Hey Open-Sourceler!
Habe Euren Thread gerade entdeckt und mir schon länger so etwas gewünscht.
Ich habe aber 2 grundlegende Probleme bei der ganzen Geschichte, ich habe Euer Anliegen verstanden, aber:
1. Es wird ewig brauchen bis Ihr eine komplette, funktionierende Anlage auf die Beine stellt. Der Unternehmer in mir sagt dazu: Mit Wirtschaftlichkeit hat das nix zu tun. Ich sehe Euren Ansatz, die Boxen zu bauen, die kein anderer baut schon, aber für mich ist das nix...
2. Ihr wollt schon wieder 20 verschiedene Boxen, für jede spezielle Anwendung eine, bauen. Der Unternehmer in mir sagt dazu: Bullshit! Ein möglichst skalierbares System für 300 bis 3000 Personen muss her!
Mein Grundgedanke:
Dynacord klingt bescheiden, wird nach 3 Stunden leise, wird aber trotzdem vermietet wie Sau. Warum? Gutes Marketing, Anlage sieht gut aus, relativ guenstig, der Pöbel merkt eh nicht, wenn eine Box schlecht klingt.
Ich würde gerne ein neues Open-Source-Project ins Leben rufen, mit folgenden Zielsetzungen:
1. Das Ding muss 90% des Pöpels auf einer Veranstaltung klanglich Rechnung tragen. Das reicht völlig. Dh. Frequenzgang +-4dB liniar.
Der Bass muss dafür aber drücken. Das merken sich die Leute, vorallem die Kids auf Parties.
2. Endstufen selber bauen lohnt sich meiner Meinung nach nicht. Ist auch Sicherheitstechnisch nicht ganz so einfach zu handhaben (Funkentstörung, CE, jährliche Abnahme bzw. TÜV Abnahme). So lange es Crown auf dem Gebrauchtmarkt gibt...
3. Ein Topteil für 90% aller Anwendungen. Nicht die Multifunktionsbox à la HK, die als Monitor und als Mini-Frontholz dient, sondern eher in Richtung Line Array.
Ich denke nicht an eine Dynacord-Cobra-Copie (die Box ist ja, wie hier schon ausrecihend dirkutiert, kein Line-Array) sondern an ein 2x12"-3x6,5"-4x1"-Horn-Top. Wirklich schwierig ist da ja nur der "Phase-Plug" für die 1"er. Bei "kleinen" Sachen bis 2000 Personen macht man einfaches Groundstack mit 4 Bässen und 2 Tops pro Seite. Sieht gut aus und funktioniert einigermaßen. Wirds dann größer, fliegt man das ganze in nem kleinen Groundsupport. (läßt sich gut mit Bauzäunen absperren und gilt so als gesicherter Bereich- Vorerst keine teure TÜV-Abnahme der Flugausrüstung).
4. Ein Bass für 90% aller Anwendungen. Irgendwas Horngeladenes à la W-Bin oder ESX (sorry für die Nennung dieser beiden Prinzipien in einer Zeile...). Hauptsache satter Druck und wenig Truckspace.
5. Beide Boxen-Gehäuse sollten leicht von einem Schreiner, eventuell per CNC, zugesägt werden können. Die Hörner für die 6,5er (eventuell auch was anderes, bin da offen für alles..) und den Wave-Guide für die 1" lassen wir uns anfertigen. Das ist nicht mehr teuer. Prototypen können wir ja noch von Hand modellieren.
==> hinter allem sollte die maximale Wirtschaftlichkeit bei größtmöglicher Performance stehen. Allem voran aber vorallem ein Zeitlicher Aspekt. Nach diesem Sommer (03) sollte die Anlage laufen. Verkauft wird das Zeug nicht. Patendrechtsverletzungen und Co. sind für uns so kein Problem und wir können getrost auf vorhandenes Wissen zurückgreifen und abkupfern.
6. Getrennt wird das ganze aktiv. Passiv-Weichen sind mir zu unberechnbar und eine Wissenschaft für sich.
Wer macht mit? Ich bin schon nicht ganz alleine. Habe 3 meiner Leute, die sofort dabei sind.
PS: Nörgler und "Ich will aber eine Monitorbox"-ler bitte woanderst posten!
Gruss
Arieba (aus sunny-Freiburg)