The Box CL115 in Kombination mit Achat 110 MA macht Probleme

  • Hallo liebe Community,


    ich bin noch wirklich einsteiger im Bereich Beschallung. Ich besitze 2*CL115 Subwoofer (aktiv) von The Box und habe die dazugehörigen 8 Zoll (passiv) Tops vor 4 Wochen gegen 2 The Box Pro Achat 110 MA (aktiv) ersetzt. Ich weiß es ist absolute unterliga aber ich habe versucht das beste aus meinem bestehenden Set zu machen. Ich Gehe in die Anlage von einem Mackie 802 VLZ4 (erst in Sub links, rechts und dann über ausgang in die 2 Tops links, rechts). Angeschlossen an den Mixer sind Pioneer Controller und MIkrofon, eventuell noch Smartphone. Beim ersten klangtest mit den neuen Tops war ich für das Geld und für mein Einsteigergehör echt begeistert. Leider verschwand die Freude deutlich auf einem 18 Geburtstag. Während die Party im vollem Gange war stellte ich fest, dass die Tops anfingen zu kratzen. Mein Controller alles im Grünen, sie Subs auch und bei den Tops auch keine rotes leuchten. Nur mein Mischpult war bei ca. +10 db also im dunkelgelben Bereich. Ich habe versucht alles zu ändern. Weniger Leistung an den verbauten Amps, mehr am Controller... Weniger am Controller, Amps voll auf. Egal was ich tat, ab einem Bestimmten Pegel versagte Der Ton der Tops, die SUbs klangen eigentlich nicht erkennbar anders. Auch mein MIkrofon verzerrte. Keine Clippingleuchte war auch bei voll aufgederehten Lautsprechen nicht zu sehen, lediglich velleicht mal ein ganz kurzes, hellrotes leuchten. Das Problem hatte ich beim ganzen Probehören nie (jedoch war ich auch noch nich so "laut"). Trotzdem verwirrt es mich alles, gerade als Anfänger. Die Leute bei Thomann meinen Einschicken der Tops aber ich weiß ja nichtmal ob es an denen liegt. Liegt es am Mischer, am Kabel (alles Sommerkabel) oder doch an den Boxen. An der Musik liegt es jedoch zu 100% nicht. Auch mit Tidal etc getestet. Ich bin am verzweifeln da dieses Wochenende wieder Party angesagt ist. ;(


    Vielleicht hat jemand kurz Zeit mir einen Tipp zu geben. Danke!

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  • hell&dunkel

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Deiner Beschreibung nach übersteuerst Du Dein Mischpult.

    Das passt wohl die Gainstruktur nicht.

    Steuer mal die einzelnen Kanäle (PFL) so aus, dass diese bis ca. 0dB ausgesteuert sind, Dreh den Master des Mischpultes nicht weiter auf, als dass Die Pegelanzeige gut 0dB signalisiert und drehe dann die Amps in den Boxen nur so weit auf, dass diese gerade nicht übersteuern/clippen. Dann sollte das funktionieren.

    Viele Grüße,
    Fux

  • Danke für deine antwort!


    Das werde ich heute mal probieren. Mein Problem ist nur das das Mischpult mir die PFL Sektionen zur Verfügung stellt, ich jedoch die Line Eingänge nicht am Mischpult selbst außer den Poti vom jeweiligen Kanal einpegeln kann (also einlegeln gar nicht richtig möglich). Es gibt also da keinen Gain Regler für jeden Kanal so wie bei großen Pulten. Ich kann dann nur den Master vom Controller aufdrehen. Habe ich ein falsches Pult für meinen Zweck gekauft?


    Viele Grüße

  • Ich hab einen kleinen DDJ RB Controller mit Laptop und gehe in ein Mischpult von wo ich alles Gesamt stueuere. Finde es einfach besser, weil wenn der Controller abschmiert ist man aufgeflogen. Kann dann so auch vernünftig Mikro etc anschließen.


    LG

  • Ich denke, damit ist der DJ-Controller gemeint, also sein Pult.


