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Wie habt ihr angefangen?

  • Derpel
  • 19. Juni 2002 um 22:33
  • henkxl
    Beiträge
    69
    • 15. Oktober 2002 um 11:24
    • #61

    Wir schreiben das Jahr 1978...
    ...in unserem Jugendheim solllte eine Jugenddisco eingerichtet werden. Zu der Zeit war ich noch in der Lehre als RFT. Da ich immer der Typ mit dem Lötkolben war und immer schon irgendwelche Lichtorgeln und Verstärker zusammengebaut habe( Funkschau war damals eine Art Bibel)bat man mich aus der alten vorhandenen Anlage ( dicke 5(!) Weg Boxen von Kenwood in Eichendekor, die stolze 90W aushielten, dazu passender Verstärker)eine Discoanlage zu bauen. Es wurden 2 Plattenspieler (Lenco L75) und ein Mischpult (Dynacord) angeschafft, dazu gab baute ich eine Lichtsteuerung, die dann 16 PAR38 Lampen versorgte. Für damailge Verhältnisse war das schon amtlich. Im laufe der Zeit wuchsen die Ansprüche und die alten Kenwoodboxen wurden nur noch als Topteil eingesetzt. Den Bass lieferten 2 ELIMINATOR 1A, für die dann ein extra Verstärker eingesetzt wurde (selbstbau). Schnell merkte ich, daß eine aktive Trennung sinnvoll ist und ich baute eine Aktivweiche (Funkschau).
    Zum schrecken des Hausmeisters war die Anlage nun doch schon ernstzunehmen, was dann auch die Nachbarn bemerkten....
    Irgendwann spielte mal eine Band bei uns die dann unsere Anlage als PA nutzten wollte. So richtig toll klang es nicht, aber die Band (alles Nicht-Techniker) war irgendwie beeindruckt und bat mich bei ihrem nächsten Auftritt in einer Gaststätte mich mal ein um die bißchen um die Technik zu kümmern. Langsam kam ich dahinter, wie man durch einfache Tricks mehr aus dem Sound rausholt. Der Mischer wurde zu klein und wurde ersetzt, Effekte kamen hinzu, Gates waren eine wertvolle hilfe....
    ...die Anlage wuchs und ich hatte mittlerweile Kontakt zu anderen Sound- und Lichtmenschen. Irgendwann löste sich die Band auf, aber die Musiker verteilten sich wieder auf andere Bands....
    Mitte der 80er Jahre stand dann das erste Stadtfest an und ich merkte, daß viele Veranstalter oft aus Unwissenheit am Equipment sparen ( heute kommt noch Geiz hinzu)und ich wurde öfters gefragt, was man so braucht. 1988 legte ich mir einen eigenen FoH-Platz zu, später kam noch noch das entsprechende "Holz" hinzu. Eine Firma mit allen unternehmerischen Konsequenzen war geboren. Schnell merkte ich, daß Umsatz wichtig ist aber nicht gleich Gewinn, was Konkurenz bedeutet und das kassierte Umsatzsteuer dem Finanzamt gehört. Seit Anfang der 90er verlagerte sich das ganze auf Messen und Events, der Trend ging zu "klein aber fein". Im Bereich "dicke PA" und "fettes Licht" gibt es bei mir in der Gegend 2 hochprofessionelle Firmen und der Rest feilscht um 50€ und macht die Preise kaputt. Wenn ich gutes Material brauche, gehe ich heute zu meinen Profi-Verleihern oder ich verkaufe den Kunden eine Komplettlösung bei der ich der Ansprechpartner bin.
    Mein eigenes Equipment hat sich um einiges verringert.
    Ich möchte nur den Anfängern raten nicht zu knapp zu kalkulieren und nicht jeden Preiskampf gewinnen zu wollen. Das geht nur auf die Gesundheit, aufs Material und auf den Geldbeutel.

