Zitat? also bei mir wird der sound mit publikum irgendwie immer trockener als ohne ?
ja. das war bei mir bis vor kurzem auch so. meistens wird auch eher "oben" was bedämpft.
Zitat? also bei mir wird der sound mit publikum irgendwie immer trockener als ohne ?
ja. das war bei mir bis vor kurzem auch so. meistens wird auch eher "oben" was bedämpft.
Sorry falls ich mich nicht richtig ausgedrückt habe aber mir ist erstmal nichts so richtig eingefallen wie ich es nennen sollte, gut gebe zu ist meine schuld.
Danke trotzdem nochmal allen die sich geäussert haben ob positiv oder negativ.
gruß Carsten
interessanter Tread. ich habe mir schon desöfteren darüber gedanken gemacht. Habe einigemale im Discotheken und Beschallungsbereich mit "Herren über 50" zu tun gehabt.
Trotzdem hab ich oftmals erlebt, daß die Hörgewohnheiten sowie auch die Abstimmungen einer Pa oftmals anders sind.
Sicherlich mag das teilweise gehörabhängig und geschmacksabhängig sein.
Dennoch vielen mir bei den erfahrenen Herren folgende Punkte auf:
- zwischen 1,5khz und 4,5 khz exterm laut
- Bässe sehr gedänpft, allerdings ab 160hz noch relativ laut.
Was die Stimmübertragung bei Gesang betraf oftmals wenig low-mids( 300 - 600hz) - dafür ab 1khz sehr laut.
Wenn ich mir alte Discothekenanlagen z.b. 30 Jahre alte Dyncord oder Peavey aus den 80´gern anhöre, dann trifft das Phänomen da auch auch.
- harter schrinnernder Hochton
- ab ca.2khz "knallten die oberen Mitten es richtig ins Ohr"
- Stimmen sind extrem überzogen, zwar zu verstehen aber teilweise
schrinnend im Ohr.
Manchmal habe ich das Gefühl, ältere Techniker haben "diesen Geschmack von damals im Ohr" oder es hängt schlichtweg mit dem Gehör zusammen.
Bei Liveveranstaltungen vermisse ich heute teilweise die gute Sprachverständlichkeit , zudem oft im Low-Midbereich im Gesang zuviel Pegel gefahren wird
Zitat von "livepromo"Manchmal habe ich das Gefühl, ältere Techniker haben "diesen Geschmack von damals im Ohr" oder es hängt schlichtweg mit dem Gehör zusammen.
Bei Liveveranstaltungen vermisse ich heute teilweise die gute Sprachverständlichkeit, zudem oft im Low-Midbereich im Gesang zuviel Pegel gefahren wird
Das hängt wahrscheinlich auch mit heutiger "Musik" zusammen: Hier wurde ja schon öfter z.B. über die rappende Gemeinde und deren Mikrophontechnik hergezogen. Also, da kann ich schon beipflichten: wenn wir ständig "Zuhälter" am Mikro haben, ist von Sprachverständlichkeit nicht mehr viel, von einem total überfahrenen Low-Midbereich dagegen sehr viel zu hören.
Ich weiß nicht, ich krieg bei 200 - 500 Hz meine schlimmsten feedbacks, schon deshalb drehe ich hier die Vocals ziemlich zurück.
Andererseits habe ich auch festgestellt, das Ohr gewöhnt sich relativ schnell an einen sound, auch an einen schlechten, und den nimmt man nach einer gewissen Zeit gar nicht mehr als sooo schlecht wahr. Da ist es zwar ärgerlich aber trotzdem heilsam, wenn ab und zu einer sagt dass es mies klingt, was ich mache.
Am besten natürlich ein Kollege, der auch gleich Abhilfe weiß..
Ganz allgemein zum sound, den ich so fahre, wäre zu sagen: ich tendiere dazu ihn zu laut zu fahren. Eigentlich weiß ich daß bei 105 - 110 dB Schluß sein sollte, aber in der Praxis? :oops:
Gruß.
Norbert
Das mit dem zuhalten stimmt sehr oft aber meist es es bei mir mein Moderator (Arsch treten)er glaubt er ist dann lauter und es sieht schick aus.
