Dosenfutter: ja klasse, dann ist ja alles geklärt.
Ironie off
Magst Du als Allwissender hier das Ruder übernehmen?
Ich habe ja die letzten 27 Jahre geschlafen und Blicke nicht durch.
Sorry, ich kann Dich nicht ernst nehmen
Dosenfutter: ja klasse, dann ist ja alles geklärt.
Ironie off
Magst Du als Allwissender hier das Ruder übernehmen?
Ich habe ja die letzten 27 Jahre geschlafen und Blicke nicht durch.
Sorry, ich kann Dich nicht ernst nehmen
Was daran ist denn nicht ernstzunehmen? Der eine Elko hat ein sehr deutliches Loch, ein Elko hat eine kleine Oberfläche für viel Volumen, da braucht es mehr Hitze von außen, damit das passiert. Dazu hätte sich der Druck langsam aufgebaut und der Kondensator wäre aufgewölbt. Hätte es einen von außen hervorgerufenen Brandschaden gegeben, wäre dazu nicht nur der Schrumpfschlauch an den Kondensatoren völlig verbrannt (nicht nur verrußt und an der anderen Seite noch lesbar (siehe Oberseite)), weil es sehr lange dauert, bis die Hitze im Inneren des Elkos so groß wird, der Becher, Elektrolyt usw. hätte die Hitze auch weitergeleitet. Die Kabel, Platine usw. außen herum wären dabei auch schon viel mehr angekokelt oder geschmolzen. Sind sie aber anscheinend nicht. Schau Dir die Platine an oder die Bauteile, die sind nur punktuell verrußt/verbrannt, größtenteils aber größtenteils intakt (wenigstens optisch). Wirf mal eine Platine ins Feuer und schau Dir an, wie das aussieht, bis mal ein Elko hochgeht, dann weißt Du, daß das so nicht passiert sein kann. Auch das Gehäuse würde ganz anders aussehen, die LD PRO 12 A hat ein Polypropylengehäuse, was ein Thermoplast ist. Mit so einer Hitzeeinwirkung wäre auch das Gehäuse geschmolzen. Aber gut, wenn Du das nicht gelten lassen magst, dann erzähl doch mal, wie sich der Transistor selber ausgelötet hat (unten Mitte), alle anderen Bauteile aber drin geblieben sind. Das kann nicht sein - außer, daß es ein elektrisches Problem gewesen sein muß, er sich also selber erhitzt hat. Und daß die Kiste nicht das erste Mal einen Schraubenzieher gesehen hat, ist mehr als deutlich, der Schraubenlack ist auf allen 4 äußeren Schrauben gebrochen, die sind also schon mal draußen gewesen. Und das mit dem losen Teil kommt auch nicht von ungefähr. Schau die Platine an, die wird mit 6 Schrauben befestigt. Blöderweise fehlt die Schraube unten in der Mitte und es ist sogar noch geschmolzenes Material am Schraubenloch der fehlenden Schraube. Die Schraube kann also zu dem Zeitpunkt, an dem das passiert ist, nicht an der angestammten Stelle gewesen sein - wo mag die wohl hingekommen sein? :wink: Mir ist schon klar, daß Du mit 27 Jahren Erfahrung der absolute Chef sein mußt - aber hast Du schon mal dran gedacht, daß jemand vielleicht schon mehr gesehen haben könnte als Du oder vielleicht anhand von einem simplen Bild mehr erkennen kann als Du? Ah, nee, kann nicht sein, daß es jemand gibt, der das besser erkennt als DU. So jemanden gibt's natürlich nicht. :lol: Ich mach Elektronik schon etwas länger als Du (unter anderem QA und Reparatur, wo sowas sehr viel konzentrierter auftritt), aber macht ja nix, von mir aus kannst Du auch gerne noch länger schlafen.
Du darfst aber auch alternativ gerne was dazulernen. ![]()
Äh, kurz das noch, bevor ich mich hier aus der "hitzigen" Diskussion ausklinke. ![]()
Natürlich kann ich nicht alle Vorschäden ausschließen - wir sind zwar kein dahergelaufener Garagenverleiher, Wartung, Instandhaltung und E-Checks sind Pflicht - aber ich schaue natürlich nicht vor jedem Einsatz mit der Lupe auf die Platinenelektronik unserer Plastikboxen. Ausschließen kann ich aber sehr wohl Lager- oder Frostschäden.
