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Akkus vs. Batterien

  • Kaesejogi
  • 8. September 2004 um 15:53
  • Kaesejogi
    Beiträge
    39
    • 8. September 2004 um 15:53
    • #1

    Hallo

    ich wollte mal wissen welche Erfahrungen hier gemacht wurden. Speziell welcher Typ (Akku oder Batterien) hält länger und ist vor allem wirtschaftlicher (in Bezug auf Anschaffungskosten Batterie/Akku, Lebensdauer der/des Batterie/Akku, Haltbarkeit der/des Batterie/Akkus bei einem Gig usw.).
    Hintergrund ist der, dass ich mir sowohl ein In-Ear-System als ein Funk-System für mein Instrument zulegen will. Das Mikro für das Funk-System ist ein Kondensatormikro deshalb muss die Batterie im Funk-System auch noch die Phantomspeisung ersetzen.

    Mfg

    Sebastian

  • Jeremy
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    • 8. September 2004 um 16:09
    • #2

    Das ist, denke ich, eine Glaubensfrage.

    Batterien sind einfacher zu handhaben, halten länger am Stück, kosten dafür auf Dauer mehr.

    Akkus haben als einzigen Vorteil, dass sie auf Dauer gesehen günstiger (und umweltfreundlicher) sind. Dafür erfordern sie eine gewissenhafte "Lade-Logistik", und je nach Verbrauch der batterie-/akkugetriebenen Gerätschaften kann es nötig sein, während des laufenden Auftritts zu wechseln (wobei die modernen Wireless-Anlagen inzwischen recht respektable Standzeiten haben).

    Ich persönlich habe mir die Akkus inszwischen wieder ziemlich abgewöhnt, weil eine neue Batterie, unmittelbar vor dem Einsatz eingelegt, einfach eine Sorge weniger bedeutet.

    Wie gesagt, das ist eine Glaubensfrage.

    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • Loloverde
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    5
    • 8. September 2004 um 16:25
    • #3

    Hi

    Als alter Öko und sparender Schwabe kann ich eigentlich nur zu Akkus raten. Um aber genügend Betriebssicherheit zu bekommen, geht das wohl nur mit einer entsprechenden Lade-Entladestation. Die gibt es außerdem im 19" Format.

    Wer trotzdem Batterien verwenden will, dem sei der Batterie-Test in der Computerzeitschrift CT empfohlen. Die haben verschiedene Low-Price und Hi-Price Batterien verglichen.

    Gruß
    Rainer

    http://www.thewhitelodge.de

  • Schrumpeln
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    • 8. September 2004 um 16:32
    • #4

    Hallo,

    ich würde auch Akkus empfehlen. Wir benutzen für unser InEar nur Akkus und haben im dazugehörigen Rack ein Fischeramps 19" Ladegerät, da warten immer 5 "Ersatzakkus" auf Ihren Einsatz.
    Batterien sollten Alkaline sein. Zink-Kohle halten einfach nicht so lange, vor allem wenn mal etwas höhere Ströme geliefert werden müssen (InEar mit hoher Lautstärke, oder Kondensatormikro mit Phantompower).

    Bei Akkus nur noch NiMH Kaufen und uaf möglichst hohe Kapazität achten dann halten sie länger und bei NiMH ist der Memory-Effekt nicht mehr so stark wie noch bei Ni-Cd Akkus.

    Grüße aus Freising

  • Volker Holtmeyer
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    13
    • 8. September 2004 um 17:25
    • #5
    Zitat


    Das Mikro für das Funk-System ist ein Kondensatormikro deshalb muss die Batterie im Funk-System auch noch die Phantomspeisung ersetzen.


    Das ist weniger ein Problem. Die Phantompower muss lediglich eine Polarisation erzeugen, wobei ein verschwindend kleiner Strom fließt (wohl kaum zu messen) und demnach die Akkus auch nicht belastet werden.

