Bei uns steht der Reparatur eines alten mischpults ins Haus. Die Frage ist mit welchen Sprays behandelt ihr Kratzen der Poti und Schieberegler sowie Schalter. Ich weiß dass das keinen Austausch der Komponenten ersetzt aber eine komplette Reparatur lohnt sich nicht mehr. Kontakt 60, Kontakt WL, Tuner 600 oder Deoxit D5 oder ???
Kontaktprobleme - Womit arbeitet ihr?
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Kontakt 60&WL geht gar nicht - das Zeug wurde ursprünglich entwickelt um 24V-Steuerkontakte im Industriebereich zu reinigen und ist viel zu aggressiv. Tuner 600 geht ganz gut für Schalter und Taster, kann aber hauchvergoldete Oberflächen (Relais!) angreifen.
Bei den Caig-Sprays gilt: D5 ist eher für Oxidschichten gedacht, für Schmutz auf edelmetallbeschichteten Kontakte gibts ein eigenes Produkt (Gold Series).
Bei den Kohle- und Leitplastik-Schleifbahnen von Fadern und Potis hilft meistens schon Kontakt IPA bzw. reiner Weingeist aus der Apotheke. Leider geht dabei immer ein Teil der Oberfläche mit verloren. Zudem haben die nach längerem Betrieb in verschmutztem Zustand oft Riefen die natürlich nicht mehr weg gehen...
Für Leitplastik gibt/gab es von Studer einen Spezialreiniger (Reinigungsflüssigkeit Rot) der hervorragend funktionierte und diesen Nachteil nicht hat. Alternativ hat Caig da einiges im Programm, das hab ich aber selber noch nicht probiert. -
Hi,
meine Erfahrung ist, dass Kontakt 60 + WL bei 'normalen' Drehpotis durchaus funktioniert.
Bei Fadern hängt meist Staub (+ Asche) im Fader, da kann man nehmen was man will, irgendwann kommt das Problem wieder (oder der Schleifer 'fault' ab).
Schalter sollten eigentlich nach ein paarmaligen Umschalten wieder funktionieren. Bei starken Problemen im Hinterkopf behalten, dass ein ausgetrockneter Elko auch keine so gute DC Entkopplung mehr macht...Tomy
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Ballistol hat auch recht gut funktioniert bei einer älteren Aktivweiche. In wie weit dazu/davon an/abzuraten ist, sollten aber andere entscheiden. Ich fand die Wirkung gut.
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Die halboffenen Kohlebahn-Potis aus Consumergeräten und Musikerelektronik lassen sich mit Kontakt 60/WL hervorragend reinigen. Blöderweise werden sie aber durch die angegriffenen Oberflächen "süchtig" nach dem Zeug und müssen in immer kürzeren Abständen damit behandelt werden :?
Bei Leitplastik (Fader) ist das sowieso Quatsch. Die zerstörte Oberfläche hört man nach der Reinigung durch leises Knistern und Knirschen im Signal das sehr bald immer lauter wird - und dann ist das Teil endgültig hin.
Ballistol ist nach erfolgter Grundreinigung eigentlich keine schlechte Sache weil es die metallische Oberfläche vor allem vom Schleifer (der mit der Zeit seine Gold- oder Silberbeschichtung verloren hat) vor erneuter Oxidation schützt. Blöderweise fängt die Schmiere die es hinterlässt zuverlässig Staub und feinen Sand ein und wirkt dadurch wie eine Schleifpaste. Ballistol ist eine typische "Tour-Lösung": Für ein paar Wochen oder Monate kann man damit krachenden Potis wunderbar das Maul stopfen, danach ist der Austausch aber unvermeidbar. -
Zitat von "rof"
Bei uns steht der Reparatur eines alten mischpults ins Haus. Die Frage ist mit welchen Sprays behandelt ihr Kratzen der Poti und Schieberegler sowie Schalter.
Wenn es dauerhaft werden soll, dann helfen Sprays nur eingeschränkt weiter. Gut bewährt hat sich folgende Vorgehensweise:
- Poti zerlegen
- Schleifer, Mittelkontakt und Widerstandsbahn mit reinem Alkohol (Vergällungsmittel hinterläßt weiße Rückstände) reinigen
- Mittelkontakt zusätzlich mit Glasfaserpinsel von Oxid säubern
- Widerstandsbahn und Kohlepips am Schleifer sowie Mittelkontakt mit ein wenig Pulmotin einschmieren
- zusammenbauenBei billigen halboffenen Potis (das sind so ziemlich alle, die heutzutage verbaut werden, weil hochwertige Potis eben ab ca. 15€/Stck. kosten) würde ich evtl. das Pulmotin weglassen, um schnellere Staubanhaftung zu vermeiden.
MfG
DirkB -
Hab vor 10 Jahren auf der Musikmesse die Caig Produkte kennen gelernt und muss sagen die Sachen sind megatoll. Die Produktpalette bietet für fast alle Probleme die richtigen Produkte an. Einfach mal auf der Messe mal mit den Leuten sprechen oder Kontakt mit Ihnen aufnehmen! Wenns aber wirklich mit Spray nicht mehr tut dann auswechseln. Aber für so 0815 Sachen tun die Caig Sachen voll zufiedenstellend Ihren Dienst.
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Kontakt WL und Kontakt 61
Wichtig ist die Reihenfolge erst WL dann 61 !
Eingeschliffene Widerstandsbahnen belebt man damit nicht wieder. Typisch bei Potis aus Pulten diese sind defekt.
Kontakt Probleme vom Schleifer kann man bei Potis die sich nicht öffnen lassen versuchen gängig zu bekommen. Wenn sie sich öffnen lassen. Aufmachen mit Glasfaser Pinsel das Oxid von den Kontaktbahn holen. Ich meine den inneren Schleifer nicht die Widerstandsbahn
. Etwas Kontakt 61 drauf und zu machen.Das Kontakt 61 schmiert und verhindert Korrosion.
WL gibt es als Lösung im 1l Behälter.
Ein weiterer Weg ist das Ultraschall Bad. Mit dem richtigen Reinigungsmittel. So ins Bad legen damit nicht das Fett aus der Achse gelöst wird.
Für den Schutz von Kontakten kann man entweder das Kontakt 61 benutzen oder reines Silikonöl. Aber ganz wenig. Das legt einen Film über den Kontakt der dann weggeschoben wird.
Solche Schalter baut man auseinander und gehen dann ins Ultraschallbad mit Tickopur R33. Löst oxid und schützt auch gleichzeitig. Vorsicht! Dosieranleitung beachten. Man sollte sich aber im klaren sein welche Legierung die Kontakte besitzen.
Eigentlich kann man alles ins Ultraschallbad schmeißen auch ganze Geräte. Spulen und Trafos sollte man vorher entfernen. So lange man es dann danach spült und mit warme Luft trocknet. Bei mir fliegen fast alle Sache da rein.
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Mir ist bewusst, dass das Thema schon etwas älter ist. Aber können die Ultraschallbad-Besitzer vielleich kurz berichten, welche VA-Technik Teile ihr mit euren Bädern reinigt?
Bin gerade am Überlegen, ob ich mir auch eins kaufen soll, um gewisse Dinge zu reinigen. Könnte man da auch C-Haken, Safeties und so Zeug mit reinigen? Was passiert mit Metallen, die grundsätzlich rosten? Schnell trocknen und wo nötig ölen?
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die einzigen teile meiner tontechnik, die ich bisher mit dem ultraschallbad gereinigt habe, waren faderknöpfe.
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Wir reinigen mit dem ultraschallbad die Kappen auf den Headsetkapseln, wenn die mal zuviel Schminke oder Schweiß abbekommen haben.
Ist eher ne Nischenanwendung, funktioniert aber gut

