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PA einpfeifen

  • Audio-mobile
  • 11. September 2004 um 12:24
  • Audio-mobile
    Beiträge
    78
    • 11. September 2004 um 12:24
    • #1

    Ich höre immer wieder von anderen, daß sie die PA mit einem SM58
    einpfeifen. In der letzten "Soundcheck" wurde das auch erwähnt.
    Bisher habe ich noch keine guten Ergebnisse damit erzielt.

    Wo stellt man das Mic hin? Auf die Bühne, wo hinterher auch der Sänger steht oder in den Raum ( Mic-Kopf Richtung PA)?

    Wenn ich selber am FOH-PLatz ins Mic reinrede bekomme ich schon einen einigermaßen guten Grundsound hin, benötige aber immer noch jemand, der von der Bühne etwas sagt.

    Meine Hoffnung ist eigentlich mit dem Einpfeifen auf eine zusätzliche Testperson verzichten zu können.

  • Sven M
    Profi
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    • 11. September 2004 um 12:36
    • #2

    ..Naja, ob man die Front einpfeifen sollte oder nicht, da teilen sich die Meinungen etwas. Ich habe es noch nie gemacht. Ist auch meiner Meinung nicht nötig wenn diese halbwegs sinnvoll gestackt / geflogen ist.

    Monitore einpfeifen solte man schon rudimentär machen. wenn man allein ist, Mikro auf stativ (da wo der center Vocal zu erwarten ist, langsam lauter amchen, wenn pfeift die entsprechende Frequenz herausziehen. Aufpassen das man nicht zuviel herauszieht, dann klingt es nicht mehr. Aber besser macht man das zu zweit.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • hermste
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    • 11. September 2004 um 12:44
    • #3

    Ich sehe das wie BigSound, FOH einpfeifen, wenn man das benötigt, dann ist WIRKLICH was faul am System/Controller/Stacking.

    Allerdings habe ich es als FOH-Betreuer auch immer wieder miterlebt. Das lustige daran ist, dass diese Leute meist mit einem SM58 einpeifen und dann ein Beta87 als Lead Vocals verwenden (das habe ich bis heute noch nicht verstanden :roll: ).

    Grüße,
    Hermann

  • Sven M
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    • 11. September 2004 um 12:58
    • #4

    Ne, echt? unglaublich. Manche Leute verstehen es echt nicht.
    Mir fällt doch ein Fall ein wo ich auch die Front eingepfiffen habe: Wenn auf der Bühne 5 Headsets sind. War der Kanal EQ verbogen:-)

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Audio-mobile
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    78
    • 11. September 2004 um 13:15
    • #5

    Ich benutze natürlich nur das Mic, das als Gesangsmic. auch benutzt wird.
    Das Problem sind bei mir allerdings relativ kleine Räume, bei denen es auch trotz guter Ausrichtung der PA zu Rückkopplung kommt, die ich beim Soundcheck halt in den Griff bekommen muß.

    Zusäzlich interessiert mich, was ihr macht, wenn ihr neben der Band noch eine Redner habt, bei denen ja der Mic.-Abstand erheblich größer ist und das Mic eventuell auch ein anderes ist. Ich habe Situationen gehabt, wo ich nach Ausprobieren anderer Mics. am Ende das SM58 genommen habe.
    Problem ist eigentlich immer der Nahbesprechungseffekt.

  • niggles
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    • 11. September 2004 um 14:49
    • #6

    Redner kriegen erstens ein Gate in ihren Kanal (damit man nicht immer gleich nach der Mute-Taste hacken muß wenn sie das Mikro weitergeben und dabei so richtig schön nach schräg unten auf die Monis zeigen) und (wenn vorhanden) auch noch einen eigenen 31-Band-EQ in den Insert, damit man im Fall der Fälle beginnendes Feedback spontan abstellen kann. Das geht dann zwar deutlich zu Lasten des Klanges, aber im Zweifelsfall ist das das kleinere Übel. Ansonsten bin ich beim Einpfeifen auch ungern allein. Irgendwer findet sich schon der auf Anweisung ein paar Mikros bewegt, hinten zuhält und halb in den Rachen steckt, und dann sind die schlimmsten Frequenzen auch schnell erwischt...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • mischpultschorsch
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    • 12. September 2004 um 08:39
    • #7

    Einpfeifen der Front mach ich dann, wenn es bei ner höherqualifizierten Sprachbeschallung eher auf Feedbackfreiheit als auf das letzte Quentchen Klangqualität ankommt. (Beispiel Parteiversammlung o.ä.)

