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Windanfälligkeit aktueller Line-Array Systeme (besonders L-Acoustics)

  • Christian Engel
  • 19. August 2024 um 17:33
  • simonstpauli
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    • 22. August 2024 um 18:10
    • #61
    Zitat von cen-music

    Leider haben 90% der Beiträge hier nichts mit dem Eingangsthema zu tun ;) Egal, war ein Versuch...

    Sorry. Es ist auch mit mir etwas durchgegangen.

    Also ein Versuch BTT:

    Was ist jetzt anders? In der Horizontalen bei gleicher Hardware nichts.
    In der Vertikalen betreiben wir mehr "Rechnerei", um die Coverage im Idealfall, also ohne Windeinfluß, noch gleichmäßiger hinzubekommen.

    Welcher Wind ist am schlimmsten? Ich vermute fast, daß es vertikal wirkende Windanteile sind, weil wir dort wesentlich engere Pattern haben. Und dann würde sich auch eine Änderung erklären, selbst wenn die Hardware gleich bleibt.

    Vergleich dazu auch das Ablaufen einer Coverage vorne/hinten und on-axis/off-axis. Die Veränderungen sind vorne/hinten drastischer, off-axis wird erst dann böse, wenn ein weiteres System ins Spiel kommt.
    Da komme ich auf einen Gedanken und Einwurf: Wo sind FOHs üblicherweise platziert? Dead center? Das wäre dann eine extrem seitenwindanfällige Position. Die Auswirkungen wären stärker als im Großteil der Publikumsbereiche. Phasing des Grauens, wenn der Wind leicht von links nach rechts und zurück dreht.
    Und die Anfälligkeit für Höhenwind ist sowieso vorhanden, allerdings eher von der Entfernung zur PA abhängig.

    Nächste Frage, können wir den relevanten Windanteil quantifizieren? Es könnte ja z.B. am FOH eine steife Brise wehen, auf dem Weg von PA zum FOH aber Windstille herrschen und umgekehrt. Darauf aufbauend die Frage, was ist dann die gefühlte Windstabilität wert?

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • wora
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    • 22. August 2024 um 19:51
    • #62
    Zitat von floger

    Die HF wird aber genau so weggeblasen.

    stimmt. das sind ja auch schallwellen, wenngleich auch bei sehr hohen frequenzen... damit kann man das problem also auch nicht in den griff bekommen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • robert müller
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    • 22. August 2024 um 21:42
    • #63
    Zitat von wora

    stimmt. das sind ja auch schallwellen, wenngleich auch bei sehr hohen frequenzen... damit kann man das problem also auch nicht in den griff bekommen.

    Du musst elektromagnetisches HF nehmen. Die Zuhörer bekommen dann am Eingang gegen Pfand leihweise ein elektro-akustisches HF-Demodulations-und-nach-Schall-Wandlergerät ausgeliehen, vulgo Funkkopfhörer. Idealerweise mit eingebauten Mikros, die wahlweise für Noise Cancelling oder fürs Atmogefühl verwendet werden.

    Damit kann man auch das teure Linien-Beamsteering-Array weglassen. 😁

  • test
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    • 22. August 2024 um 23:32
    • #64

    dann braucht es nur noch geflogene bässe für das feeling

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • wora
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    • 23. August 2024 um 02:19
    • #65
    Zitat von test

    dann braucht es nur noch geflogene bässe für das feeling

    oder bodenplatten mit excitern...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • secluded
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    • 23. August 2024 um 08:49
    • #66

    ...jetzt wird's kosmisch hier :D

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • hp
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    • 23. August 2024 um 09:32
    • #67

    Ich finde das von Anfang an komisch ...

    Wind ist keine statische Angelegenheit .

    Eine Böe kann direkt vor den Boxen auftreten , 10 m weiter nicht mehr

    und danach dann wieder .

    Wie will man da etwas regeln bzw. steuern Shocked

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • mattias bost
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    • 23. August 2024 um 09:56
    • #68

    Moin,

    nochmal auf die Eingangsfrage "Sonstige Faktoren" zurückkommend: Ist am GESAMT-Bühnen-Aufbau inzwischen was anders als vor Jahren?

    - Werden LAs inzwischen weniger verdeckt gehangen, wird mehr zugelassen die Technik zu sehen?

    - Werden LAs inzwischen weiter vor die Bühne gehangen (früher sah man die oft unterm Bühnendach)?

    - Wurden zurückliegend die LAs öfter hinter Aufbauten mit transparenten Tüchern gehangen?

    Wenn sich hier nichts an den Gewohnheiten geändert hat, dann kommt

    - ofters/mehr Wind (wie schon festgestellt, hier an der Küste allemal)

    - höher, weiter, auch dank mehr Processing

    ins Spiel.

