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Ich will in die VA-Branche! - Live Sound / FOH, professionell

  • atmo audio
  • 18. Januar 2022 um 17:56
  • robert müller
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    • 5. Juni 2022 um 00:34
    • #41

    Ist doch eigentlich egal, oder? Der Ansatz, den Markt nicht kaputt zu dumpen, sollte grundsätzlich gelten.

    Ich muss mich da selbst auch immer dran erinnern. Ich lebe primär von was anderem, dann von Mücke, und dann kommen erst die Audiojobs. Trotzdem sehe ich zu, mich dem in meiner Gegend geltenden Satz anzupassen.

    Klar gibt's immer Mal Ausnahmen. Jeder hat ja so seine Herzenssache, die ohne Freundschaftspreis einfach gar nicht stattfinden würde. Das ist aber genau das: Die Ausnahme. Und die sollte es auch bleiben.

  • secluded
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    • 5. Juni 2022 um 03:38
    • #42
    Zitat von ThoSchu

    In meiner Welt war das mal so, ist es aber überhaupt nicht mehr. Ich bin froh ausschließlich von Profs umgeben zu sein.

    Und das ist auch generell gut so. (Punkt)

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • MiFa1969
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    • 5. Juni 2022 um 09:28
    • #43
    Zitat von ThoSchu

    In meiner Welt war das mal so, ist es aber überhaupt nicht mehr. Ich bin froh ausschließlich von Profs umgeben zu sein.

    Hmm, was ist ein Profi? Ich würde mich definitiv nicht als Profi sehen. Dazu ist mein Wissen zu begrenzt. Aber das was in meinem Universum so kommt, kann ich (denke ich) recht gut.

    Ist ein Profi also der Hauptberufler der aber gerade keinen Bock hat?

    Oder ist eventuell derjenige der Profi, der das nebenher macht, aber motiviert und dadurch sich entsprechend Wissen und Erfahrung angeeignet hat?

    Ich verstehe was du mit deiner Aussage meinst.

    Aber ich würde das nicht so hart pauschalisieren.

    Schöne Pfingsten!

  • guma
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    • 5. Juni 2022 um 09:52
    • #44

    Wir hatten die Diskussion schon öfter. Ich finde eine reine Definition über den 'Vollerwerbler' weiter zu vereinfacht. Vielleicht erläutert ThoSchu mal genauer, wie er das meint.

    Ich zitiere mal noch den geschätzten Moderator-Kollegen. Das Zitat ist ~ 10 Jahre alt:

    Zitat von hell&dunkel

    Wer ist ein Profi? Wer ist keiner? Die Flachkraft? Der Meister? Der Hobbykistenschlepper mit vollem 200m² Lager und gut bezahlten Jobs? Der HKS der sich die Jobs aussucht und dem die Geiz-ist-Geil-Kunden den Buckel runterrutschen können? Der andere HKS, der zu billig ist, weil er ja "nicht davon leben muß?" Der Freelancer mit Jobs der "Oha?-Wow :shock: !"-Liga?

    Viele Mitschreiber hier spielen in der Liga, die im Stande ist, ein 1500Pax-Open Air hell&laut zu versorgen. Rudelweise Nutzer von Lampen der Ypoc-Klasse mit Material im Gegenwert von Papis Familienkombi sind hier keine Seltenheit.
    Hier sind Nebenberufsdienstleister unterwegs, die Tagessätze zwischen 300-400€ netto zzgl. Material verlangen und bekommen und für die Kinderzimmerbeschallung ein Fremdwort ist.
    Hier gibt es Fachkräfte für Veranstaltungstechnik, Meister für Veranstaltungstechnik und Praktiker mit jahrzehnelanger Erfahrung.

    Natürlich gibt es hier auch Mitschreiber, die Postings zu Ihren Wochenendjobs im Wert eines Pizzaessens für zwei Personen dem falschen Brett zuordnen.
    Das Problem:
    Viele Einsteiger nehmen ihre hell&laut&Deejäy-Wochenendtätigkeit mit Material im Gegenwert (wenn man es neu gekauft hätte...) weit unterhalb einer LKW-Tankfüllung viel zu wichtig.

