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Monitor , wer kriegt was?

  • wuffwuff2003
  • 8. Juli 2013 um 23:46
  • wuffwuff2003
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    • 8. Juli 2013 um 23:46
    • #1

    Hallo ich hatte letztlich eine Veranstaltung mit wechselnden Bands. Das FOH war vom Sound her sehr gut, aber hinter meinem Rücken beschwerten sich ein paar Bands über den Monitorsound. Deshalb wollte ich mal wissen bei einer Standartband z.B.: Schlagzeuger, Bassist, Gitarrist, Sänger, Keyboarder; was legt ihr standardmäßig wem auf den Monitorweg? Habt ihr einen Anhaltspunkt, gerade bei solch schnellen Bandwechsel, was ihr wem auf den Monitor gebt, als grobe Voreinstellung? Das wurmt mich jetzt dass ich diese Kritik bekam, und dann auch noch hinter meinem Rücken, dann weiß man ja sehr gut was man falsch gemacht hat, nämlich absolut gar nichts weiß man dann.
    Danke im Voraus

  • skyworker
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    • 8. Juli 2013 um 23:57
    • #2

    Ganz kurz: Jeder kriegt, was er will und braucht. Solange es ein Wedge für jeden Musiker und einen Weg für jedes Wedge gibt - perfekt. Ansonsten hilft eben nur Konversation - nötigenfalls auch nonverbal.

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Kracky
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    • 9. Juli 2013 um 00:01
    • #3

    Da gibt es keinen Standard, jeder Musiker muss selbst wissen was er braucht. Wenn dein Material nicht unzureichend war liegt der Rest eigentlich in der Hand der Musiker, den sie sollten dir ansagen was es braucht damit sie glücklich sind, wenn sie dazu nicht in der Lage sind kann es nicht deine Aufgabe sein hell zu sehen was evtl. gefordert ist.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
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    karel noon
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    • 9. Juli 2013 um 00:07
    • #4

    Die anderen schrieben es schon, sehr schwer da was generelles zu sagen, ab und an sieht ein Mix aber schon mal so aus am Ende des abends bzw um schon mal anzufangen:


    Sänger: nur sich und andere stimmen etwas leiser, falls vorhanden Keyboard, falls nicht ein anderes Harmonie Instrument um den Ton zu finden, falls die Gitarre auf der Bühne laut genug ist eben nur Gesang.

    Gitarre: erstmal sich selbst um den Amp. Leiser machen zu können, bei zweiter Gitarre die jeweils beim anderen mit drauf aber leiser. Falls die singen ihre stimme ähnlich laut wie ihre Gitarre, andere stimmen leiser, keys nur ansatzweise, bei großer Bühne schon mal Kick und highhat

    Bass: große Bühne Kick und sich selbst, kleine Bühnen gerne mal nichts ;) außer die singen, dann auch Key und die Gesänge wie bei der Gitarre

    Drummer: Kick snare toms, manchmal highhat, Bass, leiser die Gitarren, keys und vocals nur zum erahnen wo man ist

    Keys: sich selbst, stimmen, der Rest auf Anfrage

    Leise Instrumente: Geigen, akkerdeon etc. Besonderer aufmerksamkeit gönnen Die müssen sich gut hören und können selten selbst eingreifen was Gitarristen und Schlagzeuger jeweils auf ihre Art gut können.

    Vergiss Hall auf Monitor außer wenn explizit angefragt und nicht verhandelbar

    Ziehe nicht alle frequenzen am eq weg, dann könntest du auch einfach leiser machen

    Denk an den headroom, 10dB sind ja nichts wenn das echte Konzert beginnt.

    Viel mehr kann man wirklich nicht
    Auschließt sagen, und auch dabei kommen gleich viele die es niemals so machen würden....

    Monitor Mix ist die paradedisziplin und hat (wie in anderen threads auch zu lesen) viel mit Psychologie zu tun!!!!!!
    Gebe den Musikern das Gefühl das du dich für ihre Belange wirklich interessierst, Sorge für gute Stimmung, und mach nicht so laut.

