Zusammenhang Spule und Leistung

  • Welchen Spule sollte man für den 15"er verwenden?


    - Luftspule 3mm
    - Luftspule 2mm
    - Luftspule 1,4mm
    - I-Kern Spule mit 150mm Kern
    - Trafokernspulen mit 1,4mm


    Da die Luftspule mit großen Querschnitt ganz schön teuer sind, kam mir folgende Idee: Kann man nicht zwei Luftsspulen parallel schalten? Im Limmer PLan bekommt der Bass eine 3,3mH Spule. Könnte man auch zwei Luftspulen mit 6,8mH (1,4mm) parallel schalten? Das ist immernoch viel preiswerter als eine mit 2mm bzw 3mm Durchmesser. So würden sich ja die Induktivität der Spulen und auch der Widerstand halbieren und die Belastbarkeit zunehmen.


    Aber vielleicht kann ich ja auch I-Kern bzw. Trafokernspulen verweden?

  • ich würd ne intertechnik corobar 1,4 mm nehmen.
    geringer ohmscher widerstand und geringe sättigungseffekte.
    habe damit ganz gute erfahrungen gemacht.


    aber eigentlich sollte beim limmer vorschlag doch auch angegeben sein, welche bauteile man verwenden soll.

  • Es ist leider nur der Weichenplan ohne weitere Erläuterungen dabei. Daher bin ich mir nicht sicher, wieviel die Spulen im Bassbereich aushalten müssen.


    Habe von den I-Kern Spulen viel gutes gehört, aber ich weiß nicht, ob die ausreichen.

  • "TubeTom" schrieb:

    viel preiswerter als eine mit 2mm bzw 3mm Durchmesser. So würden sich ja die Induktivität der Spulen und auch der Widerstand halbieren und die Belastbarkeit zunehmen.


    und die thermische oberfläche vergrössert sich....

  • Ich habe diesen Thread mal umgetauft. Ich tüftel, wie oben ja schon beschrieben, an der P2 Weiche. Nun haben mir viele dazu geraten, auch im TT-Weg eine 1,4mm Luftspule zu verbauen. Ist das nicht etwas mager?


    Die Spule mit 3,3mH ist nur mit max. 125 Watt angegeben und auf dieses Top kann man doch einiges mehr an Leistung geben. Ich denke mal so, dass 800 Watt schon drin sind.

  • Hallo,


    Monacor um ein Beispiel zu nennen gibt bei den Ferrit od. Eisenkernspulen Beispielsweise einen Sättigungsstrom an, bei den Luftspulen die Belastbarkeit.
    Eine 3,9mH Trafokernspule hat z.B. 8A Sättigungsstrom bei 50Hz
    1,4mH gibt es leider nicht.
    http://www.monacor.com/de/produktseite_suche.php?artid=2216&spr=DE&typ=i



    Bei Intertechnik finde ich keine solch wichtigen Angaben.
    http://www.intertechnik.de/ind…IlMjZiJTNE.html?hbasis=78


    hier Visaton, da gibts wieder Angaben:
    http://www.visaton.de/de/chass…eile/lr_spulen/index.html


    Gruß UweS.

  • ich denke mal die wattangaben der spulen sind rms werte, sprich wenn du da musik drüber schickst kann man locker das doppelte rechnen.


    bei luftspulen geht auch einiges mehr, allerdings nimmt dann der widerstand der spule extrem zu und der spulenkörper schmilzt eventuell :-)

  • "Peerless" schrieb:

    ich denke mal die wattangaben der spulen sind rms werte, sprich wenn du da musik drüber schickst kann man locker das doppelte rechnen.


    bei luftspulen geht auch einiges mehr, allerdings nimmt dann der widerstand der spule extrem zu und der spulenkörper schmilzt eventuell :-)


    Ich bin mir nicht sicher, ob es da immer um eine RMS Belastbarkeit - wie beim Lautsprecherchassis - geht. Leider schweigen sich die Händler und Hersteller gerne dazu aus. Eines ist jedoch klar: Wenn die Ferritspule aufgrund des hohen Stromes in die Sättigung komt, so geschieht das sofort und augenblicklich. Da gibt es keinen "RMS Sicherheitspolster" Satt ist satt. :!:


    Was kann man in einer Passivweiche noch tolerieren? Eine Verringerung der Induktivität um 25 % ?
    Muss man im Einzelfall durchrechnen (Abhängig vom Weichendesign) und dann entscheiden. Es wird mit Sicherheit zu dem ohnehin erhöhten Membrannklirr weitere Mitteltonanteile durch die Spule zu Chassis gelangen und Blutspuren im Gehörgang hinterlassen.

