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100V Hörner - Freibad Beschallung/Durchsagen

  • Ecto_Erwin
  • 21. September 2024 um 17:49
  • Ecto_Erwin
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    • 21. September 2024 um 17:49
    • #1

    Hallo!

    Ich mache ja nun seit gut 20 Jahren PA-Verleih - aber mit 100V Technik/Hörnern hatte ich bis jetzt noch nie wirklich Berührungspunkte.

    Daher meine Frage hier:

    Ich soll in einem Freibad die dort bestehenden Hörner tauschen.

    Die werden ausschließlich zur Durchsage des Badeschlusses verwendet oder maximal, wenn ein Gewitter kommt oder ähnliches.

    Da steht im Kammerl einfach ein Schwanenhaltmikro plus einem kleinem Mischverstärker (leider vergessen zu fotografieren!)

    Das Mikro ist 0815 und ich habe ihnen gleich gesagt, dass muss man nicht tauschen (weil ich will ihnen auch nichts verkaufen, was nicht sein muss - so bin ich nicht.)

    Welcher Hersteller haben den sowas im Programm und auf was muss ich achten?

    Ich würde gerne schon die Qualität/Lautstärke/Sprachverständlichkeit erhöhen.

    Kann ich die bestehende Leitung vom Kammerl zu diesem Turm eh weiterverwenden - oder?

    Wie gesagt - kaum Erfahrung mit 100V Technik, aber da geht eh nur eine 2 polige Leitunghin, soweit ich das verstanden habe.

    (Wenn ich das genauer brauche - werde ich mich natürlich technisch noch genauer informieren).

    Meine konkrete Frage ist also, welcher Hersteller, welches Horn, welcher Verstärker dazu?

    Eventuell würde ich gerne 4 Hörner aufhängen um eine bessere Abdeckung am Gelände zu erzielen.

    Danke vielmals

    Bilder

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    • 21. September 2024 um 19:10
    • #2

    warum nicht bei toa bleiben? leitung kannste weiter verwenden. ansonsten hat monacor da einiges im programm-

    http://www.crystal-hannover.de
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  • ulf klüpfel
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    • 21. September 2024 um 19:14
    • #3

    Der Klassiker wären Monacor IT-400 Musikhörner (oder die quasi baugleichen Modelle vieler anderer Hersteller). Haben genug Leistung, Stimme und z.B. der Gong zum Badeschluss klingen gescheit und Preis-Leistung stimmt.

    Je nach zu beschallender Fläche 4 Stück horizontal oder 5-6 Stück Hochkant um den Mast.

    Wenn der 100V Mischverstärker genug Leistung hat musst du den auch nicht tauschen.

    Wenn er getauscht werden muss würde ich bei Monacor oder RCS schauen und dann inkl. Sprechstelle tauschen. Das ist immer ein System mit Gongtaste, Sprechtaste, Zonenwahl, ggf. Klinkenanschluss für Musikeinspielungen usw.

    Leitung zum Turm kann bleiben.

    Nur zwei Dinge sind unendlich, das Weltall und die Dummheit der Menschen, beim Weltall bin ich mir jedoch nicht sicher. (Albert Einstein)

  • hp
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    • 21. September 2024 um 19:59
    • #4
    Zitat von ulf klüpfel

    Wenn der 100V Mischverstärker genug Leistung hat

    musst du den auch nicht tauschen.

    Bei der Dimensionierung unterscheiden sich 100V von niederohmigen Anlagen .

    "Genug Leistung" bedeutet bei 100V das max. soviel Lautsprecherleistung

    angeschlossen werden darf , bis die Leistungsangabe des Verstärkers erreicht ist .

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • ulf klüpfel
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    • 21. September 2024 um 20:12
    • #5
    Zitat von hp

    Genug Leistung" bedeutet bei 100V das max. soviel Lautsprecherleistung

    angeschlossen werden darf , bis die Leistungsangabe des Verstärkers erreicht ist .

    Danke für die Ergänzung, das war für mich so selbstverständlich, dass ich es nicht extra erwähnt habe. 8o

    Dann gleich noch der Hinweis das die Leistung der 100V Lautsprecher , direkt am Lautsprecher, durch umschalten/umklemmen der Trafoabgriffe (meist volle/halbe/Viertel Leistung) geändert werden kann.

    Damit ist eine Lautstärkezonierung von LS auf der gleichen Zuleitung möglich. Oder wenn du die Leistung nicht ausreizen musst kann Verstärkerleistung "gespart" oder der alte Verstärker behalten werden.....