    Als letzte Regel vielleicht noch der Hinweis das sehr viele Musiker lieber einen konstant schlechten Mix haben an den sie sich gewöhnen können als ständig Wildes geschraube. Ab Song 3/4 solltest du also im Regelfall nur noch auf Wunsch nachjustieren, oder wenn was passiert (Instrumente wechseln und sind anders etc.)

    Viel Erfolg :) und wenn es damit nicht geht, höre den Musikern besser zu ;)

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • wuffwuff2003
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    • 9. Juli 2013 um 00:09
    • #5

    Genauso dachte ich würde der Monitormix auch funktionieren, deshalb hab ich jeden gefragt, ich bekam dann Antworten vom Schlagzeuger, wie: von allem ein bisschen, von mir ein bisschen mehr. Vom Bassisten die Antwort: das was ein Bassist eben braucht reicht mir. Der einzige der mir während des Gigs Anweisungen gab war der Lead Sänger, somit konnte ich den auch gut einstellen. Wie handhabt ihr das mit dem AUX, mir wurde immer gesagt, so hab ich es gelernt - Monitorwege : PRE Fade schalten. Jetzt hab ich aber schon des Öfteren gelesen dass Monitortechniker die vom FOH aus den Monitor mitfahren, auch gerne mal Post Fader fahren, ich finde das persönlich eine gefährliche Angelegenheit.

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    karel noon
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    • 9. Juli 2013 um 00:19
    • #6

    Welcome to the wonderfull world of live mixing :lol:

    Im ernst, wenn deine Erfahrungen noch eher im Basiswissen liegen wird es dir mehr helfen einem erfahrenen Kollegen ein paar mal über die schulter zu schauen und zu hören und zu sehen wie der das macht, das wird dir mehr helfen als noch Hunderte Antworten hier im Forum.
    Denn was bedeutet "ein wenig mehr"? 2db? 0,5? 10? Da geht es los, und hört dabei auf zu Ahnen (wissen geht ja nicht) was dieser Bassist in der Situation damit gemeint haben könnte;)
    Dazu musst du ein Basiswissen an Musik und instrumentenkunde haben, und Menschenkenntnis.

    Klingt schwieriger als es sein muß :wink:

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  • wuffwuff2003
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    • 9. Juli 2013 um 00:25
    • #7

    Also ich mache schon seit 8 Jahren FOH und Monitormix bei einer festen Band. Und von der Abmischung im Proberaum nicht zu reden. Hier war es nur der Fall, dass die Bands wechselten und ich etwa 5-10 Minuten Soundcheck zwischen den einzelnen Bands hatte. Bin dann immer schnell auf die Bühne hab gefragt, was möchtest du, und wie gesagt dann kamen halt so antworten, oder halt ein einfaches : Mach mal. Das klingt so als müsse ein Tontechniker genau wissen was ein Musiker braucht, deshalb, hab ich mal nach Allgemeinkriterien gefragt. Ich sah das bislang immer etwas individueller so ein Monitormix. Aber nachher reklamieren da hatten sie dann Worte für.
    Danke aber für die Tipps

  • wora
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    • 9. Juli 2013 um 02:15
    • #8
    Zitat von "wuffwuff2003"

    ...Wie handhabt ihr das mit dem AUX, mir wurde immer gesagt, so hab ich es gelernt - Monitorwege : PRE Fade schalten. Jetzt hab ich aber schon des Öfteren gelesen dass Monitortechniker die vom FOH aus den Monitor mitfahren, auch gerne mal Post Fader fahren, ich finde das persönlich eine gefährliche Angelegenheit.


    WO steht denn so ein mist??
    oder hat du es vielleicht nur falsch verstanden?
    die monitorwege mit postfade-auxen zu mischen ist definitiv nur was für reine monitorpulte - und für leute die wissen, was sie da machen!
    das einzige was ich vom FOH postfade auf die monitore schicke ist pausenmusik und zuspielungen, z.b. für tanzgruppen. alle anderen FOH-faderbewegungen sollten sich tunlichst NICHT auf die monitorsends auswirken. ergo = prefade.
    was mich dabei ein wenig erstaunt ist die tatsache, das du offenbar glaubst, das an diesen gerüchten etwas dran sein könnte.