  • AMLB
    Beiträge
    1.101
    • 15. Oktober 2002 um 12:48
    • #62

    Bei uns fing´s so an:

    Vor ca. 15 Jahren habe ich mal bei uns im Sportverein als DJ auf der Weihnachtsfeier Musik gemacht (2 Selbstbauboxen mit Piezos, HiFi-Endstufe, HiFi-CD-Player, Par 38er). Diese Veranstaltung muss wohl so gut gelaufen sein, dass ich sofort über 10 Folgeaufträge bekam. Jeweils für rund 350 DM/pro Abend. Das Geld wurde investiert in 4 Laney-Aktiv-Boxen und die entsprechenden Hochständer. Ein Laney-Mixer kam auch noch hinzu. Als Mobil-Disco machte ich rund 25 Veranstaltungen (Betriebsfeste, Geburtstage, Hochzeiten etc.) pro Jahr. Dann wurden die Aufträge langsam größer: Es ging nach draussen zu Sommerfesten, kleinen Beachparties etc. Deshalb wurde das eingenommene Geld in ein Bose 802/302-System investiert (DRIET!!!). So richtig gut gefiel mir die Anlage nicht und deshalb wurde erneut umgestellt. Von Bose gings zu HK-Audio (1996). 4 Subs und 4 Tops vom Classic-art-system wurden gekauft. Dazu passende QSC Endstufen, Yamaha-Mischpulte, Hallgeräte, dbx-Kopressoren und Shure Mikrofone. Dadurch waren wir in der Lage, im Low-Budget-Bereich (700 - 1000 Mark pro Abend) Festlichkeiten und Konzerte mit bis zu 600 Gästen zu beschallen (keine lauten Rock-Konzerte oder Abi-Parties, dafür aber Firmen-Events, Präsentationen etc.).
    Als dann die Anfrage an uns gerichtet wurde, ein Fußballstadion mit ca. 7000 Besuchern zu beschallen (Zuschauerplätze), haben wir nach kurzer Überlegung erneut aufgerüstet (1998). 12 LP 118 Subs, 6 LP 112 Tops, 6 LP 115 Monitore, HK-Amping, HK-Controller, Kabel über Kabel wurden gekauft. Die Veranstalter waren zufrieden und durch neu geknüpfte Kontakte kamen wir zu größeren Mallorca- und Beach-Parties. Ebenso arbeiteten wir fest mit mehreren Bands zusammen. Um das Angebot zu komplettieren kauften wir 14 Bühnenpodeste (kleine Bühnen oder (VIEL WICHTIGER) Laufstege für Modenschauen) und die entsprechenden Traversen (Dach; 2000). Inzwischen haben wir rund 200 Aufträge pro Jahr abzuwickeln, die sich von kleinen Beschallungen über Hochzeiten und Betriebsfeste bis hin zu Betriebsevents, Radioparties und Konzerten erstrecken. Und unsere Preise sind immer noch moderat geblieben. Selbstverständlich würde ich heutzutage nicht mehr mit der Technik aus den Anfangsjahren die Veranstaltungen angehen. Aber nicht nur die Technik macht´s: Als kleiner Tipp am Rande: Bei meinen Mitarbeitern gilt Alkoholverbot bei Veranstaltungen und entsprechende Kleidung (kein Sweater mit Blue-Jeans auf einem Event). Das Auftreten ist vielen Veranstaltern nämlich mindestens genauso wichtig wie die technische Durchführung. Und: Veranstalterwünsche werden kommentarlos mit einem Lächeln durchgeführt; auch wenn Sie noch so aufwendig oder nutzlos sind. Service ist zur Zeit wichtiger denn je. Die Konkurrenz schläft nicht!

    Unser techn. Equipment umfasst derzeit:
    1 x PA 7,2 KW HK VT/LP, 1 x PA 4,0 KW HK LP, 1 x PA 2,4 KW HK PS, diverse 12/2er Boxen für Background etc.

    1 x kompletter FOH-Platz

    DJ-Zeug: DJ-CD-Player von Denon und Pioneer, DJ-Plattenspieler von Technics, DJ-MD-Player von Denon, DJ-Pulte von Denon, Pioneer und Behringer
    8 Shure/AKG UHF-Funk-Mikros
    20 Live-Mikros (Shure, EV, Sennheiser)

    2 Bühnen, 32 und 20m²

    25 KW Licht (Par-Scheinwerfer, einige Effekte und Scanner)

    40 m Traversen
    Wind-Ups und Hochständer

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: AMLB am 2002-10-15 12:58 ]</font>

    Modenschauen, Industrie, Event + Gala

  • Dj Mixfleck
    Beiträge
    560
    • 19. November 2002 um 19:53
    • #63

    Hi,
    Nur mal ne Frage nebenbei:
    Wie alt wart Ihr denn als Ihr angefangen habt? Ich bin jetzt 15 und fange damit an. Hab nicht vor das irgendwie hauptberuflich zu machen, da habe ich andere Ziele vor Augen, aber ich finde Eure Sprünge ziemlich heftig. Erst kommen die Hifi Boxen zum Einsatz und dann auf einmal...PENG, kommen die großen Veranstaltungen. Wart Ihr da auch so alt wie ich? Ich kann mir keine besonders teuren Sachen leisten und spare mich dumm und dämlich. Bei mir geht das jetzt so Stufenweise: Tops...Monate vergehen...Subs...Monate vergehen...mehr Subs...usw. Naja...