    Zur Lösung: Ich habe das genauso verstanden wie Fux, anscheinend wird der Pultausgang überfahren. Ja, die Pioneer-Geräte (und auch andere) können tatsächlich enorme Pegel abgeben und die dortige LED-Kette ist da auch immer noch lange grün oder ggf. gelb, aber das ist dann einfach zu viel für die Geräte danach.
    Eine saubere Gainstruktur bis knappe 0 dB sollte erheblich helfen.

  • Danke für die vielen Nachrichten.

    Könnte mir einer vielleicht erklären wie ich genau vorgehen sollte? Weil ich kann nicht die Line EIngänge einpegeln. Hier mal ein Bild von meinem Analogmixer.


    802VLZ4.html


    Hätte ich besser die Passive Version der Tops kaufen sollen? Ich meine meine Subs haben ja eine ENdstufe (220 Watt) für jeweils 2 Tops.802VLZ4.html

  • Ich habe diese Technischen Daten noch gefunden, vielleicht geben diese noch Auskunft:


    Ausgangsleistung Tieftöner 200 W @ 8 Ω
    Hochtöner 20 W @ 8 Ω

    Eingangsempfindlichkeit Line 1 V (RMS) ± 10 %
    Mic 20 mV ± 10 %
    Eingangsimpedanz Line >20 kΩ
    Mic >1 kΩ


    Mit den Ohm zahlen und so kenne ich mich nicht sehr aus, vielleicht passt das auch nicht wirkich zusammen von der Leistung zum Sub?

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    Sou, nachdem hier über die letzten Stunden noch etliche Nachrichten mit Infos nachkamen (durch Freigabe nehme ich an), fasse ich nochmal ein bissl was zusammen, auch wegen der Frage, ob man Dir da etwas Rat geben kann...


    Dein Mixer kann gem. Beschreibung von Mackie PFL - also pre fader listening, mit dem man den Pegel von einem einzelnen Eingangskanal auf der Ausgangs-Led-Kette darstellen kann.

    Also: Signal Deiner Quelle (DJ-Controller; dortiger Ausgang auf keinen Fall über 0 dB) am Mischpult anlegen, für den Eingang per pfl/Solo (kleiner Taster über dem Level-Poti) die Signalstärke auf der LED-Kette checken und mit dem Gain-Regler anpassen. Der Bereich, wo das liegen soll, ist freundlicherweise schon mit Level Set bis max zur 0 dB-Marke ausgewiesen.

    Dann sollte Dein Pegel, der an die Lautsprecher bzw. deren Amps geschickt wird, passen.
    Das gleiche Vorgehen empfiehlt sich freilich auch für Dein Mikro, dessen Pegel via pfl/solo eingestellt werden muss. Dabei darauf achten, dass das Pegel einstellen auch ziemlich zur Realität passt - will meinen: pegelst Du das mit Sprache und während des Gig wird auf einmal hereingerufen, passt das freilich net. Probiere auch, was bei Plosivlauten und S passiert.

    Hast Du diese Hürden gemeistert, sollte das Problem mit dem Verzerren pp. eigentlich erledigt sein.

    Besteht es fort, liegen iwo in der Signalkette (muss dann also bis einschließlich DJ-Controller sein, weil danach sind wir ja jetzt sauber) noch Fehler und zu hohe Pegel.


    Die Frage, ob Du mit passiven Lautsprechern besser dran gewesen wärest, beantworte ich in diesem Kontext mit nein. Dem Signal, das bereits mit einem zu hohen Arbeitspegel Deinen Endstufeneingang überfährt und in die Sättigung bzw. ins Clip bringt, ist es recht wurscht, ob das ein Aktivmodul in einem Lautsprecher ist oder eine Endstufe, von der nochmals ein Lautsprecherkabel weggeht. Vernünftiger Klang kommt da nur raus, wenn das Signal nicht bereits vorher "kaputt" gemacht wurde. Auch darf das Signal nicht zu stark sein (wie einige Kollegen schrieben, denn der Eingangsverstärker kann nur mit einem maximalen Pegel / Spannung umgehen, darüber gehts ihm dann einfach schlecht.


