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Aufpreis für Systemlösungen sinnvoll?

  • Csharp79
  • 22. November 2025 um 10:10
  • Csharp79
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    • 22. November 2025 um 10:10
    • #1

    Hallo zusammen,

    Ich habe kürzlich in unserer Gemeinde die Verantwortung für die Soundanlage übernommen, da der FOH Techniker zeitlich eingeschränkt ist und sich daher nicht noch zusätzlich um die Optimierung des Sounds kümmern kann.

    Der Raum misst 200qm und ist leider ziemlich verwinkelt. Nach kurzer Recherche bin ich bei der Seeburg F Serie nebst G Subwoofer Array gelandet und nach dem Einmessen und feintuning mittels DSP sind Musiker, Sänger und Publikum sehr zufrieden. Als Verstärker kommt ein einfacher Dynacord mit DSP zum Einsatz.

    Jetzt haben wir aber noch regelmäßig externe Lokationen die erheblich größer sind und mit bis zu 600 Leuten besucht werden.

    Es steht nun die Frage im Rsum wie wir unsere PA erweitern sollen. Das Sizing ist einigermaßen klar, aber die FOH Jungs würden gerne statt größeren Boxen von Seeburg und weiteren Verstärkern von Dynacord gerne auf eine Systemlösung von Coda Audio setzen. Der dafür notwendige invest ist doppelt so hoch wie die Erweiterung der bestehenden Anlage. Konkret sollen vier große Subwoofer, ein Paar Doppel 10er als Mains und ein paar kleinere Boxen als Delay Line verwendet werden.

    Meine Frage lautet: ist eine Systemlösung den Aufpreis wert? Auch wenn ich Klang sicherlich nicht konservieren kann und ein a/b Vergleich schwierig wird, habe ich die Boxen einzeln gehört und möchte meinen dass sie sich klanglich nicht so viel tun. Es geht also vielmehr um die einfache Installation und Abstimmung an unterschiedlichen Lokationen wo sich die Frage stellt ob die Coda einfacher sind und daher den invest lohnen.

    Den Gedanken mit einem Seeburg S Verstärker unser bisheriges Equipment zur Systemlösung auszubauen hatte ich auch bereits, aber preislich würde das nicht viel bringen.

    Vielen Dank!

    Liebe Grüße

    cSharp

  • guma 22. November 2025 um 10:39

    Hat das Thema aus dem Forum Boxen und Amps nach Boxen & Boxensysteme verschoben.
  • guma 22. November 2025 um 10:39

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • TomyN
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    • 22. November 2025 um 10:59
    • #2

    Frage 1: Wollt ihr das vorhandene System auch in der größeren Location nutzen oder reden wir von zwei verschiedenen Systemen?

    Frage 2: Wieviel Zeit + (Wo)menpower habt ihr für den Aufbau zur Verfügung, und dass auch noch in zwei Jahren?

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
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  • Christian S.
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    • 22. November 2025 um 11:43
    • #3

    Systemlösungen oder Einzelkomponenten ab einer gewissen Liga sind nicht grundsätzlich besser oder schlechter. Das Know-How bei Bedienung und Aufstellung ist zunächst entscheident und damit kann man viel Müll anstellen und Geld versenken. Umgekehrt helfen Systemlösungen aber oft beim Erzielen guter oder schneller Ergebnisse, denn eine gute Abstimmung, Presets, etc. nehmen einem viel Arbeit ab!

    Auch das Thema Bediensicherheit ist oft unterschätzt: Der teure, sperrbare Systemamp, der die Lautsprecher niemals tötet kann locker viel mehr wert sein und Geld sparen als eine Bastellösung ein. (Und auch für Lautstärkebeschränkungen zum Schutz von Gästen, Anwohnern, usw.). Brauche ich das alles nicht und habe gute Menschen zur Bedienung ist das zweitrangig.

    Ob beim späteren Verkauf vielseitig (aber auch reichlich vorhandene) Einzelkomponenten oder Systeme (weil oft hochwertig oder bekannt) mehr Geld einbringt, mag man unterschiedlich beantworten.

