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Dumping beim Personal

  • tufkaklto
  • 14. Juni 2010 um 21:54
  • falcocgn
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    • 18. Juni 2010 um 09:39
    • #21

    Guten Morgen,

    was ist denn normal, frage ich in die Runde. Wir können uns nicht alleine an den genannten 150€ festhalten, sondern müssen auch die abgefragte Leistung berücksichtigen. Ich fand die 150€ auch sehr frech für die Aufgabe.

    Doch was war die Aufgabe? Rigging? Wie lange? Halber Tag? Ganzer Tag? Aus Erfahrung weiss ich, dass nach dem nächtlichen Roll-Over am Morgen i.d.R. nur noch die Bühne steht. Die dann zu erledigenden Arbeiten bestehen aus Zuarbeit für den Bühnenbauer. Also Anschläge setzen für den Kran, Teil-Demontage in der Höhe usw. Das sind dann schon anspruchsvolle Sachen. Dieser Tag wird auch nicht nach 6 Stunden=halber Tag fertig sein. Fazit: zu billig.

    Für andere Tätigkeiten, wie z.B. Helfer sind 150€ schon richtig gut. Hier in NRW sind zwischen 10,50 (Konzert) und 11,30 (Industrie) pro Stunde normal. Nun vergleiche ich das aber mit den Sätzen, die dafür vor 10 Jahren gezahlt wurden. Damals waren 18DM = 9,20€ normal. Vor 10 Jahren! Das entspricht einer linearen Steigerung von 14,13% bei den Hands ohne dass wir je über Inflation oder real gestiegene Kosten gesprochen haben. Bei den Hand-Agenturen ein ähnliches Bild: Damals 25DM = 12,78€ und heute 14,50€ (als guter Schnitt). Ein "Anstieg" von 13,46%. Mit anderen Worten: die Schere klafft auch noch auseinander. Trotzdem wollen alle den qualifizierten (Ha-ha), vollständig versicherten, gewerbetreibenden, gut englisch-sprechenden, mitdenkenden und mit kompletter PSA ausgestatteten Hand, der ohne Murren oder Berechnung auch mal 100Km fährt.

    Das nur als Anregung. Das Argument: "Dann macht es halt ein anderer für das Geld" kann ich auch schon nicht mehr hören. Das wird doch schon seit Adam und Eva gebracht. Ich hatte beim Konzert einer Männer-Softgesangstruppe aus dem Osten vier mitreisende Hands, die für 75€ Tagespauschale ausgebeutet wurden. Die waren auch noch richtig gut und nett. Doch trotzdem wurden nur Arbeitstage gezahlt, fahren und essen mussten die selber zahlen. Ein Tageszimmer bekamen die nur nach betteln!

    So, und nun wissen alle mitlesenden Kollegen wo die Handsätze liegen (sollten).

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  • tufkaklto
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    • 18. Juni 2010 um 09:44
    • #22

    Ich nkann Euch garantieren, das auch ein Ton oder Lichtmann durchaus genügent teure Ausrüstung benötigt.

    Wenn ich in meinen Toolkoffer sehe, dann liegt da ein Vermögen drin.

    Von teurer Software mal gar nicht zu reden.

    Wenn man da ernsthaft betreibt, dann benötigt man viel Zeit und Geld.

    Und dann kann man Jobs nicht einfach "so" machen.

    Und das ist auch ein Problem an den billigen gagen.
    Zeit, um sich weiterzubilden bleibt nicht, denn für das Geld muß man viel raus.
    Und man kann es sich nicht leisten.

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  • tufkaklto
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    • 18. Juni 2010 um 09:47
    • #23
    Zitat von "Jueof"

    150 sind in nordhessen/thüringen schon fast normal und zwar mit einem deutlichem gefälle gen osten. Froh ist wer nach getaner arbeit nicht auch noch kämpfen muß es zu bekommen :shock: Irgendwie finden die aber auch immer wieder personal :roll:


    Sowas höre ich immer wieder aus allen Ecken Deutschlands.

    Und ich kann EUch garantieren, es stimmt nicht.

