Trennfrequenz / Flankensteilheit ändern bei 2 oder 4 Subs?

  • Allgemeine Herstellerunabhängige Frage:


    Wenn ihr ein System habt mit 2 Tops und 2 identischen Subs und stackt bei einer größeren Veranstaltung nochmal 2 identische Subs dazu - kann es dann Sinn machen die Trennfrequenz nach oben anzupassen? da ja auch im oberen Frequenzbereich mehr Power ist und ich somit die Tops etwas mehr entlasten könnte, nach unten oder im Sweetspot könnte man ja im Notfall nach EQen und absenken.


    Was macht ihr mit euren 4 Subs oder 6 Subs Set ups im Verhältniß zu euren 2 Sub Setups?nehmt ihr irgendwelche Änderungen an Trennfrequenz oder Flankensteilheit vor? Falls ja welche und warum?


    Bin gespannt auf eure Meinungen.

  • theoretisch würde ich deine frage mit ja beantworten, doch in der praxis kommt das sehr auf die verwendeten systeme an!

    will sagen: nicht jeder bass ist geeignet, auch bei höheren trennungen noch gut zu funktionieren. ausserdem verändert sich dabei dann auch die phasenlage zwischen top und sub.


    wenn ich die bässe verdopple, dann eigentlich nur um das topteil lauter machen zu können ;-)

  • In der Liga macht es keinen Sinn; mit sowas selbst rumzuexperimentieren.

    Man verschlimmbessert meist nur..


    Manche aktive Systeme haben allerdings werksseitig verschiedene DSP-Setups für verschiedene Kombinations- und Anwendungsmöglichkeiten.


    Ich würde auch besser den zum System gehörigen Bass verwenden.

  • Die DSR Subs sind alleine aber kaum zu händeln die EV Subs wiegen nur 30 Kilo und haben auch noch mehr Power. außerdem haben die EVs einen DSP drin um die Frequenz anzupassen, alternativ wäre noch ein DCX2496 da. Ist das wirklich so "schwierig" den EV mit den Yamahas zusammen zu bekommen? Sei es mit gutem Gehör oder meintewegen auch Messmikrofon. abgesehen das wir uns ganz weit weg von der Threadeingangsfrage bewegen. Wollte eigentlich ein gerne ein paar generelle Beispiel für den Umgang mit Trennfrequenzen bei unterschiedlicher Gesamtmembranfläche.

  • Hallo,

    ich verändere die Trennfrequenz meiner Systeme je nach Anwendungen zwischen Bass und Tops von 60 Hz bis 100 Hz. Je Nachdem welche Topteile und welche Pegel gefordert werden.

    Zur Auswahl habe ich 8", 12" und Doppel 15" Tops. Nur bei Verdoppelung oder auch Verzehnfachung ändere ich nicht die Trennfrequenz.

  • Für mich macht das irgendwie keinen Sinn die Trennfrequenz zum Bass hin zu ändern, nur weil ich anstatt 4 Kisten nun 8 Kisten hinstelle. Wieso auch und vor allem was soll das bringen?


    Wenn ich damit versuche meine Tops zu entlasten, dann ist das irgendwie der falsche Ansatz, denn entweder erweitere ich dann auch gleich die Anzahl der Tops entsprechend oder denke generell über eine potentere Anlage nach.


    Wenn ich über eine Änderung nachdenke, dann über den Lowcut beim Bass, nämlich diesen ein wenig abzusenken. Das macht vor allem bei Hornbässen im Rudel sinn.


    Vor allem bei dem Semizeugs macht das auch keinen Sinn, denn die sind eben so schon fix und foxi abgestimmt. Rumdrehen verschlimmbester das ganze Setup meist nur.

    Sehe gerade, dass auch madmax meiner Meinung ist.

  • Für mich macht das irgendwie keinen Sinn die Trennfrequenz zum Bass hin zu ändern, nur weil ich anstatt 4 Kisten nun 8 Kisten hinstelle. Wieso auch und vor allem was soll das bringen?


    Genau das ist ja die Frage gewesen!!!!! Also bringt es offensichtlich nichts!!!! das wollte ich doch wissen! Es ging ja nicht um laut sondern um besten klang. end wenn man den lowcut senkt bei mehr Bässen dann ist das ja doch ein Indiz dafür das mehrere Speaker gleichen Typs einfluss auf den Frequenzgang bzw das lautstärkeverhalten bestimmer Frequenzbereiche haben. verstehe ich jetzt zumindest so.

  • Bei BR Kisten und Bandpässen macht ein niedriger LowCut, nicht Trennfrequenz!!!!!!!, auch keinen Sinn, da sich der Frequenzgang nach unten hin durch ein mehr an Kisten nicht signigikant ändert. Nur der Pegel wächst dabei an.


