Und es geht nicht um wirtschaftliche Aspekte, sondern um ein Kriegsgebiet...
Ach so , das ist dann natürlich ein komplett anderer Sachverhalt und völlig legitim .
Und es geht nicht um wirtschaftliche Aspekte, sondern um ein Kriegsgebiet...
Ach so , das ist dann natürlich ein komplett anderer Sachverhalt und völlig legitim .
Die Aussage „Hallo ich bin X, Euer Techniker. Ich bin faul. Ich lese kein Rider, steht eh immer das gleiche drin.“
IDN:
zwei tage vor aufbaubeginn zu erfahren, dass der rider, den wir für die materialplanung zu rate gezogen hatten, veraltet ist... und jetzt fordert die produktion explizit linearrays von l-acoustics oder d&b...
eingepant haben wir aber PS15 mit zusätzlichen subwoofern.
nein, das wird jetzt nicht mehr geändert.
I don’t need:
• Die, die die Rider nicht lesen
• Die, die Ihre Rider nicht updaten
• Die, die den Rider vom Vorgänger nicht updaten
ausserdem die, die ihr altes Mikrofon verkaufen und unbedingt vor dem Einpacken noch das Reduziergewinde aus dem Stativgelenk rausschrauben müssen …(sind gefühlte 90%
)
IDN:
zwei tage vor aufbaubeginn zu erfahren, dass der rider, den wir für die materialplanung zu rate gezogen hatten, veraltet ist... und jetzt fordert die produktion explizit linearrays von l-acoustics oder d&b...
eingepant haben wir aber PS15 mit zusätzlichen subwoofern.
nein, das wird jetzt nicht mehr geändert.
Das wäre ja noch schöner, wenn ein Rider, der zum Vertragsbestandteil wird, nachträglich noch geändert werden würde. ![]()
Kommt so gut wie nie vor
*Sende:
C:\Talent\TechRider_fall22_final_updated_horns_v3.pdf
Das wäre ja noch schöner, wenn ein Rider, der zum Vertragsbestandteil wird, nachträglich noch geändert werden würde.
Das kommt leider mindestens einmal im Monat vor ![]()
Am besten war es bei einer Australischen Comedy Pantomine show, unterstützt durch kameras und Greenscreens.
Da hat sich am Tag der VA alles (also wirklich alles) geändert und erfahren haben wir davon als die Künstler da waren und sich überlegt haben doch das komplette Konzept zu ändern.
[...] und jetzt fordert die produktion explizit linearrays von l-acoustics oder d&b...eingepant haben wir aber PS15 mit zusätzlichen subwoofern.
Spricht ja nix dagegen, wenn für die geplante Veranstaltung und Veranstaltungsstätte PS15 mit Subs ausreichend sind. Schall-Ping-Pong zwischen den Wänden spielen dank 250m Wurfweite des LA braucht in einer kleinen bis mittelgroßen Location ja kein Mensch...
Das kommt leider mindestens einmal im Monat vor
Am besten war es bei einer Australischen Comedy Pantomine show, unterstützt durch kameras und Greenscreens.
Da hat sich am Tag der VA alles (also wirklich alles) geändert und erfahren haben wir davon als die Künstler da waren und sich überlegt haben doch das komplette Konzept zu ändern.
Ich weiß.
Rein rechtlich ist ein Rider dann aber Vertragsbestandteil (im ureigenen Sinne, das Wort kommt von den Versicherungsbedingungen, die 350 Seiten Kleingedrucktes, die auf dem Hauptvertrag "reiten"). Akzeptiert vom Vertragspartner, der in der Regel nicht wir sind.
Was viele Produktionen verschicken sind dann ja keine Rider sondern Wunschlisten, was die Arbeit nicht so einfach macht. Ich nenne das mal unechte Rider.
Es gibt auch das Konzept des Kontra-Riders, also bei einem unechten Rider die Venue Specs geschickt und alles an Extras muß die Produktion entweder selbst besorgen oder beim Dienstleister bestellen und bezahlen. Oft erlebt in Clubs und auf Festivals jeder Größenordnung. Weil es sonst gar nicht mehr funktioniert.
Das heißt aber auch, daß man als Dienstleister erstmal herausfinden muß, welche Art Rider man vor sich hat, einen echten oder einen unechten. Ich kann mich sehr dunkel an Veranstalter-Anfragen bei VT-Dienstleistern erinnern, in denen es heißt "Rider erfüllen", bevor die Rider überhaupt vorlagen. Sowas ist heftig gefährlich. Da kommt es auch schon mal zu erheblichen Mehrausgaben. Ich werde mal den hypothetischen Fall in den Ring, in dem ein Bühnendach knapp das Setup einer Band nicht tragen kann, diese Bühne aber für mehrere Gigs auf einem Gelände steht und nicht mehr zu ändern ist.
Ich kann nur sagen: Vorsicht bei echten Ridern!
simonstpauli : Ist denn der Unterschied zwischen dem "unechten" und dem "echten" Rider die Frage, wer am Ende des Tages entweder...
a) zu mehr Kompromissen bereit ist
b) seine Ansprüche auf juristischem Wege durchsetzen kann und das auch zu tun gewillt ist
c) auf dem Platz lauter brüllt
Denn auch die "echten" Rider sind ja an sich nur Wunschlisten, von denen man pragmatisch gesehen oft viele Punkte streichen oder darüber diskutieren könnte...
Denn auch die "echten" Rider sind ja an sich nur Wunschlisten, von denen man pragmatisch gesehen oft viele Punkte streichen oder darüber diskutieren könnte...