    Es gibt in allen gegenden Firmen, wo Gagen von 250-280 ganz normal sind !!!!!
    Ist nur eine frage, an welchen Firmen man sich orientiert.

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  • skyworker
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    • 18. Juni 2010 um 10:58
    • #24

    Klaus - ich weiß wohl, dass Tonkutschers Toolcase auch eine Schatulle voll teurem Zeug ist ^^ Ich geb ja auch zu, dass ich etwas blumig geschrieben habe da oben. Aber Fakt ist nun mal, dass ich mein Leben ans Seil hänge - und da halt "wieder mal nur tonale Grütze aufs Ohr der Gäste loslässt" ...

    SKY duckt sich, rennt weg und weiß im Grunde seiner Seele ja, dass der Klaus auch diesen Satz richtig versteht ^^

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Online
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    • 18. Juni 2010 um 11:46
    • #25

    Ich kann bestätigen, dass die Gagen für wirklich Professionell wohl in DE höher sind, als hier allgemein diskutiert.

    Wir haben schon verschiedentlich Personal aus DE gehired und unter 250 ging da eigentlich nichts. Im Gegenteil: Wir stellen fest, dass die Tagesgagen für - ich sag's gerne nochmal - PROFESSIONELLES Personal - gerade auch im Licht- und Videobereich - in den letzten 2 Jahren eher gesteigen ist.

  • falcocgn
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    • 19. Juni 2010 um 11:59
    • #26
    Zitat von "ADMIN"

    1.) Auf einem Markt bilden sich die Preise nach Angebot und Nachfrage. Und ja, wir haben nicht nur zu viel Material im Markt...

    2.) Die Gewerkschaften wollen 7,50 Euro als Mindestlohn durchsetzen. Das wären auf 8 Stunde 60,- Euro, auf 10 Stunden 75,- Euro. (Und die Gewerkschaften wollen das nicht deswegen durchsetzen, weil alle schon mehr bekommen. Es gibt Tariflöhne unter 5,- Euro, es gibt Schauspieler, die sich für 25,- Euro Tagesgage auf die Bühne stellen (Proben natürlich unbezahlt))


    Zu 1. Der demographische Faktor wird dafür sorgen, dass es sehr bald einen physischen Mangel an Personal geben wird. Der psychische Mangel macht sich bereits bemerkbar bei den Lehrlingen. Ich habe von Firmen gehört, die ausbilden wollen aber keinen einigermaßen akzeptablen Bewerber gefunden haben. Zu manchen Hochsaison-Zeiten haben wir bereits jetzt schon einen Mangel an allem. Und trotzdem kommen Agenturen und einzelne Personen mit unterirdischen Sätzen an.

    Zu. 2. Richtig. Der Mindestlohn gilt immer für die allerunterste aller Lohngruppen: ungelernt. Mit 7,50€ würde so mancher Hand oder Jungtechniker schon ganz gut dastehen, wenn er seine tolle Selbständigkeit mal realistisch dagegen rechnet. In den aktuellen, branchennahen Tarifverträgen werden für alle anderen Tätigkeiten schon sehr ordentliche Löhne vereinbart. Ich empfehle als Abendlektüre den Tarifvertrag der Film- und Fernsehschaffenden: http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?si=1&id=4b264f2ae6af0&akt=filmfernsehproduktion_tarifvertraege&view=&lang=1

    und: http://www.connexx-av.de/upload/m4b264f2ae6af0_verweis2.pdf

    Viel Spaß.

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  • rockline
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    • 24. Juni 2010 um 20:43
    • #27