    was dein beispiel angeht:
    es ist sehr schwer darüber etwas sinnvolles zu sagen, wenn man selbst nicht dabei war.
    wenn die musiker ihre monitorwünsche allerdings dermassen oberflächlich abgegeben haben, dann kann man da nicht sehr viel rausholen. dann stellt man eben ein was man denkt was passen könnte - siehe karel´s beitrag.
    das nächste problem ist wohl die art der veranstaltung: bei vielen verschiedenen bands und sehr kurzen umbaupausen und quasi ohne soundcheck sollte zwingend ein monitromann vor ort sein, ansonsten ist die gefahr des scheiterns recht gross. wenn die musiker das nicht verstehen wollten(oder konnten), dann waren sie wohl keine profis.
    es könnte aber auch sein, das die musiker aus irgendeinem grunde angepisst waren - sei es weil sie die versprochene kohle nicht bekommen haben oder wegen sonstigen schlechten vorraussetzungen - das wissen wir hier ja nicht.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • marcoboy
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    • 9. Juli 2013 um 08:06
    • #9

    Bei der Art Aussagen ist Intuition gefragt. Was eine Band braucht um zu spielen. Heißt ich muss als Techniker abschätzen was könnte der Musiker nicht hören was aber benötigt wird.

    Der Drummer braucht den Bass, hört den Kick mit Sicherheit nicht. Die Gitarrist wird die Gitarre vom Kollegen auf der anderen Seite auch nicht hören.

    Oberste Gebot ist das sich Musiker so Aufbauen das sie sich selber gut hören. Auch die Lautstärken der Amps so einstellen das sie keinen nerven und sich selber gut hören. Ein guter Techniker muss da vermitteln. Damit schafft er sich schon mal ein paar Probleme vom Hals.
    Dieser "alles auf den Monitor" hat fatale folgen. Denn es entsteht ein Mono Mix den man selber nicht hört und der in einen Brei endet. Wo die lauteste Quelle gewinnt. Wer sinnvoll die Kanäle mit dem EQ bearbeitet wird auch im Monitormix die Früchte ernten. Wenn man das Signal nach dem EQ abgreift.

    Das dumme an einer schlechten Bühnensituation ist das auch der Sound vorne leidet. Die Band spielt schlecht. Auch das merke ich aus meiner Erfahrung. Wenn der Bassist daneben spielt könnte es sein das er den Drummer nicht hört.

    Wenn die Musiker nicht in der Lage sind sich zu Äußern sollen Sie sich auch nicht beschweren. Es mag aber auch persönliche Komponenten geben wo die Musiker aufgeben. Manche Kollegen haben eben wenig Sozialkompetenz. Lassen sich auch in ihrer Arbeitsweise wenig beeinflussen.

  • thieloliver
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    • 9. Juli 2013 um 10:55
    • #10

    Die Frage kann man nur mit einem klaren " das kommt darauf an " beantworten.

    Vorraussetzung für einen guten Monitorsound sind natürlich neutrale, der Größe der Bühne und Lautstärke der Band angepasste Wedges.
    Idealerweise alle gleich und einzeln geampt mit eigenem Mix.
    Anzahl: mindestens für jeden singenden Musiker, die Bläser,den Keyborder und den Trommler einen.

    Noch besser, wenn auch alle Gesangsmikrofone vom gleichen Typ sind.

    Grundsätzlich ist es gut wenn man VOR den Soundchecks als Techniker schonmal auslotet, wie laut man die einzelnen Gesangsmikrofone feedbackfrei auf den Monitor kriegt.

    Dabei ist das iPad bzw jede andere Fernbedienung für Pult und EQs ein absoluter Segen.

    Ich gaine das (idealer Weise Funk-)Mikro am FOH auf meine Stimme so, dass ich beim Leisesprechen noch gut über die PA zu hören bin und dass ich beim Reinschreien (ausgebildete/erfahrene Sänger können ganz schön laut sein) den Kanal nicht zum zerren kriege.
    Der Kanal ist flat bis auf einen Hochpass bei ca 120Hz.

