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Digital-Amps: Perpetuum Mobile?

  • funkbrother
  • 16. März 2025 um 17:00
  • funkbrother
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    • 17. März 2025 um 11:19
    • #21
    Zitat von yamaha4711

    Einspruch!

    ..........

    Fazit: Nix hohe Sinusleistung.

    Dann muss ich nun leider sagen:

    Mach Dich erstmal schlau, was bei einer Hammond (oder den Derivaten) an Sound rauskommt (bzw. woraus der besteht) und dann überleg noch mal kurz, ob ein Einspruch und Dein Fazit sinnvoll sind, als generelle Aussage...

    Tipp, such mal auf der Seite nach Sinus:

    Hammondorgel – Wikipedia
    de.wikipedia.org
  • test
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    • 17. März 2025 um 12:02
    • #22

    du drückst aber z. b. einen 40hz ton nur einen kurze zeit, da das wenig erbaulich ist, sowas über längere zeit zu hören.

    http://www.crystal-hannover.de
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  • yamaha4711
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    • 17. März 2025 um 12:27
    • #23
    Zitat von funkbrother

    Mach Dich erstmal schlau

    Hab ich mich und das über 20 Jahre da ich diese und andere Geräte bediente, also aktiv gespielt habe. Noch fragen Kienzle?

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • hp
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    • 17. März 2025 um 12:36
    • #24

    Abgesehen von der Hammond ist es auf jeden Fall interessant

    verschiedene Endstufen mit unterschiedlichen Signalen zu vergleichen .

    Die Aussagen gehen von Wow bis hin zu ; Da ist was kaputt :)

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • discodude
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    • 17. März 2025 um 12:47
    • #25

    Also ich hatte schon mehrfach Orgeln auf dem Mixer.

    Auch mal so eine Röhren Schrankwand die 2/3 vom Sprinter eingenommen haben.

    Da ist ehrlich gesagt nix kritisches in Erinnerung geblieben.

    2 Mal editiert, zuletzt von discodude (23. April 2025 um 01:06)

  • TomyN
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    • 17. März 2025 um 15:40
    • #26

    Naja, die Sinusleistung hat halt wenig mit Musik zu tun. Bei einer Eine konventionelle Endstufe war früher die Leistung durch die Versorgungsspannung, und ggf. noch durch die Thermik, d.h. die Leistungsfähigkeit der Kühlung, definiert. Je nachdem, wie stabil die Spannung war, brach die Versorgungsspannung bei der 'Sinusfolter' mehr oder weniger ein. Der Unterschied zwischen 'Sinusdauerleistung' und 'Impulsleistun' war nicht sehr hoch, da man für die Funktion der Endstufe eine relativ feste Versorgungsspannung brauchte.

    Bei modernen Designs versorgt man die Endstufe (dynamisch) mit einer höheren Betriebsspannung als sie dauerhaft verarbeiten kann und senkt diese dann deutlich ab, wenn die Leistung über einen längeren Zeitraum angefordert wird (oder die 'Kühllörperchen' heiß werden). Dadurch erreicht man einen deutlich größeren Unterschied zwischen Dauerleistung und 'kurzfristiger' Leistung, was bei der Wiedergabe von 'normaler' Musik durchaus sinnvoll ist. Natürlich nicht dann, wenn man die Endstufe als Dimmer betreiben will :)

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  • yamaha4711
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    • 17. März 2025 um 16:05
    • #27
    Zitat von TomyN

    wenn man die Endstufe als Dimmer betreiben will :)

    Ich erinnere mich an einen Artikel zur MA5000 VZ, in welchem erklärt wurde, dass Crown selbst in den USA dieses Monster zur Simulation von der deutschen Netzspannung eingesetzt hat, evtl. testweise oder weils Spaß macht, d.h. man hat ganz brutal einen 50 Hz Sinus in den Input eingespeist und eben soviel Pegel gegeben, dass am Ende 220 V raus kamen.