    1.) Ganz einfache Rechnung: 21 Arbeitstage im Monat a 7 Stunden (35 Stunden Woche) x 150.- Nettogage sind 3150.- Monatsumsatz zzgl 19% = 3748,50 Bruttoumsatz (wenn man das mal mit einem Job in der Wirtschaft vergleichen würde). Hat der Kollege einen vollen Terminkalender für 12 Monate ist das eine Jahresgage von 44982 Euro Brutto!
    Wäre er in einer Firma mit dem Job eines Gerüstkletterers fest angestellt sollte er sich bei fast 45000 Euro PA schon glücklich schätzen. Ich kenne Leute im Baugewerbe, die für weit weniger Jahresgage ein Layergerüst bis zum 5. Stock aufstellen müssen. Was eine PSA ist wissen die im übrigen überhaupt nicht.
    2.) Niemand muss für 150.- irgendwo hochklettern wozu ihm/ihr nicht behagt. Und dennoch gibt es auch zum Beispiel den Beruf des Dachdeckers, wo Arbeitnehmer für 1600.- Netto jeden Tag auf Dächern herumturnen, und dabei grade mal die Sohlen ihrer Arbeitsschuhe als PSA betrachten. Rechne ich mal runter, dann bekommt ein Dachdecker rund 76.- am Tag für seine Arbeit in luftiger Höhe.
    Man sollte auch mal darüber nachdenken, ob der Rigger der für 150.-/Tag arbeitet diesen Job unbedingt macht, weil er sonst nichts anderes findet?
    3.) Das Lohngefälle in der kompletten Veranstaltungsszene (die breite Basis hier unten...) kommt aus der freiwilligen Begeisterung und dem unbedingten Willen in dieser "coolen" Branche tätig sein zu können. Egal was es bringt - Hauptsache dabei.

    Insgesamt kann man mit dem Kopf schütteln oder nicht: es wird immer und überall jemanden geben der es noch billiger macht, weil er es einfach toll findet. Darüber zu diskutieren hat doch genauso wenig Zweck wie den Mindestlohn für einen Licht oder Tononkel zu diktieren. Und von den Leuten die es einfach toll finden, und mit einer kleinen Aufwandsentschädigung zufrieden sind gibt es immer mehr!

  • tufkaklto
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    • 24. Juni 2010 um 22:07
    • #28

    Ich gebe Dir Recht.
    Aber Du hast auf Brutto hochgerechnet.

    Da müßte man dann die Einkommenssteuererklärung vergleichen, um das wirklich aussagekräftig zu haben.

    Und ich denke, da kommt man dann auch auf die 1600,-- netto, allerdings bei weit mehr Stunden.
    Das würde ich eher als Realität sehen.

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  • rockline
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    • 24. Juni 2010 um 22:28
    • #29

    Sagen wir das mal so Klaus, 1600.- Netto ist für einen Dachdecker mit Steuerklasse 1 sicherlich schon ganz gut - bei normalem Stundenaufkommen und ohne Schwarzgeldquellen. Und auffem Dach ist das auch nicht ungefährlich.
    Ein Freiberufler der 150.- plus Steuer (er muss ja 19% aufschlagen) am Tag aufruft, macht bei 21 Arbeitstagen konsequenter Beschäftigung theoretisch 3780.- Monatsbrutto. Viel mehr haut der Chef vom Dachdecker einschließlich sämtlicher Lohnnebenkosten auch nicht auf die Theke!
    Natürlich hat der Freiberufler kaum die Chance jeden Tag 150.- Netto irgendwo zu verdienen, aber dafür ist er ja auch sein selbstgewählter Chef und muss selber entscheiden ob er diesen Job machen will, oder vielleicht doch lieber beim Elektrizitätswerk bei der Kabelmontage im Freileitungsbau anfängt?
    Da wird er auch nicht wesentlich mehr verdienen als in seinem Riggerjob bei 150.- am Tag - sofern er auf 21 Arbeitstage im Monat käme.
    Ich denke das es genug Kameraden gibt die es einfach lässig finden den Mädchen in der Kneipe vorzulabern, dass sie Morgen "die Tokyo Hotel Show abbauen müssen"! Und die klettern bald auch für einen Huni - den Eindruck habe ich allmählich.