    Jetzt geht's mit dem iPad auf die Bühne.
    Ich ziehe die feedbackanfälligen Frequenzen (höchstens 4-5 sonst wird's eh nur leiser) und dünne den Monitorsound untenrum zw.100 und 200 Hz ein bisschen aus.
    Das erhöht einerseits die Sprachverständlichkeit auf der Bühne und hilft mir andererseits am FOH durch weniger Mumpf - denn dummerweise strahlen die meisten Monitore in dem Bereich Kugelförmig ab.

    Wenn ich meine (akustischen) Grenzen ausgelotet hab gehts zurück zum FOH.

    Das alles ist Vorbereitung und sollte unbedingt VOR Ankunft der Kapelle passieren. :arrow: Also rechtzeitig zuhause losfahren. Zeit ist Dein Freund -solange Du genug davon hast.

    Jetzt kommen wir zu den verschiedenen Bandszenarien:

    Profis:
    Die wissen meist was sie brauchen und machen im Soundcheck klare Ansagen. Die meisten freuen sich, wenn jeder sein eigenes Gesangsmikro schonmal moderat auf seinem Wedge hat. Während des Gigs kommen da eher selten Änderungswünsche.

    Hobbymucker:
    Das ist meistens anstrengender.
    Starten würd ich hier auch mit den Gesängen: Jeder bei sich selbst ist immer gut.
    Beim Rest frage ich explizit nach jedem einzelnen Instrument.
    Ansagen wie "alles ein bisschen" lasse ich nicht gelten. Fast 2m Körpergröße,110kg Lebendgewicht und die immer weniger werdenden, mittlerweile leicht grauen Haare verhelfen scheinbar zu ausreichend Autorität um die Musiker da kooperationsbereit zu machen :wink: (falls da einer größer ist als ich, probier ich's auch schonmal mit Freundlichkeit)

    Wenns da vorne ganz chaotisch zugeht und die Kapelle nach dem ersten Soundcheckchorus nicht klar kommt spring ich nochmal schnell mit dem iPad zu den "Problemkandidaten" und hör selber nach wie's dort so klingt.
    Meist isses danach gut.

    Ganz wichtig: Während des Gigs nie irgendwas ändern, ohne explizit dazu aufgefordert zu werden. (Und: Gemischt wird mit den Fadern - nicht mit den Gainpotis - sonst zerschießt Du Dir deinen Monitorsound bei jeder Änderung.)
    Einzige Ausnahmen:
    -Saxophonisten oder andere Instrumentalisten, die zum Solo vor kommen auf den Centerwedge geben. Auch das kann man im Soundcheck schonmal ausprobieren.
    - Feedbacks - aber die kommen ja nicht vor, weil man in der Vorbereitung ja schon ausgelotet hat, wie weit man gehen kann :wink: - falls doch: besonnen reagieren. Quelle suchen und dann wahlweise die Frequenz ziehen (deshalb gehört der EQ NICHT auf die Bühne) oder 1-3db leiser machen.

    Einmal editiert, zuletzt von thieloliver (9. Juli 2013 um 11:05)

  • Elevat0r
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    • 9. Juli 2013 um 11:03
    • #11

    Die Kunst des Monitormischens liegt auch nicht wenig bei dem kleinen Sätzchen "weniger ist oft mehr".

    Noch wichtiger als auf der Front, bei dem man Signale ja immerhin (nach eigenem Hörempfinden!) ein wenig im Stereopanorama verteilen oder zumindest frequenzmäßig etwas "sortieren" kann, ist auf dem Monitor oft ein etwas puristischer Ansatz.
    Immer soviel wie muss auf die Kisten, aber nie mehr. Das gibt dann nur totales Kuddelmuddel, der Musiker kann in diesem Brei dann die für ihn wichtigen Instrumente kaum noch heraus hören. Das führt dann eben zu diesem "Musiker geht aus dem Konzert, ihm pfeifen die Ohren, er hat sich aber selbst kaum gehört" Erlebnis.

    Was man im Kanal-EQ für die einzelnen Instrumente tut, um sie im FoH-Mix etwas zu sortieren, muss noch lange nicht im Monitor genau so wirken. Und das schlimmste ist, man kann es in den allermeisten Fällen noch nicht einmal hören, was dann im Endeffekt auf den Monitoren der Musiker draus wird.