    Keine Ahnung ob das so stimmt.

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  • test
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    • 17. März 2025 um 16:51
    • #28

    bei meinen system amps ist es so das als erstes die Leistung pro kanal begrenzt wird. wenn das nicht reicht, geht die protection an und reduziert den output um 20db. so wird einen auslösen der 16a Leitungsschutz verhindert.

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  • skyper
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    • 17. März 2025 um 18:13
    • #29

    Vielleicht ist die Anlage auch einfach falsch dimensioniert , wenn man auf 0dB Vollausschlag fahren muss...

    Mit 6db headroom relativiert sich das alles ganz schnell.

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

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    • 17. März 2025 um 23:52
    • #30
    Zitat von funkbrother

    Bei einen Organisten, der mal länger als 36 Takte Vollgassoli rausorgelt, muss die Anlage viel Sinus abkönnen :!:

    na ja, wenn ich mir echte livemixe mit musik anhöre, dann dienen solche keyboardflächen aber eher zur untermalung eines musikstückes und stehen damit seltenst im vordergrund des mixes.

    (ausnahmen bestätigen diese regel natürlich)

    im endeffekt ist es also so, dass solche dauertöne so gut wie nie die gesamte leistung eines verstärkersystems benötigen.

    und falls es in speziellen situationen doch mal vorkommen sollte, dass die orgel für längere perioden alles überbrüllen muss, dann muss die anlage natürlich entsprechend ausgelegt werden.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • test
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    • 18. März 2025 um 07:41
    • #31

    das weiß man in der regel aber vorher

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  • audiobo
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    • 19. März 2025 um 06:40
    • #32

    Abbildung 17-19:

    Blaze Audio PowerZone Connect 2004D im Test
    Mit den zwei- und vierkanaligen 2-HE-Modellen der Serie PowerZone Connect bietet Blaze Audio die gut ausgestatteten und komfortabel zu bedienenden Verstärker…
    www.professional-system.de

    Wenn die Sinusleistung das Maximum beschreiben würde, dann würde bei einer Kickdrum ausser einem seichten dünnen „Plöpp“ nicht mehr viel rumkommen.

  • funkbrother
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    • 19. März 2025 um 10:07
    • #33
    Zitat von audiobo

    Abbildung 17-19:

    https://www.professional-system.de/tests/blaze-au…-2004d-im-test/

    Das nenne ich mal einen brauchbaren (und aufwändigen) Test, klasse!

  • funkbrother 19. März 2025 um 10:07

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
  • mattias bost
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    • 20. März 2025 um 18:31
    • #34

    Ausführlicher Test, aber folgendes zum Crestfaktor verstehe ich nicht:

    "Zwei Effekte spielen hier eine Rolle. Zum einen verändert sich der Crestfaktor eines Testsignals schon durch die Übertragung der Filter im ADC, DAC und weiteren Filtern im Signalweg, auch wenn diese nicht direkt in den Übertragungsbereich eingreifen, so dass aus einem Signal mit ursprünglich 6dB Crestfaktor auch 7-8dB werden können. Und als zweiter wichtiger Einfluss spielen bei voller Auslastung speziell bei hohen Strömen auch Strombegrenzungen und interne Limiter eine Rolle, die die Signalform ebenfalls verändern und damit auch den Crestfaktor erhöhen können"

    Wie soll sich bei einer linearen Strecke (ADC/DAC und deren interenen Filter) der Crestfaktor ändern und vor allem erhöhen?

    Wie soll sich der Crestfaktor durch Eingriff einer Strombegrenzung (abregelendes Netzteil, Limiter?) erhöhen?

    Wenn, dann reduziert eine Begrenzung den Crestfaktor.