  • Kachel
    Beiträge
    80
    • 19. November 2002 um 20:12
    • #64

    Ich bin grad mal 16; hab mit 14 1/2 angefangen; besitze jedoch nur ein kleines Mischpult und nen Doppel-CD-Player.
    Für ne PA reicht mein Geld lange nicht aus...
    Aber in meiner Schule bin ich im Technik-Team (http://www.fmt.norbert-gymnasium.de) und dort lerne bzw. habe ich gelernt (soviel wie man dort lernen kann und mitlerweile bringe ich den jüngeren das ganze bei) mit Lichttechnik (und allem drumherum) und Tontechnik umzugehen.
    Aber ich bilde mich auch noch Privat weiter (-> Internet + Praktika), denn ich will das auch mal Hauptberuflich machen.

    bis dann,
    cu,
    Kachel

  • AMLB
    Beiträge
    1.101
    • 20. November 2002 um 02:43
    • #65

    Ich war so knapp 20 Jahre alt (jung) damals und hatte gerade mein BWL-Studium begonnen! (Jawoll: Ich bin Kaufmann, arbeite aber nur noch im Beschallungsbereich) Durch gut bezahlte Jobs in den Semesterferien und die entsprechenden Einnahmen aus den Veranstaltungen konnte ich die Technik ganz gut aufstocken. Wahrscheinlich hatte ich unheimlich viel Glück, zur rechten Zeit am rechten Ort die richtigen Leute getroffen zu haben?!?!
    Heute, so glaube ich, ist der Markt unheimlich überfüllt. Wenn man nur mal die Anzeigenblätter aufschlägt und nach einer Mobildisco sucht, kann man gleich 30 Mann anrufen. Und viele unterbieten sich stetig. Gott sei Dank macht der Bereich "Mobil-Disco für private Parties und Betriebsfeste" nur noch rund 1/4 unseres Umsatzes aus. Den Rest verdienen wir mit Industrieevents (Hier ist die Konkurrenz nicht ganz so groß). Zur Zeit geht´s umsatztechnisch bei uns noch stetig bergauf, aber die Zeit wird ja wohl nicht besser (Rot-Grün lässt grüßen....). Hoffentlich können wir durch den recht breiten Kundenmix uns auch weiterhin behaupten.

    Modenschauen, Industrie, Event + Gala

  • Backi
    Beiträge
    939
    • 25. November 2002 um 17:30
    • #66

    Och, dann erzähl ich doch auch glatt mal wie ich in die Branche reingerutscht bin.
    In der 5.Klasse war ich der Erste der seinen Geburtstag nicht mit Kuchen essen und Topf schlagen gefeiert hat, sondern in der hauseigenen Bar mit Stroboskop (damals Blitzdings :smile: ), 3 Kanal Lichtorgel und 'laut' Mucke. Abgeguckt von den großen Geschwistern.
    Das wollten die Anderen aus meiner Klasse auch so machen. So hab ich mein Zeug in den Rucksack gepackt und bin mitm Fahrrad zu den gefahren. Die Waschküche wurde dann mal schnell zur Disco umfunktioniert.
    Aufgerüstet wurde dann natürlich auch. Kennt einer noch diese Conrad Lichtcomputer? 99 Programme im Festspeicher und 8 Lastausgänge à 60W für 100DM! 2x Holzlatten, 8x E27 Fassungen dran, Reflektorlampen rein und 2x 15m LaKa (like 'empire electronics'). Boa was konnte man damit prollen "ey, ich hab 'n LichtCOMPUTER" :smile:
    In die Elektrotechnik bin ich auch irgendwie reingerutscht. So hab ich mit 16 einen Lichtcomputer (Microcontroller) im Alu-Koffer gebastelt 6x Dimmer à 300W 6x Switch à 2000W (nicht nachmachen! Elektriker hat sich das angeguckt und 'n Stempel drunter gesetzt!).
    DMX Sender basteln war dann doch zuviel und so haben die Fertiggeräte die Bausätze ersetzt.
    Durch Vitamin B bin ich Techniker einer Disco geworden und durch Folgeaufträge und Zufälle bin ich auch DJ. Wobei das nur des Geldes wegen und aus Intresse an Musik.
    Zur Zeit vollende ich mein 19. Lebensjahr und möchte nach meiner Ausbildung zum Kommunikationselektroniker fest in der VA-Branche arbeiten. Mal schaun wie ich mich da noch weiterbilde. Selbstständigkeit kommt aber nicht in Frage.
    So...ich reich das Mikro jetzt mal weiter :smile:
    Ein erfolgreiches Leben wünscht