    Daher kann man nur wenig pauschal sagen. In den allermeisten Fällen natürlich Vocals lauter als alles andere, der Rest ist dann je nach Band, Musikrichtung und Veranstaltungsort sehr unterschiedlich.

    -----------------------------------------------------------

    Um Fragen vorzubeugen: Nein, ich habe nichts mit dem DJ-Versandhandel zu tun! ;)

  • yamaha4711
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    • 9. Juli 2013 um 11:03
    • #12

    Tacho!

    Ich schließe mich da den Kollegen voll und ganz an, möchte aber noch anmerken, dass Monitor - wie auch unser ganzes Gewerke - sehr sehr psychologisch ist. Man braucht Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen und bei einem Festival wo sich die Bands die Klinke in die Hand geben gleich dreimal.

    Bei den alten Analogpulten war es bei Festivals immer ein Drama. Da musste man die Einstellung recht hastik auf einen Schmierzettel kritzeln, damit man das nachher auch wieder so einstellen konnte. Hier ist die heutige Digitaltechnik doch ein deutlicher Segen. Ein Knopfdruck und alles ist wieder so wie man es beim Soundcheck eingestellt hat.

    Zum Monitor kann man mal ganz grob folgendes sagen:
    Vernüftiges Material. Da darf man nicht sparen. Was bringt eine Plastikkiste, welche nicht direkt und sauber spielt. Das ist schon mal die halbe Miete.
    Headroom, Headroom, Headroom. Dynamik und Headroom und die Musiker fühlen sich wohl.
    Dann aber auch klare Ansagen. Wenn die Amps auf der Bühne zu laut sind, ist kein vernüftiger Monitorsound möglich. Das muss der Band einfach klar sein und wenn nicht muss man da manchmal etwas energischer intervenieren. Es lässt sich kein guter Sound nach vorne machen, wenn der Monitorsound eh schon brachial ist oder eben die Amps auf Rechtsanschlag laufen und der Drummer die dicken Stöcke auspackt.
    Weniger ist oft mehr. Das gilt auch für den Frequenzgang. Bass hat nun mal nicht wirklich Informationsgehalt und vermatscht den Sound in aller Regel. Aussagen wie "gibt mir einfach mal von allem etwas" enden meist in einem Desaster, da das ganze undifferenziert wird. Der/Die Sänger braucht/brauchen vor allem sich und ein Melodieinstrument. Alles andere ist Beiwerk. Bass und Schlagzeug bilden eine Einheit und brauchen sich jeweils gegenseitig, sonst eierts. Die Rhythmusinstrumente gehören dann auch zusammen und benötigen in der Regel etwas Kick und Bass, auch eben damit es nicht eiert.

    Man muss die Band in logische Einheiten unterteilen oder zusammenfassen und diese Einheiten bekommen sich gegenseitig auf den Monitor. Das ist meiner Meinung nach die Kernaussage.

    Wie wora schon schrieb. In den allermeisten Fällen PreFader. Der Monitormix ist ein vollkommen separater Mix. Auch haben Effekte auf dem Monitorweg nichts verloren. Das Ergebnis ist um Klassen schlechter. Leider meinen viele Schlagerjogis, dass das doch so sein muss und beschweren sich dann, dass alles nur ein Brei ist.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • guma
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    • 9. Juli 2013 um 12:26
    • #13

    Bitte solche Fragen ins Praxisboard, denn hier gehts nicht um Gerätebedienung sondern um Veranstaltungspraxis im eigentlichen Sinn !

  • Wurst Werner
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    • 9. Juli 2013 um 15:24
    • #14

    Auf kleinen Bühnen starte ich erstmal nur mit den Sachen, die keine Eigenverstärkungen haben: Gesang, Keyboard und leise akustische Instrumente (A-GTR).

    Dann wird am Verhalten der Band schnell klar, wohin die Reise geht. Eine erfahrene Truppe/Musiker kann Dir nicht nur sagen, was auf dem Monitor lauter muss, sondern vor allem was LEISER kann.
    Gebe zu, ist bei meiner Klientel nicht die Mehrheit, hilft aber ungemein 8)
    Ansonsten wurde hier ja schon viele gute Tipps gegeben.

