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PA einmessen?

  • ILJA
  • 18. November 2004 um 19:13
  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 5. Dezember 2004 um 17:11
    • #41

    Moin,

    ich habe da einen Saal in meiner Nähe da klappert die Snare mehrmals, am lautesten aus der parabolischen Kuppeldecke... .

    Der Gedanke hinter der Frage ist die Situation beim 200 Leute Clubgig. Die Backline plärrt von der Bühne und ist eigenlich wieder einmal laut genug, klingt aber nicht voll und angenehm. Ich nehme mal die E- Gitarre zum Beispiel, schrill und dünn, fehlt also der Grundton. Wenn ich jetzt nur den fehlenden Grundton aufs PA mische klingts diffus. Mische ich die Gitarre vollständig drauf, wirds zu laut. Könnte es also Sinn machen die Backline über ein Delay im Groupinsert zu verzögern und damit die Ortung vom PA auf die Bühne zu verlagern.

    Hat da jemand Erfahrungen?

    Der Knackfrosch/Funk- Trick ist bekannt, ohne Helfer ist der Distometer schneller.
    20ms dazugeben ist mir zu grob und oft zu lang. Da nehme ich mir die Zeit gehörmäßig den Ortungssprung an unkritische Punkte bzw. Halbkreise zu legen. An Punkten, wo der Delaylautsprecher sichtmäßig nicht zu weit außerhalb des Bühnenportals ist, darf er bei mir zu früh/ortbar sein. Das ergibt sich aus den Seitenverhältnissen der Dreiecke von selbst. Oft ist die Qualität des Direktschalls aus dem Delay besser als aus der MainPA, das nutze ich gerne aus.

    Amtlich aussehen :lol: : Ich werde immer, wenn ich schnellen Schrittes zwischen FOH und virtuellen Punkten im Publikum unterwegs bin, gefragt:" stimmt was nicht ?" Meine Standardantwort: " ich arbeite fürs Publikum, viele Leute, viel Arbeit. "

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • treibsand
    Verifiziert
    Reaktionen
    1.557
    Beiträge
    9.421
    Marktplatz Einträge
    1
    • 5. Dezember 2004 um 21:06
    • #42

    Hörnli, Soundklinik und inselgert:
    Aus euren Beiträgen kann ich einiges lernen. Allerdings bin ich auch kein Anfänger mehr, sondern eher "Club-Profi".
    Will sagen, ich weiß wie eine PA für 500-1500 Pax zu handeln ist. Meisst ohne Delay und klassisch mit nem Stack rechts und einem links.Von solchen Club-Profis dürfte es einige dutzend geben (ein paar mehr oder weniger...)
    Allerdings weiß ich (so ungefähr), was Einmessen einer PA heisst und das ich das auf grösseren Events einem SysTechie meines Vertrauens überlasse.
    Der nette Herr der diesen Thread eröffnete wird aber wohl einige Zeit brauchen, bis er in eine Grössenordnung gelangt, wo Einmessen Sinn macht.
    Bei kleinen Gigs reicht es mir zu wissen, das die Tops über meinen Kopf rüberstrahlen (also so um 1,7m) und die coverage einer solchen Veranstaltung muß ich schon mit meinem eigenen Gehör nachverfolgen können (sonst hab ich am FoH nix zu suchen...).

    Dafür kann ich nur sagen: Einmessen macht mich nicht Glücklicher als Einhören... .

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Inselgert
    Profi
    Beiträge
    717
    • 5. Dezember 2004 um 21:35
    • #43

    Naja das will ja keiner in Frage stellen! Man sollte nur soviel machen wie man muss! Allerdings muss man auch bei einem Groundstack die Basics wie Phasengang und Delayzeit vernuenftig einstellen! Zumindest einmal! Mach das bei nem Groundstack auch nur einmal!
    Man kann nicht immer davon ausgehen das das von Haus aus schon erledigt ist! gerade bei kleinen Anlagen ist der Gewinn an zusaetzlchem Headroom doch imens!
    Ich benutze auch meine Ohren, aber erst wenn ich sicher bin das alles korrekt funktioniert! Man sollte in diesem Falle vieleicht zwischen Geschmack und Systemtuning unterscheiden!
    Das eine sollte das andere undebingt einschliessen nicht ausschliessen!
    Best Gruesse

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 5. Dezember 2004 um 22:15
    • #44

    ... wenn die Mitleser dieses Threads - und sich vielleicht nicht trauen, mitzuposten - erkennen, daß "weniger manchmal mehr" ist ... und worauf es wirklich für eine vernünftige Lösung ankommt, dann ist dies doch eine sehr nützliche Diskussion.

