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Der 'ipad Beauftragte'

  • guma
  • 22. Januar 2015 um 09:24
  • guma
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    • 22. Januar 2015 um 09:24
    • #1

    Ganz sicher sind die ipad Remotes als Ergänzung für die Mischerarbeit an Pultarbeitsplätzen eine große Hilfe.
    Die Frage ist allerdings, was uns für Veränderungen durch eine Überschwemmung des MI Marktes mit den aktuellen reinen 2-Komponenten Geräten, also weitgehend bedienelementefreie 'all in one' Stagebox + iPad ins Haus stehen.
    Mir schwant da nicht nur Gutes, wenn man mal durchspielt, wie die Begriffsbesetzung meines gewählten Titels so aussehen könnte und auf welche Ideen Bandleader, Installationskunden, Hausmeister u.s.w. kommen könnten :?: :roll:

  • audiobo
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    • 22. Januar 2015 um 12:17
    • #2
    Zitat von "guma"

    Die Frage ist allerdings, was uns für Veränderungen durch eine Überschwemmung des MI Marktes mit den aktuellen reinen 2-Komponenten Geräten, also 'all in one' Stagebox + iPad ins Haus stehen.


    Ganz einfach: Wir lassen uns zum Medien-Netzwerktechniker umschulen - Bedarf gibt es (dann) genug... :D

    Für "richtige" Jobs sehe ich nicht mehr Gefährdungspotential als zu Zeiten günstiger analoger Kleinpulte - die die selber schrauben wollen haben es schon früher gemacht und werden es dementsprechend auch weiterhin tun. Nur die Hardware ändert sich.

  • guma
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    • 22. Januar 2015 um 12:28
    • #3
    Zitat von "audiobo"


    Ganz einfach: Wir lassen uns zum Medien-Netzwerktechniker umschulen - Bedarf gibt es (dann) genug... :D


    Wieso mediennetzwerkgedöns ?
    Ist doch "Antenne ausklappen und los geht's" :D:D

    Zitat

    Für "richtige" Jobs sehe ich nicht mehr Gefährdungspotential als zu Zeiten günstiger analoger Kleinpulte - die die selber schrauben wollen haben es schon früher gemacht und werden es dementsprechend auch weiterhin tun. Nur die Hardware ändert sich.


    Hm, ich dachte, da werden weitere, neue Einsparpotentiale entdeckt? :D

  • audiobo
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    • 22. Januar 2015 um 13:37
    • #4

    Nur für die potenziellen Käufer von Insertkabeln ;)

  • Seven
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    • 22. Januar 2015 um 15:14
    • #5

    Ich sehe natürlich ein Problem, wenn die Projektleiter und Event-Kaufleute merken, dass es eben auch so geht. Ich habe nun bei einer Band die ich seit einiger Zeit häufiger betreuen darf eine Entwicklung mitgemacht, die ich nur bedingt fortsetzen möchte.

    Von tollen Pulten, mit guter Betreuung und FOH-Platzierung 15 Meter mittig vor Bühne hin zu "Pult auf die Bühne und such Dir halt n Platz für Dich und Dein iPad". Klar geht das irgendwie auch und ich kann nachvollziehen, dass es für manche Veranstaltung wichtiger ist, dass kein Pult im Publikums (Ich sage bewusst nicht Zuschauer und Zuhörer) bereich befindet, als das eben der Sound 100% passt.

    Wohl dem der "richtige" Konzerte betreut. Aber für alles andere - unterstützen Tablets natürlich einen Trend zu immer ungünstigeren Arbeitsbedingungen und wohl auch Arbeitsergebnissen.
    Es ist ja nicht unangenehm wenn einem die Gäste ungläubig aufs iPad schauen und ihre Zufriedenheit zum Ergebnis äußern. Aber wenn man eben selbst weiß, dass es deutlich besser gehen würde und vor allem angenehmer für mich.

    Auf der anderen Seite bestimmt letzten Endes der Kunde der die Rechnung zahlt. Und wenn es eben aus seiner Sicht ohne FOH ausreichend gut funktioniert, dann wird es künftig wohl kein Pult mehr abseits der Bühne geben. Was bleibt mir übrig als den Job sonst abzulehnen und den Markt jemand anders zu überlassen?