Vielleicht sollte ich im Praxisbrett einen getrennten Thread aufmachen: "Wie weit geht eure Gerätewartung?" Oder möchte einer der Herren? Ich fänd das durchaus interessant.
Viele Grüße,
Thomas
Dosenfutter: Wenn es in der Box angeblich nicht so warm war, wie erklärst du dann die Rückstände an Kabel und Flachbandkabel? Während die Kabel selbst noch intakt sind, hat sich ein anderes Material verflüssigt und ist dort festgebacken. Ich kann mir kaum Vorstellen, dass ein so hoher Strom durch die dicken Lautsprecherkabel selbst geflossen ist, dass sie sich so weit erhitzen konnten; gleiches bei, Flachbandkabel. Die Hitzeeinwirkung ist also extern erfolgt und damit nicht nur punktuell aufgetreten.
Veranstalter mietet wo anders für den Headliner eines kleines Festivals ein In-Ear-Set zu, bei dem dann angeblich -bis zur Rückgabe- ein Empfänger verschwunden ist. Dies versucht er dann dem Technikdienstleister des Festivals (uns) in die Schuhe zu schieben: "ich habe dir das Ding doch unter Zeugen zur Durchführung des Festivals geliehen und nicht zurückerhalten".
Dreiste Nummer. Bin mal gespannt, wie die Geschichte ausgeht.
Unnötig zu erwähnen, daß ich ausser der Anzahlung nichts gesehen habe. ![]()
Merke: Erst recht bei noch so kurzfristigen Buchungen und unbekanntem Veranstalter alles 100% korrekt mit unterschriebenen Auftragsbetätigungen und Lieferscheinen händeln. Und Beginn des Festivals erst wenn das Geld vollständig auf dem Tisch liegt.
Merke2: Hilfsbereitschaft wird anscheinend nicht mehr geschätzt. Sollte ich demnächst besser sein lassen.
@ ThomasL
Aus Interesse an dem Schadensbild eine Frage hierzu: auf dem Foto ist bei der Netzteilplatine unten links ein SOT-Gehäuse (Spannungsregler?) zu sehen, der diagonal in dem schwarzen Schmodder klebt, und direkt oberhalb seiner drei Beinchen sind drei Löcher zu erkennen, in denen er offensochtlich einmal eingelötet war.
Ist der abgebrochen oder ausgelötet?
Evtl. sind die explodierten Gleichrichter nur ein Folgeschaden.
Ist das Böxchen RoHS?
Aus einem Foto auf die Ursache zu schließen ist natürlich müßig, ein Bauteilversagen, ein Fremdkörper oder gar ein tin-whisker - alles wäre mögliich.
Mit feundlichem Gruß
Lok1414
Zitat von "Dosenfutter"Mir ist schon klar, daß Du mit 27 Jahren Erfahrung der absolute Chef sein mußt - aber hast Du schon mal dran gedacht, daß jemand vielleicht schon mehr gesehen haben könnte als Du oder vielleicht anhand von einem simplen Bild mehr erkennen kann als Du? Ah, nee, kann nicht sein, daß es jemand gibt, der das besser erkennt als DU. So jemanden gibt's natürlich nicht. :lol: Ich mach Elektronik schon etwas länger als Du (unter anderem QA und Reparatur, wo sowas sehr viel konzentrierter auftritt), aber macht ja nix, von mir aus kannst Du auch gerne noch länger schlafen.
Du darfst aber auch alternativ gerne was dazulernen.
Schön wie man Deine Empathie vorführen kann.
Ich lerne gerne jeden Tag dazu, aber im Dialog mit mir sympathischen Leuten, die auch mal ein Thema laufen lassen. Fakten wären auch für mich überzeugend. Dazu habe ich mehr als genug Input.
Regeln des gegenseitigen Respekts vermisse ich bei Dir deutlich.
Ich hoffe auch wir beide kommen an den Punkt, voneinander lernen zu können. Zumindest ich habe offenen Ohren.
Wissen und Zusammenleben, wie es hier in einem Forum wichtig ist, sind 2 Paar Schuhe.