    Jeder, der sich intensiv ... und mehrere Jahre ... mit den anfallenden Problemen bei anfallenden Beschallungsjob auseinandergesetzt hat, wird irgendwann zu - zunehmend - ähnlichen Erkenntnissen und Lösungwegen kommen.

    Und wenn einige der - "bloß" - mitlesenden Forums-User dadurch einige Fehler (... die die "alten Säcke" vielleicht ja vor 10 ... 20 Jahren aus mangelnder Erfahrung oder Unwissenheit begangen haben ...) dadurch vermeiden können, bekommt diese Diskussion doch echt einen Sinn ...

  • Inselgert
    Profi
    Beiträge
    717
    • 25. März 2005 um 14:01
    • #45

    Also hier hab ich jetzt nochmal mit Bildern documentiert wie ich ne PA einmesse!
    Hatte das ja mal versprochen! :oops:

    http://www.sound4concerts.com/wbb2/thread.php?sid=8006282dc7a6a60d21e06348ce96a9a7&postid=137#post137[/url]

  • 7ender
    Beiträge
    65
    • 29. März 2005 um 04:16
    • #46

    ILJA fragte nach dem Sinn des Einmessens.
    Der Sinn ist die Anlage auf den Raum einzustellen.
    Erreichen will man damit soundmäßige Unregelmäßigkeiten aufzuspüren, welche eigentlich nur in akustisch megaschlechten Räumlichkeiten zu finden sind.
    Man braucht zum einmessen einen Rauschgenerator, einen Analyzer, ein Messmikrophon und nen Equalizer.
    Der Rauschgenerator liefert ein definiertes Signal, ein sogenanntes rosa Rauschen. Das wird in die Anlage eingespielt und das Messmikrophon
    liefert das gemessene Ergebnis an den Analyzer.
    Am Analyzer kann man dann ablesen wo Peaks bzw. Löcher im Frequenzgang der Anlagen-Raumkombinationen sind.
    Mit dem Equalizer kann man dan gemessene Unregelmäßigkeiten korrigiern.
    Die ganze Sache ist aber eher eine Megashow für den Soundmann...

    Heutzutage mit abgestimmten Anlagen ist so etwas nicht mehr nötig...
    CD an, hören... kurz korrigieren und gut.

    Naja... wenn ich als Soundmann etwas Show will, baue ich das Micro auf und rausche... :D

    pinknoise... torture your speakers 8)

    Gruß 7

  • Seven
    Profi
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    Beiträge
    4.371
    • 29. März 2005 um 07:27
    • #47

    Wenn du meinst... 8)

    Take a look at Sia Smaart or at http://www.take-sat.de

    Du widersprichst dir aber schon ein wenig. Erst meinst du,

    Zitat

    Der Sinn ist die Anlage auf den Raum einzustellen.
    Erreichen will man damit soundmäßige Unregelmäßigkeiten aufzuspüren, welche eigentlich nur in akustisch megaschlechten Räumlichkeiten zu finden sind.

    Und dann sagst du, mit guten Anlagen sei so etwas nicht nötig. Gute Anlagen helfen bei "bösen" und "gemeinen" Räumen auch nicht viel weiter.

    Du musst nur bei schlechteren Anlagen neben Korrekturen, welche der Raum bedingt, auch Korrekturen an der Anlage vornehmen und genau diese fallen eventuell weg, wenn ich eine bessere Anlage habe, nicht aber die aufgrund des Raumes anfallenden Korrekturen.

    Und die Korrekturen sind nicht nur bei "megaschlechten" Räumen nötig sonder imho bei fast allen Indoor Locations.

