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Antennenplatzierung wie und welche

  • atschi
  • 11. Dezember 2025 um 21:23
  • atschi
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    • 11. Dezember 2025 um 21:23
    • #1

    Hallo zusammen,

    das alljährliche Theaterstück steht an und die Damen und Herren möchten gerne mit 18 Headsets auf quasi drei Bühnen, bzw. einer wannenförmigen Bühne spielen. Vorhandenes Funksystem sind Sennheiser EW-D.

    Blau und gelb sind beides standard 2x1 Meter Bühnentische und die Farbe spielt keine Rolle. Stagebox und Funkracks stehen üblicherweise beim roten Kasten mit Kreuz. Direkt hinter der Bühne, in 30cm Abstand zum letzten Bühnentisch befindet sich eine Fensterfront. Der weiße, durch wellige Linien abgetrennte Bereich links und rechts der Bühne stellt den durch Molton abgegrenzten "Backstage" dar. An der Decke befinden sich in etwa 4 Metern Höhe genug Traversen um auch dort ggf. Antennen anschlagen zu können.

    Meine Frage nun: Wo erachtet ihr welche und wie viele Antennen am sinnvollsten, um Diversity Betrieb und Abdeckung aller drei Bühnen bestmöglich zu gewährleisten. Oder eben ein Kompromiss aus beidem. Aktuell im Besitz sind zwei Sennheiser ADP UHF Paddel. Ich überlege jedoch, falls nötig, andere zu zumieten.

    Lieben Dank für die Hilfe für einen kleinen VTler der (noch) wenig Ahnung von RF hat :)

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  • floger
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    • 11. Dezember 2025 um 21:29
    • #2

    Paddel ist von der einen Ecke aus schwierig, weil die zu stark bündeln. Das sollte auf den Abstand eigentlich mit Groundplanes ö.ä. auf Stativen gehen.

  • verstärkerberserker
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    • 11. Dezember 2025 um 21:50
    • #3

    Ich kann jetzt keine Erfahrungen dieser Sennheiser Strecken teilen, würde aber mal vermuten, dass das irrelevant ist.

    Die Scenenfläche ist ja nicht riesig und der Aufwand bei den Antennen ist unabhängig von der Anzahl der Strecken. Gerade digitale Strecken sind ja wesentlich unempfindlicher bei Pegelabfall.

    Es gibt sicher diverse Möglichkeinen das zu machen und noch mehr Vorschläge wie man das machen könnte.

    Ich persönlich würde ein Paddel beim Rack auf Höhe bringen und ein weiteres (aktives wegen Kabellänge) auf in der anderen hinteren Ecke.

    Mir fallen aber spontan diverse andere Möglichkeiten ein, bei denen ich auch ohne Angst rein gehen würde, z.B.:

    -beide Paddel beim Rack auf Höhe im 90 Grad Winkel

    -Paddel an den Traversen sollten aktiv sein

    -Kombination aus zwei verschiedenen Antennen kann auch helfen, z.B. Rundstrahler (Stummel) + Paddel oder auch Helix

    Primär würde ich das Material einsetzen, das vorhanden ist. Wenn Du Dir unsicher bist, hilft vor Ort auf jeden Fall ein ausgiebiger Empfangstest auf der kompletten Scenenfläche (und mehr) am besten mit zugehaltenen Antennen.

    ...Holz ist braun!

  • paranoize
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    • 11. Dezember 2025 um 22:28
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    • #4

    Ich würde hier die Funkstrecken an den FoH - falls es den gibt und der halbwegs mittig hinterm Publikum ist - bauen, dort 2 Paddel hoch und fertig. Ist ja quasi keine Distanz und du wärst von allen Spielflächen etwa gleich weg weit

  • robert müller
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    • 12. Dezember 2025 um 01:48
    • #5

    Ich würde da Rundstrahler (Rundstrahlpaddel oder Groundplanes) im vorderen Drittel links und rechts am Trusskarree befestigen.

    Soweit ich das auf dem Plan beurteilen kann, ist damit von allen Szenenflächen aus immer Sichtverbindung zu beiden Antennen gegeben. Stehen die Schauspieler auf der rechten Szenenfläche, wird wohl meistens die rechte Antenne arbeiten, da höherer Pegel, die linke sieht aber auch noch genug, um reflektionsbedingtes Fading ausgleichen zu können. Dito umgekehrt für die linke Szenenfläche.