  • studi
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    • 22. Januar 2015 um 16:32
    • #6

    Ich würde da sogar noch weiter gehen: In Zukunft werden vermehrt solche Rackmixer durch die Bands gekauft und mit der eigenen Anlage gestellt, während man als Tontechniker komplett durch Presets vom Ipad ersetzt wird. Für Bands, die häufiger in denselben Locations spielen, doch eine super Möglichkeit, Geld zu sparen :( . Vlt. betreut ein Tontechniker dann in Zukunft per Remote mehrere Konzerte? Für den Monitorsound macht man vlt. noch ein paar Abstriche und stellt eine Aushilfe dorthin. Warten wir mal, was noch an Auto-Mix-Funktionen kommt.

  • Kracky
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    • 22. Januar 2015 um 18:54
    • #7

    Das tolle Video von Soundcraft habt ihr evtl. gesehen?

    http://youtu.be/09ABfpujqM4

    Genau so stelle ich mir das in Zukunft in der Bandscene vor und was vorne aus der PA pläärt wird einmal während des Soundchecks getestet, für gut befunden und dann ist es eben wie es ist Hauptasche die Musiker haben Spaß. Wen interessiert den das Publikum das ja dann eh nimmer viel zahlt weil man mit der Büchse und zwei 15"/1" Aktiv Speakern aufschlägt und damit jetzt alles bis 200 PAx selber machen kann.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
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  • artemis
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    • 22. Januar 2015 um 19:44
    • #8

    Hallo auch.
    Also für kleinere Sachen finde ich das garnich so schlecht. Allerdings bin ich auch kein Profi, daher kann ich nicht gut beurteilen, was das für guten Klang bedeutet.

    Aber wie in dem Video mit der kleinen Band sehe ich da doch Vorteile. Der Aufbau geht fix, die Einstellungen lassen sich dezentral von Allen vornehmen (erfordert natürlich ein Mindestmaß an Rücksichtnahme :) ). Oder für kleine Theater, so Schultheater. Schön mit im Saal sitzen, bisschen vorsichtig am Klang feilen... Wozu dann echte Fader?
    Man muss ja auch bedenken, dass die jüngere Generation kein Problem damit hat, Sachen nur per Touchscreen zu steuern. Ist genauso, wie ich damals nicht glauben konnte, dass jemand auf ne T9 Handy "Tastatur" schneller tippt als ich auf ner normalen Tastatur. Wenn man damit aufwächst...

    Ich kommen ja aus der IT Welt. Da frag ich mich gerade, wann das alles sowieso automatisch geht. Klang ist ja auch nur Mathematik und damit programmierbar. Wenn man sich die Entwicklung einerseits von Autotune und andererseits von Sprach- und Notenerkennung ansieht, dauerts gefühlt keine 20 Jahre mehr, bis das alles automatisch funktioniert :)

    Naja, bis dahin bleibts spannend :)

    artemss

  • Kracky
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    • 22. Januar 2015 um 20:40
    • #9
    Zitat von "artemis"

    Hallo auch.
    Also für kleinere Sachen finde ich das garnich so schlecht. Allerdings bin ich auch kein Profi, daher kann ich nicht gut beurteilen, was das für guten Klang bedeutet.

    Aber wie in dem Video mit der kleinen Band sehe ich da doch Vorteile. Der Aufbau geht fix, die Einstellungen lassen sich dezentral von Allen vornehmen (erfordert natürlich ein Mindestmaß an Rücksichtnahme :) ). Oder für kleine Theater, so Schultheater. Schön mit im Saal sitzen, bisschen vorsichtig am Klang feilen... Wozu dann echte Fader?
    Man muss ja auch bedenken, dass die jüngere Generation kein Problem damit hat, Sachen nur per Touchscreen zu steuern. Ist genauso, wie ich damals nicht glauben konnte, dass jemand auf ne T9 Handy "Tastatur" schneller tippt als ich auf ner normalen Tastatur. Wenn man damit aufwächst...