So nun nochmal was zum alter der Mischer, ich bin selbst schon über 40 und fahre gerne laut aber nicht spitz und nervig(meist zwischen 98 und 105 db) .
Meine ersten Schritte sind meist mit Parametrischen EQ (TL Audio)Resonanzfrequenz um 200 und 400 Hz bedämpfen und den Breich den das Gehör sowieso am lautesten Empfindet um 3100 Hz etwas abzusenken.
Mein Arbeitsplatz ist eine Konzerthalle 2 Stockwerke Fassungsvermögen 1000 Personen , leider aus Finanziellen Gründen keine übermässig gute Anlage.
FOH genau zwischen ersten und zweiten Stockwerk.(schei....e)Fast nur gerade Holzwände und Fenster.(kampf)Hatte letztens ne Band mit 2 half Marshal Stacks nach dem ersten Song hatte ich die Gitarristen zusammengeschissen sie waren so laut das ich Probleme hatte den Gesang rüberzubekommen und die Leute abhauten(wenn sie mich nicht mitspielen lassen schalte ich die Anlage ab)
Jeder Mischer ist auch nur so gut wie die Band die ihn mitspielen lässt
Acts zb.
-The Lennerockers
-Cripple Creek Band
-Westend
-Nighthawk
-Flatliners
-Doug Adkins(Montana) usw
anbei nochmal kleiner Link mit Blick auf die Bühne
http://www.youtube.com/watch?v=_oDetIjnEV0
gruß Carsten
Zitat von "CG"
Meine ersten Schritte sind meist mit Parametrischen EQ (TL Audio)Resonanzfrequenz um 200 und 400 Hz bedämpfen und den Breich den das Gehör sowieso am lautesten Empfindet um 3100 Hz etwas abzusenken.
Im ersten Schritt muß ich Dir recht geben. Auch die ist bei mir Gang und Geben. Ebenso das leichet Absenken bei etwa 3-4khz je nach PA.
Da ich mein Handwerk bei erfahrenen Herren nahe der 60 gelernt habe, kam es allerding da öfter klangmäßig zu kleinen Meinungsverschiedenheiten.
Ich habe bei verschienden älteren erfahrenen Tonmenschen festgestellt, daß sie eben nicht im oberen Bereich bei ca.3-4khz etwas absenken, sondern eher anheben. Das betrifft nicht nur die Microphonie, sondern auch das abstimmen von Tanzanlagen, bzw. Discothekensysteme.
Bei Discothekensysteme erinnert mich das halt an alte Holzhörner mit Doppeltreiber und Hochtöner - die einen überzogenen Bereich ab ca.3khz wiedergeben. - Das Ohr sagt bei langem hohen Pegel "AUA".
Der Klang errinert halt bei vielen älteren erfahrenen Herren an dem Rockpalast der 70´ger/´80ger.
Ich selbst lege wer auf gute Sprachverständlichkeit, und senke bei Männerstimmen in der Regel immer etwas im low-midbereich ab.
Allerdings versuche ich ein unangenehmen "schrinnen" im Ohr zu vermeiden (Publikum soll nicht weglaufen) indem auch ich im Bereich khz.leicht nach unten Regel.
Zitat von "CG"Hatte letztens ne Band mit 2 half Marshal Stacks nach dem ersten Song hatte ich die Gitarristen zusammengeschissen sie waren so laut das ich Probleme hatte den Gesang rüberzubekommen und die Leute abhauten
Oh boy, die Sorte kenn ich auch!
Und dann maulen sie noch, dass im Monitor ihre Gitarre nicht zu hören ist! :roll:
Pete Townshend-Effekt?