    Die Antennen entweder Breitband-Aktiv (oder Breitband-Verstärker benutzen), alternativ (und wäre von mir bevorzugt) dämpfungsarmes Kabel verwenden, also kein RG58! Eher sowas wie Aircell7.

  • chris216 12. Dezember 2025 um 08:01

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
  • chris216
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    • 12. Dezember 2025 um 08:01
    • #6

    Ich wäre hier auch Team FoH!

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • dagobert
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    • 12. Dezember 2025 um 08:46
    • #7

    dito

  • secluded
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    • 12. Dezember 2025 um 08:59
    • #8

    Funkrack ans FOH und dort 2 Paddel - damit bekommst Du auch die gesamte Bühnenbreite ins Visier der Paddel. Aus der Ecke da hinten raus bekommste nur mit 'nem Array auf z.B. 4x RF Venue CP Beam in den Trassen was akzeptables hin - oder 2x Sennheise A5000CP z.B. - egal wie - die Antennen stünden sehr ungünstig bei deinem roten X und du müßtest weit an die 150 Grad Öffnungswinkel irgendwie hinbekommen - am FOH sind die Paddel besser aufgehoben

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • atschi
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    • 12. Dezember 2025 um 10:23
    • #9

    FOH ist vorhanden. Paddel dort anzubringen auf Höhe auch kein Problem und wäre glaub ich auch die von mir präferierte Option zwecks Abdeckung. Die Location hat letztes Jahr ne DM7 bekommen die jetzt im Vergleich zur alten iLive wenigstens wieder 16 Inputs am Pult hat. Muss mal checken ob die Stagebox (oder Stageboxen) fest verbaut sind und ich dann überhaupt zusätzliche Inputs richtung FOH bekomme. Aber das ist natürlich ein kleineres Problem.

    Helixantennen hab ich auch schon drüber nachgedacht.

    Was haltet ihr davon die zwei Paddel beim orangenen X in Pfeilrichtung kreuzend? So bekomme ich zwar nicht mit gleichem Abstand, aber trotzdem die komplette Spielfläche "ausgeleuchtet". Abstand zur Wand könnte noch ein Faktor sein.

    Danke schonmal in die Runde :)

  • floger
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    • 12. Dezember 2025 um 10:26
    • #10
    Zitat von atschi

    Was haltet ihr davon die zwei Paddel beim orangenen X in Pfeilrichtung kreuzend? So bekomme ich zwar nicht mit gleichem Abstand, aber trotzdem die komplette Spielfläche "ausgeleuchtet".

    So hast du für die Seitenbühnen aber nur je eine Antenne, da die jeweils andere im 90°-Winkel taub ist. Also kein Diversity!

  • secluded
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    • 12. Dezember 2025 um 10:39
    • #11
    Zitat von floger

    So hast du für die Seitenbühnen aber nur je eine Antenne, da die jeweils andere im 90°-Winkel taub ist. Also kein Diversity!

    aus diesem Grund bräuchtest Du ein Array - also 4 Antennen - 2 in der linken hinteren Ecke und 2 in der rechten hinteren Ecke...

    ...und 'ne kleine RiO / TiO für paar mehr Inputs an's FOH stellen ist jetzt auch keine Raketenwissenschaft...

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • djvomght
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    • 12. Dezember 2025 um 17:38
    • #12

    Ich würde an die im Plan mit x markierten Stellen einfach zwei ungerichtete Antennen möglichst hoch aufstellen.

  • wora
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    • 13. Dezember 2025 um 19:06
    • #13
    Zitat von djvomght

    Ich würde an die im Plan mit x markierten Stellen einfach zwei ungerichtete Antennen möglichst hoch aufstellen.

    Genau das, oder eben die Richtantennen am FOH.

    Beides würde sicher gut funktionieren, wobei die Diversity-Logik der Empfänger beim aufstellen von Richtantennen am FOH vermutlich noch etwas besser funktionieren kann. Wichtig ist, dass diese Paddel am FOH auch wirklich deutlich über dem Publikum positioniert werden müssen!

    In diesem Falle würde ich also auch eher die FOH Position bevorzugen.
    Wenn das Indoor wäre, würde ich mich aber wieder für die Antennen an der Bühne entscheiden. Die Lösung mit Paddeln auf der Bühne würde ich auf jeden Fall verwerfen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • lisa f.
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    • 14. Dezember 2025 um 02:15
    • #14
    Zitat von djvomght

    Ich würde an die im Plan mit x markierten Stellen einfach zwei ungerichtete Antennen möglichst hoch aufstellen.

