bias 79;
"Verdienen tut man in unserer Branche doch eh nicht viel.
Wenns euch nur um Kohle geht, kandidiert doch für eine der besagten Parteien. Viel wissen muß man da nicht"
Hast meine volle Zustimmung.
bias 79;
"Verdienen tut man in unserer Branche doch eh nicht viel.
Wenns euch nur um Kohle geht, kandidiert doch für eine der besagten Parteien. Viel wissen muß man da nicht"
Hast meine volle Zustimmung.
Zitat von "bias79"Wenns euch nur um Kohle geht, kandidiert doch für eine der besagten Parteien. Viel wissen muß man da nicht.
Aber man muss so tun, als ob man hinter diesem Schwachsinn steht. Als Beschaller kann man sagen "Ich mache nur meinen Job" oder "in einer pluralistischen Gesellschaft muss man auch abweichende Meinungen tolerieren" (und denken: "shit in, shit out")
ADMIN: tolerieren ja, unterstützen nein.
Wenn ich bei Aldi an der Kasse sitzen würde könnte ich nicht zu jedem Fascho sagen, "du kannst hier keine Bananen kaufen". Aber als Beschaller stell ich meine Dienstleistung zur Verfügung und nicht nur mein Material.
Von wegen "Ich mach nur meinen Job" geht nicht.
Man kann doch nicht während der Arbeit sein Gewissen und Verstand ausschalten. Wo bleibt euer Stolz ?
habe den thread gerade erst entdeckt.
ich werde die vielen beiträge nicht durchlesen.
meine antwort zur ursprünglichen frage:
egal wieviel geld geboten würde, ich würde es ablehnen so eine VA zu betreuen.
das sehe ich als meine bürgerpflicht an.
Wenn hier alle so denken würden, dann wären wir wohl ein Stück weiter. Denn wen jemand zur Demo geht und nicht hören kann was der Redner ganz vorne so von sich gibt (sind ja meist gute Retoriker) dann hört er wohl nur noch den Senf der ihn umgebenden AUFRICHTIGEN REINRASSIGEN KAMERADEN und geht vielleicht doch schnell wieder nach Hause. :wink:
wenn man sich mal unsicher ist:
http://www.turnitdown.de/infos.html
dort findet man erläuterungen zu musikszenen und evtl. belasteten bands, logos, markennamen, etc.
Ich bin keine deutsche, bekomm also keinen Zuschlag ![]()
ganz klare antwort: nein, ich würde es nicht machen!
Wenn ich eine VA betreue, muss ich den Inhalt der VA mit meinem Gewissen vereinbaren können. Das kann ich bei solchen VA nicht!
gruß Fabian
wenn ich das hier durchlese, habe ich z.t. das gefühl, dass einige das gefühl haben, wir hätten durch den verleih von pa & co. die macht, politisches gedankengut zu unterstützen oder zu unterbinden.
ist doch humbug. extreme parteien sind nur symptome eines problems - die parteien zu verbieten/bekämpfen ist sypmtom-bekämpfung, die ursache der problems bleibt bestehen.
wisst ihr denn, WEN ihr unterstützt, wenn ihr alltagsdinge kauft?
...vielleicht spendet dr. oetker geld an extreme organisationen?! und ihr unterstützt sie beim kauf der tiefkühlpizzas? das wäre ja viel schlimmer!
ich finde extremismus nicht unterstützenswert. aber legale, politische parteien haben auch das verfassungsmässig geschützte recht auf eine freie meinungsäusserung (zumindest in der schweiz). und wer dieses recht verunmöglicht, stellt sich im prinzip gegen dieses grundrecht der partei.
...waren einfach ein paar gedanken dazu... (bin politisch neutral)
Zitat von "zegi"legale, politische parteien haben auch das verfassungsmässig geschützte recht auf eine freie meinungsäusserung (zumindest in der schweiz
....hier in D stellt sich bei manchen Parteien aus dem rechten Lager die Frage nach einem Fortbestand der Legalität. Siehe das unerträgliche Possenspiel der NPD letzten Freitag.
ok, wenn die legalität in frage gestellt wäre, wäre für mich auch sonnenklar, dass ich den job nicht machen würde. auch in einer grauzone würde ich mich nicht bewegen wollen.
es wurde von einigen beispielen berichtet, in denen es darum ging, dass der verleiher der pa's ausgetrickst wurde (z.b. anstelle eines ska-konzerts wars dann plötzlich eine skinhead-party).
wie wäre das rechtlich? bin ich verantwortlich dafür, WAS über meine boxen läuft? kann ich zur verantwortung gezogen werden?
kann man sich über vertragliche klauseln schützen? so à la: "die firma XY übernimmt keine verantwortung für den inhalt der gespielten tonträger bzw. für den inhalt der aufgeführten musik/text (live). XY stellt lediglich sicher, dass die beschallungsanlage einwandfrei funktioniert."
die frage ist halt ob man es gegenüber sich selbst vertreten kann, solche leute mit fachwissen zu unterstützen.
für mich gilt hier ein klares: nein
Das Beispiel mit Dr.Oettker in allen Ehren, aber ich kann mich genau dort dagegen stellen wo ich sehe was gespielt wird und worum es geht.