Zitat von "ThoSchu"...Regeln des gegenseitigen Respekts vermisse ich bei Dir deutlich...
da möchte ich jetzt mal zustimmen.
wie heisst es bei uns so passend?
"wie man in den wald hineinruft, so schallt es zurück" :wink:
Zitat von "PMZWO"LD hatte wohl in der Anfangsphase der Lautsprecherproduktion ein Dämmaterial verbaut das sich entzünden ließ.
Könnte es das gewesen sein, einfach eine arg gequälte Box in der es zu heiß geworden ist?
GA! Ralf
Servus,
also - die Dämmwolle brennt schon mal wie Zunder. Von daher kann ich mir das durchaus als Faktor vorstellen, da sich das ganze schwarze Zeug flächig über Platine und Lautsprecherinneres verteilt hat. Der bei uns im Lager vorhandene "Zwilling" der Box weist intern keine Schäden auf - aber der war auch nicht auf besagter Veranstaltung. Anyway, das Zeug kommt jetzt so in den Müll - und wir schauen mal wie es in Sachen Ersatz so ausschaut.
Viele Grüße,
Thomas
Zu der LD Box im Bild vielleicht noch eine Anmerkung. So wie ich das einschätze ist das eine 2-Wege Aktivbox, und die defekten Bauteile befinden sich alle auf der 2-kanaligen Audioendstufe nebst kleiner Aktivweichenelektronik ( das IC und die grünen Keramik-C’s) und Gleichrichtung mit Siebung. Schaut man sich das genau an, so erkennen wir unter anderem vier Stück Zementwiderstände, vier TO220 Treiber, und die Lötpads für die unterhalb der Platine montierten vier Leistungstransistoren. Zu jedem Endstufenzweig gehören als zwei End- und zwei Treibertransistoren. Der Treiber, der da so schräg sitzt, hat sich selber ausgelötet und sein (oder seine beiden) Endtransistorkollege/n werden höchstwahrscheinlich auch kurzgeschlossen sein. Da es augenscheinlich weder ein Relais zu DC-Schutzabschaltung noch einen Crowbar Triac gibt, hat der am zerstörten Kanal angeschlossene Tieftöner (dessen Membran sitzt doch wahrscheinlich bombenfest im Magnet – oder?) durch hohen Kurzschlussstrom das Feuer eröffnet. Eine Sekundärsicherung in Form von zwei Schmelzsicherungen in jedem Spannungszweig sehe ich leider auch nicht, so dass die entstandene Kokelhitze die Wolle in Brand gesteckt hatte. Thomas hat diesen Brenn-Test bereits gemacht: brennt. Daher kommen auch die ganzen Anpappungen von verbranntem (Dämmwolle) Kunststoff an den Kabeln und der Platine.
Meiner Ansicht nach ist ein kaputt gegangener Endtransitor die Ursache für das Feuerchen. Der Auslöser für so einen Transistorausfall ist entweder „zu heiß geworden“, oder die Tieftönerspule gab den Geist auf und hat einen Kurzschluss gemacht. Natürlich kann so ein Transistor auch mal „einfach so“ defekt gehen. Die abgebildete Platine ist insgesamt ziemlich einfach gehalten, ob da ein wirkungsvoller Überstromschutz integriert ist kann man ohne Schaltplan oder detaillierte Betrachtung kaum einschätzen.
Die beiden Ladeelkos attestiere ich dem Bild nach als noch funktionstüchtig. Der Plastiküberzug ist zwar weggeschmort, aber diese Art von Elkos (im Bild) platzt – im Fall der Fälle – immer nach unten auf. Seitliche Löcher, oder nach oben gerichtete Explosionen kenne ich von diesen Modellen nicht.
Fazit: der Hersteller sollte noch mal über den Gebrauch von Sicherungen in den Sekundärspannungen nachdenken. Eine Primärsicherung (was ist denn da drin….2,5AT?) ist zur Absicherung solcher Schäden nicht geeignet.
Vielen Dank, rockline! Wegen solcher Beiträge lese ich so gerne hier mit! Das wäre für mich ein 'I want more of'!