    Sollte nun nach Einstellen der obigen Tipps und einer clipfreien Gainstruktur, die jedoch einen Arbeitspegel von (knapp) 0 dB zulässt, irgendwas immer noch nicht funktionieren oder Dir zu leise erscheinen, dann liegt für mich die Vermutung nah, dass dem System ggf. etwas zu viel abverlangt wurde bzw. die gesteckten Erwartungen evtl. nicht ganz deckungsgleich zur Leistungsfähigkeit gehen.

    Merke: Als DJ stehst Du meist nicht vor Deiner PA, also grundsätzlich eher im leiseren Bereich dahinter.

    Wie laut das vorne wirklich ist, merkt man oft erst, wenn man auch mal dort lauschen geht.
    Ich betreue seit Jahren eine Sportgruppe für Spaß nebenher - dort stehe ich meist seitlich, um die Mädels net beim hopsen zu stören - und bin immer wieder selbst erstaunt, wie groß der Pegelunterschied schon zwischen Seite und Feld sein kann....
    Wenn Du also hinter Deiner PA Clubpegel erwartest, dann kann vielleicht auch dieser Umstand ein Lösungsansatz sein, denn dort kommt freilich (viel) weniger an. Zumindest die 110ma Tops gehen nämlich garnet mal so schlecht ;) Den Bass kenne ich nicht.


    VG und viel Erfolg :)


    Kleiner Nachtrag:
    Anscheinend gehst Du via Ch5/6 oder 7/8 oder gar über Tape in in dieses Mischpult - das schließe ich aus der Angabe, dass kein gain-Poti zur Verfügung steht.
    Probiere bitte mal die geschilderte Vorgehensweise auf zb Ch 1+2 für Deinen linken bzw. rechten Controllerausgang, natürlich dann entsprechend L/R pannen.

    Warum schlage ich Ch 1+2 vor, wenn doch 3+4 ein Stereo-Eingang ist? Weil am dortigen Poti 3/4 "MicGain" steht, also möglicherweise die Line-In-Buchsen ebenso wie 5-8 mit vollem Stoff durchgegeben werden, was hier ggf. nicht hilfreich ist. Auf Ch 3 dann Dein Mikro.

    Ich könnte mir vorstellen, dass Du Dein Problem damit erledigen kannst.

  • luca.bluhm

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
  • Vielen Lieben Dank für deine tolle Nachricht "MüllerSound". Danke!

    Noch eine frage. Sollte ich dann mit meinem Klinke Kabel jeweils links oder rechts in Ch1 oder Ch2 in den Insert oder Line in 1 und Line in 2? Und dann beide Kanäle mit den Gains auf 0 DB einpegeln? Die Kanallautstärke dann so anpassen das der Master Links und rechts gleich laut und auf 0 db ist oder?


    Vielleicht könntest du mir ja sagen ob ich das richtig verstanden habe. Würde es dann probieren und mich auf jedenfall wieder melden.

    Danke schonmal für alle Antworten und die die evtl. noch folgen! :):saint:

  • Gerne.
    Ja, soweit richtig.

    Mit den Inserts hast Du an der Stelle nichts zu tun, die beiden Klinken in Line-In1 und Line-In2, korrekt.

    Dann diese beiden Kanäle mit Pan auf L und R und halt per pfl/solo auf 0 dB pegeln, natürlich möglichst gleich, dann passt das (nach Ausschalten von solo) auch in der Ansicht der Ausgangssumme L/R ziemlich zusammen; geringfügig nacharbeiten kann man ja im Notfall noch am Level-Poti...

    Achso, noch ganz wichtig:
    Master auf 0dB ist natürlich VOLLGAS, damit sollte man nicht anfangen beim Einstellen einer Anlage ;)
    Ich gehe mal davon aus, dass das auch nicht das Ziel war, sondern Du lediglich die Kanalzüge mit solo/pfl auf der Masterkette zu 0 dB einpegeln möchtest ;)

    Nach dem Einpegeln geht man ja dann erst mal moderat mit Pegeln von (max!) Null-Uhr-Stellung (eher beim Einstieg so gegen neun Uhr) im Kanalzug und dann langsam aufgezogenem Main Mix (auch mal erst zart und eher unter der neun-Uhr-Marke) forschen, wo die Reise hingeht...