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Wir haben zwei Ultraschallbäder, ein kleines mit Natronlauge für Faderkappen etc. und ein Großes mit Alkohol wo auch ganze Platinen rein geworfen werden

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Wir reinigen mit dem ultraschallbad die Kappen auf den Headsetkapseln, wenn die mal zuviel Schminke oder Schweiß abbekommen haben.
Ist eher ne Nischenanwendung, funktioniert aber gut

Bei den Sennheiser MKE zumindest kann man auch die ganze Kapsel reinhängen.
Korrosion ist kein Problem, zumindest nicht mehr als wenn das Zeug normal nass wird. Bei Einsatz von destilliertem Wasser (wird ja empfohlen) noch weniger. Aber für c-Haken… da langt doch der Lappen.
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Bei den Sennheiser MKE zumindest kann man auch die ganze Kapsel reinhängen.
Mikrofone in einem Ultraschallbad?!

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Jup.
Aber die sind ja auch explizit wasserfest und schweissresistent.
wenn sich Schweiss und Staub da drin festsetzen komm halt irgendwann nix mehr raus.
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Dir ist aber schon bewusst, welcher Schalldruck in so einem Bad herrscht? Das überlebt doch kein Mikrofon.
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Also meine MKE2 haben‘s damals quasi wöchentlich überlebt - genauso wie das freiblasen mit Druckluftspray. Spielzeit im Sommer ging ca. 2 Monate. Die einzigen Defekte die ich hatte waren hin und wieder Kabelbrüche.
Der Kerl mit dem grössten/rabiatesten Reinigungsaufwand der Kapsel hatte am Ende immer noch das Selbe wie am Anfang.
Ausserdem: Was willst du machen wenn die Kapsel zu ist? In Alkohol einlegen ist auch nicht die beste Idee…
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gegen rostende hacken gibt es auch so teflon ähnlich sprays. das hat bei den nivtec spindeln gut funktioniert. ultraschallbad eigentlich nur für faderknöpfe.
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Dir ist aber schon bewusst, welcher Schalldruck in so einem Bad herrscht? Das überlebt doch kein Mikrofon.
Hm, laut Datenblatt hat ein MKE2 einen Grenzschalldruck von 142dB, das heißt für mich, daß es ab da zerrt, aber nicht, daß es da kaputt geht.
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Gut ist es für das Mikro aber sicher auch nicht. Irgendwo habe ich von defekten Noise-Cancelling Kopfhörern gelesen, deren Mikrofone durch den im Raum herrschenden Schalldruck von Ultraschallbädern zerstört wurden.
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