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  • Ecto_Erwin
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    • 21. September 2024 um 20:53
    • #6
    Zitat von hp

    Bei der Dimensionierung unterscheiden sich 100V von niederohmigen Anlagen .

    "Genug Leistung" bedeutet bei 100V das max. soviel Lautsprecherleistung

    angeschlossen werden darf , bis die Leistungsangabe des Verstärkers erreicht ist .

    Danke euch allen.

    Das ist spannend, also echt kein Watt darüber?

    Warum ist das so? Habe zwar irgendwann Mal Elektrotechnik studiert, aber wie gesagt - null Erfahrung mit 100V Technik.

    Wenn's zu umfangreich ist zu erklären - kein Thema.

    Gegen Toa spricht gar nichts - ich kenne halt die Systeme alle nicht, ist Toa was Gutes?

    Danke

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  • ulf klüpfel
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    • 21. September 2024 um 21:10
    • #7
    Zitat von Ecto_Erwin

    Das ist spannend, also echt kein Watt darüber?

    Warum ist das so?

    Das System hat ja an beiden Enden der Leitungsstrecken einen Trafo. Überlastet man den AMP mit Trafo an der Einspeisung kommt es zu Fehlanpassungen im gesamten System.

    Zitat von Ecto_Erwin

    ist Toa was Gutes?

    Würde TOA in der gehobenen Mittelklasse einordnen, meine Favoriten für das genannte Umfeld habe ich oben schon genannt.

    Und ist ja auch immer eine Frage dessen, was du gut und damit für deinen Kunden wirtschaftlich beschaffen kannst.

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    • 21. September 2024 um 22:35
    • #8

    Wenn der Trafo kleiner ist als der amp, läuft der Trafo in die Sättigung.

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    • 22. September 2024 um 03:47
    • #9

    Steinigke hat auch eine gute Auswahl an 100V Verstärker. Und vergiss die Safetys nicht.

    :?:

  • TomyN
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    • 22. September 2024 um 08:39
    • #10

    100V kann man ansatzweise mit einer Hochspannungsleitung vergleichen. Da kann man auch nicht beliebig viel Leistung auf der 230V Seite ziehen.

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • hp
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    • 22. September 2024 um 09:51
    • #11
    Zitat von test

    Wenn der Trafo kleiner ist als der amp, läuft der Trafo in die Sättigung

    Natürlich kann man kleinere Trafo - Lautsprecher Kombinationen

    an einem größeren Verstärker betreiben .

    Das ist neben , langer Zuleitungen , der Sinn von 100 V Technik .

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • wora
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    • 22. September 2024 um 10:09
    • #12

    Der Sinn einer 100V Installation ist ja entweder viele Lautsprecher an einem Verstärker zu betreiben, oder, wie in deinem Falle, ein paar LS an einer sehr langen Leitung (mit relativ geringem Querschnitt).

    Beides funktioniert, wenn es sinnvoll aufgebaut ist, sehr gut.

    Da eure Installation ja vermutlich schon viele Jahre auf dem Buckel hat, scheint das hier also der Fall zu sein.

    Der Hinweis, dass die max. Anschlussleistung der Lautsprecher die Verstärkerleistung nicht überschreiten darf, ist richtig und ist auch hier zu beachten. Du muss nach der Auswahl der Lautsprecher also nur schauen, ob die Gesamtleistung den bestehenden Amp nicht überfordert. Ist der stark genug, muss er nicht getauscht werden.

    Wie Uli passend bemerkte, kann man da aber auch noch ein bisschen tricksen, in dem man die Lautsprecherkabel eben nicht an die Klemmen mit dem stärksten Leistungsabgriff schraubt…

    Ob du da nun TOA oder Monacor (oder sonstwas) ranschaubst, ist egal. Diese Hersteller haben von der billigsten Tröte bis zum gut klingenden Musikhorn alles im Angebot.

    Übrigens:

    Entgegen der landläufigen Meinung können ELA Systeme auch durchaus gut klingen. Bei den meisten dieser Systeme geht es aber vordergründig um eine möglichst kostengünstige Lösung. Und da wird dann eben gespart wo es geht - was dann am Ende zum schlechten Ruf der 100V Technik geführt hat ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • floger
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    • 22. September 2024 um 10:21
    • #13

    Die sache mit der maximalen Leistung bei ELA darf man nicht mit der Leistung im Niederohmbereich verwechseln. Durch hinzufügen weiterer Lautsprecher reduziert sich die Impedanz. Soweit, so ähnlich. Die Leistungsangaben am Abgriff definieren die Impedanz des Lautsprechers. Höhere Leistung => geringere Impedanz. Die angegebene Leistung wird bei 100V auf der Leitung erreicht.