    Grüße

    Mattias

  • TomyN
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    • 20. März 2025 um 20:44
    • #35

    Filter verändern den dynamischen Verlauf eines Signals, wobei Hochpässe ein differenzierendes (Änderungen werden verstärkt) und Tiefpässe ein Integrierendes (schnelle Änderungen werden unterdrückt) Verhalten haben.
    Wenn man den Crestfactor als Differenz zwischen kurzzeitigen Spitzen und langer Mittelung sieht, dann wird klar, dass ein Hochpass den Crestfaktor eher erhöht und ein Tiefpass diesen erniedrigt. Da jeder Verstärker (hoffentlich) einen Tiefpass und einen Hochpass hat, sind verschiedene Auswirkungen möglich.
    Wenn die Strombegrenzung eingreift, dann geht die Leistung zurück. Da sie das ja meist nicht sofort tut, erhöht sich der Crestfaktor da die Peaks 'voll durchschlagen', die Dauerleistung aber zusätzlich reduziert wird.

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  • wora
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    • 21. März 2025 um 00:01
    • #36

    Super erklärt, vielen Dank!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • mattias bost
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    • 21. März 2025 um 13:39
    • #37

    Es wäre völlig sinnfrei, in einen Verstärker ein Signalgemisch einzuspeisen, dessen Frequenzanteile außerhalb des linearen Frequenzübertragungsbereiches (20Hz-20kHz) des Verstärkers liegen. Crestfaktorbestimmung und damit verbunden Leistungsbestimmung unter aktiver Verbiegung des Frequenzganges, sorry, das ist Unfug. Crestfaktor kann sogar bei Eintonstimuli vorliegen (wechselnde Amplitude, da würd es nichtmal einen linearen Frequenzbereich erfordern). Bei breitbandigen Stimuli (Rauschen) wird zuvor eine Bandbegrenzung des Stimulus selbst vorgenommen, bevor das in den Verstärker geht. Crestfaktor hat zunächst nichts mit Frequenzen zu tun, sondern mit Pegel/Zeitverlauf. Ganz banal, Spitzenwert zu Effektivwert. Und weil hier Effektivwert (Leistung) relevant ist, kommt der Faktor Zeit in Spiel, also der Zeitraum über den das Signal bewertet werden soll. Bei Rauschstimulus immer über längere Zeit, bei Sinus ggfs. innerhalb einer Periode, bei Verstärkerleistungsmessung aber ebenfalls mehr als eine Periode.

    Ferner wird der Crestfaktor nicht bestimmt, indem mal die Leistung sozusagen separat im begrenzenden Bereich betrachtet wird und dann im nicht Begrenzenden. Wenn der Clipp-/Netzteil-/Sonstwaslimiter zuschlägt, dann werden zu dem Zeitpunkt ebenfalls die Spitzen gekappt und das drastisch. Crestfaktor geht hier runter nicht rauf. Im nichtbegrenden Leistungsbereich entspricht der Crestfaktor maximal dem des Eingangssignals.

    Hier gerät die Begrifflichkeit Headroom (Dauer-/Spitzenleistung) schwer mit Crestfaktor durcheinander.

    Je nach Crestfaktor des Stimulus ergeben sich für verschiende Netzteilkonzepte (Kühlung mal außen vor) andere Dauerleistungen. Würde ein Verstärker eine absolut konstante Spannungsversorgung der Endstufe haben, läge der Headroom für verzerrungsfreie Wiedergabe bei 0. Dauer-/Spitzenleistung für gleiche Signale gleich.

    Ist das Netzteil eines Verstärkers "weich" ausgelegt, geht die Versorungsspannung der Endstufe bei längerer Belastung in die Knie, die Endstufe kann damit nicht mehr die Spannung liefern, wie zu Anfang. Ausgangspegel und damit Leistung bricht ein, oder anders, Spitzenleistung (kurze Signale) geht deutlich über Dauerleistung hinaus.

    Übrigens, die Messung des "Basstauglichkeit" mit 50Hz Stimulus, da kann man sich ein wenig ins Knie schießen. Je nach Phasenlage Stimulus zu Netzspannung gibts gewisse Abweichungen in der erzielbaren Ausgangsleistung. Nicht dramatisch, aber Leistungangaben aufs Watt genau würd ich da nicht machen.