    …

    Armin

  • MiFa1969
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    • 5. Juni 2022 um 11:39
    • #45
    Zitat von guma

    Wir hatten die Diskussion schon öfter. Ich finde eine reine Definition über den 'Vollerwerbler' weiter zu vereinfacht. Vielleicht erläutert ThoSchu mal genauer, wie er das meint.

    Danke!
    Ich kann mir schon vorstellen, was er meint. Da gibt es sicher genügend "Profis" die mit stolzer Brust wichtigtuerisch rumlaufen und so tun als wären sie der Käse - dabei stinken sie nur so *finger

    Für mich ist man ein Profi, wenn man einen abgesteckten Bereich beherrscht.

    Und man sich bewusst ist, was man nicht oder nur ungenügend bedienen kann.

    Wenn man dann noch so frei ist und das zugibt und andere um Hilfe bittet, dann hat man den Titel Profi verdient.

    Ich habe es zum Beispiel mit Licht überhaupt nicht. Klar kann ich ein DMX Universum aufbauen.

    Aber an den Lichtkonsolen werde ich wahnsinnig. Keine Ahnung warum.

    Mache das einfach zu selten. Und wenn ich es dann mal machen muss, weil ich gerade keinen finde, der mir helfen kann, stelle ich mich natürlich an wie ein Depp.

  • guma
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    • 5. Juni 2022 um 13:59
    • #46

    Ich denke, es ist so:

    Lisa hat ja oben Eigenschaften (Neudeutsch 'skills'), die meiner Meinung den Profi ausmachen, sehr gut zusammengefasst:

    Zitat von lisa f.

    Du brauchst:

    Humor

    Freundlichkeit, Respekt und Höflichkeit

    Wissen + Erfahrung

    Kommunikation

    Durchhaltevermögen

    Selbstbewußtsein

    Demut

    Logik + Kreativität

    Prioritäten richtig einschätzen

    Fähigkeit auf ändernde Umstände schnell zu reagieren

    Gutes Fehlermanagement (alle machen Fehler. Wie man damit umgeht ist entscheident)

    Entscheidungsfreude

    Und alles 110% machen

    Alles anzeigen

    Jemand, der alle diese Eigenschaften auf sich vereint, kann sehr gut Erwerbsprofi sein und innerhalb des Veranstaltungsgewerbes sowohl als Inhaber einer Firma, als freelancender Einmannbetrieb aber auch als Angestellter seinen Lebensunterhalt verdienen. Ganz sicher trifft das auf alle die, die bis hierhin das statement von Thoschu oben positiv bewertet haben und die ich in ganz unterschiedlichen Nischen des Gewerbes eingebettet aber als gleichermaßen erfolgreich kenne, zu.

    Trotzdem kann man meiner Meinung nach zumindest hier in Deutschland auch heute noch die Grenze zum Profitum nicht nur über Ausbildung und Vollerwerbstätigkeit definieren.

    1. ( und ich denke, das wollte mfk0815 oben auch zum Ausdruck bringen) Man kann alle diese o.g. Skills in eine Veranstaltung einbringen und professionell dafür abrechnen ohne Vollerwerbs-VTler zu sein. Die Geschichte des Berufsbilds und der Erwerb der genannten Eigenschaften und Fähigkeiten auch ausserhalb lassen das zu.

    2. Man kann angestellte ausgebildete Vollerwerbsfachkraft sein und nicht einmal die Hälfte der o.g. skills mitbringen. Trotzdem kann man in einer deutschen VT-Firma, einem Kulturbetrieb oder was auch immer überleben und Leuten, die einen professionellen Job machen wollen, mit Unprofessionalität gehörig auf die Nerven gehen.

