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  4. Mischpulte & Signalquellen

Live-Abnahme und Mikrofonierung eines Blasmusik-Tattoos

  • Tim Brucker
  • 4. Januar 2025 um 18:29
  • Tim Brucker
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    2
    • 4. Januar 2025 um 18:29
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und weiß nicht, ob ich mich im richtigen Forum befinde.

    Ich bin Hobby-VAtechniker und habe für den Sommer die Anfrage bekommen, ein Blasmusik-Tattoo zu mikrophonieren und abzumischen. Die ganze Veranstaltung findet auf einem Sportplatz open air statt mit kleiner Tribüne für Zuschauer. Die Fläche, auf der die Blasmusikkapellen marschieren ist etwa 45x32m groß. Diese Fläche soll abmikrophoniert werden und für die Zuschauer (an der langen Seite der Fläche) verstärkt werden. Die Schwierigkeit ist, dass auf der Fläche (bis auf den Rand) keine Mikrophone stehen können, da die Blaskapellen marschieren. Habt ihr Ideen, wie man hier eine Mikro-Abnahme verwirklichen kann? Und welche Mikrophone eignen sich für ein solches Setup?

    Danke für eure Hilfe!!

    Liebe Grüße

    Tim Brucker

  • Zur hilfreichsten Antwort springen
  • hell&dunkel 4. Januar 2025 um 19:36

    Hat das Thema aus dem Forum Sonstiges nach Mischpulte & Signalquellen verschoben.
  • hell&dunkel 4. Januar 2025 um 19:36

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • floger
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    • 4. Januar 2025 um 20:08
    • #2

    Ich würde mal mit Richtrohren arbeiten und mit möglichst vielen Lautsprechern möglichst nahe an die Zuhörer.

    Evtl wäre der Einsatz von KEMs zu empfehlen. Die Kosten aber in der Miete mehr als so manches günstige Mikro im Kauf.

  • Online
    Herr Nink
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    3
    • 4. Januar 2025 um 20:10
    • #3
    Zitat von Tim Brucker

    Blasmusik-Tattoo

    Was ist das?

  • ulf klüpfel
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    • 4. Januar 2025 um 20:21
    • #4
    Zitat

    Tattoo

    Tattoo (Zapfenstreich) stammt von dem holländischen Ausdruck "tap-toe", der wörtlich "Zapfen zumachen " bedeutet.

    Dies war das Signal für die Soldaten, in ihre Quartiere zurückzukehren. Jeden Abend wurden die Trommeln geschlagen zum Zeichen für die Gastwirtschaften, die Bierhähne zuzudrehen. Schließlich entwickelte sich daraus ein musikalisches Zeremoniell, dargeboten von großen Militärkapellen.

    Quelle: https://www.musiktreff.info/lexikon/2-musi…337-tattoo.html


    Ich gehe anhand der Beschreibung davon aus, dass es in diesem Fall marschierende Kapellen sind.

    Nur zwei Dinge sind unendlich, das Weltall und die Dummheit der Menschen, beim Weltall bin ich mir jedoch nicht sicher. (Albert Einstein)

    Einmal editiert, zuletzt von ulf klüpfel (4. Januar 2025 um 20:50)

  • yamaha4711
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    • 4. Januar 2025 um 20:25
    • #5

    Grenzflächen auf dem Boden. Dann stört kein Stativ und die Dinger gibt es auch in sehr robust, falls jemand drauf tritt. Sollte man gut Lowcut machen.

    Dazu tun es auf der entfernteren Seite ein paar Plastedinger: EV SX300, RCF 710, 712 oder 310, 312. Das ganze dann mit entsprechend Delay versehen und den Pegel angleichen.

    Alternativ kann das auch ganz sein lassen.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • ulf klüpfel
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    • 4. Januar 2025 um 20:47
    • #6
    Zitat von Tim Brucker

    Die Schwierigkeit ist, dass auf der Fläche (bis auf den Rand) keine Mikrophone stehen können, da die Blaskapellen marschieren

    Marschieren die tatsächlich auf den vollen 35m Breite im Verbund?

    Oder lässt sich irgendwo ein Trusstor in sinnvoller Breite (bis ca. 15m Breite, dann aber auch schon ein Stück weg von Hobby-Niveau) bauen, durch das die Kapellen durch marschieren können?

    Alternativ zwei Layher- oder Trusstower, dazwischen ein Spannseil und von dem Mikros abgependelt.

    Nur zwei Dinge sind unendlich, das Weltall und die Dummheit der Menschen, beim Weltall bin ich mir jedoch nicht sicher. (Albert Einstein)

  • ERICH
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    • 4. Januar 2025 um 22:05
    • #7

    Wie viele Musiker sind da dabei?

    Ggf. Ein paar Funkstrecken mit Kugel Ansteckern an einzelne Musiker, die mitten drin sind. Also nicht an das Instrument, sondern an z. b den Rücken.

    Oder an Leute, die mitlaufen und kein Instrument haben (hab keine Ahnung, wie. sowas zusammengesetzt ist).