  • mischpultschorsch
    Profi
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    Beiträge
    3.503
    • 29. März 2005 um 08:22
    • #48
    Zitat von "7ender"


    Mit dem Equalizer kann man dan gemessene Unregelmäßigkeiten korrigiern.
    Die ganze Sache ist aber eher eine Megashow für den Soundmann...

    Heutzutage mit abgestimmten Anlagen ist so etwas nicht mehr nötig...
    CD an, hören... kurz korrigieren und gut.

    Naja... wenn ich als Soundmann etwas Show will, baue ich das Micro auf und rausche...

    Nee is klar... :roll:
    Dir ist aber schon auch bekannt, daß der Oberbegriff "Einmessen" nicht nur das Ziehen von Frequenzen am Terzband-EQ beinhaltet, sondern vielleicht auch das Delayen einzelner LS-Gruppen? Die "abgestimmte" Anlage weiß nunmal nicht, wie hoch das Rigg der Tops hängt.....

    Aber anhand der mehr als zweifelhaften "Qualität", die den Gästen hie und da bei Livegigs geboten wird, scheint die von Dir vertretene Meinung sehr weit verbreitet zu sein.... :?

  • Soundchecker
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    120
    • 29. März 2005 um 08:37
    • #49

    Habe neulich in einem kleinen Club in Köln gemischt. Als ich in einen der Monitor-EQs griff, meinte der Haus-Tech, ich solle das lassen, die seien EINGEMESSEN. :shock: Damit meinte er übrigens nicht den Soundcheck vor dem Konzert, sondern er fährt den Schuppen immer mit diesen EQ Einstellungen. :!: Unglaublich :!:

    ...ich mische da nicht mehr...

    Was ist schon ein Halbton unter Freunden?

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 29. März 2005 um 10:40
    • #50
    Zitat von "Seven"

    Gute Anlagen helfen bei "bösen" und "gemeinen" Räumen auch nicht viel weiter.
    ...
    Und die Korrekturen sind nicht nur bei "megaschlechten" Räumen nötig sonder imho bei fast allen Indoor Locations.

    ... bei einer "in sich" stimmigen Anlage (ausgewogenes Übertragungsverhalten des Direktschalls, einigermaßen gleichmässiges Abstrahlverhalten) kommt man auch Indoor oft ohne EQ aus - sofern man ein System vernünftig aufstellt/fliegt (und ausrichtet !).

    Gute Anlagen sind viel schneller startklar als "Gurkensysteme", die man mit EQs erst halbwegs "erträglich" machen muß ...

  • Volker Holtmeyer
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    13
    • 29. März 2005 um 12:20
    • #51
    Zitat


    Habe neulich in einem kleinen Club in Köln gemischt. Als ich in einen der Monitor-EQs griff, meinte der Haus-Tech, ich solle das lassen, die seien EINGEMESSEN.


    Es soll ja sogar Leute geben, die die Einstellung ihres Grafik-EQs mittels Heißkleber "speichern" ...

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Audio-mobile
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    • 29. März 2005 um 16:36
    • #52

    Wie stellt man denn am besten die Anlage ein, daß sie für sich erstmal
    neutral klingt.
    Ich benutzte von Seeburg das System ACL TSM15 und Sub passiv und überlege gerade, mir einen Controller anzuschaffen.
    Die Voreinstellungen am Seeburgcontroller sind aber glaube ich nicht gut.
    Ich arbeite in meist in kleinen Räumen.
    Im Bereich 160Hz, 500Hz muß ich oft sehr viel rausziehen.
    2, 3,15 und 8kHz werden auch meist etwas abgesenkt.
    Wie bekomme ich, bevor ich zur Veranstaltung fahre, heraus, was ich
    am Controller einstellen muß?
    Macht ein anderer Controller Sinn? Eventuell mit Dynamic-EQ wegen 2"-Horn?

  • Wurst Werner
    Profi
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    4.614
    • 29. März 2005 um 16:43
    • #53

    "Wie bekomme ich, bevor ich zur Veranstaltung fahre, heraus, was ich
    am Controller einstellen muß? "

    Wünschelrute oder auspendeln, je nachdem ob es eine indoor Hallenveranstaltung oder ein Open Air ist.