@ zegi: Du bist nicht im geringsten dafür verantwortlich, was die Leute über deine Boxen spielen, solange du es nicht aktiv unterstützt!
Wenn dem so wäre, müsste man auch sämtliche Hersteller von schwarzer, roter und weisser Farbe vor den Kadi zerren, weil ja irgendwer ein Hakenkreuz oder eine Reichskriegsflagge damit malen könnte.
Die CD-Rohling-Hersteller säßen dann sowieso schon längst im Knast, schliesslich werden auf ihre CDs auch volksverhetzende Lieder gebrannt...
Und ich würde auch schon auf meiner Pritsche Lieder pfeifen, weil ich hier neben mir einen Edding habe, mit dem man prima Hakenkreuze malen kann! :wink:
Zitat von "wora"die frage ist halt ob man es gegenüber sich selbst vertreten kann, solche leute mit fachwissen zu unterstützen.
für mich gilt hier ein klares: nein
Für mich gilt da auch ein klares nein, aber ich weiß nicht wieviel "Fachwissen" es braucht, um ein 200pax Konzert einer gröhlenden Nazi-Combo zu beschallen, geschweige denn wie man solche Leute z.B. vom Fachwissen hier im Forum ausschliesst.
Das Know-How ist überall erhältlich, ich finde es weitaus wichtiger, diesen Leuten klarzumachen, daß ihre politische Einstellung schlichtweg nicht angesagt ist - weder aus Überzeugung noch als Protest.
@ teibsand
Zitatiesen Leuten klarzumachen, daß ihre politische Einstellung schlichtweg nicht angesagt ist
z.B. durch nichtannahme eines Auftrages
Zitat von "Mister.Lange"@ teibsand
z.B. durch nichtannahme eines Auftrages
Vielleicht durch Aufklärung und gemeinsamen Gesprächen
:roll:
Durch Nichtannahme des Auftrages bekommt man die Leute nicht in den Griff. Dann gehen sie wirklich zum Nächsten und machen es mit dem.
Wenn man aber von vornherein alles ausschließt hat man keine Chance zu komunizieren...
90% sind einfach nur Mitläufer, egal in welcher Schicht man politisch schaut. In Sachsen weiß doch auch noch keiner wie man auf das Problem reagieren soll.
Wie gesagt meine Meinung: Arsch in der Hose haben und mit allen politisch aktiv diskutieren.
MfG
Welche linksextremen Parteien gibt es denn, zu denen man nicht Geschäftsbeziehungen unterhalten sollte ?
Mir fallen nur Beispiele aus dem rechten Lager ein ![]()
@ Sachsensound
Das kann ich soweit auch unterschreiben. Aber es gibt Umgebungen, wie z.B. bei einer solchen VA da braucht man einen kannz schön großen A... in der Hose.
Mit einer Nichtannahme von Aufträgen ginge es mir auch darum, dass ich diese speziell angesprochene Partei für Verfassungswidrig halte. Auch wenn sie dazu noch (?) nicht verurteilt ist. Wobei ich auch nicht sagen kann ob ein Verbot wirklich Sinn machen würde. Denn schließlich würde dieses ja nichts an den Strukturen ändern - der kleine rechtsradikalen "Zelle" im Dorfkrug.
im badischen lande gibt es fast keine rechtsradikalen, denn hier geht es den meisten leuten noch gut.
so fehlt hier auch einfach größtenteils der nährboden für solche extremen meinungen.
trotzdem gibt es auch hier -man kann fast schon sagen - zellen, in denen sich rechtsradikales gedankengut häuft. das ist auch sehr schön an den wahlergebnissen der landes- und stadtkreise zu erkennen.
da ich aus einem ortsteil komme, in dem vor einigen jahren mal satte 11% die DVU gewählt haben, kenne ich natürlich ein paar dieser unverbesserlichen zeitgenossen persönlich.
die wahrheit ist, das die meisten dieser leute typen sind, die stets ihre eigenen unfähigkeiten auf andere leute abzuschieben versuchen. ausserdem haben die meisten von ihnen schon sehr viele gehirnzellen an den alkohol verloren. so gesehen stimme ich der meinung zu, das ein verbot dieser parteien eigentlich nix bringt, denn die leute fühlen sich dann "vom staat" eher noch mehr "verraten" als vorher.
aber das geht jetzt vielleicht ein bisschen zu weit...
das einzig richtige finde ich die persönliche auseinandersetzung mit solchen leuten, man muss mit ihnen reden. aber keinesfalls in der gruppe, denn dann ist der gruppenzwang zu hoch. das geht nur im einzelgespräch.
und genau dieser ausgeprägte gruppenzwang wird verhindern, das man auf einer veranstaltung für solche parteien irgendeinen positiven effekt durch diskutieren erreichen könnte.
deshalb bleibe ich bei meiner meinung:
niemals werde ich sowas mit meinem fachwissen unterstützen.