  • robert müller
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    • 4. Januar 2025 um 22:07
    • #8

    Muss man sowas denn überhaupt verstärken? Große Blaskapelle, kleine Zuschauertribüne - das sollte doch akustisch schon laut genug sein.

  • audiobo
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    • 4. Januar 2025 um 22:37
    • #9

    DPA4099 und n Haufen Taschensender/Empfänger

    Bei dezentraler Beschallung nah am Publikum evtl. mit Kleinmembranern/Richtrohren/Grenzflächen, kommt auf die genaue Situation an.

    Steht eine grosse PA da, wird das aber eher nix.

  • Tim Brucker
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    • 4. Januar 2025 um 23:47
    • #10

    Erstmal vielen Dank für alle Beiträge in Kürze.

    Hier habe ich die Skizze der Fläche hochgeladen.

    Plan_Tattoo2025.pdf

    Es treten sehr viele verschiedene Kapellen auf, marschierend und in verschiedenen Aufstellungen, am Ende alle gemeinsam (da wird es dann keine Verstärkung brauchen). Daher gestaltet sich der Vorschlag, vereinzelt Funkstrecken einzusetzen an den Teilnehmern eher schwierig. Die Angabe war explizit, dass keine Mikros auf der Fläche sein sollten. An eine Konstruktion mit Traversen seitlich und zwei gespannten Seilen von links nach rechts mit abhängenden Mikros habe ich auch gedacht....

    Als Lautsprecher hätten wir aktuell 2x Yamaha dzr 315, 2x RCF NX945, 2x Yamaha dxr 12 sowie je 4x EV ELX 112 bzw. 115. zur Verfügung. Lässt sich damit was sinnvolles anrichten?

    Liebe Grüße!

  • gert
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    • 5. Januar 2025 um 06:55
    • #11

    Wenn das Budget nicht Fünfstellig ist würde ich das garnicht abnehmen.

    Sowas geht nur entweder Teuer oder Scheisse.

    Practice, Practice, Practice

  • TomyN
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    • 5. Januar 2025 um 08:52
    • #12

    Da gab's doch so eine Messdrohne :)
    Aber selbst da müsste man ja das Delay und ggf. den Pan mitführen...

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • Pfälzer
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    • 5. Januar 2025 um 09:52
    • #13
    Zitat von Tim Brucker

    Erstmal vielen Dank für alle Beiträge in Kürze.

    Hier habe ich die Skizze der Fläche hochgeladen.

    https://drive.google.com/file/d/1JowqHp…ew?usp=drivesdk

    Es treten sehr viele verschiedene Kapellen auf, marschierend und in verschiedenen Aufstellungen, am Ende alle gemeinsam (da wird es dann keine Verstärkung brauchen). Daher gestaltet sich der Vorschlag, vereinzelt Funkstrecken einzusetzen an den Teilnehmern eher schwierig. Die Angabe war explizit, dass keine Mikros auf der Fläche sein sollten. An eine Konstruktion mit Traversen seitlich und zwei gespannten Seilen von links nach rechts mit abhängenden Mikros habe ich auch gedacht....

    Als Lautsprecher hätten wir aktuell 2x Yamaha dzr 315, 2x RCF NX945, 2x Yamaha dxr 12 sowie je 4x EV ELX 112 bzw. 115. zur Verfügung. Lässt sich damit was sinnvolles anrichten?

    Liebe Grüße!

    Alles anzeigen

    Unter den Bedingungen würde ich an Deiner Stelle mit der Begründung absagen, das man so nicht zu den gewünschten Ergebnissen kommt. Hinterher erinnert sich niemand daran das es billig war, aber jeder das es kacke war.

    An sonsten würde ich das wie audiobo angehen. Viele Taschensender mit entsprechenden Mikros, eventuell auch guten Lavaliier auf dem Rücken der vorrausmarschierenden. Eben je nach Instrument. Vor alllem ausreichend und fähiges Personal das die Musiker Mikrofoniert. Sowas geht als One Man Show nicht. Der Kumpel der sonst als hilft ist hier überfordert. Das man sich mit Frequenzmanagement auskennen sollte versteht sich von selbst.

    Verbrenn Dir nicht die Finger an dem Job

    Wolf

  • paho
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    • 5. Januar 2025 um 10:07
    • #14

    Schau mal hier bei dem grössten Event dieser Tattoos

    Largest TiMax TrackerD4 system transforms Royal Edinburgh Military Tattoo - TiMax
    This year’s Royal Edinburgh Military Tattoo undertook one of its biggest technological transformations to date. For the first time in its history, the vast and…
    timaxspatial.com

    Da kommt dein Budget nicht mit.

    Ich mach viel mit Blasorchestern. Vom Rand mikrofonieren geht sicher nicht. Man muss schon mit Drahtlossystemen arbeiten. Genug Systeme für 2 Ensembles damit mit man zwischen 2 wechseln kann.

    Wieviel Kanäle man braucht hängt dann auch von den Darbietungen ab, splitten sich sich die Kapellen usw usf.