    Unbeantwortet ist die Frage, ob die Systemer den gleichen Eindruck haben? Kleiner Tip an den threadstarter:

    Konkrete Umfrage statt freier Diskussion, vlt nochmal initieren.

    Eigentlich ist das Suchen nach Wirkzusammenhängen erst mit bestätigtem Eindruck höherer Windanfälligkeit sinnvoll.

    Grüße

    Mattias

  • gert
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    • 23. August 2024 um 12:00
    • #69

    Was sicher nicht richtig ist, ist das ein Hersteller weniger windanfällig ist als ein anderer. Beim Vergleich Punktquelle & Linearray dürfte man dann nur eine Punktuelle nehmen um es vergleichbar zu machen. Ein Cluster verhält sich ja in sich schon ganz anders.

    Das hier genannte Beamsteering passt ja typischerweise ein System auf ein vertikales Raumprofil an. Das ist ja durch den Wind nicht anders geworden. Alleine die Berechnungszeit machen es schon unmöglich hier in Echtzeit zu denken. Abgesehen davon braucht man ja Variablen zur Berechnung die wir zum dem Zeitpunkt wo wir die Berechnung starten müssten ja noch garnicht kennen (Glaskugel).

    Was mir auffällt ist das man heute die PA gerne über die Videowall hängt. Da ist die dann in der ersten Reihe gerne schon mal 20m weit weg.

    Practice, Practice, Practice

  • Fux
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    • 23. August 2024 um 13:17
    • #70

    Mal abgesehen davon, dass man es bei dem Verwehen des Schalls in der Regel mit Windböen zu tun hat, die sowohl in der Geschindigkeit als auch Richtung sich ständig schnell ändern, haben wir es hier nicht mit laminaren Strömungen zu tun (was die Sache stark vereinfachen würde) sondern mit turbulenten Strömungen.

    (ich kenne diese Turbulenten Strömungen mehr aus der Hydraulik und Hydrodynamik, aber das ist ja abgesehen von der Dichte des Mediums praktisch das Selbe in Grün)

    Hier bei turbulenten Windböjen irgendwie elektronisch eingreifen und gegenregeln zu wollen, wäre um einiges komplexer als mit dem Auto im Regen zwischen den Regentropfen durchfahren zu wollen. Das wird technisch einfach nicht darstellbar sein.

    Viele Grüße,
    Fux

  • wora
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    • 23. August 2024 um 13:54
    • #71
    Zitat von gert

    Abgesehen davon braucht man ja Variablen zur Berechnung die wir zum dem Zeitpunkt wo wir die Berechnung starten müssten ja noch garnicht kennen (Glaskugel).

    Zitat von Fux

    Das wird technisch einfach nicht darstellbar sein.


    sach ich doch... ;)


    das einzige, was man sinnvoll dagegen machen könnte:

    ein downsizing der veranstaltungsgrößen frech*

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Fux
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    • 23. August 2024 um 14:12
    • #72

    Am schönsten & gemütlichsten ist's eh im kleinen Club mit ordentlicher Kapelle auf kleiner, niedriger Bühne, ohne Security, Absperrungen und Gedöhns. Sowohl als Gast, wie auch als Beschaller. Der Eintritt ist für die Zuhöhrer in einer anderen Größenordnung als auf solchen Mega-Konzerten und parken kann man auch direkt ums Eck.

    Mit ein wenig Engagement von seitens Veranstalter und PA-Verleih muß dabei der Sound nicht schlechter sein als beim Mega-Event; ganz im Gegenteil.... ;)

    Viele Grüße,
    Fux

  • Marcel
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    • 23. August 2024 um 16:40
    • #73
    Zitat von wora

    das einzige, was man sinnvoll dagegen machen könnte:

    ein downsizing der veranstaltungsgrößen frech*

    Und am besten wieder in die Halle, dann hat sich auch das Thema Wind erledigt 8o

    Ansonsten: Mal wieder eine interessante Diskussion.

  • test
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    • 23. August 2024 um 18:06
    • #74

    ihm, in hannover wird aber standsicherheitsnachweis in den Messehallen gefordert. wenn die Tore offen sind, dann geht da auch in der halle gut die post bzw. wind ab :)

    http://www.crystal-hannover.de
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  • mattias bost
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    • 24. August 2024 um 12:32
    • #75

    Elektronische Korrekturen, nicht machbar, und sei es mit noch so viel Rechnen- und Messleistung. Selbst bei Erfassen des Windverlaufes von LA bis Zuhörer. (u.a. wg Schallaufzeiten)

    Zunächst folgender Gedankengang:

    Schon die vergleichsweise ideale Situation einer reinen Temperatur-/Feuchteschichtung ist kaum für die gesamte Fläche korrigierbar. Hier wird zu "ein-/zweidimensional" betrachtet. Legen wir einen vertikalen Schnitt auf 0° horizontaler Achse vom LA ins Auditorium, die übliche Betrachtung, kann für diese EINE Schnittebene tatsächlich nachkorrigiert werden. Mit FIR und entsprechend aufwendigen Systemen machbar.