    Für mich erscheint die Frage ob ihr reele Vergleiche macht: Mag sein, dass Eure zweite Variante doppelt so teuer ist, aber da bekommt ihr auch andere Dinge für. Offenbar habt ihr aktuell auch Leute die es bedienen und Vorstellungen haben - da würde ich dort ansetzen, diskutieren, anmieten und Vergleichen und nicht im Forum nach billigen Lösungen suchen. ;)

    Man kann natürlich auch schrittweise wachsen und wahlweise mehr Lautsprecher oder passendes Amping ergänzen. Am Ende entscheidet auch der Business-Case: Nutzt ihr das selber, kann es vermietet werden, hauen ehrenamtliche zur Betreuung ab, wenn sie kein Handwerkszeug etc. haben?

  • Csharp79
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    • 22. November 2025 um 12:25
    • #4

    Hallo zusammen,

    Ok die Beschreibung war wohl zu unspezifisch.

    Bei der Seeburg Lösung würden wir den einen Verstärker und die kleinen Boxen aus dem Saal als Delay line verwenden. Angeschafft würden noch größere main Speaker und ein passender Verstärker mit DSP. Bei Coda müssten wir die Main Speaker und die kleineren Boxen und natürlich auch den Verstärker kaufen. Allein der Verstärker bei Coda kostet fast das dreifache. Natürlich bekommt man dann auch mehr. Und da ist die Frage, ob das Mehr den Preis auch wert ist?

    Normalerweise läuft das Ganze so ab, dass ich zunächst die Anlage aufbaue, und die Boxen platziere gemäß eines vorher erstellten Plans. Dann werden ein paar Messungen mit Open Sound Meter und die Feinabstimmung gemacht.

    Das ganze kostet natürlich sehr viel Zeit und je nach Lokation wird das Ergebnis besser oder mittelmäßiger.

    Dann übernehmen die Tontechniker, und ich nehme hinter meinem Instrument Platz 😁

    Von Coda erhoffen wir schneller bessere Ergebnisse und mehr Fokus auf die Feinabstimmung. Ich bin schon etwas älter und kann wie gesagt nicht einschätzen, wie viel die Presets und die digitalen Hilfsmittel der System Endstufe hier behilflich sind.

    Wir möchten die Anlage nicht vermieten und die Mittel sind auch begrenzt. Deswegen sollte die Entscheidung wohl überlegt sein.

    Liebe Grüße

    Csharp

  • Jürgen
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    • 22. November 2025 um 20:00
    • #5

    Warum auf Coda wechseln, wenn Ihr bislang mit den Seeburg Lautsprechern zufrieden seid?

    Wenn es ein System werden soll, dann könntet Ihr das auch mit den System-Endstufen von Seeburg lösen. Über die zugehörige Software lassen sich alle Parameter steuern und auch Smaart einbinden.

    Daher die Frage: warum meint Ihr, dass Ihr mit Coda schneller bessere Ergebnisse erzielt?

    Beste Grüße,
    Jürgen Müller

  • Csharp79
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    • 22. November 2025 um 20:27
    • #6

    Hi

    Die Frage ist einfach beantwortet: Frage einen bmw Fan ob er sich mit einem Benz zufrieden gibt? Die Tontechnik wird seit längerem von einer Firma hinsichtlich ihrem technischen Equipment beraten die nunmal Coda vertreiben. Mit Seeburg und Dynacord kam ich jetzt um die Ecke.

    Ob es letztendlich die Systemendstufe von Seeburg wird oder Coda weiß ich noch nicht, aber die Frage nach dem Sinn einer solchen Lösung bleibt bestehen: kann ich mit den Hersteller presets in einer Aula, einer Turnhalle, einem x beliebigen großen Saal oder gar Outdoor einfacher mit guten Ergebnissen rechnen als mit einer Bastell Lösung oder ist das vernachlässigbar?