    Oder vom Rig hängen falls möglich. Die Shure Stabantennen sind Dipol Antennen, die können überall hin. Brauch evtl. Booster um Kabelverlust aufzuholen. FOH hat den Nachteil dass TX Packs oft am Rücken der Darsteller sitzen. Da wird das Signal dann sehr häufig vom Wasserbeutel Mensch gedämpft.

  • wora
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    • 15. Dezember 2025 um 00:19
    • #15

    bei diesen entfernungen sehe ich da noch keine probleme

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • lisa f.
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    • 15. Dezember 2025 um 00:38
    • #16

    wora

    In diesem Fall wahrscheinlich. Aber warum nicht gleich optimieren? Line of sight ist immer die beste drahtlose Verbindung. Und wenn Du keine Reflektionen hast die mit der Wellenausbreitung helfen dann kann Antenne am FOH schwierig werden.

    Du weißt doch: Funk funktioniert oft trotz nicht wegen.

  • wora
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    • 17. Dezember 2025 um 11:26
    • #17

    ja ja, die Wege der Funkwellen sind unergründlich. :)

    Da hast Du schon Recht: wenn keine Reflektionen stattfinden, kann das auch ein Nachteil sein.

    Also, hiermit passe ich meine Meinung an:

    Antennen über die Akteure in die Dachtraversen hängen, am besten an den Verbindungsstellen zu den kleineren Seitenbühnen. Das wäre dann die optimalste Lösung.

    Aber dann auch entweder ein gutes Kabel (besser als RG58) nehmen, oder entsprechede Antennenverstärker direkt bei den Antennen, um den Kabelverlust zu kompensieren.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • simonstpauli
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    • 20. Dezember 2025 um 22:26
    • #18
    Zitat von wora

    Genau das, oder eben die Richtantennen am FOH.

    Beides würde sicher gut funktionieren, wobei die Diversity-Logik der Empfänger beim aufstellen von Richtantennen am FOH vermutlich noch etwas besser funktionieren kann. Wichtig ist, dass diese Paddel am FOH auch wirklich deutlich über dem Publikum positioniert werden müssen!

    In diesem Falle würde ich also auch eher die FOH Position bevorzugen.
    Wenn das Indoor wäre, würde ich mich aber wieder für die Antennen an der Bühne entscheiden. Die Lösung mit Paddeln auf der Bühne würde ich auf jeden Fall verwerfen.

    Zustimmung.

    Wichtiger Punkt: Die Höhe bei Aufstellung am FOH. Die erste Fresnel-Zone muß frei sein, die reiche Sichtverbindung reicht nicht.

    Paddel auf der Bühne wären aber auch nicht ganz aus der Betrachtung, typischerweise haben die einen Öffnungswinkel (-3dB) von 120°.

    Ich würde in beiden Fällen auf Polaritätsdiversity setzen, also z.B. die RF Venue Diversity Fin einsetzen. (Da habe ich auch in einer Polarisierung einen Dipol dabei)

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • simonstpauli
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    • 20. Dezember 2025 um 22:27
    • #19
    Zitat von lisa f.

    Oder vom Rig hängen falls möglich. Die Shure Stabantennen sind Dipol Antennen, die können überall hin. Brauch evtl. Booster um Kabelverlust aufzuholen. FOH hat den Nachteil dass TX Packs oft am Rücken der Darsteller sitzen. Da wird das Signal dann sehr häufig vom Wasserbeutel Mensch gedämpft.

    Aufpassen: Die Stabantennen haben abgesetzt keine Erdung. Am Gerät hingegen schon.

    GPAs ins Rig fällt mir da gerade ein, das könnte was sein.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • floger
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    • 20. Dezember 2025 um 22:47
    • #20
    Zitat von simonstpauli

    Aufpassen: Die Stabantennen haben abgesetzt keine Erdung. Am Gerät hingegen schon.

    Kommt drauf an. Es gibt beides. Die mitgelieferten Sennheiser Stummel sind nur Stabantennen. Es gibt aber auch echte Dipole. Die sind etwas länger und Richtung Stecker etwas dicker. Laut Lisa sind die von Shure generell von der zweiten Variante.

    Edit: Das sind in Prinzip Groundplanes. Hatte ich aber auch schon vorgeschlagen.

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