Norbert
um jetzt den verdacht zu widerlegen, das mischer über 40 (dazu gehöre auch ich) ihre C4-senke immer durch anheben der breiche um 3-4kHz ausgleichen:
ich mache das nicht, denn ich habe noch keine C4 senke
auch mir ist ein weicher bzw. nicht harter sound am liebsten. und was ich gar nicht abkann, sind hohe klirrwerte.
meine ohren "nivelliere" ich immer an meiner anlage zuhause, die mangels EQ keine eingriffe im entsprechenden bereich zulässt.
wenn das ohr mit der zeit nachlässt (das kann man nicht verhindern), muss man sich an diese situation eben gewöhnen. mit dieser methode bin ich bisher sehr gut gefahren.
andererseits ziehe ich auch nicht grundsätzlich fest vorgegebene frequenzen.
denn jeder raum und jede anlage reagiert da (zum teil extrem) verschieden.
im lo-mid bereich bei indoor-sachen muss man zwar so gut wie immer was rausziehen, aber das liegt dann meist im bereich irgendwo zwischen 80Hz und 200Hz.
aber das weiss man ja vorher nicht, dehalb sind mir ein paar aussagen weiter oben ein bisschen suspekt. oder ich habs falsch verstanden.
Zitat von "wora"
meine ohren "nivelliere" ich immer an meiner anlage zuhause, die mangels EQ keine eingriffe im entsprechenden bereich zulässt.
Das problem kenn ich, wo bei ich zu Hause lieber etwas mehr im Bereich 2-4khz habe, damit man Stimmen deutlicher versteht.
Zumindest reichen mir die Einstellungen an der heimischen Anlage auch nihct aus, so daß ich kurzerhand einen parametrischen Equilizer, den ich noch übrig hatte eingeschliffen habe.
Zumindet sollte es sich nicht anhören , wie der Discoexpress der 70´ger
:roll:
also ich muss da nix biegen, ich nutze zuhause Tannoy System600 abhören.
in den höhen ein bisschen "englisch", die mitten sind aber sehr neutral.
Zitat von "gurkendoktor"ja. das war bei mir bis vor kurzem auch so. meistens wird auch eher "oben" was bedämpft.
Deswegen nennt man das Publikum ja auch "Dämmfleisch"!
ZitatDeswegen nennt man das Publikum ja auch "Dämmfleisch"!
Oder auch : Mobile Absorber ![]()
Zitat von "cheesy".... Wo sind die ganzen Horngeladenen 12er Topteile ??
na bei mir ![]()
sind zwar 10 - statt 12 zöller - aber ich möchte die dinger nicht mehr missen!
brauchen wenig strom und gehen kilometerweit :lol:
Sollte man diesen Thread nicht eher "Der Soundgeschmack im Wandel der Zeiten" nennen? Okay, das kommt dann doch arg geschwollen daher ...
Egal: Ich zähle nun auch schon 39 Lenze und mache Musik seit ich 12 bin, und nächsten Sommer ist mein 20jähriges Jubiläum als Mischer. Zu Schulzeiten hatte ich einen musikalischen Mentor, von dem ich viel Sixties-Sound mitbekommen habe. Vom Soundgeschmack bin ich aber doch ein Kind der späten Siebziger bis Achtziger (vielleicht bis Mitte der Neunziger).
Klar klingen die Anlagen heute sauberer (weniger Klirr in den Höhen, weniger Horn-Artefakte, weiterer nutzbarer Frequenzumfang als anno dunnemals, definierteres Abstrahlverhalten, etc), aber ich merke es immer an der Menge an Hall, die ich zugebe - typisch Achtziger, der Hall ist durchaus wahrzunehmen, und ohne ihn fehlt mir echt was. Höre ich mir daneben mal neue Produktionen an oder habe es mit Nachwuchsmischern zu tun, dann merke ich, wie knochentrocken das dort zugeht. Mein Ding ist das nicht gerade.
Ich versuche, meine Mixes über das gesamte Spektrum zu verteilen und jedem seine Nische zu geben, so dass hinterher alle gut zu hören sind. Klappt auch meistens ganz gut. Und ja, ich gestehe, ich mag es, wenn die Stimme nicht nur "mittendrin" steht, sondern durchaus als "vornedran" wahrgenommen wird.
Viele Grüße
Jo
Zitat von "Mix4Munich"Sollte man diesen Thread nicht eher "Der Soundgeschmack im Wandel der Zeiten" nennen?
