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I don't need that, 2.0

  • ADMIN
  • 8. Dezember 2007 um 11:15
  • verstärkerberserker
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    • 15. März 2025 um 11:18
    • #12.001

    Da liegt wohl auch ein großer Teil des Problems.

    Wenn ich in gefühlt sehr kurzen Intervallen immer wieder diese überzogenen Forderungen (Grund ist oben geklärt: Arabischer Basar) höre, habe ich auch immer nur die Berufsgruppen vor Augen, bei denen es wirklich keinen Grund zu jammern gibt.

    Zitat von TomyN

    In meinen Augen greift es auch zu kurz, nur den rein finanziellen Aspekt zu vergleichen. Da sind auch noch Faktoren wie Arbeitsplatzsicherheit oder Streßlevel am Arbeitsplatz.

    Bei Leuten, die sich bewusst (meist in der zweiten Hälfte des Arbeitslebens) für einen Wechsel aus der freien Wirtschaft (Industrie, Handwerk.....) in den öffentlichen Dienst entscheiden, um dort eine ruhige Kugel zu schieben (da kenne ich mittlerweile viele, die das prinzipiell auch genau so zugeben), fehlt mir jegliches Verständnis für diese Forderungen.

    Da die vertretenen Berufsgruppen bei (5,5Mio. in 2022 im öffentlichen Dienst) so breit gefächert sind, ist es unfair alle, so wie ich das tue, über einen Kamm zu scheeren.

    Es ist aber auch unberechtigt für alle die gelichen Verbesserungen zu fordern.

    ...Holz ist braun!

  • audiobo
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    • 15. März 2025 um 11:31
    • #12.002
    Zitat von wora

    ja, das wäre sicher eine gute sache.

    aber die bloße androhung von streiks hat ja diesmal nicht mal dazu gereicht, dass die arbeitgeber überhaupt erstmal ein angebot vorgelegt haben... aber da kam nix, null komma nix.

    die nächste stufe nach der drohung muss dann leider der streik sein - sonst ist es wie mit kleinen kindern: wenn es keine konsequenzen gibt, wird man nicht mehr ernst genommen.

    "Lieber Gesetzgeber

    Die momentane Situation bzgl. Tarifverhandlungen ist leider untragbar - es kann und darf nicht sein, dass wir wiederholt das öffentliche Leben und die Volkswirtschaft einschränken müssen, weil sich unsere Verhandlungspartner [oder sollte man da lieber -gegner sagen?] nicht auf Verhandlungsgespräche einlassen wollen.

    Wir schlagen folgende gesetzlich festgelegte Regelung für den ÖD vor:

    • Jährliche Verhandlungen, damit die Erhöhungen nicht plötzlich übermässig ausfallen
    • Startgrundlage für die Verhandlungen sollte die allgemeine Teuerung des vorangegangenen Jahres sein, von dieser ausgehend kann man argumentieren warum es mehr oder weniger sein sollte
    • Tritt eine der beiden Verhandlungsseiten nicht in die Gespräche mit ein, gilt der wie erwähnt vorjährige Inflationssatz mit dem Faktor 1.5 multipliziert bzw. dividiert (abhängig davon welche Seite sich nicht an den Verhandlungen beteiligt).

    Sollten Sie unserem Vorschlag nicht nachkommen bestreiken wir per sofort alle Finanzämter und alle Kaffeemaschinen in sämtlichen Regierungseinrichtungen."


    (ps: Natürlich klingt das jetzt einfacher als es tatsächlich ist - es soll nur symbolisch dafür sein wie man die Gesamtsituation vllt. mal angehen sollte, anstatt den derzeitigen Status quo "Wir gegen die, wenn auch mit Kollateralschäden" so vehement zu verteidigen.)

  • Marian Humann
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    • 15. März 2025 um 11:40
    • #12.003

    Die Arbeitgeberseite hat wohl einen Vorschlag gebracht: 0% auf 3 Jahre. Richtet euch auf länger anhaltende Streiks ein

  • Seven
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    • 15. März 2025 um 16:58
    • #12.004

    Mit der bisherigen Form der Schuldenbremse und dem laufenden Tarifvertrag sind die AG im ÖD an oder über die Schmerzgrenze gegangen. Das mag die AN Seite anders sehen, aber die Kassen sind leer.

