jedenfalls nix mehr sagen, meine idee war wohl nicht so gut ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Peters
    Beiträge
    14
    • 1. Juli 2004 um 13:16
    • #59

    wora

    Deine Idee ist gar nicht so schlecht, vor allen Dingen beidseitig !


    Wir haben das grundsätzlich wie folgt gehandhabt, Rider sind Vertragsbestandteil zwischen Technikfirma und Veranstalter und Band, d.h. sie hängen mit am Vertrag dran und sind für alle bindent.

    Wobei aber nicht jeder Rider 1:1 übernommen wird, die Änderung des Riders erfolgt im Gespräch mit allen Parteien, wobei wir es aber auch oft so handhaben, dass wenn wir wissen was der Veranstalter vorhat, ihm unseren Technikrider geben was alles vor Ort im Einsatz sein wird und die Bands dann schauen sollen was an extra Technik benötigt wird. Die erfahrenen Bandtechs sehen dann meist, dass es alles prof. amtliche Sachen sind und nur in seltenen Fällen kommen dann noch Sonderwünsche wie ein 32 CEE in Bühnenmitte wofür auch immer :)

    Und dann kann man sich um das meist vernachlässigte kümmern, Planung des Ablaufs, der Aufstellung der Bands, wie die Umbauten laufen usw. und was passiert wenn eine Band nicht an den Start kommt, Notfallplan usw...

  • Uli
    Beiträge
    22
    • 1. Juli 2004 um 21:45
    • #60

    Hallo Oli, hallo Kollegen,

    ich hoffe ich (bzw. unsere VAs mit der genannten Band aus Hannover) sind hier nicht gemeint!?

    Zum ersten möchte ich da mal ein dickes Lob an die Rider und die Vorbereitung von Oli aussprechen. Das ist beileibe nicht immer so!

    Hier nur ein kleines Beispiel:
    Wir hatten letztes Jahr ein Festival mit 2300Besuchern mit 5Bands aus der nennen wirs mal 2. Bundesliga!
    Topact hatte sein eigenes Monitorpult mit (war also kein Thema)
    Die Band die davor spielte war auch nicht so unbekannt in unseren Landen, hatte aber nur einen veralteten "Minimalrider" geschickt.
    Leider war der Ansprechpartner weder telefonisch noch per E-Mail zu erreichen. Naja am Festivaltag kam dann ein Monitormann mit , der einen unglaublichen Aufstand machte weil als Monitorpult nur ein M3000 zur Verfügung stand! (Frontplatz war ne H3000) Im Rider stand nur leider nix von Monitorpult muss ein Midas o.ä. sein. Anforderung war: ein Monitorpult mit 8 Auxen 24 Kanälen und 2 semiparametrischen Mitten und kein Behringer.
    Soviel zu diesem Thema.

    Auf der anderen Seite muss ich aber schon sagen das es schon teilweise grenzwärtig ist, was von den örtlichen Veranstaltern, TLs , PA Companys und Technikern verlangt wird. Viele Bands in der o.g. Liga nehmen relativ hohe Gagen, wollen nur goldene Knöpfe und sowieso mindestens 200 KW Licht und 20 Wackler,Catering vom Sternekoch usw.(ist etwas überspitzt!) was zur Folge hat das alle beteiligten in der Kette nur noch relativ wenig an solchen Produktionen verdienen können. Das kann auch etwas mit den vorgenannten Misständen zu tun haben.
    Ich betone das es natürlich nicht immer so ist!!!

    Ich hoffe mein Beitrag ist noch ein kleiner Denkanstoss und führt nicht zu einer M3000 oder Behringer Disskusion!

    MFG Uli

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