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EQ Settings für Liveband

  • Aerocell
  • 16. Juli 2004 um 09:27
  • Aerocell
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    • 16. Juli 2004 um 09:27
    • #1

    Hallo,

    wir haben unser Band erweitert und machen nun endlich gute Party- und Top-40 Musik. Aus diesem Grund werden wir uns in der nächsten Zeit auch ein neues Pult anschaffen müssen. Wir planen, uns das A&H GL2200 oder vielleicht auch das GL2000 zu kaufen. Wie dem auch sei... Ich war vorher nur ein sog. Hobbyabmischer und will mich in diesem Bereich mal schlauer machen und fortbilden. Daher mal zwei Fragen:

    1) Ich habe bereits die Bücher Handbuch der PA-Technik und PA für Fortgeschrittene, aber gibt es evtl. Literatur, die sich speziell mit dem Abmischen beschäftigt, also EQ und evt. Effekte wie Compressoren ...

    2) Gibt es irgendeine Faustregel, wie man den EQ für Drums, Vocals m/w, Bass, Keys, Ak. Gitarre, E-Gitarre richtig einstellt?

    Wäre für jeden Tip dankbar!

    Tom

  • Aerocell
    Beiträge
    372
    • 16. Juli 2004 um 09:33
    • #2

    Mir ist da gerade noch eine Frage eingefallen ;)

    Ich habe eine Tabelle mit den Frequenzgängen diverser Instrumente. So Liegen beispielsweise die Frequenzen einer Bass-Drum zwischen 50 Hz und 6 kHz. Wie stelle ich nun einen solchen Frequenzgang am Pult optimal ein?

  • Wurst Werner
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    • 16. Juli 2004 um 10:01
    • #3

    "Gibt es irgendeine Faustregel, wie man den EQ für Drums, Vocals m/w, Bass, Keys, Ak. Gitarre, E-Gitarre richtig einstellt"

    Eine allgemeingültige Faustregel würde es nur geben, wenn die Ausgangssignale immer gleich wären. Die Wirklichkeit sieht dann (beispielsweise) eher wie folgt aus: 10 Bassisten = 11 Sounds!

    Will sagen, wenn Dir jetzt jemand empfehlen würde, denn Bass bei 300 Hz abzusenken, dann kann es beim nächsten Bassisten sein, dass Du besagte Frequenz wiederum anheben musst, damit der Bass gut klingt.

    Der einzig gangbare Weg ist zuhören, immer wieder ausprobieren und Profis über die Schulter gucken. Mit einem Buch bekommt man keine Band zum klingen.

    Viele Grüsse
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • gacond
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    • 16. Juli 2004 um 10:36
    • #4

    Auf jeden Fall beim ersten mal mischen mit einem erfahrenen Mischer zusammen. Er wird dir über die Schulter schauen, dich korrigieren oder dir Vorschläge machen. Zusammenarbeiten bringt wirklich viel. Es braucht ein bischen mehr Zeit, aber man lernt voneinander.

    Nimm dir vorallem am Anfang auch Zeit. Es ist noch kein guter Mischer vom Himmel gefallen. Es kann auch niemand ein Superbuch lesen und dann ranstehen und den perfekten Sound hinlegen. Übung macht den Meister.

  • TomyN
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    • 16. Juli 2004 um 10:55
    • #5

    Hi,

    ja lass dir Zeit beim Soundcheck, dreh dann mal die Mitten voll rein (wenn's ohne Pfeifen geht) und kurbel die Frequenz durch, da hörst du schon einiges.
    Im Prinzip gibt es pro Instrument eine oder zwei 'charakteristische' Frequenzen, die ich mir beim Soundcheck suche, auch wenn ich sie da noch nicht brauche.
    Klassisches Beispiel ist ne E-Gitarre, da gibt es einmal den Bereich 'Druck' und einmal den Bereich 'Aggresivität'. Wenn man beide Frequenzen gefunden hat, dann kann man je nach Lied einfach den Klang anpassen, auch mal die Gitarre über ein wenig mehr 'Aggresivität' nach vorne holen, oder durch weniger Druck mehr Platz für den Gesang schaffen.
    Wichtig auch: Der Sound entsteht im Zusammenspiel, so kann eine 'toll fette' E Gitarre, die beim Einzelsoundcheck alle begeistert, den Gesamtsound zerstören. Daher gehe ich immer so vor:

    1. Master EQ gut einstellen.
    2. Charakteristische Frequenzen finden, evtl. Probleme lokalisieren und beseitigen (oder minimieren) beim Einzelsoundcheck.
    3. Alle zusammen spielen lassen, und Sound machen.