    In der Mittelfristigen Finanzplanung des Landes Hessen fehlen 2026 und 2027 jeweils knapp 2,4 Mrd. EUR. Die müssen stand heute eingespart werden. Das bei einem Haushalt von 40 Mrd. EUR und Personal als größter Kostenposition kann sich jeder ausrechnen was das bedeutet. Wenn dann noch Bildung und innere Sicherheit nicht gekürzt werden sollen, müssen die Einsparungen im Resthaushalt (30 Mrd. Euro) erfolgen.

    Bereits aktuell müssen pro Jahr 1% Stellen im ÖD in Hessen abgebaut werden. Das geht noch relativ gut. Aber bei 8-10% und das über 2-3 Jahre wäre es echt übel. Wenn da noch Tarifsteigerungen dazu kommen. Und dann ist damit zu rechnen, dass das Bundesverfassungsgericht feststellen wird, dass Hessen seinen Beamten in der Vergangenheit zu wenig bezahlt hat.

  • wora
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    • 16. März 2025 um 00:43
    • #12.005
    Zitat von Seven

    Mit der bisherigen Form der Schuldenbremse und dem laufenden Tarifvertrag sind die AG im ÖD an oder über die Schmerzgrenze gegangen. Das mag die AN Seite anders sehen, aber die Kassen sind leer.

    das bedeutet also, dass wir, bei ohnehin nicht gerade üppigen löhnen, einen verzicht auf eine anpassung an steigende kosten leisten sollen? das kann´s ja auch nicht sein.

    ich denke, der größte hebel, die kosten im öD zu senken, ist die rigorose vereinfachung von arbeitsabläufen in der verwaltung. dazu müssen gesetze und vorschriften angepasst werden. wenn ich mir so anschaue, was es da für hahnebüchene vorschriften gibt, lässt sich da sicher sehr viel geld einsparen.

    aber das dauert...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Licht_01
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    • 16. März 2025 um 07:18
    • #12.006
    Zitat von Seven

    Mit der bisherigen Form der Schuldenbremse und dem laufenden Tarifvertrag sind die AG im ÖD an oder über die Schmerzgrenze gegangen. Das mag die AN Seite anders sehen, aber die Kassen sind leer.

    In der Mittelfristigen Finanzplanung des Landes Hessen fehlen 2026 und 2027 jeweils knapp 2,4 Mrd. EUR. Die müssen stand heute eingespart werden. Das bei einem Haushalt von 40 Mrd. EUR und Personal als größter Kostenposition kann sich jeder ausrechnen was das bedeutet. Wenn dann noch Bildung und innere Sicherheit nicht gekürzt werden sollen, müssen die Einsparungen im Resthaushalt (30 Mrd. Euro) erfolgen.

    Bereits aktuell müssen pro Jahr 1% Stellen im ÖD in Hessen abgebaut werden. Das geht noch relativ gut. Aber bei 8-10% und das über 2-3 Jahre wäre es echt übel. Wenn da noch Tarifsteigerungen dazu kommen. Und dann ist damit zu rechnen, dass das Bundesverfassungsgericht feststellen wird, dass Hessen seinen Beamten in der Vergangenheit zu wenig bezahlt hat.

    Das Problem bei der Geschichte ist aber das Sowohl Bund als auch Land jeweils immer mehr Aufgaben an die Kommunen Übertragen und der Bund zusätzlich an die Länder.

    Die dazugehörige Finanzierung wird aber leider nicht geleistet.

    Das Problem ist nicht das kein Geld da ist, es wird nur nicht passend Verteilt...

    Zusätzlich ist mir die Finanzlage völlig egal von den Kommunen, ich möchte das mein Einkommen zur Arbeit passt und zusätzlich die Arbeitsbedingungen passen was aktuell einfach nicht der Fall ist.

    Wenn in der Privatwirtschaft solche Verhältnisse herschen würden wie bei uns in einem Öffentlichen Haus würde es richtig Ärger geben (Arbeitszeitverstöße eher die Regel als Ausnahme, Sowohl was Stunden als auch Einsatztage am Stück angeht, viel zu wenig Personal als einziger Techniker bei 50 eigenen Veranstaltungen im Jahr zusätzlich zu diversen Sitzungen, Seminaren, Anmietungen)

  • hp
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    • 16. März 2025 um 09:43
    • #12.007

    Licht_01

    Wenn Du wüsstest was , derzeit in der Privatwirtschaft los ist ...