    3. Skills können in einer in ihrer Gesamtheit professionell funktionierenden Konstruktion auch sehr unterschiedlich verteilt sein. Klassiker wäre für mich das Duo aus einem extrovertierten, eloquenten sympathischen Verkäufertyp mit nur sehr begrenzter fachlicher Kompetenz und einem gut organisierten technisch hochkarätigen Durchführer, der aber nicht so gut mit Leuten kann. Die kann man beide je nach Blickwinkel als ausgesprochen unprofessionell erleben und trotzdem sind sie gemeinsam erfolgreich.

    4. 'fact of life' ist für mich, dass Licht und Schatten, Profi- und Nichtprofitum ganz unabhängig vom „Erwerb“ nebeneinander existieren also sowohl der gut organisierte und fachlich hervorragende Nebenerwerbler z.B. mit Hauptberuf im IT Bereich, der sich seine Arbeitszeit gut so einteilen kann, dass er 66/33% in beiden Berufen geregelt kriegt, als auch der ahnungslose 'von Beruf Sohn' Profi, der eine VT-Firma mit etlichen Angestellten aus dem Familienvermögen finanziert. ;)

  • MiFa1969
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    • 5. Juni 2022 um 14:04
    • #47

    Das hast du hervorragend formuliert!

    Dem ist nichts hinzuzufügen dafür*

  • ThoSchu
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    • 5. Juni 2022 um 16:48
    • #48

    Danke lisa und guma, klasse Zusammenfassung.

    Wichtig ist auch seine Grenzen zu kennen, sowohl inhaltlich als auch im Zeitmanagement.

    Dieser nette Typus von TechnikerIn, die/der zu allem "ja mach ich, alles klar, kein Problem, kenn ich mich aus" sagt, aber dann doch in Probleme rennt, sobald etwas nicht wie erwartet läuft, ist leider auch noch nicht ausgestorben.

    Da ist mir ein knappes: "Ich fühle mich bei der Sache nicht wohl" viel lieber...

    Nachtrag zu meiner momentanen Welt: Bei uns sitzen mehrere Festangestellte, die sich nur um die Planung und Ausführung von "Baustellen" kümmern. Jeder davon hoch Qualifiziert und mit viel Erfahrung in einem ziemlich gut funktionierendem Team. Entsprechend wenig "Unprofessionalität" begegnet mir, auch wenn diese sicher im Detail trotzdem vorkommt (und nur nicht von mir bemerkt wird).

  • test
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    • 6. Juni 2022 um 13:01
    • #49

    wenn man mal ehrich ist, dann macht es im moment sehr viel sinn, sich fest anstellen zu lassen. es gibt eigentlich keinecompany, die nicht freie stellen zu besetzen hat. außerdem geht der trend dahin, das die companys die guten jobs an die festen vergeben. das was weniger spaß macht, an die freien.

    ich würde heute auch wegen der sozialenabsicherung, deren wert nicht zu unterschätzen ist, einen festen job suchen.

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  • atmo audio
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    • 7. Juni 2022 um 09:12
    • #50

    Da ich ja jetzt einige Wochen lang mit ca 15 diversen Jobs reinschnuppern durfte, habe ich jetzt einen viel besseren Eindruck von den Sonnen- und Schattenseiten dieser Welt.

    Was ich grob erlebt habe in dieser Zeit:

    • "Techniker für alles", ich als Mann für Ton+Licht+Bühne in 5-100 Mann Clubs/Kulturvereine - teilweise sehr amateurhaft, nichtssagende oder falsche Rider, auch mal sehr stressig (10 Mann Kapelle, 3 Bläser, +Percussions, Rhodes mit Leslie zu mikrofonieren, dann noch spontan 3 inear-Sender die mir im 20-min Rhythmus über "ach ja, ich hab noch.." präsentiert werden) aber wunderbar um wieder warm zu werden, mit Stress umgehen zu können, neue Sachen auszuprobieren wie Subgruppen Processing, 2 BD/Snare Mics, Monitor als Front-Fill "zum Spaß" umstellen und schauen wie ich per Matrix einbinde usw.
    • Technik in erbärmlichen Zustand, Umgang mit Stress wegen defekten Kabeln/Mikros/DI-Boxen. Identische Monitore die alle verschieden klingen, verschieden laut sind, Phasendreher im TT,.... Nass-flutschige Mikrokabel, die auf Nachfrage angeblich vor 2 Wochen mal im ausgelaufenen Nebelfluid baden gewesen waren.
    • Team aus 2-3 Technikern, jeder hat seine Aufgabe, man hilft sich gegenseitig - super Menschen, macht Spaß, fühlt sich gar nicht wie Arbeiten an
    • als Team mehrere Bühnen gleichzeitig bedienen bei kleinerem Festival-Format - habe meine eigene Bühne aber man hilft wo man kann gegenseitig
    • kennenlernen und mitwirken von professionelleren Produktionen, auch internationale Künstler, 200-500 PAX, selbst mischen oder Rolle "Pultsitter" für Bandtechniker
    • Act der meinen Sound so gut findet dass er mich schon während dem Soundcheck fragt ob ich nicht seine weiteren Konzerte mischen will. (Siehe letzter Post von mir.) Dadurch Erfahrung machen dürfen über Festival Ablauf, Backstage/Künstlerbetreuung, Mischen auf der Main Stage 16x8m, K1 Line Array und mich daran erinnert dass man mit jedem Next-Level wieder bei 0 anfängt :). Sound Ergebnis war ganz okay aber lange nicht perfekt, und bis dahin echt nicht leicht. Anreiz es zukünftig noch deutlich besser machen zu können.

    Was ich wirklich liebe, ist dass alle Ton- und Lichtkollegen die ich kennen lernen durfte eine ähnliche Einstellung wie ich habe: Wir wollen das beste Ergebnis mit den verfügbaren Mitteln.

    Ob für mich in absehbarer Zeit (1-2 Jahre) die Kündigung meines aktuellen Jobs und die Entscheidung ganz in die VA-Branche zu wechseln erfolgt, bezweifel ich aber. Das liegt weniger daran, dass mir die "Schattenseiten" zu stark missfallen, sondern eher dass ich das Modell ganz gut finde in meinem Hauptjob zu bleiben, mit dessen Vorzüge besonders finanziell und absicherungstechnisch, und nebenher mir nur die VA-Jobs aussuchen kann die mir auch Spaß machen - oder ich auch mal weniger machen kann wenn ich anderen Dingen in meinem Leben mehr Priorität geben mag.

    Tatsächlich fällt natürlich schon der Punkt ins Gewicht, dass durch die Abend/Nacht und Wochenend-Jobs das Zusammenleben in meiner Beziehung beansprucht wird.

    Natürlich kann ich so dann keine Tour mitmachen, und Jobs die nicht erst am Nachmittag beginnen gehen auch nicht. Was ich auch schon merkte ist dass meine Professionalität in Frage gestellt wird wenn manche VA-Kollegen oder besonders Kunden erfahren, dass ich das neben meinem Hauptjob in anderer Branche mache. (Hinweis: ich sehe mich natürlich auch nicht als Profi unter dem Aspekt, dass ich mit jahrelanger Erfahrung mein Gebiet perfektioniert hätte. Aber ich gehe jeden Job mit dieser Ambition an und bin mir sicher dass mit solch einer Einstellung und einfach mehr Zeit+Erfahrung ich auch nebenberuflich auf ein solches Level komme, auch wenn das länger dauern wird.)

    Ich bin mir schon sicher, dass ich in der VA-Branche auch eine Festanstellung bekommen könnte. Vielleicht davor noch auf den A*sch setzen und Kurse + Externenprüfung für die Fachkraft Veranstaltungstechnik machen.