    LG
    WW

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    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • wuffwuff2003
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    • 9. Juli 2013 um 16:03
    • #15

    Hallo,

    Ich danke euch Allen für diese wertvollen Tipps, ich glaube bei mir liegt das Problem ganz klar am richtigen Umgang, d.h. ich muss nächstes Mal einfach konkreter werden, und den Musikern klar sagen: Von allem ein Bisschen, so einen Faderweg habe ich nicht. Im Nachhinein hab ich dann jetzt noch erfahren dass auf der Bühne eine Unmenge an Bass war, der sich dort irgendwie zurückgeworfen hat. Gut die P.A. stand auch grottenschlecht, da konnte ich aber nichts mehr dran ändern, denn die Subbässe lagen auf der gleichen Höhe (fast) wie das erste Top der DB Line Array (ja die hätte auch geflogen werden müssten, aber egal das ist ein anderer Punkt). Wenn da sich keiner von der Bühne bewegt und mir sagt, wir ersticken hier im Bass, gut dann kann ich auch nichts machen, denn das kriege ich ja nun wirklich nicht mit. Danke aber nochmals für eure Antworten :)

  • TomyN
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    • 9. Juli 2013 um 18:16
    • #16

    Hi,

    drum lerne daraus: Sowas nur noch mit zweiten Mann/Frau für den Monitor oder zumindest für die Rückmeldung von der Bühne...

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • wikinger
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    • 9. Juli 2013 um 19:37
    • #17

    Subwoofer sind Kugelstrahler, sprich die sind rundherum gleich laut. Da müsste man schon mit Endfire oder Cardioaufstellungen arbeiten um weniger Bass auf der Bühne zu haben. Auch sowas gehört vor dem Event geplant! ;)

    können Sie nicht ein bisschen leiser machen...???

  • madmax
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    • 9. Juli 2013 um 20:30
    • #18

    In solchen Fällen; wo schnell/viel/verschieden/chaotisch sind Side Fills 'ne hilfreiche Sache.
    Ansonsten ist da wirklich ein freier Backliner mit Kommunikationsgerät (oder zur Not flinken Füßen) eine wirklich hilfreiche Sache.

    Und mach' dir keine Platte über die Rederei hintenrum. Wenn deine Stammtruppe zufrieden is; ist alles gut.
    Möglicherweise wolllte da jemand lieber sein eigenes Zeug am Start (und auch bezahlt) haben. Oder ist generell besseres gewöhnt, was in diesem Falle vom Veranstallter nicht genehmigt wurde.
    Normal sollte es besser bei so'ner Geschichte eh lieber ein separates Monitorpult samt Mischer haben; dafür war ja offensichtlich auch kein Budget da.
    Auch schiebt eine Band; welche beim Publikum nichganz so wie selbst erhofft landen konnte, das gerne auf die Technik.
    So wie der Fußballer auf die Schuhe und der Schwimmer auf die Badehose. :wink:

    Never stop a running System

  • Wurst Werner
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    • 9. Juli 2013 um 20:42
    • #19

    BTW: Bekomme während der Show von einigen Stammkünstlern vermehrt Monitorwünsche per Whats App :shock:
    Das budget InterComm der Neuzeit - Slave new world 8)

    LG
    WW

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  • wuffwuff2003
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    • 9. Juli 2013 um 21:19
    • #20

    Vielen Dank,

    Ja das ganze war eine reine Budget Katastrophe, hier darf nicht da darf nicht, usw. Und dann sprang irgendwie der eigentliche Techniker 2 Tage vorher ab (krank) und man rief mir an, jetzt weiß ich auch warum, das war eine reine Katastrophe , Anlage komplett falsch aufgebaut, kein Mensch weit und breit vom Verleiher um umzubauen, usw. usw. Und wegen des Regens auch noch wenig Leute, also wer kriegt sein Fett dann weg der Tontechniker. Aber ihr habt Recht, so was kommt mir nicht mehr vor, in Zukunft ist bei solchen Veranstaltungen ein Monitormischer mit am Start, ich kann als Techniker einfach nicht in 10 Minuten, eine Band abkabeln, die nächste neu verkabeln, Monitorcheck und FOH machen, ich denke da scheitern auch Profis dran denk ich mir mal.

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