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • Seven
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    • 16. März 2025 um 09:56
    • #12.008
    Zitat von wora

    das bedeutet also, dass wir, bei ohnehin nicht gerade üppigen löhnen, einen verzicht auf eine anpassung an steigende kosten leisten sollen? das kann´s ja auch nicht sein.

    ich denke, der größte hebel, die kosten im öD zu senken, ist die rigorose vereinfachung von arbeitsabläufen in der verwaltung. dazu müssen gesetze und vorschriften angepasst werden. wenn ich mir so anschaue, was es da für hahnebüchene vorschriften gibt, lässt sich da sicher sehr viel geld einsparen.

    aber das dauert...

    Klar. Aber auch das bedeutet einen "spürbaren" Stellenabbau. Ich denke auch, dass ein solcher Stellenabbau mindestens zu diskutieren ist. Aber am Ende bedeutet das auch deutlich weniger (sichere) Arbeitsplätze in diesem Land. Dessen muss man sich eben auch bewusst sein. Gleichzeitig fehlen Richter, Lehrer und Polizisten in diesem Land.

    Letztlich kann man bei den Kosten und beim Budget ansetzen. In der Regel setzt man bei beidem an. Und mehr Budget bedeutet i.d.R. mehr Einnahmen, was wiederum i.d.R. höhere Steuern und sonstige Erträge bedeutet.

  • Seven
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    • 16. März 2025 um 10:07
    • #12.009
    Zitat von Licht_01

    Das Problem bei der Geschichte ist aber das Sowohl Bund als auch Land jeweils immer mehr Aufgaben an die Kommunen Übertragen und der Bund zusätzlich an die Länder.

    Die dazugehörige Finanzierung wird aber leider nicht geleistet.

    Das Problem ist nicht das kein Geld da ist, es wird nur nicht passend Verteilt...

    Zusätzlich ist mir die Finanzlage völlig egal von den Kommunen, ich möchte das mein Einkommen zur Arbeit passt und zusätzlich die Arbeitsbedingungen passen was aktuell einfach nicht der Fall ist.

    Wenn in der Privatwirtschaft solche Verhältnisse herschen würden wie bei uns in einem Öffentlichen Haus würde es richtig Ärger geben (Arbeitszeitverstöße eher die Regel als Ausnahme, Sowohl was Stunden als auch Einsatztage am Stück angeht, viel zu wenig Personal als einziger Techniker bei 50 eigenen Veranstaltungen im Jahr zusätzlich zu diversen Sitzungen, Seminaren, Anmietungen)

    Wenn diese Haltung legitim ist, muss auch eine Haltung "die Finanzlage meiner Arbeitnehmer ist mir vollkommen egal" legitim sein.

    Vollkommen klar, dass die Kommunen am Ende der fiskalischen Nahrungskette sitzen und immer mehr Aufgaben, aber nicht dazu ausreichende Budgets bzw. Anteile an den Steuereinnahmen bekommen. Nur braucht man nur in die mittelfristige Finanzplanung der Bundesländer zu schauen, um festzustellen, dass dort ebenfalls Ebbe in der Kasse ist. Und wer in den letzten Wochen die Bundespolitik verfolgt hat weiß, dass im Bund bei den bislang geltenden Rahmenbedingungen ebenfalls keine Spielräume vorhanden sind. Und selbst wenn jetzt zweckgebundene Sondervermögen sowie Änderungen an der Schuldenbremse kommen, dann gehen zusätzliche Spielräume in investive Maßnahmen und nicht in konsumtive Maßnahmen (wie z.B. Personal).

    Einen Effekt auf die konsumtiven Haushalte wird es nur indirekt geben, indem Sondervermögen und Schuldenbremsenänderungen auf die Konjunktur wirken, dadurch die Steuereinnahmen steigen und dadurch mehr Geld für Personal im ÖD bereitsteht. Das wird aber nicht 2025 und vermutlich nicht 2026 passieren. Daher wird es in der aktuellen Tarifrunde im ÖD nicht viel geben.