    Backi

  • Anonymous
    Gast
    • 25. November 2002 um 20:05
    • #67

    naja Ich hab mit 14 angefangen in der schule Musik zu machen und Konzerte zu geben. Mit der zeit musste ich lernen mit Auf/abzubauen. So hab Ich bis 15 war zugeschaut und Kisten geschleppt. Dann bin ich in einen kleinen Club gekommen und hab die technik gemacht mit Marke Eigenbau.
    Punk aber nur scheisse Laut :smile:
    Mit 16 hat mich ein anderer Club gefragt ob ich nicht lust haette dort die Technik zu machen.
    Seitdem Mach ich dort die technik
    ( http://www.musichall-worpswede.de).
    Über den Laden dann weiter an andere Firmen gekommen usw.

    Und jetzt bin ich 18 und Eric Burdon oder Wishbone Ash waren Begeistert von meinen Sound.

    gruss Micha

  • Arieba
    Beiträge
    766
    • 3. Dezember 2002 um 15:46
    • #68

    Servus!

    Also mein Tipp: Mach es entweder Fulltime und richtig (Klein Anfangen, Boxen selber bauen, aber nicht am eigentlichen Material und Deiner eigenen Zeit sparen), gutes gebrauchtes Equipment kaufen. Spezialisiere Dich. Mach nicht alles zu jedem Preis. Überzeuge durch Leistung! Bleib lieber klein und fein als gross und unprofessionell. Das Kostet vorallem Zeit und Nerven und irgenwann Deine Kundschaft!

    Alles schön in Cases, kein Billig-Nachbauschrott kaufen und immer einen "grossen" Bruder an der Hand haben, der das gleiche Equipment hat wie Du (zum zumieten!)

    Gruss

    Michel

    ... und W-Bins sind doch lauter als der Rest!

  • MarcoMPL
    Beiträge
    223
    • 5. Dezember 2002 um 20:54
    • #69

    Bei mir hat das ganze bei einem Konzert (vor ca. 8 Jahren) angefangen. Hab die vielen bunten Lampen gesehen, und als die sich dann auch noch bewegt haben, unglaublich.

    Ja, nächster Schritt war Conrad. Eine
    Nebelmaschine musste her, ein paar Fluter
    aus dem Baumarkt ein paar Schalter und Taster
    und dann den Lötkolben in die Hand.
    Farbfilter mit Tesa vor die Fluter dran.
    Die Fluter hab ich dann mit den Miniatur-Tastern vom Conrad angesteuert.... 2A ...und
    ich hab mich gewundert warum die so schnell kaputt waren. Naja, dann gings weiter mit
    einem ausgemusterten Diaprojektor. Dem hab ich dann einen Spiegel vorgesetzt usw....ich glaub da könnte ich noch lange weitererzählen.
    Aber man freut sich doch immer wieder wie das
    alles so begonnen hat......

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: MarcoMPL am 2002-12-05 20:54 ]</font>

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: MarcoMPL am 2002-12-05 20:54 ]</font>

  • DJ-JAJA
    Reaktionen
    16
    Beiträge
    4.137
    • 7. Dezember 2002 um 23:22
    • #70

    .

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
    _____________________________________
    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

    Einmal editiert, zuletzt von DJ-JAJA (16. November 2013 um 13:10)

  • magicgynnii
    Beiträge
    281
    • 9. Dezember 2002 um 11:54
    • #71

    Hi,
    dann werde ich als Neuling hier im Forum meinen Werdegang beschreiben:

    Zuvor: ich mache das Ganze auch neben dem Beruf :wink:

    Schon immer interessiert an Beschallungstechnik, aber Ahnung nur von Hifi- Equipment wurde von unserem Zauberverein vor ca. 12 Jahren (da war ich 38) an mich herangetragen, wir sollten uns doch mal eine kleine Anlage kaufen (zur Beschallung von Galas, hauptsächlich Sprache und Musik vom Band). Da wir eimmer ein Schweinegeld für die Benutzung der Anlagen und die Techniker in den Hallen bezahlen mussten, haben wir dann angefangen zu rechnen. Unser Kassierer (und Techniker in einer Person - nämlich ich :wink:) hat das Ganze erst einmal blockiert Das ging so über Jahre. Wir haben immer die Hallentechnik benutzt oder bei einem Verleiher hier in Frankfurt eine Anlage dazugemietet. Während der Zeit habe ich mir, da ich immer für die Bedienung sorgen musste, die ersten Knntnisse angeeignet.
    Als dann bei mir persönlich mal etwas Geld frei wurde, habe ich mir vor 5 Jahren ein gebrauchtes AA Craaft 16-Kanalmischpult, 2 Dynacord 18-Zöller, 2 12-3er Boxen, passende Endstufe, ein paar Mikrofone und.. und gekauft. Sehr schnell hat sich im Bekanntenkreis, zu dem auch Vereine, Kirchen usw. gehören herumgesprochen, dass "der Gynnii eine PA hat" **gg**. Dazu kamen einige kleinere Bands, die sich immer wieder mal das Equipment ausgeliehen haben. Am Anfang noch ganz ohne Peripherie kamen dann nach und nach die ersten Geräte dazu (Gebrauchtes und von der Ohr-Firma :smile:
    Parallel dazu wurde die alten Dynacord durch neue Endstufe und Lautsprecher ersetzt. Das Powermate (ohne Subgruppen, Muteschalter und mit nur 3 Auxen) kam kaum zum Einsatz (eigentlich schade drum, es hat einen guten Klang) und wurde durch ein Mackie 24/4 VLZ ergänzt. Zusätzlich noch ein paar kleine Mixer (auch 2 Ohren :wink:), Endstufen und Lautsprecher.
    Vor einem Halben Jahr musste ich mir dann noch etwas "größeres" anschaffen: ein Midas Venice 320 und ein Dynacord Xa- System (das "alte" mit den großen Mittel-Hochtönern). Für kleiner Sachen habe ich mir noch ein Soundcraft LX zugelegt. Es versteht sich von selbst, dass der "Pripheriepark" mitgewachsen ist, haupsächlich TC- Geräte ("Die drei" : M-one und -XL, D-Two, Triple C), dbx, Lexicon, Gates immer noch vom Ohr :wink: Und natürlich Mikrofone "fast" ohne Ende. Bei den Monitoren "fahre" ich ebenfalls Dynacord aktiv und passiv.
    Mit dem Licht hat es sich ähnlich entwickelt wie mit dem Audio- Equipment. Nur habe ich wegen der Zauberei wahrscheinlich etwas mehr Theater- Equipment stehen als ein "normaler" Verleiher.
    Zusätzlich fing ich dann auch an, Aufnahmen zu machen. Auch das ging auch eher per Zufall los. "Kannste mal das Konzert mitschneiden?" OK, Kassettenrecorder an die Tape-Outs. Dann irgendwann mal ein Mackie 1402 VLZ Pro neben den "großen" Mischer gestellt, aus den Subgruppen raus und noch zwei, drei Kanäle (Sologesang z.B.) zusätzlich gesplittet. Das Ganze dann auf DAT, Minidisk oder CD gemischt. Später kam denn ein Yamaha 01V mit einem Roland 8-Spur HD-Recorder dazu. Inzwischen bin ich dabei, mein Arbeitszimmer in ein kleines Projektstudio umzuwandeln (Meine Putzfrau wird mich schlachten :wink:) Inzwischen sind in meinem "Ministudio" 4 CDs entstanden - kleine Bands, mit Auflagen zwischen 1000 und 3000, im Selbstvertrieb. Gemastert wurde das Ganze natürlich von Profis. Auch der eine oder andere Profi hat auf einigen Stücken uns seine Gitarren- und Keyboardklänge dazu(fast)spendiert.
    Die kleinen Anlagen sind viel unterwegs und verdienen eigentlich das Geld. Die Dynacord Chorus Line ist so 3-4 Mal im Monat im Einsatz, (kleine Konzerte, Veranstaltungen in Kirchengemeinden etc.) die Xa kommt eher selten zum Zug. Ich war es nur Leid, ab 300 Leuten immer wieder was zumieten zu müssen. Alles in Allem ist es für mich immer noch ein Hobby, mit dem ich ganz gut Geld zuverdienen kann. Die Preise in Frankfurt sind relativ im "Keller", weil wir für die Stadt und im Umland eigentlich zu viele Verleiher haben. (Einer der größeren wollte wohl zu schnell zu groß werden und geht im Moment finanziell den Bach runter). Ich habe aber meinen eigenen Kundenkreis, der sich auf mich verlässt und zufrieden ist, billiger als der Mitbewerb bin ich (von wenigen Einzelfällen abgesehen) nicht. Nur- ich weiß, was mein Equipment kann und was nicht, ich bleibe bei meinen Leisten. Dort, wo ich Sachen an Kirchengemeinden vermiete, habe ich (meist jüngere) Helfer, die sich mit dem Equipment inzwischen auskennen; die Jungs verdienen sich dann, wenn ich irgendwo was "größeres" habe recht gutes Taschengeld hinzu. Angebote, die meine Möglichkeiten übersteigen, lehne ich ab. Außerdem arbeite ich eng mit einem der (auch kleineren) hauptberuflichen Verleiher zusammen, wir helfen uns gegenseitig aus und nehmen uns nicht die Wurst vom Brot.
    Achja, zum Thema DJ und Preise: Ich arbeite hauptsächleich mit einem DJ zusammen, der den Namen auch verdient. Der spielt eben nicht, was ihm gefällt, sondern geht auf sein Publikum ein. So einer muß einerseits stets auf dem neuesten Stand -in allen Bereichen - sein mit seinen CDs - das kostet ne Menge - und andererseits für alle Geschmäcker was vorhalten. Den Mann kann ich genauso auf eine Gruppe Pubertierender loslassen wie auf eine Rentnerfete (ham sie mal nen Walzer da - Hugo Strasser bis zum Abwinken **brrr**). Der kriegt unter 250 Euronen den Hintern nicht aus dem Sessel - und das ist berechtigterweise Schmerzgrenze.
    So, jetzt wisst Ihr, mit wem ihrs beim Gynnii zu tun habt und ich bin bereit für die Prügel **gg**