    Ich kommen ja aus der IT Welt. Da frag ich mich gerade, wann das alles sowieso automatisch geht. Klang ist ja auch nur Mathematik und damit programmierbar. Wenn man sich die Entwicklung einerseits von Autotune und andererseits von Sprach- und Notenerkennung ansieht, dauerts gefühlt keine 20 Jahre mehr, bis das alles automatisch funktioniert :)

    Naja, bis dahin bleibts spannend :)

    artemss

    Ich sage es nur mal so, nicht umsonst gibt es bei Konzerten den FOH, schlicht weil es so ist das mit dem Publikum das Geld verdient wird und das es deswegen Sinn macht Auge und Ohr im Publikum zu haben. Es ist so gut wie unmöglich von der Bühne aus, wohl möglich noch vom Standpunkt eines Musikers auf der Bühne auf das große ganze zu schließen. Power is nothing without Control und genau die fehlt. Bei nem Alleinunterhalter oder auch zwei Mann ist das ja ok und machbar aber wenn ich das Video von Soundcraft sehe dann ist das was da gezeigt wird vielleicht nett für den Proberaum aber für nen Auftritt mit Publikum ist es total unrealistisch, da gaukelt man Musikern vor sie könnten alles alleine als one Man Show abvespern, das wird aber so nur funktionieren wenn du deine Augen und Ohren dort hast wo die Leute stehen die Eintritt zahlen und genau das wird in diesem Video absichtlich unterschlagen weil es das Kaufargument killen würde.

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  • audiobo
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    • 22. Januar 2015 um 21:58
    • #10
    Zitat von "Kracky"

    Das tolle Video von Soundcraft habt ihr evtl. gesehen?

    Jo. Ganz ehrlich?

    - Vor 18 Jahren sind wir mit der Band zur Kneipe gefahren, haben da unseren Peavey-Powermixer aufgebaut, 2 Zeck-Boxen auf Stativ angeschlossen, Mikros dran und ab ging die wilde Luzi. Ging auch schneller als heute dank 3-Band-Nix-Parametrik, "Hall" und 7-Band-GEQ. War trotzdem gut, denn der Wirt hat Bier verkauft. (btw. welche Band hat eigentlich bei Ankunft einen so leeren Kofferraum wie die im Video?)

    - Später, bei unserem ersten gefühlt "professionellen" Gig mit separatem Tontechniker, stand am FoH ein Behringer MX8000. War trotzdem gut, denn wir hatten Bier auf der Bühne... ;)

    - Noch später, als ich dann selber zum Knöppe drehen unterwegs war, stand das Pult bei Kleinveranstaltungen nicht selten neben der Bühne. Multicore-Kabel haben halt damals `ne ziemliche Stange Geld gekostet. War trotzdem oft irgendwie gut (wahrscheinlich weil es Band und Publikum zwar an HighTech, aber nicht an Bier mangelte[Achtung, Vermutung...])
    Hat, im Vergleich zum iPad am Ecktisch, immerhin fit gehalten, da man so viel herumlaufen musste.

    usw. etc. pp. ...


    Ich persönlich sehe weniger die Gefährdung ordentlich durchgeführter Beschallungen durch noch kompakteren und/oder fernsteuerbareren FoH/SoH/BoH-Krempel oder noch preisgünstiger zu erwerbendes Ton-Gedöns. Eher durch die Veranstaltungs-Entwicklung mit noch un-"kompakteren" und (in der Gesamtheit aufgrund der Menge) un-"preisgünstiger" zu mietenden, aber bedingungslos unbedingt notwendigen und nicht diskutierbarem Video-Zeugs bei gleich bleibenden oder gar fallenden Gesamtangebotspreisen.


    Zitat von "artemis"

    Klang ist ja auch nur Mathematik und damit programmierbar.


    Jein. Übertragungsverhalten ist Physik, richtig. Linearität kann berechnet werden.


    (Live-)Musik jedoch ist subjektiv. Empfindung. Spaß. Das Einmalige erleben. Die Freude, Unterschiede zu entdecken. Über Unperfektes reden zu können. Sich im individuellen Charakter den man hat von genau dieser einen Band angesprochen fühlen.

    Das macht dir kein Computer, auch wenn er irgendwann in der Lage sein sollte, für jedes Instrument ein technisch optimales Frequenzspektrum berechnen zu können.

  • treibsand
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    • 22. Januar 2015 um 22:37
    • #11
    Zitat von "Kracky"

    Wen interessiert den das Publikum das ja dann eh nimmer viel zahlt weil man mit der Büchse und zwei 15"/1" Aktiv Speakern aufschlägt und damit jetzt alles bis 200 PAx selber machen kann.

    Lieber Kracky, ich bin nicht ganz sicher, ob du die aktuelle Entwicklung der Eintrittspreise von Konzerten beobachtest!
    Als ich in den frühen 90ern anfing im treibsAND konzerte mitzuveranstalten, lag der Durchschnittspreis unter 5 DM. Seitdem gab es etliche interne Diskussionen, welche Preise man als ehrenamtlichers, soziokulturelles Zentrum nehmen darf. Ich hätte es aktuell auf Faktor 5 geschätzt. Dafür haben wir eben auch zwei Jahrzehte so gut gewirtschaftet und uns ausgebeutet, dass es für eine recht annehmbare Technikausstattung reicht.