  • Licht_01
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    • 16. März 2025 um 10:46
    • #12.010
    Zitat von Seven

    Wenn diese Haltung legitim ist, muss auch eine Haltung "die Finanzlage meiner Arbeitnehmer ist mir vollkommen egal" legitim sein.

    Vollkommen klar, dass die Kommunen am Ende der fiskalischen Nahrungskette sitzen und immer mehr Aufgaben, aber nicht dazu ausreichende Budgets bzw. Anteile an den Steuereinnahmen bekommen. Nur braucht man nur in die mittelfristige Finanzplanung der Bundesländer zu schauen, um festzustellen, dass dort ebenfalls Ebbe in der Kasse ist. Und wer in den letzten Wochen die Bundespolitik verfolgt hat weiß, dass im Bund bei den bislang geltenden Rahmenbedingungen ebenfalls keine Spielräume vorhanden sind. Und selbst wenn jetzt zweckgebundene Sondervermögen sowie Änderungen an der Schuldenbremse kommen, dann gehen zusätzliche Spielräume in investive Maßnahmen und nicht in konsumtive Maßnahmen (wie z.B. Personal).

    Einen Effekt auf die konsumtiven Haushalte wird es nur indirekt geben, indem Sondervermögen und Schuldenbremsenänderungen auf die Konjunktur wirken, dadurch die Steuereinnahmen steigen und dadurch mehr Geld für Personal im ÖD bereitsteht. Das wird aber nicht 2025 und vermutlich nicht 2026 passieren. Daher wird es in der aktuellen Tarifrunde im ÖD nicht viel geben.

    Ich sehe das aus der Perspektive das seit ewigkeiten der ÖD zu tode gespart wird.

    Es gibt immer weniger Personal für immer mehr Aufgaben.

    Zeitgleich ist das Lohngefüge inzwischen zur Privatwirtschaft in einer extremen schieflage.

    Die Steuereinnahmen sind vorhanden, jedes Jahr werden neue Rekordeinnahmen gemeldet.

    Es sollten endlich mal Reformen kommen die dafür sorgen das die Abläufe effizinter werden.

    Gutes Beispiel sind Ausschreibungen, wenn wir da über 19.500€ Netto reden sind noch beschränkte Ausschreibungen ohne Wettbewerb möglich.

    Der normale Ablauf wäre ein paar Betriebe anrufen und angebote schicken lassen, nicht so im ÖD, dort ist alleine die Dokumentation dafür bereits mindestens ein halber Tag Arbeit nur um die Betriebe anschreiben zu dürfen... zusätzlich noch eine Menge dokumentation hinterher und die Betriebe haben ebenfalls mehr arbeit als nötig ist.

    Es gibt deswegen in den Kommunen diverse Angestellte die nichts anderes machen als Angebote anzufordern weil es einfach so ausufert.

    Genau so sieht es übrigens in vielen Bereichen aus...

    Krankenschwestern und Erzieher sind ebenfalls gefühlt mehr am Dokumentieren als am "Kunden" muss sowas wirklich sein?

  • Christian S.
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    • 16. März 2025 um 10:49
    • #12.011

    Der ÖD ist ein zweischneidiges Schwert mit einem generellen Strukturproblem. Vereinfacht und verkürzt:

    Es braucht dort definitiv fitte, gute und qualifizierte Menschen die für uns alle wicjtigen Aufgaben übernehmen. Damit kann der Staat viel Geld sparen und handlungsfähig sein. Wir haben aber auch etliche die eher Zeit absitzen und wenig beitragen, bei eher guter bis überdirchschnittlicher Entlohnung. Es droht ja nix.

    Nun haben wir etliche wichtige Jobs die eher gering(er) als in der Prvatwirtschaft beim entlohnt werden. Gerade beim Einstieg und nicht immer zieht das Argument Sicherheit. Wer geht also dahin? Zunächst also nicht die, die auch woanders einen Job bekommen bzw. offen für Veränderungen sind.