    Gruß

    Csharp

  • floger
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    • 23. November 2025 um 09:29
    • #7

    Wenn du die Komponenten zusammenpassen und du die Bastellösung sauber konfiguriert hast, stollte sich das beim Einsatz nichts schenken.

  • MBelle
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    • 23. November 2025 um 11:00
    • #8

    Ich weiß ja jetzt nicht genau, wie die aktuellen DSP Einstellungen aussehen, aber ich bin der Meinung, dass ein lautsprecherspezifisches Preset des Herstellers mit Entzerrung und Limiting etc. eigentlich immer sinnvoll ist.

    Seeburg lässt sich mit entsprechenden Presets auch gut mit Powersoft Amps betreiben.

  • niggles
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    • 23. November 2025 um 11:41
    • #9

    Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Coda mit Coda Systemamps spielt bei den Point Sources locker in der Liga d&b/L'Acoustics/Meyersound. Seeburg mit Dynacord Amps und selbergestrickter DSP-Einstellung ist (auch wenn die Seeburg Fans jetzt wieder weinen) ein 08/15 Musikersystem bei dem die Ergebnisse in akustisch schwierigen Räumen deutlich uneinheitlicher sein werden.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Blancblue
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    • 23. November 2025 um 13:32
    • #10

    An sich ist die Sache einfach - ist das Geld vorhanden, steig auf Coda um und vermeide so Diskussionen mit der FoH Crew. Coda wird sicherlich auch ne Ecke besser klingen, allerdings werden hier die Unterschiede eher durch die Menschen die die Technik bedienen hörbar gemacht.

    Variante „gesunder Menschenverstand“: Der Umstieg auf Coda kostet ordentlich Geld - Wertverlust durch Verkauf der vorhandenen PA plus den Aufpreis für Premium PA Hersteller. Fakt ist, F Serie und G-Sub klingt schon ziemlich gut, aber 90x60 Tops und 600 PAX wird eher nichts. Daher irgendwas aus der K-Serie, dazu nen Systemamp und F-Serie/Dynacord als Delay.

    ________________________________

    Signatur?

  • Csharp79
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    • 23. November 2025 um 14:14
    • #11

    Hallo zusammen,

    Lieben Dank für alle Antworten. Das Argument hinsichtlich der Diskussionen mit den Tontechniker treibt mich erst dazu, die Frage überhaupt zu stellen. Wenn es danach geht, wird die Coda Anlage für die externe Veranstaltungen gekauft und gut ist. Der Nachteil bei den kleinen Coda Boxen ist das 100° abstrahlVerhalten in aller Richtungen. Das ist für den akustisch schwierigeren Raum, in dem wir jede Woche sind, sehr kontraproduktiv. Deswegen bin ich überhaupt erst bei Seeburg gelandet.

    Das einzige, was mich wirklich zögern lässt, ist, dass der Ausbau der Seeburg Lösung einfach mal etliche 1000 € günstiger ist, sofern man auf den System Verstärker verzichtet. Bei Coda steckt die ganze Entzerrung ja auch im Verstärker.

    Aber ich habe jetzt verstanden, dass die Presets eine große Hilfe sein können. Deswegen machen wir jetzt einen ohnehin Testlauf um die Idee zu verproben und dann darf der Verein abstimmen.

    Lieben Dank nochmals

    Csharp

  • VTLS
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    • 23. November 2025 um 14:41
    • #12

    K-serie muss ich sagen bin ich kein Fan von. Hab ich zwar noch nicht oft gehört, aber einmal ist mir sehr hängengeblieben das ding klang alle 3° anders. (Constant variable directivity)

    und das Datenblatt gibt mir leider teilweise recht

    https://www.seeburg.net/download_getfile.php?file=downloads/06-Datenblaetter/K-Serie/K24_Datenblatt_de.pdf


    ich persönlich würde mir mal Systemamping als Teststellung besorgen und das mal vergleichen.