    Grüße

    Mattias

  • discodude
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    • 21. März 2025 um 14:50
    • #38

    Oooaarrr

    mattias bost

    Dein Stimili stimuliert mich mal richtig.

    Da kann ich leider nicht anders…

    Zitat von mattias bost

    Crestfaktor hat zunächst nichts mit Frequenzen zu tun, sondern mit Pegel/Zeitverlauf.

    Frequenz = 1/Zeit

    Also sobald du Irgendwas mit Zeit , und noch besser mit Zeitverlauf ( also DeltaT ) was ins Spiel bringst.

    Kann man da sofort eine Frequenz daraus extrahieren.

  • TomyN
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    • 21. März 2025 um 16:24
    • #39

    Das ist die 'klassische' Sicht. Bei 'modernen' Amps wird das meist nicht über eine weiche Spannung gemacht, sondern eben auch durch entsprechende Eingriffe in das Audiosignal.

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • mattias bost
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    • 22. März 2025 um 14:28
    • #40

    TomyN: Natürlich muss für einen sinnigen Betrieb das Signal so gedämpft werden, dass es am Ausgang noch mit der aktuellen eingebrochenen Railspannung sauber wiedergegeben werden kann. Clippen will ja keiner haben.

    discodude: Spass muss sein, kein Ding.

    Aber, die Definition Crestfaktor lautet:

    Crestfaktor = Umax/Urms, da ist nix mit f=1/Zeit

    Urms bzw. Ueff ist immer eine Funktion der Zeit und hat rein gar nichts mit Frequenz zu tun. Der gewählte Zeitbereich ist völlig offen, sollte aber sinnvoll zum Signal sein (macht ja keinen Sinn den Effektivwert z.B. für eine 1/10 Periode zu bestimmen).

    Da da Ganze nicht wirklich leicht eingängig ist, habe ich mal zwei Beispiele mit einem Signal, bestehend aus 1kHz 30Veff und 1kHz 10Veff, an einen 4Ohm Widerstand anliegend, einmal mit "Tastverhältnis" 1:9 und einmal 1:1 erstellt, Der "technische Laie" würde für so ein Signal vermutlich zunächst 3 als Crestfaktor annehmen.

    Mit Tastverhältnis 1:9 ergibt sich ein Crestfaktor von 3,14 :

    Crest_Faktor_3_14.jpg

    Urms bzw. Ueff über die 10ms => 13,3Veff

    Leistung eine Periode Großsignal 223W, eine Periode Kleinsignal 24,8W, Leistung über den Zyklus 44,5W

    Mit Tastverhältnis 1:1 ergibt sich ein Crestfaktor von 1,94:

    Crest_Faktor_1_94.jpg

    Urms bwz. Ueff über die 10ms => 22,2Veff

    Leistung über den Zyklus 123,7W

    (Die kleinen Abweichungen gegenüber den zu erwartenden Werten (10Veff an 4Ohm wären eigentlich 25W) ergeben sich daher, dass in der Simulation der Stimulus aus zwei idealen Spannungsquellen mit Ri von 1mOhm gegeneinander gemischt wurden)

    Obwohl sich der Crestfaktor von Beispiel 1 zu 2 nur um ca 30% verringert hat, ist die Abgabeleistung mal eben Faktor 3 hochgegangen. Hier zeigt sich, wie schwer Leistungsangaben zwischen verschienden Amps zu vergleichen sind, wenn nicht die gleichen Teststimuli Verwendung finden. Von daher ist eigentlich am ehesten aussagekräftig, mal "Dauerstrich" zu fahren und verschieden kurze Signalbursts. Wie halt im Test gemacht.

    Ich hoffe, das stimuliert nun etwas mehr.

    Grüße

    Mattias

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