  • Monacor gibt bei den 1,2mm luftspulen 300W rms Leistung an. Beim Lautsprechershop sind die 1,4mm Intertechnik allerdings nur mit Werten bis 200W gesegnet....


    Schaut man sich die Spulen an die Ohm in seinen Weichen verbaut ist da nix über 1,2mm Draht und die Boxen mit mehr als 500W angegeben....

  • bei Luftspulen wird die kurzfristige Belastbarkeit höher sein als die zulässige Dauerlast. Eisenkernspulen verzerren das Signal ab der Sättigung stark. Die Erwärmung hängt von der Verlustleistung der Spule ab, und diese wiederum von Spannung / Lastwiederstand und Crestfaktor.
    Die Erwärmung des Drahtes kann man dann kalkulieren.


    Wichtig dabei ist auch wie die Spule gekühlt wird, wie stark ist das Paket, wie groß bleibt die freiliegende Oberfläche (geometrische Daten), ist Zirkulation möglich oder ist die Sule sogar mit Dämmmaterial abgedeckt (in diesem Fall als Wärmedämmung) und wird warmgehalten.


    Man könnte gleich wieder eine Extremwertbetrachtung durchführen.


    Gruß UweS.

  • Nur so am Rande,
    Eisenkernspulen verzerren das Signal auch schon vor der Sättigung, das Stichwort heisst Hysterese
    und in meinem I.T. Katalog gibts ne Menge Info über das Verzerrungsverhalten von Spulen.


    Grüsse

  • nicht zu vergessen sollte der ohmsche wert der spule sein, das sie zum rest der weiche passt ... und darauf zu achten ist, das man auch die gehäuse entprechend der Bassspule wählt.. gerade bei null ohm spulen sollte das gehäuse kleiner ausfallen wegen dem geringeren verlustwert..


    nicht nur thermisch sollte die spule klanglich passen.. da materialdistortionen und querschnitt des Dtahtes sich darauf auswirken (dämpfungsfaktor)..


    der einzige nachteil von luftbassspulen ist einfach nur die monstergröße der dinger


    mit torobar 1,4 liegst du fett gut.. im craaftbausatz von I.T. wird auch eine für einen 18" mit 600 RMS als Bassspule genommen. :shock:

  • Diesen sehr alten Beitrag möchte ich aus aktuellem Anlass hochholen, weil die eigentliche Frage irgendwie unbeantwortet bleibt.


    Ein Bespiel:

    Ein Topteil mit 500 Watt RMS soll eine Weiche bekommen die TT und HT bei 1.5 kHz trennt.

    Die Spule im Tiefpass und Hochpass soll (nur als Beispiel) 1.0 mH haben.

    Welchen Durchmesser muss der Draht einer Luftspule haben um in der Weiche der Systembelastbarkeit von 500 Dauer Leistung stand zuhalten ?


    1.0 mm

    1.4 mm

    2.0 mm

    oder mehr ?

    oder ist ein anderer Spulentyp evtl. Trafokern erforderlich ?


    Wie berechnet man sowas ?


    Hintergrund:

    Ich musste 2 Weichen nachbauen. Die Original Weichen (von Zeck) hatten 1.0 mm Draht Luftspulen in den Weichen. Laut InterTechnik oder Mundorf sind solche Spulen aber nur bis ca. 150 Watt max. Belastbar. Die Zeck Boxen haben aber 400 AES / 800 Watt Programm.


    Wie passt das zusammen ?

    Oder fliegen mir jetzt beim 1 Einsatz die neu gebauten Weichen/Spulen weg ?

  • Ein Bespiel:

    Ein Topteil mit 500 Watt RMS soll eine Weiche bekommen die TT und HT bei 1.5 kHz trennt.

    Die Spule im Tiefpass und Hochpass soll (nur als Beispiel) 1.0 mH haben.

    Welchen Durchmesser muss der Draht einer Luftspule haben um in der Weiche der Systembelastbarkeit von 500 Dauer Leistung stand zuhalten ?