    In meiner Lieblingskneipencafebar gibt es jetzt seit 2 Jahren Konzerte auf Hutkasse. Da is die Hütte immer voll, es kostet keinen Eintritt, der Wirt gibt den Musikern ein warmes Essen und ein paar Bier und bewirtet sie mit Übernachtung & Frühstück bei sich privat. Dafür kriegen sie eben nur 100% des herumgehenden Klingelbeutels/Hutes.

    - In beiden Fällen reissen sich viele Leute den Hintern auf, um Kunst/Musik zu verbreiten. In beiden Fällen wird definitiv nicht genug Geld rumkommen, um einen "gewerblichen" Mischer zu verpflichten.
    - In beiden Fällen hat der iPad Beauftragte seinen Job seit jeher ohne Pad machen müssen/dürfen/wollen.

    Ich sehe es auch anders, als Seven. Früher habe ich bei Galas den MixWizzard gerade noch ebenerdig links aussen an die Bühnenkante quetschen dürfen, um ein Optimum an Erreichbarkeit der Hörposition und ein vom Kunden gewünschtes Raumbild zu haben. Heute kann ich da sogar etwas Molton drüberschmeissen und direkt von der besten Hörposition mischen, ohne viel zu laufen.

    Die Dinger werden kein Pultersatz für grosse Pulte. Erstens, weil man nur aushilfsweise arbeiten kann, zweitens weil immer mehr Anwendungen auf immer weniger Funkspace kommen und sich somit gegenseitig stören.
    So viele Aussetzer, die ich bislang trotz Richtantenne und bestmöglichem WiFi-Kanal (beim Soundcheck!) während der Shows hatte, die gehen im R'n'R-Alltag oder Konzertbetrieb eben mal garnicht.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • guma
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    • 22. Januar 2015 um 23:06
    • #12
    Zitat von "Kracky"

    Das tolle Video von Soundcraft habt ihr evtl. gesehen?

    Ich habe da spontan eine ganz andere Assoziation:
    Wenn ich an die Küchen der Mütter der Freundinnen, die Fensterbänke der Op-Säle, den Vesperraum der Eisenwarengroßhandlung, die Stationszimmer, die Badezimmer der Liebschaften, das Regal in der Werkstatt, um nur einige zu nennen, denke, dann hatten sie alle das gemeinsame Merkmal 'Kofferradio mit abgebrochener Klappantenne' und die standen alle nicht auf dem Boden .... 8) :lol: :D

  • wora
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    • 23. Januar 2015 um 00:37
    • #13

    ... sie würden hier und da sicher auch auf dem boden stehen, wenn sie denn per iPad fernbedienbar wären :D

    zur ausgangsfrage:
    ich denke bei der hier laufenden diskussion sollte man mal von den winz-konzerten weg kommen. es gibt natürlich sicher anwendungen im kleinen rahmen, die von diesen lösungen wirklich profitieren können. und sei es einfach nur, um einen der so beliebten "comedians" im publikum gut hörbar zu machen. wie gut das selbstmischen von bands von der bühne herunter in der realität wirklich funktioniert, haben wir sicher alle schonmal am eigenen leib erfahren müssen :shock: :lol: , darüber brauchen wir nicht zu reden.

    ich habe es aktuell zwar noch nicht erlebt, aber ich befürchte ja auch, dass es alsbald kollegen geben wird, die ihr pult auf der bühne stehen lassen und sich dann nur allzu gerne mit ihrem iPad direkt an den tisch mit den hübschesten mädels stellen... und dann wird man auch bei der nächsten konzert-vorbesprechung vom veranstalter angefragt, ob man denn "wirklich ein mischpult im publikum" brauche, der "kollege hatte neulich einfach nur ein iPad".
    ganz ehrlich, darauf warte ich tatsächlich schon lange.

    vielleicht sollten wir hier einfach mal ein paar gute argumente zusammentragen, warum das im einen oder anderen falle vielleicht doch keine so gute idee ist?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • daniel wilhelm
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    • 23. Januar 2015 um 09:17
    • #14

    Ich denke es gibt viele Gründe die das Arbeiten mit dem ipad möglich machen. Teilweise wurde hier auch schon angemerkt, dass es manchmal einfach nicht möglich ist sich noch irgendwo hinzuquetschen.