    Wenn die addierten Leistungen, die maximale Leistung des Verstärkers erreicht hat, ergibt sich eine Impedanz, die der minimalen Impedanz, die der Verstärker versorgen kann, entspricht. Entsprechend fließt bei 100V dann der maximal erlaubte Strom.

  • verstärkerberserker
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    • 23. September 2024 um 10:56
    • #14

    Sehr gut erklärt.

    Wenn man das mit konventionellen Systemen bzw. Niederohm-Komponenten vergleicht, dann hieße das:

    Wenn Du bei 100V in Summe mehr Leistung an den Lautsprechern abgreifst als der Amp liefert (über Anzahl bzw. die verschiedenen Abgriffe am Trafo) wäre das vergleichbar mit einem Niederohm Amp, der z.B. 4Ohm kann und Du 2 Ohm anschließt.

    ...Holz ist braun!

  • niggles
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    • 23. September 2024 um 11:17
    • #15
    Zitat von wora

    Ob du da nun TOA oder Monacor (oder sonstwas) ranschaubst, ist egal. Diese Hersteller haben von der billigsten Tröte bis zum gut klingenden Musikhorn alles im Angebot.

    Die Hauptanforderung an solche Hörner ist Wetterfestigkeit und vor allem UV-Beständigkeit. Die jetzt verbauten TOA-Metallhörner waren da recht gut unterwegs, und das sollte auch die Mindestqualität sein die neu verbaut wird. Die üblichen Plastikhörner von Monacor & Co können da nicht mithalten, die brauchen immer ein Dach drüber.

    Zitat von e-on

    Und vergiss die Safetys nicht.

    Die braucht in so einer Installation kein Mensch. Mit Sechskant-Sicherungsmuttern ordentlich anschrauben und fertig. Safeties die über den Bügeln hängen erzeugen nur Roststellen.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • wora
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    • 23. September 2024 um 12:44
    • #16
    Zitat von niggles

    Die Hauptanforderung an solche Hörner ist Wetterfestigkeit und vor allem UV-Beständigkeit. Die jetzt verbauten TOA-Metallhörner waren da recht gut unterwegs, und das sollte auch die Mindestqualität sein die neu verbaut wird.

    da stimme ich zu.

    aber ich bin schon zu lange aus diesem bereich draußen und weiß aktuell nicht genau, was die hersteller momentan alles im programm haben. und ich weiß mangels erfahrung mit installationen im freien (ich habe nur innerhalb von gebäuden installiert) nicht, ob die aktuellen kunststoffhörner die UV strahlung auf dauer abkönnen. wenn man sich da unsicher ist, kann man ein horn aus metall natürlich bedenkenloser verbauen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Ecto_Erwin
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    • 23. September 2024 um 22:20
    • #17

    Danke euch vielmals - ich werde mir einfach mal von TOA was passendes anbieten lassen.

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    • 24. September 2024 um 04:41
    • #18
    Zitat von niggles

    Die braucht in so einer Installation kein Mensch. Mit Sechskant-Sicherungsmuttern ordentlich anschrauben und fertig.

    Hmmm, da frag ich mich weshalb ich ein Safety um eine Stufenlinse, mit Sechskant-Sicherungsmutter an einer Schelle, machen muss.

    :?:

  • ulf klüpfel
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    • 24. September 2024 um 06:39
    • #19
    Zitat von e-on

    an einer Schelle

    Damit hast du es schon selbst beantwortet. An der Schelle ist halt in >95% der Fälle eine Flügelmutter.

    Wenn die Schelle einen ausschließlich werkzeuglösbaren und für die anzusetzenden Umgebungsbedingungen gegen selbstlösen gesicherten Verschluss hat, kannst du das Safety getrost weglassen.

    Nur zwei Dinge sind unendlich, das Weltall und die Dummheit der Menschen, beim Weltall bin ich mir jedoch nicht sicher. (Albert Einstein)

  • wora
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    • 24. September 2024 um 10:08
    • #20

    Eben. Es ist Ja so definiert, dass man Montagehalterungen, die von Hand lösbar sind, mit einem Safety sichern muss. Montagehalterungen die nicht von Hand lösbar sind benötigen kein Safety.

    Ich nehme an, man trägt damit dem Risiko Rechnung, dass beim täglichen Auf- und Abbau eher mal ein Fehler passieren kann als in einer Festinstallation.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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