  • noiseshaper
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    439
    • 12. September 2004 um 22:06
    • #8

    in konferenzsituationen isses schon sinnvol bis unvermeidlich die front einzupfeifen, aber das war glaub ich nicht gefragt... ein sm58 allein aufm stativ koppelt u.U. doch deutlich anders als wenn der sänger es sich in den hals steckt (oder ins wedge)... deshalb schon angenehmer zu zweit... die konferenzdinger sind da schon eher raumlastig, da isses nicht gaaanz so gravierend, auch wenn es trotzdem zu zweit angenehmer is... auf jeden fall ist einpfeifen der front keine alternative oder konkurrenz zum "einhören" oder einrauschen dergleichen... der sinn ist ein anderer...

  • DSH-Audio
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    • 13. September 2004 um 15:46
    • #9

    Monitore einpfeifen machen wir immer zu Zweit und mit dem(n) Mikros die auch nachher benutzt werden dafür.
    In der Front mache ich das nur wenn ich dafür nen Grund hab,wie auf Versammlungen, also generell wenn Mikro ins Puplikum geht oder wie letztes WE (Rock am Rhein) die Musiker sich vor die Stacks stellen wenn's spät wird und so... :mrgreen:

    Gruss Dirk

  • guma
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    • 15. September 2004 um 12:40
    • #10

    Natürlich gibt es eine ganze Anzahl guter Gründe, die Publikumsbeschallung ("FOH") "einzupfeifen. Das hängt von der jeweiligen Beschallungssituation ab. Vorausschickend hier eine Zusammenfassung:

    ... sinnvoll dann, wenn alle Möglichkeiten der Erweiterung des headrooms vor dem ersten feedback, b.z.w. vor Erreichen des "resonating room" ausgeschöpft sind, als da wären:
    Lautsprechersystementzerrung
    Vergrösserung der Systemdynamik
    Auswahl eines geeigneten Abstahlwinkels, Q-Faktors
    Vermeidung von Interferenzen bei komplexen Lautsprecheranordnungen
    Ausrichtung der Lautsprecher
    Vergrösserung des Abstandes der Lautsprecher zur Microphonie
    Verkleinerung des Abstandes der Schallquellen zur Microphonie
    Reduktion der Anzahl der offenen Microphone
    "Raumentzerrung" mittels geeignetem Meßinstrumentarium

    Das man hier schneller an Grenzen stoßen kann, als einem lieb ist, zeigt das von mehreren genannte Beispiel mit der Sprachbeschallung oder der "Drahtlosmultimicrophonie".

    Verblüffenderweise sind aber auch "Rock 'n Roll-Beschallungen" "nach draussen" oft feedbackanfälliger als mancher wahrhaben möchte. Ich empfehle jedem, ders nicht glaubt als einfachen Test bei verschiedenen jobs mal nach dem Soundcheck bei noch vollständig offener Multimicrophonierung den Masterfader nochmals soweit weiter zu öffnen, bis das erste feedback erscheint. Da ist, auch wenn wir vorher alles richtig gemacht haben, manchmal deprimierend wenig Luft und solche Situationen klingen per se nacher auch immer sch....

    Hier ein "FOH-Einpfeifen" empfehle ich vor allem dann, wenn an den oben genannten Faktoren nichts mehr verbessert werden kann oder wenn schlicht für eine ordentliche Raummessung die Zeit fehlt, also z.B.:

    Die Anzahl der offenen Drahtlosmics lässt sich nicht weiter reduzieren, weder durch MUTE noch durch gates noch durch Automatikmixer oder die Vernunft der Akteure.

    Mangelnde Microphondisziplin bei Amateurkünstlern lässt sich oft auf die Schnelle nicht durch Kommunikation beheben.

    Eine einzelne Schallquelle kann so feedbackgefährdet sein, daß sich der komplette System-EQ danach richten muß. Klassisches Beispiel: Ein Konzertflügel zusammen mit einer Rockband. Empfehlenswert ist natürlich das jeweils feedbackgefährdetste Microphon zum "Einpfeifen" zu nehmen (hier z.B. die im Flügel liegende Grenzfläche und nicht das SM58 :wink:

    Die Einflußnahmen auf die Auswahl und die Position der Lautsprecher ist begrenzt ( Verwendung eines fest installierten "schlechten" Systems).

