Moin
Da alle anderen Mischgeräte der Kategorie gerade "on Tour" sind, brauchte ich auf die Schnelle einen kleinen Mixer. Gekauft habe ich den ProFX10v3+ von Mackie. Ein günstiges Gerät, das imho perfekt geeignet ist für die Rubrik "Wir wollen etwas Musik laufen lassen und dann brauchen wir noch zwei Mikrofone".
Schön ist, dass es für zwei Mikrofone einen simplen Kompressor gibt. Die Drehpotis sind in meinen Augen auch ein Vorteil für diese Mixer, da sie weniger empfindlich gegen Staub und Verschmutzung sind. Der integrierte Bluetooth-Empfänger funktioniert perfekt und ist selbsterklärend. Wenn man das fix verkabelt, die Kanäle mit Edding oder P-Touch beschriftet, sollten damit auch totale Laien zurecht kommen.
Dank der integrierten Effektengine könnte man das Pult auch noch für eine Singer/Songwriter Nummer einsetzen. Da es aber keinen Monitormix gibt, könnte man schnell an Grenzen stossen. Das Pult wurde wohl für Streaminganwendungen entwickelt - so setze ich es nicht ein. Insofern ist meine Beurteilung des Pults unvollständig mit dem Fokus für kleine Jobs mit Musik und Sprache [für Streaming gäbe es noch das eine oder andere Schmankerl zu berichten]
In Kürze
Positiv
- kompakt und leicht
- relativ günstig
- 2 Kanäle mit Kompressor
- integrierte Effekte (mit vielen editierbaren Parametern)
- Bluetooth
- USB-C
- 10x Line-Input (3 davon stereo) also evtl. auch als Submixer für Tasten geeignet
- Main-Out Ausgänge als XLR und Klinke verfügbar
Neutral
- drehpotis könnten mehr haptische Qualität haben
Negativ
- keine PFL Funktion (nur global)
- keine Aux/Monitor Ausgänge
- externes Netzteil mit sehr dünnem Kabel
- keine sinnvolle Kanal-Pegelanzeige
Das Pult hat seine Premiere bei einem Anlass, wo 2 Funkstrecken laut gemacht werden sollen. Da ziehe ich es dem Wing Compact vor, das für den Job zu gross und teuer wäre.