    Tja, das kann man so einfach nicht sgaen... Das hängt von den (frequenzabhängigen) Impedanzen der Treiber und aller anderen Weichenbauteile ab. (Und zu allem Überfluß auch noch von der Frequenzverteilung deines Nutzsignals).


    In einem elektrischen Netzwerk (hier aus Weichenbauteilen und Lautsprechern) ist die Spannungs- und damit Leistungsverteilung kompliziert, aber durchaus berechenbar. Was du dazu brauchst, ist ein Weichensimulationsprogramm, das die die Spannungen an allen Einzelteilen der Weiche berechnen kann. Ich hatte da mal ein Programm namens Bassyst, das vorwiegend zur Simulation von Gehäusen diente, die Weichenberechnung aber auch gleich dabei hatte. Das kann man aber soweit ich weiß nicht mehr kaufen.


    Vielleicht kennt sonst jemand ein Programm, das diese Berechnung leistet.


    Alternativ kann man das machen, was auch manche Hersteller machen: Man verbaut ein Bauteil nach Pi mal Daumen, prügelt die Box dann ein paar Stunden mit Rauschen oder Musik bei voller Belastung, und misst entweder die Temperatur der Bauteile oder schaut einfach nur, ob sie es aushalten. Doch Vorsicht: Es ist keinesfalls sicher, dass als erstes die Spule aufgibt, es könnte auch der Treiber sein! Und wenn ein Bauteil ausfällt, ist die Leistungsverteilung urplötzlich eine völlig andere, so dass anschließend auch andere Bauteile, die jetzt überfordert werden, zerstört werden könen.

  • Laut InterTechnik oder Mundorf sind solche Spulen aber nur bis ca. 150 Watt max. Belastbar. Die Zeck Boxen haben aber 400 AES / 800 Watt Programm.

    Die Leistung, die an der Spule abfällt, ist ja viel geringer als die Gesamtleistung der Box. Wir wollen ja hoffen, dass die meiste Leistung an den Treibern abfällt, wo leider sehr viel mehr in Wärme als in Schall umgewandelt wird. Gefühlt würde ich sagen, dass 150W locker ausreicht und in einer vernünftig dimensionierten Weiche keine Defekte auftreten dürften.

  • Die Leistung, die an der Spule abfällt, ist ja viel geringer als die Gesamtleistung der Box. Wir wollen ja hoffen, dass die meiste Leistung an den Treibern abfällt, wo leider sehr viel mehr in Wärme als in Schall umgewandelt wird. Gefühlt würde ich sagen, dass 150W locker ausreicht und in einer vernünftig dimensionierten Weiche keine Defekte auftreten dürften.

    ...o.k....also verstehe ich es richtig, dass sicher zwar nur grob gesagt und alle anderen Faktoren mal nicht genau betrachtet eine System Leistungsverteilung im genannten Beispiel 2 Wege Topteil mit 500 Watt so aussehen könnte: 70% Bass/Mid - 25% HT Treiber und nur 5% Systemleistung verbleiben aufgrund des wohl geringsten Widerstandes im Netzwerk was rechnerisch lediglich 25 Watt wären...? Dieser Umstand ändert sich z. B. durch Ausfall eine Bass/Mid womit die Weiche plötzlich 80% = 400 Watt aufnehmen müsste, weil dem HT ja nur 25% durch die Filterwirkung zugeführt werden.


    Wenn es sich im Regelbetrieb (also ohne Ausfälle, die sollten generell ja nicht sein...) so verhält dann würde es auch erklären warum die meisten High Power Weichen die ich so gesehen habe Bauteile verbaut verwenden deren Belastbarkeiten nicht im Verhältnis zum Gesamtsystem stehen und Spulen mit richtig dicken Draht machen somit nur Sinn wenn der Leistungsanteil der anliegt sehr hoch ist also in passive Subwoofer Weichen z. B. ?

  • ... und genau deswegen wir heute gerne aktiv getrennt - 'n Controller hat man meist eh, Endstufenleistung kostet quasi nichts mehr und die Kupferberge in den Boxen spart man sich damit (bis evtl. auf eine kleine Schutzschaltung für "falsch angeschlossen") auch.


    Zudem ist man im Betrieb wesentlich flexibler und hat mehr Kontrolle über das, was am Chassis wirklich passiert...