    Dann wären aber o.g. Vorteile hin, dass ich mir meine Jobs ganz aussuchen darf auf was ich Lust habe. Dann "muss ich wieder" was womöglich zu stellenweise ähnlicher Frustration wie im aktuellen Job führen Könnte. Davor habe ich durchaus Angst. Bspw. habe ich bisher keine Jobs angenommen über Redner-Beschallung/Tagung/etc. Würde mich da voll langweilen. Auch Disco/Party Sachen mach ich ungern. DJ-Setup aufbauen, PA-Anschluss mit Limiter, bis 3-5 Uhr absitzen, Fragen der DJs warum das nicht lauter geht.. nein.

    Ich mag Musik mischen und meine Skills verbessern.

    Klar, vielleicht sehe ich nicht die ganze Breite der VA-Companies. In einem festen Team verschiedene größere Festivals zu betreuen würde mich schon reizen. Ich habe dennoch den Eindruck dass es vermehrt Freie sind, die sich durchaus als Team schon häufiger zusammen gestellt haben, und dann für solche Jobs wieder gebucht werden.

  • test
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    • 9. Juni 2022 um 14:09
    • #51

    um an die großen jobs zu kommen, muß man eben in einer Seilschaft sein. das geht aber im grunde auch kaum nebenbei.

    im grunde ist es auch ähnlich, ob du nun auf einer 4*6 bühne stehst oder 12*10. die Probleme sind die gleichen, nur eben etwas größer ;)

    ich habe z.b. ein paar fragen zu einem bandrider an die bookerin geschickt, sinngemäße Antwort: in 2-3 Wochen gibt es da eine Antwort. kunde möchte natürlich im Vorfeld wissen was das Konzert kostet und die techs was sie denn da aufbauen müssen.

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    Einmal editiert, zuletzt von test (9. Juni 2022 um 18:09)

  • guma
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    • 9. Juni 2022 um 17:33
    • #52

    Den rüder finde ich super! Bin für die allgemeine Einführung! :)

  • josefbecker
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    • 9. Juni 2022 um 18:22
    • #53
    Zitat von guma

    Den rüder finde ich super!

    Soll wahrscheinlich Rüdiger heißen

  • atmo audio
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    • 19. Juli 2023 um 17:31
    • #54

    Ich möchte auf diesen Thread zurück kommen, nachdem ich nebenberuflich wieder warm geworden bin. Viele Bands haben mich inzwischen nach Konzerten in kleinen bis mittelgroßen Clubs nach meiner Tel-Nummer gefragt und ich hatte vereinzelt auch schon konkrete Anfragen davon kommend.

    Ich habe keine Ahnung was ein branchenüblicher Tagessatz ist, der sich auf meine Arbeit und Kunden anwenden lässt.

    In den Clubs wo ich als externer Techniker in die Rolle des Haus-Technikers rutsche, kann ich 180-300€ / Tag abrechnen (real 8-10h), was von den Clubs für Externe vorgegeben ist. Da bekomm ich aber auch regelmäßig Aufträge rein, es steht oft alles und ich habe noch Mikrofone aufzubauen, manchmal ein Pult und Monitore..

    Die Bands die sich mit mir als Techniker wohl gefühlt haben und mich bei ihren "wichtigeren" Konzerten gern dabei haben möchten, sind eher auf lokaler Ebene unterwegs und bespielen dann ein Publikum von ca 400 Leuten. Welche Gage sie bekommen weiß ich nicht.

    Was wäre ein fairer Betrag mit dem ich die Bands nicht schockiere, aber auch nicht die Branche und Kollegen die davon leben müssen kaputt mache?

    250 € - 350 € (+MwSt) ?

    Würdet ihr Anfahrt separat berechnen? Eher ab xx km oder?
    Was könnte ich bei Bedarf für ein kleines Pult (z.B. a&h sq5 incl. Stagebox) und paar Lieblings-Mikrofone abrechnen?

    Danke für eure Empfehlung.