    Nun gehen wir aus den 0° horizontaler Achse heraus. Was bedeutet dies? Die Beugung über die Entfernung ist nur auf der Kreisebene LA zu den Zuhörerpunkten des o.g. vertikalen Schnittes gleich (weitgehend). Soweit, so gut. Für Zuhörer die mittig in großer Entfernung vor der Bühne stehen, müssen Korrektturen vorgenommen werden, die über die maximale Distanz der Zuhörer 0°-Achse hinausgehen. Sonst findet sich keine Kreisebene (mit passender Korrektur) die in den Bereich der Zuhörer in der Mitte weit entfernt hineinragt.

    Berücksichtigen vlt das die neuen automatischen Systeme, wenn denen die Beschallungsfläche bekannt ist? Faktisch bedeutet dies damit eine noch höhere angestrebte Wurfweite mit eben den Windproblemem. Was genau in dern Korrekturen passiert, das könnten die Systemer wissen. U.a. könnte die Kenntnis über die berücksichtigten Parameter als Indiz hiflreich sein. Ich kenne nur "spielweise" Arraycalc (fürs Vorabdesign), dort fließen bereits ne Menge Raumparameter ein.

    Kommen zu "überzogenen" automatischen Korrekturen inzwischen andere Aufbaugewohnheiten (o.g. extremes Hochhängen, dazu noch stärker dem Wind ausgesetzt), wird da ein Schuh draus?

    Grüße

    Mattias

  • secluded
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    • 26. August 2024 um 16:49
    • #76

    hat jemand schon 'mal über die abstrahlwinkel nachgedacht ?

    'ne 120° breite Box empfinde ich weniger Windanfällig, als 'ne 60° Box... - senn da das Dreieck "verbogen" wird vom wind, isses klar, daß da dann die Masse außerhalb der Hochtonfrequenzen steht ;)

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

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    • 26. August 2024 um 17:32
    • #77

    Jetzt geht wieder der Physiker mit mir durch: Jeder Schmutzeffekt (Wind), der die Schallausbreitung verändert, könnte doch auch als Nutzeffekt verwendet werden.

    Gedankenexperiment:

    Könnte denn bei einer Lautsprecherbox, die gleichzeitig ein Ventilator ist, über die Windgeschwindigkeit die Richtwirkung verändert werden?

    Die bewegte Luft könnte dann eine über die Luftgeschwindigkeit einstellbare akustische Linse ausbilden. Sozusagen ein Zoom-Objektiv für Lautsprecher.....

    Die hohe Luftgeschwindigkeit auf der akustischen Achse gegenüber der nahezu stehenden Luft außerhalb der Achse sollte die akustische Energie bündeln.

    (Die praktische Ausführung und die vom Wind erzeugten Nebengeräusche lass ich mal außen vor).

  • wora
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    • 26. August 2024 um 17:46
    • #78

    mslr:

    nö, da bin ich überfragt :/

    aber irgendwie kommt mir die idee komisch vor ;)


    Zitat von secluded

    hat jemand schon 'mal über die abstrahlwinkel nachgedacht ?

    'ne 120° breite Box empfinde ich weniger Windanfällig, als 'ne 60° Box... - senn da das Dreieck "verbogen" wird vom wind, isses klar, daß da dann die Masse außerhalb der Hochtonfrequenzen steht ;)

    siehe beitrag #2 :P


    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • test
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    • 26. August 2024 um 20:41
    • #79

    das mit ventilator und sound hat einer in amerika schon getestet. war ein youtube video. ich meine das er natürlich am mittel ht wiedergabe gescheitert ist.

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    • 26. August 2024 um 22:16
    • #80
    Zitat von wora

    aber irgendwie kommt mir die idee komisch vor

    Physiker haben öfter komische Ideen. ;) … und sind auch manchmal komisch :D


    Zitat von test

    das mit ventilator und sound hat einer in amerika schon getestet. war ein youtube video. ich meine das er natürlich am mittel ht wiedergabe gescheitert ist.

    Muss ich mal recherchieren. Ich kenn das Video mit verstellbaren Rotorblättern um einen tiefen Bass zu erzeugen.

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