    Faktoren für einen durchfühbaren ipad mix sind für mich:

    - sauber eingestellte, eingemessene PA bei der ich weiß was mit meinem input passiert
    - eine eingespielte Band bei der Dynamiksprünge eher selten vorkommen
    - abgeschirmtes drumset mit diszipliniertem Drummer um das direktsignal vernachlässigen zu können
    - klare Handzeichen
    - in ears für mich selbst ( dann geht es sogar notfalls auch neben der bühne)

    Nichts desto trotz versuche ich zumindest beim soundcheck das pult an eine gute position zu schieben.
    Danach kann ich bei bedarf auf das pad umsteichen.
    Dies funktioniert aber nur optiamal bei den genannten faktoren.

    Bei konferenzen oder wechselnden rednern etc. geht das so nicht!

    Grüße Daniel Wilhelm

    Meister für Veranstaltungstechnik
    -FoH / Monitor Ton
    -d&b Systembetreuer
    -Elektrofachkraft

  • Sebastian Giese
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    • 23. Januar 2015 um 10:36
    • #15
    Zitat von "Kracky"

    Ich sage es nur mal so, nicht umsonst gibt es bei Konzerten den FOH, schlicht weil es so ist das mit dem Publikum das Geld verdient wird und das es deswegen Sinn macht Auge und Ohr im Publikum zu haben. Es ist so gut wie unmöglich von der Bühne aus, wohl möglich noch vom Standpunkt eines Musikers auf der Bühne auf das große ganze zu schließen. Power is nothing without Control und genau die fehlt. Bei nem Alleinunterhalter oder auch zwei Mann ist das ja ok und machbar aber wenn ich das Video von Soundcraft sehe dann ist das was da gezeigt wird vielleicht nett für den Proberaum aber für nen Auftritt mit Publikum ist es total unrealistisch, da gaukelt man Musikern vor sie könnten alles alleine als one Man Show abvespern, das wird aber so nur funktionieren wenn du deine Augen und Ohren dort hast wo die Leute stehen die Eintritt zahlen und genau das wird in diesem Video absichtlich unterschlagen weil es das Kaufargument killen würde.

    Naja, du hast gerade eher ein Argument FÜR das ipad geliefert... Ein FOH ist per Definition fest im Raum, optimalerweise, stereodreieck und so, mitten im Publikumsbereich. Dort bleibt der gemeine Mischer auch das ganze Konzert, falls er sich mal die anderen Ecken anhört muss er, um was am Sound zu ändern, erstmal zurück zu seine Pult. Und danach wieder an die Stelle um zu checken ob es funktioniert hat :). Mit dem ipad macht er das alles on-the-fly :)

  • Online
    Insomnia
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    • 23. Januar 2015 um 11:00
    • #16

    Hallo,

    die Musiker die sich selbst von der Bühne aus gemischt haben gab es schon immer und wird es auch immer geben. Jetzt bekommen Sie mehr Möglichkeiten wie mit dem alten Dynacord Powermixer das heißt aber nicht, dass Sie damit auch umgehen können.
    Es gibt bestimmt Leute die mit den erweiterten Möglichkeiten gut umgehen und das potential ausnutzen können. Ich bin mir aber sicher dass es auch Leute gibt die sich in der Technik total verhaspeln werden. Wenn dann aus ein/zwei Stunden aufbauen und Soundcheck drei/vier werden, evtl. mit wilden pfeif Orgien und in Menues verlorenen Signalen wird garantiert die Qualität der Musik darunter leiden, allein schon weil die Musiker nervlich am Ende sind und sich gar nicht mehr auf Ihr eigentliches Tun konzentieren können.
    Den Kunden denen bisher ein Techniker wichtig war wird er es auch weiterhin sein. Und wenn der bei einem Comedian mit dem Ipad im Publikum sitzt und von da aus das Mikro und die Einspieler steuert, so what?
    Ich habe mich auch sehr schnell an die Vorzüge des Ipad´s gewöhnt, zugegebenermassen benutze ich es hauptsächlich als Pulterweiterung , aber da möchte ich es nicht mehr missen.

