Mietwagen Verleiher

  • Ich hatte heute ein interessantes Gespräch mit einem Verleiher über Sommerreifen.


    Hertz hat diese abgeschafft. Im Winter berechnet man für Winterreifen eine extra Gebühr, im Sommer gibt es auch nur Winterreifen, dafür ohne Aufpreis. Der Verleiher spart hier auf kosten der Sicherheit und Umwelt. Für mich kommt das nicht in Frage.


    Wie halten das andere Verleiher?

  • ich verleihe meinen transporter nicht, habe aber ebenfalls immer winterreifen drauf.

    grund: im winter kann man mit sommerreifen heftige probleme bekommen, nicht nur rechtlich. dagegen sind winterreifen im sommer kein grund für traktionsprobleme.

    und ja, es gibt da vielleicht einen höheren verschleiss im sommer. aber wenn man sich sommer- und winterreifen kauft, ist das aus umwelltechischen gründen auch nicht besser. also zumindest nicht bei meinen, relativ geringen, laufleistungen.

    meine meinung.

  • ... auch gilt: Es gibt Winterreifen und Winterreifen - Pauschalaussagen sind da sicherlich immer falsch.


    Je nach Gegend, in der man unterwegs ist reichen ggf. auch die Ganzjahres-Reifen.


    Sicherheitskritisch werden Dinge immer im Extremfall / Extremsituationen - und sagen wir mal so: in die sollte man als vorrausschauender Fahrer gar nicht erst kommen.

  • Bei grösseren Firmenfahrzeugen (Lkw, grosse Transporter) mit geringen Laufleistungen pro Jahr kenne ich das auch so dass man die Winterreifen ganzjährig drauf lässt. Die schlechteren Regenlaufeigenschaften von WR im Sommer spielen bei 80 oder 100 km/h nicht wirklich eine Rolle, die begrenzte Höchstgeschwindigkeit (lt. ADAC eines der grössten Probleme) von vielen WR ohnehin nicht.


    Bei Miet-Pkw bin ich da auch etwas unentspannter. Ich möchte weder im Winter in den Bergen "Ganzjahresreifen" fahren noch im Sommer auf einer Tour oder längeren Reise tausende von Kilometern mit Winterreifen im Regen. Von der Umweltsauerei durch den höheren Abrieb mal ganz abgesehen.

    Das ist mEn einfach eine Gesetzeslücke.

  • Also wenn ich mir nur mal das Reifenlager von Max Bögel (Bauunternehmen) ansehe ... Junge, da wöllte ich kein Autovermieter mit 10.000+ Fahrzeugen sein und auch noch für jeden Wagen einen zweiten Satz Reifen haben müssen ...

    Allein bei Sixt sind das 131.000 im Eigenbestand + 138.000 im Franchise Verbund

  • Also wenn ich mir nur mal das Reifenlager von Max Bögel (Bauunternehmen) ansehe ... Junge, da wöllte ich kein Autovermieter mit 10.000+ Fahrzeugen sein und auch noch für jeden Wagen einen zweiten Satz Reifen haben müssen ...

    So lange es weder wirklich schneetaugliche Ganzjahresreifen noch Winterreifen mit akzeptablem Verschleiss auf trockener Fahrbahn und vernünftiger Fahrbahnhaftung bei schneller Fahrt im Regen gibt muss das aber leider sein...

  • Mietwagen der großen Verleiher haben in der Regel heutzutage serienmäßig immer Ganzjahresreifen drauf.

    Die sehen nur aus wie Winterreifen..

    Ausser in Regionen in denen es noch ernsthafte Winter und viele Bergstrassen gibt. Da sind im Winter zumindest bei den Stammfahrzeugen der Niederlassungen auch richtige M+S-Reifen drauf damit nicht schon nach einem Winter der gesamte Fuhrpark aufgrund von mehrfachen Blechschäden nur noch Schrottwert hat.

  • Wie mir diese Diskussion auf die Eier geht! Ich komme aus Bayrisch- Sibirien und bin inzwischen seit Jahren in NRW gelandet - wo es bekanntlich keinen Winter gibt und keiner Winterreifen braucht... Ich sehe das jedes Jahr, wenn drei Flocken den Weg bis zur Rheinischen Tiefebene schaffen... Alles Chaos!