    Bei Basshörnern oder auch bei Hybriden (da eher weniger), erreicht man mehr Tiefgang und deswegen kann es sinnig sein hier den LowCut ein wenig!!!! abzusenken, damit das dann auch entsprechend raus kommt.


    Das aber, um es nochmal zu sagen, nix mit der Trennfrequenz an sich zu tun, da dies für die Bässe ja ein Highcut darstellt. Gell.

  • die frage war ursprünglich nach der übergangsfrequenz zu den tops.

    der locut der bässe ist wiederum ein neues thema.


    Wenn ich damit versuche meine Tops zu entlasten, dann ist das irgendwie der falsche Ansatz, denn entweder erweitere ich dann auch gleich die Anzahl der Tops entsprechend oder denke generell über eine potentere Anlage nach.

    dazu passt mein satz aus der ersten antwort:

    wenn ich die bässe verdopple, dann eigentlich nur um das topteil lauter machen zu können

    der sinn dahinter ist der gleiche:

    wenn ich versuche, meine tops mit mehr bässen und höherer trennfrequenz der bässe zu entlasten, dann sollte ich zuerst über stärkere topteile nachdenken.

  • Sorry Wolfgang, dann ist das bei mir so nicht ganz angekommen. Da bin ich dann voll bei dir. Zumal es hier ja um eine 08/15 Kleinanlage geht, bei welcher es dreimal keinen Sinn macht so etwas überhaupt in Erwägung zu ziehen.

  • d&b bietet die Möglichkeit des Cut-Mode für Tops, eben um je nach Geschmack und Bedarf den Lowmid-Bereich überlappen zu lassen oder eben nicht und Tops untenrum zu entlasten. Hier wird aber am Top angesetzt.

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  • man sollte bedenken,

    das bei höhere Trennung der Tops der BassMidTreiber weniger Hub macht.


    das entlastet ihn zwar so,

    aber kein Hub = weniger Kühlung der Schwingspule.

    also nicht umbedingt mehr und saubererer Pegelgewinn.


    und außerdem gibts noch den Haufeneffekt der Subs,

    die höhere Frequenzen stärker Bündeln lassen.


    usw....


    dann lieber das "mehr" an Subs zur besseren Schallverteilung durch zB Zahnlücke bla bla nutzen.

    und bei der alten Xover bleiben.

  • Eine Erhöhung der Anzahl der Subs kann durchaus klangliche Änderungen bringen (untenrum voller, und obenrum dann weniger). Natürlich könnte die Trennfrequenz und/ oder Steilheit der Trennung entsprechend minimal korrigiert werden. In der Praxis dürfte das wohl eher vernachlässigbar sein oder macht sowas jemand?

  • Möglich; das es d&b oder Lac bei größeren Setups so macht.

    Da wird dann aber sicher nochmehr verändert.

    Aber wird; wie viele andere Sachen, deren Geheimnis bleiben.


    Für den Kleinanwender ist es Unsinn.

    Es sei denn, man will ein generell leicht anderes Setup aus klanglichen Gründen.

    Da liegt das Problem dann schon vorher woanders..


    Meyer hat wohl früher mal bei den Freqenzgang dem Pegel angepasst.

    Da klangen die Bässe leise anders als laut.

    Keine Ahnung, warum und wie.

    Und ob die das jetzt auchnoch machen.

  • Das sehe ich ähnlich.

    Normalerweise brauche ich mehr Subs hauptsächlich zur Schallverteilung und -Steuerung.
    Das Mehr an Subs läuft dann also erst mal grob auf dem gleichen Pegel.
    Vorteile:
    1. mein akustischer Crossover bleibt in etwa gleich, somit auch der Übergang zu den Tops.

    2. ich habe mehr Pegelreserven.

  • Bei mehr Bässen zu Tops würde ich einfach die sich daraus ergebenden zusätzlichen dB am Bassausgang des Controllers zurücknehmen, vorausgesetzt dass der Sound mit wehnigere Bässen vorher auch ausgewogen war. Trennfrequenz würde ich gleich lassen.

    Wenn es vorher zu dünn war im Bass, dann halt nicht so viel dB, oder gar nichts am Controllerausgang zurücknehmen.

    Ein wirkliches Mehr an Bass wird man eh nur bei Verdoppelung der Bässe wahrnehmen.

    Stellt man 6 Stück anstatt vorher 4 Stück auf, würde ich mir davon nicht zu viel versprechen.

    (gerade so merkbar)


    --> Werden die Lautsprecher alle gestackt, können die zusätzlichen Bässe sich sehr positiv auf Klang und Reichweite der Topteile auswirken..... weil dann die Tops nicht mehr bei den vordersten Gästen auf Kopfhöhe sind, sondern man über die Köpfe drüber kommt ;-)



    Grüße,

    Fux