  • david kammerer
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    • 24. Juni 2010 um 23:57
    • #30

    Hallo Rockline,
    bei deiner Rechnung vergißt du aber ein paar Sachen.
    1. hat ein Angestellter Urlaub, so ca.4-6 Wochen.
    2. kommt es schon mal vor daß ein Angestellter krank ist und trotzdem weiter sein Gehalt bekommt (ohne dies vorher durch Eigenleistung abzusichern)
    3. gibt es durchaus noch Firmen, die Weihnachts- und Urlaubsgeld zahlen. Hier kommt schnell ein 13. Monatsgehalt zusammen.
    D.h. der Angestellte arbeitet 10 Monate (zwei Wochen krank mal angenommen) für 13. Monatsgehälter. Will ich das als Selbständiger auch haben, dann muß ich pro Stunde / Tag entsprechend mehr verdienen. Nicht zu vergessen die zusätzlichen Kosten für evtl. gewerbliche Haftpflicht- oder Rechtschutzversicherung, Kosten für den Stuerberater und und und...
    Wer also glaubt mit dem monatlichen Arbeitgeberbrutto "mal 12" gut leben zu können, macht sich etwas vor.

    Das große Problem unserer Branche ist meiner Meinung nach, daß sie scheinbar auf so viele eine Faszination ausübt, daß sie freiwillig in ihrer Freizeit "für lau" dort arbeiten wollen. Ich kenne kaum jemanden, der in seiner Freizeit eine komplette Küche schreinert und diese dann für einen Apfel und ein Ei vertickt, weil sie sonst nur blöd in der Garage rumsteht.
    Ich hab mich neulich mit einem Berufsmusiker unterhalten und der hat gemeint, er gründet jetzt einen Verein, dessen Ziel es ist, am Wochenende Operationen am offenen Herz zu machen. Wenn dabei die chirurgischen Geräte bezahlt sind und ein Essen rausspring, paßt es :D
    Viele Grüße

    David Kammerer

  • falcocgn
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    • 25. Juni 2010 um 00:18
    • #31

    Hallo Stefan,

    Dein Vergleich hinkt leider immer noch ein wenig. Der Dachdecker mit 1.644,48€ netto bekommt einen Brutto-Arbeitslohn: von 2.600,00€. Davon gehen ab: LSt: 372,83; SolZ: 20,51; KiSt: 29,83; KV 205,40; PV: 31,85; RV 258,70; ALV 36,40. Der Arbeitgeber zahlt an Arbeitgeberanteil 502,45€. So kostet der AN 3.102,45 (ohne die Beiträge zur Unfallversicherung). Allerdings ist der AN 25 Tage=6 Wochen in Urlaub, steht also nicht zur Verfügung. Das ist draufzurechnen und bedeutet 3.490,27€ effektive monatliche Belastung für den AG. Sollte die Auftragslage mal nicht so toll sein, muss der AN trotzdem bezahlt werden, auch wenn kurzgearbeitet wird. Das ist der Grund für die in der "freien Wirtschaft" so hohen Stundensätze.

    Der selbständige Einzelunternehmer (das ist kein Freiberufler, bitte) wird nicht jeden Monat 21 Tage Arbeit haben. Er muss, wenn er realistisch rechnet, sogar mit zwei Monaten ohne Einkünfte rechnen (Urlaub und Krankheit). Außerdem muss er sich komplett selber versichern. Das kostet ihn jeden Monat auch ca. 600€. Wenn er in ein Sommer- oder Winterloch fällt, sieht es noch schlimmer aus. Also wieso sollte jemand, dessen Taschenrechner einigermaßen funktioniert, für so wenig Geld arbeiten?

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  • tufkadib
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    • 25. Juni 2010 um 08:50
    • #32
    Zitat von "falcocgn"

    Also wieso sollte jemand, dessen Taschenrechner einigermaßen funktioniert, für so wenig Geld arbeiten?


    Weil die Bedienung des Taschenrechners keine Kernkompetenz darstellt? :D

    MfG
    DirkB

  • falcocgn
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    • 25. Juni 2010 um 10:05
    • #33

    Hallo DirkB,

    leider wird der Taschenrechner eben immer noch zu häufig durch das Milchmädchen bedient...