    Wer lange bleibt wird über die Erfahrungsstufen übermäßig entlohnt ohne irgendetwas tun zu müssen. Ja oft lohnt nichtmal der Aufstieg sondern schlicht durchhalten. Die faulen Eier bekommt man aus dem System gar nicht gut raus sondern kann sie nur verschieben und selbst wenn es die Betroffenen gerne würden, weil unglücklich, ist der Fall oft groß / Altersabersicherung etc.

    Alle die etwas verbessern wollen müssen sich mit den Mitkollegeninnen und Kollegen auseinandersetzen und sollten nicht frustiert das Handtuch werfen...

    So ganz grob meine Erfahrungswelt. Es gibt da echt gute Leute und Fortschritte, Leistungsträger und dann Frustrierte, gute Bedingungen und ganz viel alter Muff und Starrheit. Man reformiere die Erfahrungsstufen, schiebe das auf bessere, reale Eingruppierungen und mache das System durchlässiger und man bekommt vielleicht einen Wandel zu vieeeel mehr Attraktivität (auch durch Mentalitatsänderung) hin... Und bessere Leistungen für die Kundschaft, also uns alle.

  • Marian Humann
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    • 16. März 2025 um 11:24
    • #12.012
    Zitat von hp

    Licht_01

    Wenn Du wüsstest was , derzeit in der Privatwirtschaft los ist ...

    Erhelle uns.
    Außer viel Geschimpfe und nachgeholte Insolvenzen, die aus der Coronazeit verschleppt wurden kommt bei mir nicht viel negatives an.

  • Licht_01
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    • 16. März 2025 um 11:46
    • #12.013

    Also ich kenne beide sehr gut.

    Hauptberuflich bin ich im ÖD und habe nebenbei ein Gewerbe laufen und bin als Techniker in der Privatwirtschaft unterwegs.

    Ich kann Versichern das (zumindest hier im Norden) die Arbeitsbedingungen und das einkommen in der Privatwirtschaft bedeutend besser sind.

    Ich bin auch nur im ÖD weil ich das Tourgeschäft Gesundheitlich nicht so gut ab kann und meinen Sohn sehe ich auch hin und wieder gerne mal ;)

  • uchrisu
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    • 16. März 2025 um 12:28
    • #12.014

    Ich denke es ist immer sehr individuell was jetzt besser oder schlechter ist. Ich hatte inzwischen 2 Stellen im öffentlichen Dienst und 2 Stellen in der Privatwirtschaft.

    Eine Stelle im ÖD war sehr positiv. Man war sehr darauf bedacht sich an alle Gesetze, Tarifverträge etc. zu halten und man hat sich nicht kaputt gemacht. Im anderen Job im ÖD war es auch normal, dass man neben den 40 Stunden (plus unbezahlter Überstunden) auch noch zusätzlich manchmal bis zu 35 unbezahlte Stunden Reisezeiten bekommen hatte. Das wurde dann einfach als Privatvergnügen abgehakt, wohlgemerkt angeordnete Dienstreisen. Es gibt also beide extreme.

    In der Privatwirtschaft hatte ich es auch schon mal, dass man 14 Stunden pro Tag unterwegs war für Kunden. Wer jetzt rechnen kann (24-14 = 10) sieht auch, dass noch nicht mal Ruhezeiten eingehalten werden konnten.

    Inzwischen habe ich einen anspruchsvollen aber dennoch entspannten Job in der Privatwirtschaft. Man sieht also, dass man nicht von einem Beispiel auf alle anderen schließen kann. Im ÖD zählen halt auch sehr die Jahre, die man einfach dabei ist. Ein gut qualifizierter Kollege, der einige Jahre im ÖD war und in die Privatwirtschaft wollte sagte, dass es gar nicht so einfach war etwas besser (oder mind. gleichgut) bezahltes in der freien Wirtschaft zu finden, schon garnicht wenn man z.B. die sehr guten Zusatzleistungen vom Arbeitgeber im ÖD mit einrechnet.


    Meine bitte an die Moderatoren: Vielleicht könnte man dieses Thema hier doch auch ausgliedern, da es irgendwie doch ein wenig den Lesefluss im IDN-Thread stört.

  • wora
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    • 16. März 2025 um 13:08
    • #12.015
    Zitat von Licht_01

    Also ich kenne beide sehr gut.

    Hauptberuflich bin ich im ÖD und habe nebenbei ein Gewerbe laufen und bin als Techniker in der Privatwirtschaft unterwegs.