    Gruß
    Insomnia

  • guma
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    • 23. Januar 2015 um 11:20
    • #17

    Bitte keine allgemeine Diskussion über die Nützlichkeit der ipads als remote zusätzlich zu einem echten Mischplatz. Die ist, wie ich eingangs sagte, unbestritten.
    Mir gings, wie ich ebenfalls sagte, um Geräte, die nur aus 2 Komponenten also ipad und weitgehend bedienelementefreie "stagebox" bestehen ohne kabelgebundenen 'fall back', wie auch immer der ausssieht beziehungsweise nicht aussieht. Ob wir mit der damit verbundenen Betriebsunsicherheit leben wollen, haben wir ja schon verschiedentlich in anderen Threads diskutiert.

    Die Frage ist, ob und wie das Einfluß auf die Betätigungsfelder der Mischerzunft nimmt und ob und wie wir uns das an tun ?

  • Kracky
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    • 23. Januar 2015 um 17:01
    • #18

    Richtig, natürlich arbeite ich wo es notwendig ist und seit ich die Möglichkeit mit Pultfernsteuerung, aber um das geht es hier nicht. Mir geht es um die Werbeaussage des Videos zur Ui Serie und die ist nun mal daneben wenn man nicht fragt. Sicher gab es schon immer die zwei, drei Mann die mit nem Mischpult und zwei Lautsprechern aufgeschlagen sind, aber niemand davon hat mit Sicherheit jemals nen guten Sound fürs Publikum hin gebracht wenn er mitten auf der Bühne saß. Niemand kommt darum herum in den Zuschauerraum zu stehen um sein Ergebnis zu kontrollieren und genau das ist die irreführende in diesem Video, dort wird suggeriert das der Sänger auf dem Barhocker sitzend und selbst singend mal nebenher die komplette Band mischt und nicht nur das, der passt zielgenau Dynamics und Effekte an. Für mich total realitätsfremd, das geht nicht!

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  • treibsand
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    • 23. Januar 2015 um 19:01
    • #19
    Zitat von "Kracky"

    Für mich total realitätsfremd, das geht nicht!

    Realitätsfremder, als ein Volvo-Combi, mit dem nur das UI transportiert wird? :roll: Dafür spielt der Sänger eine Gitarre, verkabelt Mikros und Boxen und - ach egal. Is ja Werbung...
    Aber die Kabelordnung auf der Bühne ist ziemlich realistisch dargestellt. :D


    guma
    AFAIK haben die Produkte Presonus AI, Soundcraft UI (tpfka SMPro) und B-Air-inger XR ja zeitgleich die Möglichkeit, über Cat als 'Lifeline' per Laptop gesteuert zu werden. Somit isses eigentlich nur eine iLive Ultracompact. :wink: Einzige Weiterentwicklung sind die Webinterfaces und WiFi Router onboard. Die Umstiege dorthin haben ja z.B. wora und WW recht gut überlebt (auch wen SAC schon wieder Geschichte ist).
    Ein Umstieg auf Mischsysteme wie das M32C oder das QuPac ist IMHO ein anderes Thema. Hier wird man sich als Mischer anscheinend damit anfreunden dürfen, dass das reine Mischpult und die dazugehörigen Bedienelemente eben zunehmend individualisiert werden.

    Der durchschnittliche Mischer wird auch weiterhin (zu Recht) eine haptischere Oberfläche und einen zentralen, anreplergeschützen Mischplatz fordern - und sie i.d.R. bekommen. Für den Allrounder, der vielleicht noch Backline, (Stand-)Licht, Auf-&Abbau und Händchenhalten für die Band macht, ist das "Pultlose" nur eine Bereicherung.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • guma
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    • 23. Januar 2015 um 19:31
    • #20

    @ Treibsand

    ok, wenn's diese Möglichkeit gibt ... praktisch werden wir sicher trotzdem nirgends so ein Ding mit einer langen CAT5 Strippe zum (Havarie-Laptop-hinter-)"Barmixer" sondern eher diese Nummer im Soundcraft-Film vorfinden. Wenn sie mich damit dann wirklich in Ruhe lassen ( die Künstler ) ok ... aber eigentlich habe ich auch ganz gerne so 'nen Clubgig gemischt :roll: ....naja dann schließt sich der Kreis ...zum "wir mischen uns von der Bühne" wie's das eben auch schon vor 40 Jahren gab ...

    Ihr nehmt ja dann alle auch ganz straight 100 Möpse für ... "kannse nich heu middach ma vorbei kommen un uns bissi voreinstellen ... weise dat geeht bei uns gez midde ipad vonne Saal aus dat war doch früher immer de Grund wieso du dat net wolldest oder ...."

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