    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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    • 16. Juli 2004 um 22:29
    • #6
    Zitat von "Aerocell"

    2) Gibt es irgendeine Faustregel, wie man den EQ für Drums, Vocals m/w, Bass, Keys, Ak. Gitarre, E-Gitarre richtig einstellt?

    So, dass es klingt.

    Wäre das stets dieselbe Frquenz, könnte man die Klangreglung sparen und statt dessen einen Drehschalter einbauen, mit dem man einstellt, was für ein Instrument auf dem Kanal liegt.


    Vielleicht noch ein Tipp für Einsteiger: PA über einen Mess-System linearisieren, und dann gar nicht mehr an der Klangreglung rumschrauben.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • TomyN
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    • 16. Juli 2004 um 23:24
    • #7
    Zitat von "ADMIN"


    Wäre das stets dieselbe Frquenz, könnte man die Klangreglung sparen und statt dessen einen Drehschalter einbauen, mit dem man einstellt, was für ein Instrument auf dem Kanal liegt.

    Naja, für den Bass und die Gitarre gibt's ja schon den Pod.

    Zitat von "ADMIN"

    Vielleicht noch ein Tipp für Einsteiger: PA über einen Mess-System linearisieren, und dann gar nicht mehr an der Klangreglung rumschrauben.


    Gar nicht so dumm. Aber auch die Ohren benutzen. Für die Vokals mache ich es im Prinzip auch noch so.

    Tomy

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  • Volker Holtmeyer
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    • 16. Juli 2004 um 23:32
    • #8
    Zitat


    Vielleicht noch ein Tipp für Einsteiger: PA über einen Mess-System linearisieren, und dann gar nicht mehr an der Klangreglung rumschrauben.


    ... als wenn linear immer gut klingen würde! :?

    Na ja, ganz so kritische sehe ich das nicht. Sind wir doch mal ehrlich, bei einer Bass-Drum z.B. drehen wir doch alle ungesehen die 80 Hz schon mal rein. Und so gibt es doch eine ganze Reihe von typischen Sinstellungen die wir (fast) immer machen. Ich glaube im Handbuch vom alten Ultracurve gabs mal eine Tabelle mit genau solchen typischen Einstellungen.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • rrbth
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    • 17. Juli 2004 um 08:15
    • #9

    Servus,

    natürlich kommte es immer darauf an ...

    Aber als Anhaltspunkt zum Anfang(-en) schau (nicht nur für wg. EQ) hier:
    http://www.theprojectstudiohandbook.com/articles6.htm

    Und ich hab mal aus ein paar deutschen Büchern einige Empfehlungen zusammengestellt:
    http://f11.parsimony.net/forum16949/messages/7342.htm

    redi

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  • Holly
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    • 18. Juli 2004 um 17:40
    • #10

    Also ich versuche immer möglichst wenig an den Potis zu drehen. Das geht allerdings auch nur dann, wenn es Gute Instrumente sind z.B. ein vernünftig gestimmtes Drumset (und das ist äußerst selten)


    http://www.road-magazine.de

  • pes.dan
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    • 9. August 2004 um 18:05
    • #11

    sorry, aber ich drehe nicht ungesehen 80 Hz in die bassdrum!!!!

    es gibt keine faustregeln, oder standart frequenzen. viel zu viele parameter bestimmen die arbeitsweise.