    Grüsse
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • Inselgert
    Profi
    Beiträge
    717
    • 29. März 2005 um 17:17
    • #54
    Zitat von "7ender"


    Die ganze Sache ist aber eher eine Megashow für den Soundmann...

    Heutzutage mit abgestimmten Anlagen ist so etwas nicht mehr nötig...
    CD an, hören... kurz korrigieren und gut.

    Naja... wenn ich als Soundmann etwas Show will, baue ich das Micro auf und rausche... :D

    pinknoise... torture your speakers 8)

    Gruß 7


    Naja ich finde ja das Du dich da vieleicht nen bisschen weit aus dem Fenster lehnst!
    Tatsache ist das die Variablen auf einer Tour doch gravierend sind! Mal haengt das Rigg 10 Meter hoch mal 5 Meter. Mal sind die Subs 2 Meter weg mal 3,55 usw, usw! Mal ist das Delay in der Halle noetig mal nicht! Alles variablen die man einstellen muss! Dafuer wird ein Systemtech bezahlt. Und wenn er das richtig macht klingt es gut und die Lautsprecher halten laenger! Nein kein Vodoo sondern Physik!
    Der Computer hat gegenueber mir noch andere Vorteile, Er ist grausam ehrlich und immer neutral! Meine Ohren sind das nicht!
    Fakten sind gefragt und nicht grobe Schaetzungen :wink:
    Mit der Einstellung wird es wohl beim Bierzelt und Punkclub bleiben muessen!

  • willi2
    Beiträge
    1.089
    • 29. März 2005 um 19:07
    • #55

    hi,

    Inselgert schrieb:

    Zitat

    wird es wohl beim Bierzelt und ... bleiben muessen!

    ... wobei ein bierzelt voll blasmusiker recht anspruchsvoll sein kann - die kennen sich nähmlich mit dieser art von musik recht gut aus und sind daher meist ein sehr kritisches publikum!

    Gruß
    willi2
    ... lass mal das mit der richtigen LS Auswahl, Physik brauch mer nimmer, regelt alles unsere Wunderelektronik

  • Audio-mobile
    Beiträge
    78
    • 29. März 2005 um 22:09
    • #56

    ["Wurst Werner"]
    Wünschelrute oder auspendeln, je nachdem ob es eine indoor Hallenveranstaltung oder ein Open Air ist.

    War sehr hilfreich.
    Das Pendel schlug bei allen 31Frequenzen gleich hoch aus.
    Die Anlage scheint linear zu sein.

    Im Ernst:
    Mir geht es um eine Grundeinstellung für einen Controller,
    bei der der eigentliche Lautsprecher korrigiert wird, damit ich mit
    dem Master-EQ die Raumanpassung einstellen kann, ohne
    wieder zusätzlich die PA selber korrigiern zu müssen.

    Ich hoffe, die nächsten Beiträge werden hilfreicher.
    Benutzt denn auf einmal niemand diese Lautsprecher?

  • Seven
    Profi
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    309
    Beiträge
    4.371
    • 30. März 2005 um 01:15
    • #57

    Ich will keinen 100 % ausgeglichenen F-Gang. Eine gewisse Überbetonung des Bassbereichs ist oft angenehm und angemessen. Es sollten halt die "Nasen" weggenommen werden.

    Wenn du keine Ahnung hast, wie du den Controller einzustellen hast, dann geh doch zum Verleiher deines Vertrauens (vielleicht jemand aus dem Forum aus deiner Nähe) der dir bei einem "Standardsetup" hilft.

    Falls du daran weniger interessiert bist würde ich mal folgendes vorschlagen:

    Du baust deine PA Open Air auf. Du benutzt ein Messmikro (geliehen oder Behringer billig gekauft, geht mal) und einen Rechner mit der Demo Version von Sat PA von Tomy Neumann (welche du natürlich anschließend kaufst!!!). Dann gehst du der guten Erklärung von Tomy (pdf) vor.

    Ausgehend von deinen Erfahrungen, den Ergebnissen der Messungen und von ein paar Songbeispielen kannst du nun ein wenig am Controller Setup basteln. Aber übertreib es nicht. Ein System wie TSM 15 mit Sub klingt an sich auch ohne Controller recht annehmbar. Eine 12 db Anhebung bei 63 hz und bei 10 khz sind in den Augen der Die Tschay Fraktion vielleicht toll, aber imho wenig sinnvoll.