  • lisa f.
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    • 20. Juli 2023 um 02:30
    • #55

    Ich finde das immer ein schwieriges Thema über das ich mich immer wieder mit Kollegen austausche.

    Über Tagessätze in DE kann ich keine Aussage machen.

    Aber sowas wie Fahrtzeit und km, das ist oft Ermessensfrage.

    Km lasse ich mir fast immer bezahlen wenn es außerhalb des Stadtgebiets ist. Da gibt es Standardsätze pro km die man aufrufen kann.

    Fahrtzeit geht teilweise in einer Reisetag Bezahlung auf, wenn man 1 Tag früher/später an/abreist, teilweise rechne ich es dazu wenn ich meine Tagesabrechnung mache. Für alles unter 1 Stunde würde ich kein Fass aufnachen, aber wenn jemand denkt ich fahre 3 Stunden, arbeite danach eine volle Schicht und berechne nichts drauf dann passt das nicht.

    Ausnahme wären für mich Liebhaberprojekte. Gigs, die ich aktiv unterstützen möchte. Aber für meine normalen kommerziellen Jobs rechne ich idR km und Fahrtzeit, wie die Abrechnung aussieht ist individuell.

    Verpflegungspauschale ist nochmal eine andere Geschichte. Feiertagszuschläge auch.

    Tools und Toys: ebenfalls ein schwieriges Thema. Das Ding ist, wenn jemand Dich fragst ob Du bitte dies und jenes mirbringen kannst dann kannst und solltest Du das auch berechnen. Wenn Du Dein SQ5 mitnehmen möchtest weil Du das Vor-Ort Pult nicht kennst und die Sicherheit möchtest, dann ist es ein bißchen Dein Problem.

    Tools - normales Werkzeug wie Schraubendreher etc würde ich nicht mal erwähnen, das gehört einfach dazu.

    Meine teuren Spectrumanalyser berechne ich aber idR extra - die Jobs wo ich das große Besteck auffahre sind selten genug und dann auch wichtig genug im das problemlos durchzudrücken. Wenn ich was auf kleine Jobs mitnehme mache ich das, um mein Leben einfacher zu machen, bzw meine gewohnte Qualität zu liefern, für die ich idR eh gut bezahlt werde.

  • madmax
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    • 21. Juli 2023 um 19:11
    • #56

    Im Prinzip musst du dir überlegen, für welchen Stundenlohn du arbeiten willst.

    Das heißt; was du dir am Ende des Abends in die Brieftasche stopfen willst.

    Oder der Frau abliefern musst. ^^

    Das (was du dem Veranstalter pro Stunde berechnen musst) solltest du dir am Besten von deinem Steuerberater ausrechnen lassen, besonders wenn du einen weiteren (Haupt) Job hast.

    Beide Einnahmen werden nämlich steuerlich zusammen veranlagt und da kann es ganz schnell passieren, das man zum Jahresabschluss mal schnell paar Tausender mehr als gedacht ans FA überweisen muss...

    Reisekosten (das ist nichtnur der Sprit !) gehen immer extra,

    Auch Verbrauchsmaterial.

    Unter Umständen auch Verpflegung.

    Gefragte Leute, Profis etc. können auch bei nur wenigen geleisteten Stunden trotzdem einen ganzen Tag bzw. Tagessatz abrechnen, da der Rest des Tages als Einnahmequelle praktisch "verloren" ist.

    Never stop a running System

  • madmax
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    • 21. Juli 2023 um 19:40
    • #57

    ...nicht zu vergessen sind die Kosten für eine spezielle Haftpflichtversicherung, Büromaterial u.ä. und nicht zuletzt die (erhöhten, nach Umsatz berechneten) Steuerberatungskosten.

    Und es kommt auf die ganze Rechnung noch die MwSt. drauf; welche dir natürlich nichtganz gehört...

    Bei Profis ist das noch viel umfänglicher und deshalb die Sätze höher.

    Krankenkasse, Rente und der ganze Rattenschwanz.

