Trägerbefestigung Scheinwerfer

  • An der folgenden Decke sollen zwei einzelne Theaterscheinwerfer dauerhaft befestigt werden. Die Strahlträger sind für Zeltklammern zu breit. Welche Lösung gibt es dafür - möglichst so, dass man den Scheinwerfer direkt an der Klammer befestigen kann (möchte die Scheinwerfer gern möglichst hoch montieren)?


    Andere Frage: Kann ein Fachmann evtl. auch direkt in der Dachkonstruktion entsprechende Befestigungspunkte herstellen? Das würde deutlich mehr Flexibilität bei der Wahl der Position des Scheinwerfers geben und eine höhere Montage ermöglichen. Nach was müsste ich da fragen und was für eine Firma wäre in diesem Fall der richtige Ansprechpartner?

  • Dominik Herderich : Die Lösung von Uifei für den Träger gefällt mir gut. Das lässt sich ja vielleicht auch mit direkter Schraub-Befestigung des Scheinwerfer-Bügels bekommen. Was kostet das bzw. wo kann man das kaufen?


    FF : Die massiven Stahlträger möchte ich keinesfalls anbohren. Mich interessiert eher, ob man an direkt an das Blech der Dachunterseite entsprechende Befestigungen montieren kann. Die Lampen wurden ja auch daran befestigt.

  • Wenn es sich um doppeltes Trapezblech (mit Isolierung) handelt, kann man mit dem Befestigungsmittel "Trapezhänger" Lasten am Blech anbringen. Die Montage geht mit einer Trapezlochzange sehr schnell, ohne ist das etwas mühsam.


    Am Träger kann man mittels "Trägerklammer" anschlagen.


    In beiden Fällen geht es dann mit Schrauben/Gewindestäben weiter (ich kenne nur M8/10)


    Beides gibt es von mehreren Herstellern, u.a. von HILTI. Beim Lüftungsbau oder für Kabelpritschen etc. ist das Standard.

  • FF : Die massiven Stahlträger möchte ich keinesfalls anbohren. Mich interessiert eher, ob man an direkt an das Blech der Dachunterseite entsprechende Befestigungen montieren kann. Die Lampen wurden ja auch daran befestigt.

    In der Regel hängen die Leuchtstoffröhren an Blechclips am unteren Trapezblech. Das System ist aber nur für relativ geringe Flächenlasten ausgelegt, einen 10kg schweren Scheinwerfer würde ich da nicht anhängen.

    2 Gravlocks mit Rohr erlauben dir den Scheinwerfer neben dem Träger aufrecht direkt unter dem Dach zu befestigen. Je nach Typ des Leuchtmittels (Baustrahler? LED? Parkanne? 1kW Frese?) ist dann eher noch der Mindestabstand zur Dachfläche zu beachten. Da ist nämlich meistens irgendwelches Isolierzeug oben drauf das nur begrenzt hitzefest ist.

  • Bei Montage unter/neben dem Träger:

    C-Schiene mit zwei Halteklammern befestigt.

    Bin leider weder mit Hilti noch Würth bei den Produktbezeichnungen fit. So macht eigentlich jeder Elektriker seine Pritschen fest.


    Oder von Träger zu Träger eine Pipe in die Zwischenräume im Trapezblech stecken und gegen verrutschen sichern. So generiert man seit Jahren die Hängepunkte für kleine Lasten auf der Messe Nürnberg.

  • Oder von Träger zu Träger eine Pipe in die Zwischenräume im Trapezblech stecken und gegen verrutschen sichern. So generiert man seit Jahren die Hängepunkte für kleine Lasten auf der Messe Nürnberg.

    Eine gute Idee, weil sie die sichere Befestigung an den Stahlträgern mit Flexibilität hinsichtlich der Positionierung verbindet.


    DJheini : Hab mal eine E-Mail an Uifei gesendet.


    P.S.: Hab gerade mal den Abstand zwischen den Trägern geschätzt. Das sind sicher rund 5m - d.h. die Pipe müsste ca. 5,5-6m lang und ausreichend stabil sein (vielleicht dann lieber aus Stahl?). Das gibt's ja vermutlich nicht im Versandhaus. Gibt's sowas beim Gerüstbauer oder wo findet man das?

  • Entweder beim Stahlhändler Deines Vertrauens als 6m Profil

    (entweder dickwandiges Alu oder Edelstahl, normaler Stahl rostet irgendwann und wird hässlich)

    Oder mal nach "6m Gerüstrohr" suchen, ist dann verzinkt aber ordentlich schwer. Auf ebay Kleinanzeigen findet man bisschen was, mit Glück ja auch bei Dir in der Nähe.

    Sonst ist ein Gerüstbauer sicher eine gute Anlaufstelle.


    Oder evtl gibt es auch C-profile bzw. Halfenschienen in passender Länge, da hast Du vermutlich Stabilität mit rostfrei am elegantesten kombiniert.

  • Je nach Typ des Leuchtmittels (Baustrahler? LED? Parkanne? 1kW Frese?) ist dann eher noch der Mindestabstand zur Dachfläche zu beachten. Da ist nämlich meistens irgendwelches Isolierzeug oben drauf das nur begrenzt hitzefest ist.

    Die "heißen Kandidaten" sind 500W Fresnel-Scheinwerfer (1kW ist wohl nicht nötig) - die haben wir noch übrig und sie sollen zur Aufhellung der Musiker auf einer kleinen Bühne in ca. 3-4m Entfernung genutzt werden.


    Welchen Mindestabstand zur Decke würdest du bei diesen Scheinwerfern etwa einhalten, damit die Hitzeabstrahlung kein Problem wird?

  • So kenne ich das auch. Mit Bohrungen in das Trapezblech sollte man vorsichtig sein. Das würde ICH nicht so ohne weiteres machen. Nachher ist da was undicht in der Dachhaut.

    Eine sehr lobenswerte Einstellung.


    Architektentipp ;): Bei den Tiefsicken kann man meist ohne Risiko quer durchschrauben, nur bitte an den Hochsicken nicht nach oben schrauben - auch nicht beim isolierten Dach, denn da liegt auf dem Blech die Dampfsperre, die genauso wenig durchlöchert werden soll wie die äußere Abdichtung...

  • Die "normalen" Trägerklammern wie die Würth Varifix (zB 0862200003 mit M10) sind ideal für diesen Zweck. Je eine links und rechts am Träger, mit ner Montageschiene verbunden. Lämpchen an die Schiene, Safety über den Träger, fertig. Materialkosten <20€ komplett.

  • Ui.

    € 20,- ist aber schon teuer.

    Zwei Klammern + Verbindungsblech kriegst du für ~€ 5,- und kannst direkt eine M8/M10 Gewindestange einschrauben, um mehr Abstand zur Lampe zu generieren; wobei: wenn die Lampe unter den Trägern hängt, dürften eh alle Abstände völlig ausreichen. Ich halte Stahlträger und Blechdecken nicht für besonders brennbare Oberflächen...

  • also für ne 500w Funzel sollte doch eigentlich ne Superclamp (mit eingesetztem Keil) mit nem Safety über den Träger ausreichen... (scheint ja laut Foto völlig problemlos zu gehen).

    Zu Trägerklemmen (z.B. von Wuerth) würde ich eigentlich nur greifen, wenn man nicht über den Träger safen kann.