    Probier es halt selbst aus oder (viel) besser, such dir jemanden der dir dabei hilft.

    gruß
    Jan

  • Wurst Werner
    Profi
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    625
    Beiträge
    4.614
    • 30. März 2005 um 08:05
    • #58

    "War sehr hilfreich. "

    Ja, dann will ich mal nicht so sein. Im Grunde hast Du die Frage doch schon selbst beantwortet. Wenn Du fast immer die gleichen Frequenzen ziehst, dann übertrage das doch in den Controller. Als Alternative machst Du ein zweites Preset mit den Werks-Settings. Auf einer normalen Kleinbaustelle würde ich selbst dann wie folgt vorgehen:

    SM58 ins Pult --> auspegeln --> Low Cut rein, Kanal EQ aus --> reinlabern --> Werkspreset laden --> hören, dann dein Preset laden --> wieder hören.

    Dann entscheiden, welches Preset auf Anhieb besser klingt und damit weiter arbeiten --> ggf. das Preset noch weiter anpassen. Wenn dann alles nichts hilft, zum Terz EQ greifen. Ich finde es grundsätzlich eleganter, die PA im Controller hinzubiegen, als am EQ. Ich hab in meinen Anfangszeiten fast jede PA per Summen EQ kaputt EQed, und fast jede Power aus dem System gezogen, weil ich immer HiFi Sound machen wollte. Mittlerweile lege ich auch nur noch selten eine CD ein. Wenn man ein Gesangsmikro "flat" zum klingen bringt, dann gibt es eingentlich keine Überraschungen. Je größer die PA und das Venue, desto mehr braucht man aber einen fähigen Systemtech (wie den Inselgert z.B. ;-)), da kommt man mit der oben beschrieben Methode nicht mehr weit. Aber für das was Du mit der ACL machst, sollte das funktionieren. Ausprobieren.

    Grüsse
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • Jonnytrance
    Gast
    • 30. März 2005 um 12:14
    • #59
    Zitat von "Wurst Werner"

    "War sehr hilfreich. "
    Ich hab in meinen Anfangszeiten fast jede PA per Summen EQ kaputt EQed, und fast jede Power aus dem System gezogen, weil ich immer HiFi Sound machen wollte.


    So hab ich auch mal probiert. Frequenzgang wie HiFi einzustellen.
    (Also grobzusagen bis 100Hz linear, dann abfallend so dass bei 1,6kHz –8dB war, bei 2kHz –10dB, dann bleibt es linear bis 8kHz und anschliessend fällt ab so dass bei 20kHz –16dB ist.)
    Die Anlage klingte sehr schön in diesem Club. Dann abends kammen Gäste rein. Die Tanzfläche würde immer voller und mein Hi-Mid/Hi Bereich immer leiser. Müsste nachregeln. Dann bei Modaration Rückkopplungen. 250Hz etwas runtergedrückt. Nie wieder sowas gemacht. Im prinzip schon leicht abfallender F-Gang, aber nicht so stark. Und egal wie mann die Anlage einstell, kommt immer auf den Hörer an. Einem gefält anderen nicht ganz. Deswegen auch immer verscheidene Presets abspeichere.


    P.S.wenn die Anlage linear eingestellt ist klingt überhaupt nicht.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 30. März 2005 um 13:28
    • #60
    Zitat von "Wurst Werner"

    ... Ich hab in meinen Anfangszeiten fast jede PA per Summen EQ kaputt EQed, und fast jede Power aus dem System gezogen, weil ich immer HiFi Sound machen wollte. Mittlerweile lege ich auch nur noch selten eine CD ein.

    ... wobei dieser "HiFi-Sound" ja eigentlich mit HiFi (im ursprünglichem Sinn ...) wenig zu tun hat.
    Meine Boxern im Wohnzimmer machen jedenfalls nicht diesen "HiFi-Sound".
    Und wenn dann eine (... womöglich noch: Chart-) Produktion "nicht ganz so optimal" darüber klingt, dann lege ich eben einfach sauber produzierte CDs (gibts auch !) ein ...

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