    (1) instrument + stimmung
    (2) musiker
    (3) musikrichtung
    (4) mikrofon
    (5) pult
    (6) pa

    wenn man immer standards nutz, ... ich lasse liebe diese spitze

    professional event service
    dan schneider

    http://www.dan-ontour.de

  • Seven
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    • 9. August 2004 um 18:57
    • #12

    Die 80 hz Nummer hab ich früher auch desöfteren gemacht.
    Mittlerweile nehme ich bei Kick bei 80 hz auch mal was raus. Ne ordentlich gestimmte Kickdrum und ein ordentliches Mik drin. Dazu ne PA die auch ordentlich runter kommt und entsprechend dimensioniert ist.
    Da bleiben Anhebebungen im Bassbereich eigentlich immer aus. Nur ab an eben auch mal Gas geben. Aber dann am liebsten am Main EQ bei 40 hz. Das zaubert mir immer wieder ein Grinsen ins Gesicht.

  • pes.dan
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    • 9. August 2004 um 19:02
    • #13

    da hast du zu 100% recht

    viele mikros, besonders das entsetzliche d112 produzieren von sich aus um die 80 hz unangenehme effekte.

    darunter faehrt man oft besser, voraussetzung, die pa und das amping liefern die leistung.

    ABER, es kommt vor allem auf die musik an. eine metal bassdrum klingt nun mal anderes als eine pop, rock, oder jazz kick.

    und wenn ein drummer nicht stimmen kann, ist eh alles verloren

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  • Seven
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    • 9. August 2004 um 19:07
    • #14

    Yo man sollte es vermeiden, wenn man ein paar Jazzer stützen will, denen zu demonstrieren wie eine Lars Ullrich Bassdrum klingt.

    Es sollte immer der Musik angepasst sein. Oldies, Jazz etc haben in der Regel keine K(L)ICK lastigen Bassdrumsounds. Das heisst nicht, dass es dort nicht schieben darf.

    Aber entscheidend ist immer noch das es klingt. Die Fader und Regler sind voll bezahlt und wenns eben mal über die 3 Uhr Stellung rausgeht, dann solls recht sein, wenns klingt.

  • andi.h
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    • 9. August 2004 um 20:02
    • #15

    [OT]

    Zitat von &quot;rrbth&quot;

    Und ich hab mal aus ein paar deutschen Büchern einige Empfehlungen zusammengestellt:


    ...würde ich mich aber nicht dabei erwischen lassen...
    Ich glaube zwar nicht ernsthaft, dass sich jemand daran stört, aber letztendlich ist so eine Veröffentlichung auch Auszugsweise nicht ganz legal. Und gerade hier im Forum treiben sich ja auch ein paar Fachbuchautoren rum... Ist nicht böse gemeint, nur so als Hinweis.

    [/OT]

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    • 10. August 2004 um 11:06
    • #16
    Zitat von &quot;andi.h&quot;

    [OT]


    ...würde ich mich aber nicht dabei erwischen lassen...
    Ich glaube zwar nicht ernsthaft, dass sich jemand daran stört, aber letztendlich ist so eine Veröffentlichung auch Auszugsweise nicht ganz legal. Und gerade hier im Forum treiben sich ja auch ein paar Fachbuchautoren rum... Ist nicht böse gemeint, nur so als Hinweis.

    [/OT]

    Es ist ja gut erkenntlich, wo was herkommt, und zitieren ist ja wohl noch erlaubt.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • rrbth
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    • 10. August 2004 um 21:26
    • #17

    Hm,

    auf den Hinweis von andi.h hin hab ich mal nachgelesen.

    Man darf nur innerhalb eines "selbständigen Sprachwerks" zitieren. Dazu muß der eigene Text sowohl vom Umfang als auch vom Inhalt her eine eigenständige Leistung sein. Zumindest bei der Checkliste von/nach Beckmann ist das wohl nicht der Fall.

    Bei den anderen Zitaten handelt es sich um Standardweißheiten, die sich so oder so ähnlich in jedem Werk finden lassen, das sich mit Tonbearbeitung befaßt, und die ich nur zur Diskussion gestellt habe.

    Allerdings würde ich, nach dem, was ich jetzt weiß, diesen Text soo nicht mehr ins Netz stellen.

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  • Urs
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    • 5. November 2004 um 13:37
    • #18

    bei allen fragen des abmischens:

    http://www.bws-tonstudio.ch/


    das kompendium ist einfach super auch für live, da sind dafür sogar exrta sachen!

    Ing. M.Sc. Urs Obernolte

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