Es heißt: "...im Wandel der Zeit" , ist aber schon mal ein Anfang ![]()
Zitat von "Mix4Munich"Klar klingen die Anlagen heute sauberer (weniger Klirr in den Höhen, weniger Horn-Artefakte, weiterer nutzbarer Frequenzumfang als anno dunnemals, definierteres Abstrahlverhalten, etc), aber ich merke es immer an der Menge an Hall, die ich zugebe - typisch Achtziger, der Hall ist durchaus wahrzunehmen, und ohne ihn fehlt mir echt was. Höre ich mir daneben mal neue Produktionen an oder habe es mit Nachwuchsmischern zu tun, dann merke ich, wie knochentrocken das dort zugeht. Mein Ding ist das nicht gerade.
Ja idiotisch ! Obwohl man mit dem 'Mehr an Direktivität' moderner Lautschprecher geschickt gemachte Hallsounds viel besser über den Hallenhall drüber bringen kann ! Manchmal ist es aber auch einfach: "Hallgerät" (b.z.w. dessen sinnvolle Programmierung ) hatten wir noch nich ( inne Schule ) ![]()
Zitat von "Mix4Munich"Ich versuche, meine Mixes über das gesamte Spektrum zu verteilen und jedem seine Nische zu geben, so dass hinterher alle gut zu hören sind. Klappt auch meistens ganz gut. Und ja, ich gestehe, ich mag es, wenn die Stimme nicht nur "mittendrin" steht, sondern durchaus als "vornedran" wahrgenommen wird.
Wenn es nicht so ist, halte ich es einfach für Unfähigkeit des jeweiligen Mixers und nicht für modernen Geschmack. Hört man sich nämlich Platten mit "moderner" Rockmusik an, ist der Gesang genauso im Vordergrund wie bei alten Produktionen. Im gelobten Land gilt nach wie vor die einfache Regel: Beim Mixen gibt es drei wichtige Dinge zu beachten: Die vocals, die vocals und die vocals. Basta.
ja...die Vocals sind fein raus...jedenfalls derzeit, kann mich aber auch noch daran erinnern, daß es mal modern war, ebendiese sehr stark "einzubetten" in den Gesamtsound, bis zur Unverständlichkeit hin.
Ich glaube, der Großteil der hier Diskutierenden würde bei einem Festival doch ziemlich einheitliche Urteile fällen - über den Sound jeweiliger Bands...jedenfalls grundsätzlich. Offensichtlich gibt es doch eben ähnliche "Sound-Geschmäcker". Solange jedes Instrument klar zu hören ist (Vocs dazugezählt), und wohl keine frequenzbezogenen Überhöhungen stören.... ! Guter Sound wird doch regelmässig allseits gelobt, lässt er sich deswegen definieren? Vielleicht sollten wir uns darauf beschränken, klare Fehler zu kritisieren? Wo fangen Diese dann an? Wäre eine Checklist für die absoluten no no's im Mix wirklich hilfreich?
Wer ist denn in der Lage, Sound kompetent, dh. unter Einbeziehung der lokalen Gegebenheiten zu beurteilen - die Vertreter der jeweiligen örtlichen Mitbewerber ? - wohl kaum, was nicht klingen darf, klingt auch nicht, das ist das Schöne an der Subjektivität dessen.
Der Veranstalter? - bei ausverkauftem Haus mit umsatzträchtigem Publikum sicher immer ein klasse Gesell...,wer nach Dessen Ansicht allerdings schuld daran ist, daß die wenigen auf den hinteren Bänken verstreuten Gäste des groß geplanten Kleinstadtfestes von der Kapelle aus dem Nachbardorf nicht mitgerissen werden - wohl auch. Bleibt wohl nur das für die Schallemissionsüberwachung zuständige Amt...wenn wir hier weiter so disskutieren, ist's nur eine Frage der Zeit!
Wir sollten uns vor dem Versuch hüten, normieren zu wollen, was nicht normierbar ist!
Wenn's denn erstmal auch nur einigermaßen "etablierte" Normen diesbezüglich gibt, werden diese auch sehr schnell von unterbeschäftigten Beamten zur Gesetzesnorm stilisiert. Was hier weit hergeholt klingt, habe ich im Osten Brandenburgs schon erlebt: Der dörfliche Ordnungsamtleiter wollte mir vor Ort erklären, daß die Bassdrum (wörtlich "das Rummsen unten drum") trotz gegenteiliger Messergebnisse seines (Conrad-) Schätzeisens auch für die Gäste vor der Bühne "unzumutbar"sei!