    Ich kann Versichern das (zumindest hier im Norden) die Arbeitsbedingungen und das einkommen in der Privatwirtschaft bedeutend besser sind.

    ...

    diese erfahrung teile ich, hier im südwesten, zum größten teil.

    ob die arbeitsbedingungen in der privatwirtschaft wirklich besser sind, kann ich so aber nicht bestätigen. das kommt ja sehr auf den einzelnen job an.

    in den hallen, in denen ich im öD arbeite, habe ich mich aber soweit eingerichtet, dass sich der stress nicht zu sehr aufschaukeln kann. ganz ohne stress kommt man in unserem job natürlich nicht aus, manchmal sind einfach zu viele veranstaltungen direkt hintereinander. so wie die letzten beiden wochen.

    aber heute dürfte ein ruhiger tag werden ... wir haben gerade eine fremdproduktion im haus.


    Zitat von Seven

    Klar. Aber auch das bedeutet einen "spürbaren" Stellenabbau. Ich denke auch, dass ein solcher Stellenabbau mindestens zu diskutieren ist. Aber am Ende bedeutet das auch deutlich weniger (sichere) Arbeitsplätze in diesem Land. Dessen muss man sich eben auch bewusst sein. Gleichzeitig fehlen Richter, Lehrer und Polizisten in diesem Land.

    stellenabbau wäre ein möglichkeit, aber ich denke da an etwas anderes, wenn ich von einer reduzierung der gesetzes- und vorgabenänderungen spreche:

    wie allseits bekannt, gibt es in unserer bürokratie teil enorme verzögerungen, weil nicht genügend personal da ist. da würde ich ansetzen: statt leute zu entlassen, würde ich sie lieber an den stellen einsetzen, wo es hakt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • audiobo
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    • 16. März 2025 um 13:50
    • #12.016
    Zitat von wora

    aber heute dürfte ein ruhiger tag werden ... wir haben gerade eine fremdproduktion im haus.

    Zitat von wora

    statt leute zu entlassen, würde ich sie lieber an den stellen einsetzen, wo es hakt.

    Dann kannst du ja nebenher noch die Buchhaltung für den Laden erledigen...

    iron

  • wora
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    • 16. März 2025 um 13:59
    • #12.017

    bei meinem talent für buchhaltung ist es für die stadt wirklich besser, wenn ich die finger davon lasse ^^

    was ich eben gemacht habe, war der versuch, einen türgriff zu reparieren... aber das hat leider auch nicht geklappt 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Marian Humann
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    • 16. März 2025 um 14:21
    • #12.018
    Zitat von wora

    was ich eben gemacht habe, war der versuch, einen türgriff zu reparieren... aber das hat leider auch nicht geklappt 8)

    Gleich mal externe Berater bestellen, die dabei unterstützen 😅

    Btw. krankt es meiner Meinung nach vor allem daran im öD, dass man den eigenen Experten so wenig glaubt, dass man für jeden Mist externe Perten anheuert.

  • HenrySalayne
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    • 16. März 2025 um 14:39
    • #12.019
    Zitat von wora

    was ich eben gemacht habe, war der versuch, einen türgriff zu reparieren... aber das hat leider auch nicht geklappt 8)

    Tonler bleib bei deinen Klinken - oder wie war der Spruch? ^^

    Hinweis: Alle Fehler in diesem Beitrag sind KI-generiert.

  • simonstpauli
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    • 16. März 2025 um 17:01
    • #12.020
    Zitat von TomyN

    Vielleicht, weil er es nicht kann, denn er steckt in eine Zwickmühle. Er ist gesetzlich verpflichtet, diese Leistungen zu erbringen hat aber aktuell schon keinerlei finanziellen Spielraum, was soll er da anbieten?
    In meinen Augen greift es auch zu kurz, nur den rein finanziellen Aspekt zu vergleichen. Da sind auch noch Faktoren wie Arbeitsplatzsicherheit oder Streßlevel am Arbeitsplatz.

    Wenn ich meine Tätigkeiten in der Veranstaltungswirtschaft und im Rettungsdienst vergleiche, stehen Streßlevel und Entlohnung in keinerlei sinnvollem Zusammenhang.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

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