    Das ganze bedingt enormen Organisationsaufwand = Zeit. Wenn das Budget nicht vorhanden ist, vergiss es, du kannst dir nur nen schlechten Namen machen.

    Bei de Grösse der Veranstaltung gehts am Besten ohne Mikrofone alles akustisch.

  • floger
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    • 5. Januar 2025 um 10:19
    • #15
    Zitat von paho

    Schau mal hier bei dem grössten Event dieser Tattoos

    Wo haben die denn die Lautsprecher versteckt?

    Edit: Hab sie entdeckt.

    Die Frage ist halt, was an Pegel gefordert ist. Wenn es nur um etwas gleichmäßigere Verteilung geht, kann man Mikros am Rand über Kreuz auf die Lautsprecher geben. Ob sich der Aufwand für das erreichbare Ergebnis lohnt? Keine Ahnung.

    Es ist aber sicher kein Fehler eine Menge gleichartiger Mikros und Lautsprecher zu nutzen.

    Einmal editiert, zuletzt von floger (5. Januar 2025 um 11:55)

  • kimix
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    • 5. Januar 2025 um 10:22
    • #16

    Das ist ja wieder mal ein Klassiker ;)

    "Wir wollen das Ganze verstärkt, aber keine Mikros"

    Das Budget wird sich da wohl eher auch sehr in Grenzen halten.

    Also würde ich vielleicht den an der Rückseite befindlichen Bauzaun irgendwie mit verwenden.
    Entweder Mikrostative dran befestigen, oder dahinter hohe OH Stative und da Keulen drauf.

    Oder vorne rechts neben dem "Mittelgang" - leider vor den Ehrengästen - ein OH Stativ mit Stereo Keule.
    Ist sicher nicht prickelnd, aber irgendwas wird schon rauskommen.

    Wie groß sind die einzelnen Kapellen? Weil ich glaube eigentlich auch, dass man da in der Größenordnung gar keine Verstärkung braucht. Zumindest wird das mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und den Vorgaben sicher nicht besser.

  • hp
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    • 5. Januar 2025 um 10:47
    • #17

    Das wird sicher ein interessantes Klangbild ergeben ,

    Die vielen verschiedenen Lautsprecher , gemischt mit dem lauten Direktschall .

    Zudem bewegt sich die "Schallquelle" und die Lautsprecher sind stationär .

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • MiFa1969
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    • 5. Januar 2025 um 10:52
    • #18
    Zitat von hp

    Zudem bewegt sich die "Schallquelle" und die Lautsprecher sind stationär .

    Genau das ging mir auch durch den Kopf.

    Schwierig…

  • audiobo
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    • 5. Januar 2025 um 11:09
    • #19

    Hatte das mal in `ner Indoor-Arena: Im Dach verteilt ein Haufen T10er-Päckli und Q7, optimiert für Sprache - für die Kapellenmusiker jeweils 1x Funk mit 4099. War ein interessantes, nonstatisches "Reflexions"verhalten... 8) Besonders als die dicken Trommeln sich noch auf Hallennord- und Südseite aufgeteilt haben...

  • zegi
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    • 5. Januar 2025 um 11:12
    • #20
    Zitat von paho

    Schau mal hier bei dem grössten Event dieser Tattoos

    https://timaxspatial.com/news-and-event…ilitary-tattoo/

    Da kommt dein Budget nicht mit.

    Ich mach viel mit Blasorchestern. Vom Rand mikrofonieren geht sicher nicht. Man muss schon mit Drahtlossystemen arbeiten. Genug Systeme für 2 Ensembles damit mit man zwischen 2 wechseln kann.

    Wieviel Kanäle man braucht hängt dann auch von den Darbietungen ab, splitten sich sich die Kapellen usw usf.

    Das ganze bedingt enormen Organisationsaufwand = Zeit. Wenn das Budget nicht vorhanden ist, vergiss es, du kannst dir nur nen schlechten Namen machen.

    Bei de Grösse der Veranstaltung gehts am Besten ohne Mikrofone alles akustisch.

    Alles anzeigen

    Verstehe ich das richtig, dass das TiMax System quasi in Echtzeit die Delayzeiten anpasst?

    So müsste es ja gelöst sein, sonst klingt das vermutlich sehr komisch, wenn die Formationen nahe am Publikum vorbeimarschieren und sich später immer weiter entfernen. Andernfalls müsste jemand die Delays manuell mitfahren, was ich mir extrem schwierig vorstelle.

    Vermutlich wäre es technisch gesehen am einfachsten, wenn man mit stationären Mikrofonen arbeiten könnte, die dann jeweils eine fixe Delayzeit haben (die wiederum immer einigermassen korrekt wäre). Aber da auf der Fläche nichts stehen darf und Abhängen vermutlich aus praktischen Gründen nicht realisierbar ist, fällt das wohl aus.

    Allenfalls könnte man sich etwas mit Theatremix zusammenbauen? Verschiedene Positionen programmieren und dann im richtigen Zeitpunkt abfeuern?

    Der Ton macht die Musik.

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