    Ein schnelles Finden von Raumresonanzen ist erforderlich. Unter Zeitdruck ist ein geübter Einpfeifer mit "RTAschätzeisen" allemal schneller als eine korrekte Akustikmessung.

    u.s.w., ich könnte die Beispiele beliebig fortsetzen.

    Ich persönlich mache "FOH-Einpfeifen" wie oben beschrieben gerne ( wenn noch kein Publikum da ist ) als "Endkontrolle", ob ich alles richtig gemacht habe. Da kann man doch manchmal noch das eine oder andere dbchen Headroom rausholen und das System wird "ruhiger" und klingt besser.

  • slayer
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    • 15. September 2004 um 15:10
    • #11

    Ich verstehe nicht ganz warum das "Einpfeifen" der Front so unsinnig für euch ist. Viele Tonis machen dies weil sie eben ihre Stimme und das Verhalten eines 58 genau kennen und damit die Reaktionen der PA am Besten austesten können.

    hauptsarre gitarre !

  • Sven M
    Profi
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    • 15. September 2004 um 15:36
    • #12

    Ok, hier gibt es vielleicht ein Verständnisproblem: Mit nem SM58 checken das mache ich auch. Das ist für mich aber kein einpfeifen.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • guma
    Moderator
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    • 16. September 2004 um 09:25
    • #13

    ... Ähem, der springende Punkt ist nicht SM 58 oder nicht SM58, sondern:

    Welche Quelle hat den niedrigsten Pegel, braucht die höchste Verstärkung ( Gain ) und ist damit der wahrscheinlichste Erzeuger der Schleifenverstärkung ? Sollte das das Gesangsmicro ( z.B. Sm58 ) sein, dann darfs beim Einpfeifen auch gerne das Sm58 sein.

    ... und noch was: manch einer mag sich gewundert haben, warum ich beim oben geschilderten procedere nicht den Kanal-EQ am Pult, sondern den System/Mastereq bemüht habe:

    Hand aufs Herz; welcher Mittelklassepultkanaleq hat schon Filter, deren Q sich so einstellen lassen, daß sie sinnvoll Resonanzen oder Feedbacks herausschneiden ? Natürlich wäre es hübsch für jede Problemquelle einen perfekten EQ im Kanalinsert zu haben aber das entspricht woll kaum der Arbeitsrealität der meisten Forumsteilnehmer. Daher hat sich die o.g. Arbeitsweise bewährt.

    Übrigens noch ein verblüffendes Ergebnis des " FOH-Einpfeifens": Die Lust am Geschraube an den Kanaleqs der übrigen Quellen läßt ( vorausgesetzt der "Dickschädelaus-Ohrenundhirnein-Button" ist gedrückt ) deutlich nach. :wink: :wink: :wink: :wink:

  • AES-Light
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    177
    • 19. September 2004 um 16:06
    • #14

    Wir haben sehr gute Erfahrungen mit einem Klark Analyer und dem dazugehörigen Messmikro gemacht. Echt klasse das Teil. Kostet aber selbst gebraucht noch um die 1300.-

  • Poldyluna
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    17
    • 22. September 2004 um 21:33
    • #15

    Die Sache mit dem klark macht schon Sinn. Mein Weg sieht ein bischenanders aus:
    Wenn ich an eine PA komme die mir total unbekannt ist oder schlecht aufgebaut zu sein schein lege ich immer meine Persönliche Test CD ein und höre mir die Sache erst mal recht leise an. ( Die Ohren schonen )
    Wenn dann etwas nicht so klingt wie ich mir das vorstelle hab ich meine Finger auch am Summen EQ und stelle die PA erst mal ordentlich ein.
    Dann erhöhe ich die Lautstärke um zu schauen wie sich das Holz dann gibt. Sollte alles ok sein nehme ich das Voc Mic oder wenn nur Instrumental angesagt ist das " gefährlichste " Mic und schau was dann geht. Meistens habe ich dann nur noch ein paar Frquenzen die neven und weg müssen.
    Wichtig ist natürlich das die Test CD echt bekannt ist und mann genau einschätzen kann wie sie denn klingen muss. Hier sollte ich auch noch anmerken das ich verschiedensten Musikrichtungen und auch reine Sprach Aufnahmen zum einhören nutze.
    Ansonsten kann ich auch nur sagen das es zu zweit immer besser zu machen ist.

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