    Coda kann ich empfehlen. eigentlich hab ich noch nie schlechtes Coda gehört

    Gruß Luca

  • AlphaC
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    • 23. November 2025 um 16:53
    • #13

    Den Federhandschuh nehme ich gern auf, da wir in Direktvergleichen mit o.g. Wettbewerbern regelmäßig als mindestens gleichwertig beurteilt werden, auch und gerade in akustisch schwierigen Räumen.

    Mit Systemamps hat man auf jeden Fall geprüfte, erprobte Presets, flexible Betriebsmodi für unterschiedliche Anwendungen, systemweites Time Alignment und einheitliche Phasenlage, regelmäßig aktualisierte Bibliotheken.

  • Csharp79
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    • 23. November 2025 um 18:00
    • #14

    Hi AlphaC

    Gibt es denn für die Seeburg Endstufen inzwischen finale Presets für die neue F Serie? Klanglich sind die Musiker jedenfalls begeistert und auch die Abstrahlcharakteristik passt wunderbar.

    Viele Grüße

    Csharp

  • Numpfel
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    • 23. November 2025 um 19:42
    • #15

    Wenn euch der Umstieg auf Coda keinen signifikanten Wirtschaftlichen Vorteil gegenüber der Verwendung einer Seeburg Anlage bringt, würde ich bei Seeburg bleiben.

  • niggles
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    • 23. November 2025 um 19:58
    • #16
    Zitat von Csharp79

    Der Nachteil bei den kleinen Coda Boxen ist das 100° abstrahlVerhalten in aller Richtungen. Das ist für den akustisch schwierigeren Raum, in dem wir jede Woche sind, sehr kontraproduktiv.

    Ab der HOPS7 gibt es auch andere Hörner.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • AlphaC
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    • 23. November 2025 um 21:12
    • #17

    Csharp79 Japp, gibt es. In den nächsten Tagen erscheinen eine Reihe von Updates, es kommt eine neue OCS Version, neue Firmware-Version und ein aktualisertes Handbuch. Dazu kommt eine neue Speaker-Library welche die finalen Presets enthält. Der Unterschied ist bei der F-Serie aber nicht riesig.

    VTLS Die K24 ist schon ein paar Tage älter. Die neueren Modelle sind in der Hinsicht besser.

  • Csharp79
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    • 24. November 2025 um 10:53
    • #18

    Hi Niggles,

    Die Hops5 und die Hops8 haben gar kein Horn. Die Boxen der Pro Serie mit Horn kosten gut das 2-3fache. Für unseren regelmäßig benutzten Raum hätte die Hops5 locker ausgereicht, aber ohne Richtwirkung kämen zu viele Reflektionen dazu.

    Der angegebene Pegel Unterschied zwischen einer F4 und der Hops10 Pro ließe auf enorme Reserven schließen mit dem Coda System. Ich frage mich was davon realistisch ist.

    Gruß

    cSharp

  • AlphaC
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    • 24. November 2025 um 14:44
    • #19

    Die Unterschiede in den angegebenen Maximalpegeln resultieren aus unterschiedlichen Methoden der Bestimmung. Im Wettlauf um immer höhere Zahlen hat sich bei einigen Herstellern die Messung mit Pink Noise mit 12 oder gar 18 dB Crest etabliert.

    Wir geben das konservativer und unserer Erfahrung nach praxisnäher als Kalkulation auf der Grundlage von Nennempfindlichkeit und Maximalleistung an, beides Werte die wir auch in den Datenblättern angeben und so jedermann mit dem Taschenrechner nachprüfen kann. Aus Feedbacks von Anwendern, welche direkt verglichen haben, wissen wir, dass der tatsächliche Unterschied nicht annähernd so groß ist wie die Zahlen vermuten lassen würden. Aber ich ermutige gern dazu das selbst zu überprüfen.

    Einmal editiert, zuletzt von AlphaC (26. November 2025 um 21:15)

  • VTLS
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    • 25. November 2025 um 03:19
    • #20

    Oh, diese F4 Haben aber sehr schöne Abstrahlverhalten Laut Datenblatt.

    Gruß Luca

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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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