    Noch ein bischen weiter bei den Berechnungen:

    21 Tage x 150€= 3.150,00€ Nettoerlös
    abzgl. 600€ Versicherungen= 2.550,00
    abzgl. 21x12= 252,00€ pauschaler Verpflegungsmehraufwand (VMA) = 2.298,00
    abzgl. 198,00 sonstige betriebliche Kosten = 2.100,00
    mal 12 Monate = 25.200,00€ jährlich zu versteuerndes Einkommen
    nach EST-Tabelle für 2010 abzuziehen: 4.164€ ESt + 229€ SolZ + 374€ KiSt = 4.767€

    25.200€ abzgl. 4.767€ = 20.432€ * 12 = 1.702,66€ monatlich

    Also ist der selbständige Einzelunternehmer nicht besser gestellt als der Dachdecker. In unserem Fall gingen wir ja von einem Rigger aus, der eine wesentlich höhere Verantwortung trägt und sicher nicht 21 Tage jeden Monat in 12 Monaten beschäftigt sein wird.

    Wir erinnern uns an diesem Punkt dann auch daran, dass der Dachdecker angestellt ist und damit 6 Wochen Urlaub machen kann und er auch in Ruhe krank SEIN darf, wenn er es ist.

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • tufkadib
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    • 25. Juni 2010 um 10:29
    • #34

    Tja. Und dennoch drängen Massen ambitionierter junger Menschen in die Selbständigkeit im Veranstaltungsbereich. Die Erkenntnis, daß es eigentlich nicht klug war, keimt erst später.

    MfG
    DirkB

  • tufkaklto
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    • 25. Juni 2010 um 10:34
    • #35

    Dann rechnet man noch Fahrzeug und Materialien ein, die man benötigt, dann wird es noch weniger.

    Unabhängig von Urlaub bekommt man zumindest bei uns noch 13. +14. Monatsgehalt ( Urlaubs und Weihnachtsgeld.)

    Und man ist Krankenversichert sowie Betriebsausfallsversichert.

    Soll heißen, man bekommt das Geld auch, wenn man krank ist.

    Wir dagegen müßen uns wiederum extra versichern, damit wir im Krankheitsfall nicht bankrott gehen.
    Kostet auch wieder!!!!!

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  • rockline
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    • 25. Juni 2010 um 16:00
    • #36

    Das Gehalt des imaginären Dachdeckers habt ihr Prima auf Heller und Pfennig ausgerechnet. So genau wollte ich es eigentlich nicht wissen. Ich kenne auch einen Dachdecker, der muss mit 1400.- Netto im Monat zurechtkommen.

    Der Selbstständige muss selber sehen wie er seine Gage im Monat zusammenbekommt. Natürlich hat ein als "Rigger" tätiger Einzelunternehmer das Pech nicht regelmäßig an 5 Tagen die Woche irgendwo arbeiten zu können.
    Das muss er aber auch nicht! Denn wer sagt denn das ein Selbstständiger im Monat mehr Netto in der Tasche haben muss als unser Dachdecker aus dem Beispiel, der bei Röhrichts Dachklempnerei schafft?
    Es gibt auch Selbstständige, die es im Monat grade mal auf 1000.- Netto bringen - ob nun als Rigger oder Paketbote spielt keine Rolle. Letztlich ist doch entscheidend ob jemand in seinem ermessen irgendwo hochklettert oder nicht? Und speziell in der kompletten Szenerie der Veranstaltungsbranche (egal was man da macht) spielt doch der wirtschaftliche Aspekt kaum noch eine Rolle. Hauptsache man ist dabei!

    Vielleicht noch eine Anregung zum Thema Arbeit in luftiger Höhe: was mag der "junge Mann (aus Rumänien) zum Mitreisen" verdienen, der auf der Kirmes die Achterbahn aufbauen soll, und während der Kirmestage 7800 Mal die Sicherheitsbügel in den Gondeln zuklappt, bevor er wieder zum Abbau in 22 Meter Höhe die Bolzen der Schienen aufschraubt?
    Gibt es im Gefahrenbild einen Unterschied bei der Tätigkeit? Muss er mehr oder weniger verdienen, respektive bekommen als ein Rigger im Showbizz?