    Hingegen schickt mich der Autovermieter am Münchner Flughafen im Januar bei Neuschnee ohne Winterreifen los. "Müssens bestellen und kost' extra." Auf meinen Hinweis zum Haftungsausschluss wegen ungeeigneter Ausstattung wollte er nicht eingehen. Da hab ich meine Kundenkarte vor Ort zurückgegeben und bin fünf Minuten später beim Marktbegleiter Kunde geworden.

  • Von der Umweltsauerei durch den höheren Abrieb mal ganz abgesehen.

    das ist aber auch relativ zu betrachten. wenn man als kleinbeschaller wie ich nur relativ geringe laufleistungen hat, dann ist die umweltsauerei durch zu viel produzierte reifen eindeutig größer als der abrieb.

    erklärung: so ein satz transporterreifen hält bei mir locker 4-5 jahre. wenn ich dann auch noch sommer- und winterreifen kaufe, würden diese bis zu 10 jahre halten - das ist aber aus sicherheitsgründen absolut nicht verantwortbar, weil die reifen dann hart werden und die bremswirkung enorm nachlässt. also müsste ich die reifen früher auswechseln, obwohl sie noch gar nicht fertig benutzt wurden. und die landen dann wieder irgendwo in afrika im müll...


    bei professionellen fahrzeugverleihern würde ich aber auch erwarten, dass die bereifung zwingend zur jahreszeit passen muss.


    es kommt also immer drauf an. imho.

  • das ist aber auch relativ zu betrachten. wenn man als kleinbeschaller wie ich nur relativ geringe laufleistungen hat, dann ist die umweltsauerei durch zu viel produzierte reifen eindeutig größer als der abrieb.

    Hier geht es nur um kommerzielle Selbstfahrer-Mietautos. Die laufen in der Regel deutlich oberhalb von 40000 km pro Jahr, und dann summiert sich das über eine Flotte im sechsstelligen Bereich ganz schön heftig auf.

  • Ich finde hier ist es wirklich nicht nötig sich zu beschweren, immerhin sind die Mietpreise bei großen Vermietungen wirklich recht gering, irgendwo müssen die ja auch Gewinn machen. und dabei bleiben eben gewisse Sparmaßnahmen nicht aus. Ich bin sicher die meisten Mieter würden die nötigen Aufpreise ungern oder einfach garnicht bezahlen.

  • Ich finde hier ist es wirklich nicht nötig sich zu beschweren, immerhin sind die Mietpreise bei großen Vermietungen wirklich recht gering, irgendwo müssen die ja auch Gewinn machen. und dabei bleiben eben gewisse Sparmaßnahmen nicht aus. Ich bin sicher die meisten Mieter würden die nötigen Aufpreise ungern oder einfach garnicht bezahlen.

    Hallo Michael_,

    willkommen im Forum. Schön, daß Du dir die Mühe gemacht hast dich hier extra anzumelden, um uns das mitzuteilen. Der Umstand, daß Autovermieter gewinnorientierte Unternehmen und keine karitative Einrichtung sind, war mir bis jetzt völlig unbekannt. Ich habe bis jetzt immer eine Spendenquittung erwartet ....

    Vielen Dank für die Information.


    .....:S....

  • Deswegen hab ich mich ja nicht angemeldet, siehe meinen Thread.

    Aber ich sehe sowas halt immer gern aus unternehmerischer Sicht und wollte diese Sichtweise daher mal eben kurz darlegen.


    Man muss sich halt entscheiden ob billig oder Qualität.

  • Hier geht es nur um kommerzielle Selbstfahrer-Mietautos. Die laufen in der Regel deutlich oberhalb von 40000 km pro Jahr, und dann summiert sich das über eine Flotte im sechsstelligen Bereich ganz schön heftig auf.

    Hmm.

    Die meissten dürften wohl die 40.000 kaum erreichen, sondern vorher weiterveräußert werden. Von daher verstehe ich auch die Problematik nur so semi - bei den "Großen" Verhuur-Companys dürfte ein guter Teil der Flotte incl. der Bereifung vor Saisonende den Besitzer wechseln...


    Und hier in der Norddeutschen Tiefebene gibt es eh nurnoch zwei Jahreszeiten - Regenzeit & zu viel Sonne. Wie es um die fünfe beim tiefrheinischen Skyper bestellt ist, weiß ich allerdings nicht.