Ich hatte so eine ähnliche Box schon auf den Tisch. In der Tat hat Rockline recht. Die Box hat keinen DC Schutz etc. Sekundärseitig auch keine Sicherung. Problem sind meist Kalte Lötstellen die durch Vibration entstehen. Ohne Sicherungen und ewt. einer falschen Primär Sicherungen kann das dann schon so aussehen. Der Gleichrichter hat sich wohl aufgelöst was auf einen Kurzschluss hindeutet. Primär 2AT glaube ich, scheint aber recht wirkungslos zu sein.
Sehe das ähnlich.
Vermutlich fehlt da noch die Thermosicherung; welche mit in den Trafo eingewickelt wird. Und bestimmt auch ein Low-Cut in der Weiche, welcher den TT schützt...
Naja und solche großen Primärsicherungen brauchs; weils natürlich auch keine Einschaltstrom-Begrenzung geben wird.
Alles in allem halt alles; was eine preiswerte solche Box von einer Teuren unterscheidet.
Macht mal bei ähnlichen Kisten den Deckel auf. Sekundärsicherungen, Relais & Co. sucht man da vergeblich.
Finde es schon schlimm, das Primärsicherungen generell kaum noch von außen zugänglich sind.
Zitat von "madmax"...Alles in allem halt alles; was eine preiswerte solche Box von einer Teuren unterscheidet...
bingo!
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bei der anschaffung von elektronischen geräten muss man sich eben entscheiden, ob man auf nummer sicher gehen möchte oder ob das ausgesuchte produkt eher für den preisgünstigen vermietjob geeignet sein soll.
ich denke die wahl war dennoch passend, denn zu unbetreuten vermietsachen gehören ja in aller regel auch günstige miettarife. es geht hier also in erster linie um preisgünstige vermietungen.
zu diesen bedingungen scheint diese box also trotz ihrer offensichtlichen mängel zu passen, denn immerhin hat sie ja ein paar jahre lang funktioniert. hoffentlich hat sie in dieser zeit wenigstens ihre investitionskosten wieder eingespielt. :wink:
Ohja, das hat sie. Das ist die Krux an dem Kleinvermietkram - der hat sich eben nach 8 Einsätzen armotisiert - also im Prinzip nach 8 Wochen. Das kann ich von kaum einem anderen Vermietgut behaupten.
Verleiher die bei halbwegs aktuellen Lautsprecher XLR-Anschlüsse nachrüsten (!) und auch die Speakons der Endstufen im Rack auf XLR male adaptieren
Also bitte - haben die 90er gerade angerufen und wollen ihren Schrömmel zurück?
(Ich hoffe, wir sind uns einig, daß Speakon und die damit verbundene Berührungs- und Verwechselungssicherheit insbesondere bei den heutigen Endstufen-Ausgangsspannungen durchaus Sinn machen)
ZitatSpeakon und die damit verbundene Berührungs- und Verwechselungssicherheit
Ja schon, dennoch hat Speakon einen entscheidenden Nachteil wenn es ums Verlängern geht. Man braucht eben immer so einen Stöpsel und der Schwund dieser Dinger ist enorm.
Allerdings ist es mühselig 2,5 mm² (mehr geht eh nicht) in so ein XLR Korsett zu quetschen und eine Systemverkabelung ist eben auch nicht drin.
Hat alles Vor- und Nachteile und alleine der Anwendungszweck erfüllt dann die Umsetzung.
Ich schreibe ja echt selten im IDN Brett, da ich das meiste wohl nicht so schlimm finde.
Aber was gar nicht geht:
Techniker die in einem öffentlichen forum über das Material des eigenen Auftraggeber lästern!
Man kann Lösungen gut oder schlecht finden, aber das gehört nicht hier hin!
Warum hab ich nur auf deine Antwort gewartet Karel?
Mir geht's nicht um gut oder schlecht, sondern um insbesondere um zeitgemäße Sicherheit. Die hier sonst immer ganz groß geschrieben wird.
"Stand der Technik", wie es die Gerichte gerne nennen.
Ich weiß nicht warum du auf eine Antwort von mir gewartet hast, ich kommentiere doch eher selten. Und wenn dann meistens eher lustig wie auf Facebook, der Hinweis du hättest ja Salsa tanzen können ![]()
Wenn es gefährlich ist gehört es in den Bereich Sicherheit, da können wir uns ja gerne über das Thema XLR Lautsprecherkabel, welche ich selbst auch nicht nutze bei meinem Zeug, unterhalten.