  • waldschrad99
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    • 26. Juni 2010 um 14:49
    • #37
    Zitat von "david kammerer"

    Ich hab mich neulich mit einem Berufsmusiker unterhalten und der hat gemeint, er gründet jetzt einen Verein, dessen Ziel es ist, am Wochenende Operationen am offenen Herz zu machen. Wenn dabei die chirurgischen Geräte bezahlt sind und ein Essen rausspring, paßt es :D

    ... und hier die Bedienungsanleitung dafür: :D

  • niggles
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    • 26. Juni 2010 um 15:05
    • #38
    Zitat von "rockline"

    Vielleicht noch eine Anregung zum Thema Arbeit in luftiger Höhe: was mag der "junge Mann (aus Rumänien) zum Mitreisen" verdienen, der auf der Kirmes die Achterbahn aufbauen soll, und während der Kirmestage 7800 Mal die Sicherheitsbügel in den Gondeln zuklappt, bevor er wieder zum Abbau in 22 Meter Höhe die Bolzen der Schienen aufschraubt?

    Der verdient für rumänische Verhältnisse ein Schweinegeld, hat zumindest den Sommer über keine Lebenshaltungskosten und spart sich in vielen Fällen dank Schwarzarbeit nicht nur die Sozialabgaben und Steuern, sondern ist (wenn überhaupt) nur in seinem Heimatland vergleichsweise spottbillig kranken- und unfallversichert. Was dazu führt daß hier 2 Gemeinwesen gelackmeiert sind: Das deutsche wegen entgangener Gelder und evtl. nicht bezahlter Rechnungen für Notfallrettung und Unfallversorgung. Das rumänische (bzw. seine Familie) weil die Wahrscheinlichkeit daß er seinen Beruf irgendwann wegen eines Unfalls aufgeben muß angesichts der oft nicht vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen beim Auf- und Abbau extrem hoch ist und er dann auf längere Sicht zum Sozialfall wird, ohne je nennenswerte Beiträge/Steuern eingezahlt zu haben. Leider völlig untaugliches Beispiel (und ein sehr fragwürdiges Modell den hiesigen Wohlstand zu sichern, aber das ist ein ganz anderes Thema...)

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • tufkaleho
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    • 4. Juli 2010 um 19:21
    • #39

    Hab da was interessantes gefunden, passt irgendwie zum Thema.

    http://www.my-hammer.de/db/Events-Gast…go---Anfaenger/

    Kurzfassung:
    Jemand sucht Tänzerinen für einen Event, man sucht nur "Anfänger" damit man nicht mehr als nötig zahlen.

    Kurz bei Google "20.11 rastatt" eingegeben und man hat die Musiker die auftretten.

  • waldschrad99
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    • 4. Juli 2010 um 23:24
    • #40

    http://www.atzencrew.de/forum/t.782095…in_rastatt.html
    "Zahlreiche Sponsoren unterstützen die größte Atzenparty Mittelbadens bereits."

    Leider kenne ich dieses (wirklich graußlich-dümmliche) Geseife.
    Auf 12. Kindergeburtstag vor 3 Wochen [ich hab nur das Material gestellt und blieb lieber dabei um technischen Schäden vorzubeugen] wurde der Dreck mind. 6x abgespult ab Laptop von den Kids. :shock:
    ...ja klar, für so ne Grütze finden sich (leider) immer Sponsoren :roll:
    Man erzieht / fördert somit einen unkritischen Konsumenten
    Ich wundere mich überhaupt nicht mehr über DIE TOTALE VERBLÖDUNG.

    Zurück zum Thema:
    Höchstwahrscheinlich werden diese Abzocker e.V. auch noch freiwillige/kostenlose Gogo-Tussen finden, die auf "Folge-Aufträge" hoffen.
    In Kundenverhandlungen seit letztes Jahr eines meiner "Lieblings-Wörter" :evil:
    Edit: Dummping :wink:

    Jetzt die Frage:
    Wie macht Ihr das mit Langzeit-Aufträgen (z.B. Hochzeit erst nächstes Jahr) - angesichts der Geldentwertung (steigende Lebensmittel- , Lagermiete u.a. Preise) und beginnenden Inflation. ??

    2 Mal editiert, zuletzt von waldschrad99 (5. Juli 2010 um 00:33)

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