    Alkaline-Batterien halten übrigens um den Faktor 4 - 5 länger als Akkus.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • ivo
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    182
    • 8. September 2004 um 18:24
    • #6

    Ich denke, das man nicht vergessen sollte, das die Entladekurve der beiden Batterientypen stark unterschiedlich ist, und so auch Batterieanzeigen in "normalen" Geraeten oftmals bis kurz vor Schluss "voll" anzeigen.

    Ich kann mich da nur anschliessen, das das "kurz-vor-show-frische-gute-batterien-einwerfen" doch auch fuer etwas Sicherheit in meiner Magenregion sorgen ;)

    Gruesse
    Hendrik

  • Audiowerk
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    • 8. September 2004 um 19:47
    • #7
    Zitat von "ivo"

    Ich denke, dass man nicht vergessen sollte, dass die Entladekurve der beiden Batterientypen stark unterschiedlich ist, und so auch Batterieanzeigen in "normalen" Geraeten oftmals bis kurz vor Schluss "voll" anzeigen.

    Das ist ein ganz entscheidendes Problem! Deshalb möchte ich im Wireless-Bereich nichts mit Akkus zu tun haben - habe da auch alles schon ausprobiert. Egal ob NiCd oder NiMH, egal ob Mignon oder Block - man lädt die Teile auf, steckt sie ein, und das Mikro / das Beltpack spielt erstmal. Irgendwann aber fällt völlig unerwartet die Spannung ab, und dann ist schlagartig Feierabend. Da hilft kein Aufdieuhrschauen und Standzeit zählen und auch keine noch so genaue Batterieanzeige an Sender oder Empfänger mehr. Ich habe es einmal erlebt, dass ich auf einer Veranstaltung in geschlossener Gesellschaft ein Headset von AKG mit Mignonakkus (NiMh - 1,8Ah!) bestückt habe. Die Location war klein, der Empfänger bei mir am FoH, und ich hatte die Batterieanzeige ständig im Blick. Quasi von einem Moment auf den anderen wurden die grüne und die gelbe LED dunkel, und die rote begann bedrohlich zu blinken... und dann gingen das Gebrösel und die Dropouts auch schon los. Habe dann ambulant zwei Alkalines eingebaut und die Show ging weiter - aber peinlich war es mir ohne Ende! Deshalb... nie wieder Akkus! :evil:

  • Kaesejogi
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    39
    • 8. September 2004 um 19:51
    • #8

    Danke erst mal für die Antworten.

    Entschieden hab ich mich bis jetzt leider immer noch nicht :wink:


    Was genau ist eigentlich der Unterschied zwischen diesem und diesem Fischerladegerät. Ich weiß die Stromstärke ist bei dem einen höher und bei dem anderen niedriger. Was macht aber das für einen Unterschied?? Hält der eine länger oder besagt das nur das der eine Akku mehr Strom(stärke) zur Verfügung stellen kann als der andere. Wenn ja welcher ist denn "besser"?

    Da ich auch, sagen wir mal, auch ein bisschen Öko bin :) tendiere ich eher zu den Akkus. Bei nem Auftritt will ich aber auch nicht ohne Monitorsound dastehen........

  • der onk
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    • 8. September 2004 um 20:11
    • #9

    Das Ladegerät ist identisch - lediglich die beigelegten Akkus unterscheiden sich in der KAPAZITÄT (nix Stromstärke...).

    In die 270er Blöcke passt schlicht mehr Dampf rein und somit halten sie natürlich länger als 170er. Bei 9V-Blöcken in Funken und IEM sind die 270er das einzig brauchbare. Sennheiser EW-IEMs springen bei vollen "Standard-Akkus" oft erst garnicht an!

    der onk

  • codesieben
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    • 8. September 2004 um 20:41
    • #10

    Moin,

    wir hatten kürzlich auch ne Veranstaltung, wo ich Licht gemacht hab...

    ich zu meinem kollegen am Ton nach der Pause:

    Ich: "Auch wirklich alle akkus getauscht ???"
    Er: "Logo"

    naja... ca. ne 3/4h später, fängt ein Headset an, und fällt immer wieder aus... ich grad in ner ruhigen Phase, langsamen Chaser rein, Batterien geschappt, und runter gesprugen, (d.h. Treppe runter, in Keller, im Keller durch Gang gehetzt, und durch Hintereingang Bühne betreten, dem Sänger genähert, und versucht ihm klar zu machen, das ich Batterien tauschen muss, er blixt nich, und geht auch noch weg, also ich hinterher... hab ihn erwischt, und dann Batterien getauscht...
    festgestellt: AKKUS...

    ich dacht mir, des sagt schon alles...

    ich sag euch des war eine unglaublich peinliche Szene... gibts auch auf Video... :mrgreen:

    Mein Motto: NO MORE AKKU ! ! ! :wink: :mrgreen:

    mfg
    benny
    cu

    :::codesieben:::

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  • Jeremy
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    • 8. September 2004 um 21:10
    • #11

    Genau meine Rede.

    Ein Akku ist halt immer gebaucht, und Du siehst es ihm nicht an, ob und wie voll er wirklich ist. Eine Batterie, die ich frisch aus der Verpackung hole, ist per Definition voll.

    Die angespielten Batterien kann man ja z.B. beim nächsten Soundcheck verwenden ...

    Jeremy

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  • chris216
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    • 8. September 2004 um 21:26
    • #12

    OT: Gibts eigentlich noch nen anderen 9V Lader im 19" Format ausser den Fischerkisten? Müssen die so teuer sein oder nutzt der Fischer nur sein Monopol aus? Kommt jemand aus dem Forum unter den T-Preis?

    Ich bleibe auf jeden Fall bei Akkus. Meine Funkstrecken haben Betriebszeiten von max 1,5-2 Stunden, da ist ne Batterie nicht mal ansatzweise leer. Und jede Woche acht neue Batterien? Nee, danke!

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • codesieben
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    • 8. September 2004 um 21:38
    • #13
    Zitat von "Jeremy"

    Die angespielten Batterien kann man ja z.B. beim nächsten Soundcheck verwenden ...

    richtig... wir verwenden die dann für die Bandproben... wenn die leer sind, machts nix :D

    mfg
    benny
    cu

    :::codesieben:::

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  • DJ-JAJA
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    • 8. September 2004 um 22:41
    • #14

    Wende Dich doch mal wegen dem Ladegerät an den Benjamin, mit nem Gruß von mir.

    http://www.macbatt.de

    Wenn Dir einer da weiterhelfen kann, dann er. Habe bisher niemanden kennengelernt, der Kompetenter auf dem Gebiet Akku vs. Bat. ist.

    Grüße Alex (Sag im der Alex, mit dem Bühnenmaterial, das hilft ;) )

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
    _____________________________________
    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

  • der onk
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    • 8. September 2004 um 22:43
    • #15

    Es kommt halt immer auf das Einsatzgebiet an.

    Ein Verleiher wird's wohl nicht darauf ankommen lassen, wegen einem leeren Akku Zoff mit seinem Auftraggeber zu kriegen.

    Ein anderer Fall ist eine Amateur-Band wie die meinige: Wir machen viele Hochzeiten; eine Veranstaltung dauert da gerne mal 14 Stunden. Bei 12 Funkstrecken gehen Batterien ins Geld und könnten auch mal leer werden, falls man (wie so oft) das Abschalten in Spielpausen vergisst. So stehen eben zwei bestückte 19"-Lader auf der Bühne und vor einem Set wechselt jeder Musikant seine Akkus - fertig!


    der onk

  • derautor
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    • 8. September 2004 um 23:50
    • #16
    Zitat

    Eine Batterie, die ich frisch aus der Verpackung hole, ist per Definition voll.