    Gruß Günter


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: magicgynnii am 2002-12-09 12:39 ]</font>

    Ich mach mir nichts aus Marschmusik,
    ich mach mir nichts aus Schach.
    Die Marschmusik macht mir zu viel,
    und Schach zu wenig Krach.
    Robert Gernhardt

  • Andreas Vieten
    Beiträge
    253
    • 18. Dezember 2002 um 07:48
    • #72

    Mein erstes wirklich komplett selbst gemischtes Konzert hab ich mit 16 (vor vier jahren)gemacht, das kam so: Seit ich 13 oder 14 bin beschäftige ich mich mit Cubase, irgendwann kam da VST, also da basics abgerafft (was macht ein eq. kompressor etc..), mich dann an jemanden gehängt (so über freunde von verwandten) der ein eigenens studio hatte und auch oft live-jobs gemacht hat, von ihm im studio ne menge über analoge signalbearbeitung gelernt (kannte ja nur software-digital :wink: und bei live sachen öfters über die schulter geblickt. dann sollte irgendwann an unserer schule ein konzert aller bands die aus schülern der schule bestehen stattfinden, und man hat mich halt gefragt..da das ja mitten in der woche war hab ich dann mal alles ausgeliehen, schule hat ja bezahlt :wink: das war sone blau beflockte hk-pa mit 3 bässen und zwei tops pro seite, vier peavey aktiv monitore und als foh-pult ein promix 01..also fürs erst mal eigentlich shon viel..und das hat gleich so gut funktioniert, das mich der direktor schon beim soundcheck entrüstet darum gebeten hat, dochmal ein wenig leiser zu machen. der sound war auch bei einer band schon echt gut, das war ne black-metal band, der schlagzeuger war n kumpel von mir und wusste als einziger da wie man ein schlagzeug stimmt. die anderen bands waren halt so 8.-10. klasse bands die teilweise beatles-stücke gespielt haben..das war schlimm! gott sei dank war für drei von fünf bands der erste auftritt, deshalb wussten die garned was monitorsound überhaupt is, hatte ja noch nedmal n eq für die monitorwege dabei :wink: sehr praktisch war das die aula meiner ehemaligen schule wirklich gut klingt, sechseckiger grundriss, viele vorhänge und sone seltsame deckenkonstruktion mit unendlich vielen kleinen streben, sehr angenehmer kurzer nachhall, deswegen sind da auch öfter mal klassik-konzerte. das licht war übrigens son koffer mit 2*4 mini-kannen und nem in den koffer direkt eingebauten controller..sound to light und man hat nichts gesehen! :wink: bei der schon erwähnten black-metal band haben wir übrigens noch irgendein mikro (neben dem d112) in die kick getan, das an einen 12-watt prince gitarren verstärker gehangen und über den kopfhörer ausgang ein billig-strobo getriggert! da waren wir vielleicht stolz! :wink:hab seitdem ca 30 VAs alleine gemacht (davon 15 mit dem promix) und hab bei vielen anderen gelegenheiten meinem chef als hand geholfen, bzw ihm am foh-platz über die schulter geblickt, mach jetzt grade zivi und öfters am WE VAs, mit ner dynacord powermax 5 und nem AH mix Wizard 16-2 mit 10 he outboard zeug (miete ich natürlich an)...das promix hat aber bessere eqs, schade das es keine inserts hat sonst würde ich das immer nehmen..hab auch schonmal auf nem kleinen festival auf nem midas venice mit 20he outboard-zeug (fast nur dbx, bss, spl, das macht schon spass)gemischt, pa war ne cobra mit 3 f18-subs pro seite (subs über aux-weg gefahren, hab ne hip-hop-combo gemischt, ohne subs was wenig bass)..habe grade ein halbjähriges Praktikum bei dem oben erwähnten Studio-Besitzer/Live-Mischer absolviert und hoffe nach dem zivi ne ausbildung als va-techniker machen zu können..foh macht spass, besonders wenns ned nur ein "schadensbegrenzungsjob" is..ausserdem is frei saufen total super (wenn man am nächsten tag abbauen kann :wink:

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Fat A am 2002-12-18 08:06 ]</font>

  • Electronigger
    Beiträge
    40
    • 25. Dezember 2002 um 04:22
    • #73

    Angefangen hat bei mir alles mit damals 15.
    über vitamin b bin ich an eine va gekommen,
    reine sprachbeschallung mit hintergrundmukke.
    boxen eigenbau 4 x 10"/1" auf stativ, selbstbauamp, djmixer, sm58, sony cdplayer
    aufbau morgens 8 abbau 16 uhr, umsatz 850,- DM geld in neuen crownamp mit finanzspritze von vater investiert, noch drei va im gleichen jahr vom selben veranstalter zum jeweils gleichen preis bekommen, gewinn in mixer-taschengeld-kabel-jbl tr125 holz-investiert, mit 16 va-technikerlehre angefangen, während der lehrzeit schon firma angemeldet, nach der prüfung gleich industriejobs bekommen, als freelancer gearbeitet. im moment gründung einer holding mit drei weiteren firmen ( grosspaverleiher-
    video-postprostudio ) in 2003 vertraglich schon 80 va fest. hoffentlich ist mein zivildienst bald vorbei!!!

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Electronigger am 2002-12-25 05:16 ]</font>

  • aw-audio
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    4.243
    • 29. Dezember 2002 um 02:38
    • #74

    Ich hab eigentlich erst vor 3 jahren angefangen und bin quasi noch ein Grünling, hab aber vom Technichen her schon einiges an Know how, was nur wartet umgesetzt zu werden.
    Mit Aufträgen stecke ich auch noch in den Kinderschuhen, ne party und hochzeit hier und da, aber mehr als 5Aufträge im jahr hat ich nicht. Mit Werbe zeugs halte ich mich auch noch bedekt, weil ich erstmal eine Grund austattung brauche.
    Hab schon ne komplett horngeladene Pa gebaut, mit der man schon gute 800er Partys machen kann. Lichtmäßig hab ich noch nicht so viel, 2 4er bars Par64er , 2 Walzenscanner , nebel, eurlolite Show stand (*schnief*). in diesen knappen 3 jahren hab ich ca. 4400€ für mein Pa ausgegeben, aber eine menge dafür erhalten.
    z.Z geh ich noch zur Berufs-schule als Automatisierungs assistent.
    In den Osterferien mach ich ein Praktkum bei einen der "grossen" um mal zusehen wies gewerblich abgeht.
    Da ich ja eher noch zu den kistenschlepper gehöre (gerade wenn ich an meine 670l Hörner denke).
    Nun meine Preise sind auch extrem knapp kalkuliert.
    Unzwar aus 3 Gründen
    Nr1) ich bin noch arg semi, z.t weil selbsgebaute boxen etc.
    Nr2) weil ich zu denen gehöre, die mit sich reden lasse, damit nicht gleich die Party un durchführbar wird, aus budget mangel) und
    Nr3) weil ich einfach spass an der sache habe, meine erzeugnisse und errungenschaften meinem Publikum zu präsentieren.
    Naja mal sehen was die Zukunft bringt, und ob ich auch ma das ein oder andere eaw stack in der Garage hab.