Wenn man das vor der Unterschrift macht und dann nochmal neu Aufschreibt.
Vielleicht noch zum Umgang an sich. In meiner Welt, in der sich zwar auch mal eine lokale Grösse bewegt, aber keine Weltstars erlebe ich die Rider oft als Diskussionsgrundlage.
Oft weiss man mit dem Rider, welche Fragen man am Telefon noch klären sollte. Dinge, die keine Erwähnung finden (wer bringt die Stative? Wieviel Monitorwege sind gewünscht, wer spielt die Sounds wo ein? ...) oder auch quasi nur die Frage - "ihr habt alles dabei?"
In der einen Location machen wir das auch meistens so, dass wir den Haus-Rider zurückschicken und aufgrund des eingereichten Riders gewisse Probleme antizipieren versuchen, die regelmässig Thema sind. Konkret zum Beispiel, dass unsere Bühne ein Gefälle hat. So klappt es oft ![]()
simonstpauli : Ist denn der Unterschied zwischen dem "unechten" und dem "echten" Rider die Frage, wer am Ende des Tages entweder...
a) zu mehr Kompromissen bereit ist
b) seine Ansprüche auf juristischem Wege durchsetzen kann und das auch zu tun gewillt ist
c) auf dem Platz lauter brüllt
Denn auch die "echten" Rider sind ja an sich nur Wunschlisten, von denen man pragmatisch gesehen oft viele Punkte streichen oder darüber diskutieren könnte...
Echte Rider sind in der Regel in Kernpunkten nicht verhandelbar. Ich erkenne sie an "b".
Oft ist es aber auch so, daß ein echter Rider nur als Faustpfand dafür hergenommen wird, daß irgendwas Anderes schief geht und man aus der vertraglichen Verpflichtung rauskommst. Da kann dann also am Telefon abgesprochen sein, diesdas muß nicht erfüllt werden, wenn es hart auf hart kommt, hat der Veranstalter das aber unterschrieben und es wurde nicht erfüllt.
Daher bei Verdacht auf echten Rider alle Absprachen bis ins kleinste Detail schriftlich festhalten.
Und tatsächlich habe ich ein Mal die Androhung von Fall "b" erlebt wegen drohender Nichteinhaltung der Soundcheckzeit.. Ich stand genau zwischen den Fronten und musste diesen Fakt der Agentur des Endkunden (DAX-Konzern) beibringen. Ein sehr prägendes Erlebnis. Zum Glück fand ich die richtigen Worte.
Technisch wurden da vorher etliche Kompromisse gemacht. An diesem einen Punkt war aber radikal Schluß mit lustig.
A propos Rider:
"...115dB am FOH..." steht im Rider der Partyband, die am Event spielt, der 93dB LAeq,1h laut sein darf*. Ich bin ja auch ein Fan von Headroom. Aber in dieser Situation ist das FOH rund 15m von der Bühne entfernt. Messpunkt für die 93dB ist ca. ein Meter vor der Bühne.
* "Der Schallpegel-Grenzwert gemäss V-NISSG (93, 96 oder 100dB LAeq,1h) muss am lautesten Ort im Publikumsbereich eingehalten werden."
Solche dB Angaben sind nicht das Papier wert auf dem sie stehen. 115dB sind erstmal ohne weitere Aussage, die können durchaus mit dem LAeq,1h vereinbar sein. Von daher....
Solche dB Angaben sind nicht das Papier wert auf dem sie stehen. 115dB sind erstmal ohne weitere Aussage, die können durchaus mit dem LAeq,1h vereinbar sein. Von daher....
Stimmt, die 115 dB könnten Peak SPL sein, dann wäre der Wert sogar sehr niedrig. Von daher...
115dB sind erstmal ohne weitere Aussage,…
115dB SNR (am FoH) wären auch noch interessant… 😁
115dB SNR (am FoH) wären auch noch interessant… 😁
Die nehm ich!
Ups. Etwas angestoßen. ![]()
In diesem Fall sagte der Rider:
"Wir bringen alles außer: 4x Handfunken, 1x IEM Strecke, Mikrofonkabel (wir haben Subcores dabei) und Bühnenstrom (nach Bühnenplan)."
Sachen wie "Logo oder Farbe des Holzes" oder auch wie viel Dezibel an welchen Stellen über welchen Zeitraum erreicht werden sollen, stand in dem Rider gar nicht drin. Juristisch eingeklagt hätte da auch niemand etwas. Aber mit der verantwortlichen Referentin des Auftraggebers wurde danach noch ein nüchternes, klärendes Gespräch von Seiten der Band geführt.
Das Problem ist dann doch eher wieder "Meta-Ebene". Wer den Rider nicht liest, ist mit höherer Wahrscheinlichkeit auch in anderen Dingen schludrig/schlampig/nachlässig/unaufmerksam/ungenau/unzuverlässig. Und genau das war hier leider auch wieder der Fall.
Das Problem ist dann doch eher wieder "Meta-Ebene". Wer den Rider nicht liest, ist mit höherer Wahrscheinlichkeit auch in anderen Dingen schludrig/schlampig/nachlässig/unaufmerksam/ungenau/unzuverlässig. Und genau das war hier leider auch wieder der Fall.
kannst ja irgendwo auf Seite 14 von 16 einen Hint hinterlassen, mit dem auf Seite 16 ermöglicht wird zu beweisen, dass man den Rider somit komplett gelesen hat - so ähnlich wie die Firma, die in Ihren AGBs mal einen Flasche Rotwein ausgelobt hat, wenn man alles / soweit gelesen hatte und das erst nach ein paar Jahren dann auch einlösen musste...