    Leider habe ich es schon mehr als einmal erlebt, dass auch neue Batterien schon nach wenigen Minuten Wireless-Betriebs den Dienst quittiert haben. Dabei handelte es sich keineswegs um Billigware, sondern um allgemein geschätztes Material von Varta/Duracell ect. Offenbar gibt es immer wieder mal Produktionschargen mit Ausreißern, oder die Batterien sind zu alt/verlagert.
    Ich habe mir daher angewöhnt, den Funk mit neuen Batterien bestückt mindestens 15 Minuten vor Beginn der Show einzuschalten und kurz vorher dann nochmal die Displays zu checken.

    Akkus machen durchaus Sinn, wenn man, wie bereits beschrieben, eine strenge Ladelogistik mit einem intelligenten Ladegerät penibel durchführt. Ein, zwei gute Batterien als eiserne Reserve in der Hinterhand sind beim Akkubetrieb aber nie verkehrt!


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

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    • 9. September 2004 um 01:04
    • #17
    Zitat von "derautor"

    Akkus machen durchaus Sinn, wenn man, wie bereits beschrieben, eine strenge Ladelogistik mit einem intelligenten Ladegerät penibel durchführt.

    Überall dort, wo es Regelmäßigkeit beim Einsatz gibt (Musical und so), würde ich Akkus verwenden:

    - Jeder Akku bekommt seine Nummer, damit er eindeutig zu identifizieren ist. Vor dem ersten Einsatz wird er einigen Testzyklen auf einem entsprechenden Ladegerät unterzogen.

    - Akkus werden penibel geladen und regelmäßig einem Kapazitätscheck unterzogen

    Akku ist dort aus Umwelt- und Kostengründen einfach deutlich sinnvoller (und letztlich auch sicherer als Trockenbatterien, weil Ausreisser bei den ersten Tests erkannt werden)


    Im Hin- und Wieder-Betrieb bekommt man jedoch Akkus einfach nicht anständig gepflegt.

    Ein plötzliches Aussteigen der Akkus ist typisch für Teile, die nicht vollständig entladen wurden.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • wora
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    • 9. September 2004 um 01:06
    • #18

    ich nutze nun seit mehreren jahren für die funken NiMH-akkus.
    es sind shure UHF mir 58er-köpfen. hab das aber auch schon öfter mit AT funkstrecken gemacht.
    an der laufzeit der akkus kann ich nix aussetzen, auch mit batterie hielten die sender nicht wesentlich länger.
    nach ein paar jahren einsatz sind sie natürlich etwas schneller leer.
    wenn die akkus leer sind, kommen sie nur in die prozessorgesteuerte ladekiste.
    die pflege der akkus ist sehr wichtig, ich nutze trotz NiMH ab und an die funktion "entladen/laden" um keine performance zu verschenken. bis jetzt hat mich noch kein akku richtig im stich gelassen.

    ein paar der akkus hab ich aussortiert weil sie nach ca. 3 jahren doch merklich früher in die knie gingen, aber wenn ich mir überlege wie viel kohle ich mittlerweile gespart habe und wieviele batterien ich mittlerweile zum sondermüll hätte bringen müssen... ich denke das ist gut so.
    von der weitverbreiteten unart, gebrauchte batterien nach dem gig einfach auf der bühne liegenzulassen halte ich jedenfalls mal garnix! :evil:


    ich habe genau wie "derautor" auch schon negative erfahrungen mit frischen batterien gemacht.
    bei ganz wichtigen sachen (fernsehen oder radio-livesendungen) empfehle ich trotzdem batterien, weiss auch nicht warum.

    eine 100%ige funktionsgarantie gibt es weder für akku noch für batterie.
    ein kabelgebundenes mikro ist auf jeden fall die zuverlässigste methode ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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    • 9. September 2004 um 01:13
    • #19

    Eine Idee für die Hersteller: Zumindest die Taschensender so bauen, dass man einen zweiten Akku-Satz einsetzen kann: Wenn der erste leer ist, wird automatisch mit dem zweiten weitergerarbeitet...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • wora
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    • 9. September 2004 um 01:16
    • #20

    ja, das hat wirklich was!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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