    Never stop a running System

  • Seven
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    • 21. Juli 2023 um 20:25
    • #58

    Ich bin einem Segment mit meinen Bands unterwegs, das bei den Musikern an der Grenze zwischen ambitioniertem Hobby (im Sinne eines Zuverdienst) und Hauptberuf (im Sinne von Haupteinkommen) liegt. Qualitativ macht das in der Regel keinen Unterschied. Das dürfte für viele Cover-Kapellen aber auch Bands mit eigenen Songs gelten.

    DIe Musiker gehen dort in der Regel mit 250-400 EUR am Abend nach Hause. Wenn etwas zu Fahren ist: zzgl. Fahrtkosten und Übernachtung. Soweit Du von Bands gebucht wirst, tun diese sicht verständlicherweise (mehr oder weniger) schwer, dem Bandtechniker mehr als die Gage eines Bandmitglieds zu zahlen. Was ich aus Sicht des Künstlers insbesondere dann verstehen kann, wenn die Einkünfte seinen Lebensunterhalt sichern. Der mögliche finanzielle Rahmen ist relativ breit, wenn man als erster oder zweiter Mann oder Frau von der Band engagiert wird. Wobei gute ich bei (guten) Bandtechnikern aktuell eher eine Tendenz in Richtung 400 EUR, teilweise darüber hinaus beobachte.

    Ein stückweit anders sieht es meines Erachtens aus, wenn man nicht von der Band sondern vom Veranstaltungstechnikdienstleister gebucht wird. Hier nehme ich derzeit einen klaren Mangel an guten Leuten wahr, so dass gute Leute leichter an die 400 EUR und darüber kommen, als wenn sie von Bands gebucht werden.

    Das sind aus meiner Sicht zwei etwas unterschiedliche Job-Profile, die man als Freelancer beide bespielen kann. Eventuell ist ein gesunder Mix aus beidem auch gut für ein ausgewogenes Verhältnis an Spaß (Kofferjob am FOH für eine Band für 300 EUR) und Einkommen (10 Stunden Tag mit viel Schweiß für 450 EUR).

    Was einige Kollegen früher und auch heute noch machen: Eine ruhige/unbefristete/flexible halbe Stelle irgendwo im Büro mit planbarem Einkommen und dann den Rest der Zeit Veranstaltungstechnik. Da gibt es auch Deals, dass man im Sommer mal 3 Monate gar nicht im Büro arbeitet und dafür im Winter 3 Monate 100%.

  • test
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    • 24. Juli 2023 um 11:39
    • #59

    da man immer in Perspektiven denken sollte, würde ich heute, als Anfänger in der va Technik, nur noch ungern frei arbeiten. es muß ja immer soviel über sein, das man was für die Rente zurück legen kann. des weiteren muß man von einer Verweildauer in der va Technik als freier bis ca. Vollendung des 40 Lebensjahres ausgehen. was macht man danach?

    deswegen würde ich immer versuchen irgendwo unterzubringen kommen und dann einen deal mit meinen Arbeitgeber machen. es wird sich immer wer finden mit dem man da entsprechende absprachen treffen kann. heute ist das ja auch für den arbeitgeber schwierig, gute Leute zu finden.

    ich würde heute klar 2 verschiedene Richtungen , je nach Gusto, gehen:

    ich übernehme eine Bude, in der der Chef so 50 ist und mir dann in 8-10 jahren die Schlüssel gibt. alternativ, dann als angestellter mit einem festen einkommen.

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    Einmal editiert, zuletzt von test (24. Juli 2023 um 12:08)

  • skyworker
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    • 24. Juli 2023 um 12:03
    • #60
    Zitat von test

    Verweildauer in der va Technik als freier von ca. Vollendung des 40 Lebensjahres ausgehen.

    Wie belieben?!

    Kein Applaus für Scheiße!

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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
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    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
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    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026
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    Dienstag, 13. Oktober 2026, 21:00 – 23:00

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