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: aw-audio am 2002-12-29 03:02 ]</font>

  • gobogeek
    Verifiziert
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    • 30. Dezember 2002 um 13:29
    • #75

    vor ca 3 jahren (mit 17) das erste mal licht gemacht (nur knöpfedrückerei.. hab damals in einer band gespielt und hab dann nach unserem auftritt für die anderen bands ein bisschen herumgedrückt :wink:). davor in der schul-rock-band gespielt, in der bigband und bei einem schulmusical (grease.. hehe), die zweite gitarre gespielt.. hab mich da von anfang an eigentlich für va technik interessiert (so ab 14 ca), hab immer brav beim auf und abbauen geholfen wenn die rockband mal gespielt hat.. unser damaliger tontechniker (mein jetziger freund, aber erst seit 2 jahren) machte grade die sae und durch ihn bin ich dann später (mit 17 ca) ans mitarbeiten bei seinen veranstaltungen (meistens kleine va´s aber auch hin und wieder was "großes" [natürlich nicht die wiesenfestivals aber größer als klein..]) gekommen.. zuerst nur schleppen und mithelfen wo´s ging.. dann mal ein bisschen licht-machen gelernt.. und so gings dann weiter... -seit damals gehör ich auch zu jkproductions- http://www.jkproductions.at! jetzt mach ich hin und wieder licht bei auftritten von zb burntime, slamming seed (bands aus wien mit denen wir beide des öfteren unterwegs sind) und auch auf diversen parties (von befreundeten crews organisierte..)- je nachdem, immer wenn mich jemand fragt =)
    aber ist nicht mein hauptjob. leider..
    eigentlich such ich grad eine stelle als multimedia designer...
    naja. die nächste arbeit die ich machen werde ist am 4.1. die musical version von the wall (http://www.thewall-stp.com). da machen wir (jkproductions) ton- und licht.. ich bin da hauptsächlich für organisation zuständig (produktionsleitung und sowas.. hehe).
    recht viel mehr gibts da nicht zu sagen =)
    sorry, ist ein bisschen durcheinander geschrieben.. hehe..

    mfg
    stephi

    drop movinglights, not bombs! ;)

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    • 7. Januar 2003 um 18:06
    • #76

    Ich habe angefangen vor ca 8 Jahren. Bin bei der Band meines Dads immer dabei gewesen und habe dem Techniker über die Schulter geschaut und dumme Fragen gestellt.
    Zu Hause gabs ein kleines Studio wo ich basteln konnte und so erfuhr ich welcher Regler was macht. Dann musste ich die Anlage für meine entstandene eigene Band im Keller aufbauen und auch mal ne Aufnahme machen. Irgendwann hab ich dann den Mixer in Daddys Band abgelöst. Gefahren wurde meistens ein System mit 4 Bose 802 Serie II und 2 Bose 502 BP. Pult war ein Mitec Performer und MEIN (noch immer vorhandenes Siderack) hatte ein DRP 15, ein Quadraverb, ein paar Composer und ein Phonic EQ sowie den wunderbar fummeligen Alesis 1 HE EQ. Die Band war sehr erfahren und diszipliniert, so dass ich eigentlich schon recht früh (meiner Meinung nach) annehmbare Sounds produzierte). In unserem Keller "produzierte" ich mit für lau geliehenen ADATs (Beziehungen sind so was von wichtig) Demo Aufnahmen für befreundete Bands, sowie für die eigene Band. Mit 18 stieg ich dann als freier Mitarbeiter in einr Firma im nächsten Ort ein. Bei der ich noch heute arbeite. Leider machen wir aus Kostengründen kaum noch Livebands, da wir einfach nicht so billig können. Also freue ich mich immer, wenn mal irgendwo jemand ausfällt, ne andere Firma mich bucht oder immer mal wieder Bands ankommen. Leider habe ich nur ein feste Band zur Zeit, so dass ich leider maximal 15 Livemusik VA im Jahr machen kann. Der Rest sind dann meistens eher langweilige Industrie Geschichten. ganz vergessen, angefangen habe ich ja mit Licht. Ein 12/2er MA, 2x6er von hinten, 2x4er Bar von vorne und schön im Takt die Flash Tasten gewechselt. *grins*

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