Jemand der mit L-Fins überfordert ist, sollt sich aber ernsthaft mit einen alternativen Karriereweg auseinandersetzen..
"ich mach da zu, wo nix hin soll" konnten die Kollegen vom Licht schon vor 30 Jahren
Jemand der mit L-Fins überfordert ist, sollt sich aber ernsthaft mit einen alternativen Karriereweg auseinandersetzen..
"ich mach da zu, wo nix hin soll" konnten die Kollegen vom Licht schon vor 30 Jahren
"ich mach da zu, wo nix hin soll" konnten die Kollegen vom Licht schon vor 30 Jahren
Nach meinem persönlichen Eindruck nimmt auch diese Fähigkeit eher ab, als zu.😉
naja, da die lampen sich ja im Gegensatz zu vor 30 jahren heute bewegen können ist das ja auch alles so eine Sache ![]()
hach war das leben noch einfach, als man einen ma24 und ein soundraft mit 24 Kanälen, der König der Landstraße war ![]()
es sind heute andere dinge gefragt-
Irgendwie schade, da ich nicht den Eindruck habe, dass der Spaß an der Musik heute dadurch größer wäre als damals.
Oder anders gesagt: Wer auf einem Soundcraft 200B keinen vernünftigen Livesound hinbekommen hat, dem gelingt das auf einem neuen Digitalpult zum Preis eines Mittelklassewagens auch nicht.
Oder anders gesagt: Wer auf einem Soundcraft 200B keinen vernünftigen Livesound hinbekommen hat, dem gelingt das auf einem neuen Digitalpult zum Preis eines Mittelklassewagens auch nicht.
ich denke, auch das kann ich so unterschreiben.
Oder anders gesagt: Wer auf einem Soundcraft 200B keinen vernünftigen Livesound hinbekommen hat, dem gelingt das auf einem neuen Digitalpult zum Preis eines Mittelklassewagens auch nicht.
Es ist genaugenommen viel schlimmer:
Für das Geld, was der 200B nackt kostete, kriegst Du ohne Berücksichtigung der seither stattgehabten Geldentwertung einen kompletten FOH mit vollgestopften „Sideracks“ d.h. die Mischtechnik ist für nahezu jedermann verfügbar. Obwohl es also viel mehr Menschen gibt, die so etwas besitzen, wird die Fähigkeit, damit umzugehen immer seltener.
Mit dem Verständnis für die Direktivität von Lautsprecherarrays war es damals beschissen und dass sich daran etwas geändert hat, liegt weniger am Willen der Anwender sondern vor allem an der Hartnäckigkeit der großen Hersteller, das Menschen zu erklären. Dafür mal Danke!
was die fähigkeiten angeht, mit mischpulten ein ordentliches ergebnis zu erzielen, sehe ich das nicht ganz so pessimistisch.
ich kenne in meinem umfeld auch einige jüngere kollegen, die dafür sowohl das musikalische gespür, als auch die technischen fähigkeiten mitbringen.
und stümper und scharlatane gab es auch früher schon...
ich schätze es verhält sich da ähnlich wie im straßenverkehr: die prozentzahl der pfuscher bleibt etwa gleich, aber durch die mittlerweile viel höhere gesamtmasse fallen die problemverursacher einfach öfter auf.
Dass es gute junge/jüngere Techniker gibt, steht ausser Frage.
Gemeint ist hier, das Mißverhältnis zwischen immer mehr und besserem Equipment und im Verhältnis dazu immer weniger Menschen, die das wirklich bedienen können.
da hast du vielleicht eine bessere gesamtübersicht. da ich ja kaum noch im rest von deutschland unterwegs bin, kann ich das nicht mehr so gut einschätzen. in meiner umgebung stelle ich jedenfalls fest, das sich die pfuscher und die könner irgendwie schon die waage halten...
was sich bei den jüngeren auf jeden fall geändert hat, ist die art der herangehensweise: da sehe ich kaum noch solche idealisten wie uns, die sich wissbegierig und stets interessiert alles selbst angeeignet haben. da herrscht eher so eine art "dienst nach vorschrift"-mentalität. es wird also nie mehr gemacht, als unbedingt nötig ist ![]()
ich kenne in meinem umfeld auch einige jüngere kollegen, die dafür sowohl das musikalische gespür, als auch die technischen fähigkeiten mitbringen.
was sich bei den jüngeren auf jeden fall geändert hat, ist die art der herangehensweise: da sehe ich kaum noch solche idealisten wie uns, die sich wissbegierig und stets interessiert alles selbst angeeignet haben. da herrscht eher so eine art "dienst nach vorschrift"-mentalität. es wird also nie mehr gemacht, als unbedingt nötig ist
beißt sich das nicht irgendwie ?
Gemeint ist hier, das Mißverhältnis zwischen immer mehr und besserem Equipment und im Verhältnis dazu immer weniger Menschen, die das wirklich bedienen können.
Früher (tm) konnte ein einfaches Mischpult laut und leise, 3 Band EQ, Mute und das wars schon mehr oder weniger.
Kauft heute das gleiche Zielpublikum ein Pult, kann das quasi 'alles'. Schon die Komplexität des parametrischen Equalizers übersteigt die Komplexität des Analogpultes der Einsteigerklasse.
Dass dann 95% der Funktionen unverstanden und entsprechend im Idealfall auch unbenutzt bleiben, ist logisch.
beißt sich das nicht irgendwie ?
Nicht zwingend. Sie gehen eben einfach sehr pragmatisch an die Aufgabe heran und schauen, dass sie die Mindestlösung mit minimalem Aufwand präsentieren. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass das Ergebnis deshalb schlecht sein muss. Man könnte es vielleicht noch besser machen, aber es gibt eben auch die, die es trotz mehr Aufwand schlechter hinbekommen.
Es gibt aber auch noch junge Kollegen, die eher mit Kanonen auf Spatzen schießen… so hat gerade einer meiner Kollegen eine Comedy VA übernommen, weil ich verhindert war. Ich hab diese VA, bei der maximal drei oder vier Mikros und zwei Zuspieler zum Einsatz kommen, immer mit der kleinen QU16 gemacht, die für sowas völlig ausreichend ist. Er wollte aber unbedingt die SQ haben - weil die „mehr Möglichkeiten bietet“… das lässt doch hoffen 😀👍
Wir sind großenteils die mittelfristig abtretende Generation. In unseren Reihen gab und gibt es Könner. Das wird in den folgegenerationen auch so sein.
Deswegen sollten wir aufhören hier Urteile über sie abzugeben.
Wir sind bald die, die nur noch Besucher sind und dann den Enkeln erzählen das wir das auch mal gemacht haben.
Behalten wir also unsere kleinen und großen Patzer für uns und genießen die Show
Jeder von uns hier hat schon mal Mist gebaut 🤣
Was mir ein wenig abgeht ist, wie zuvor auch schon geschrieben wurde, die Herangehensweise an Dinge aus grundlegendem Interesse. Etwas blöd formuliert, daher vieleicht an einem Beispiel:
Selbst habe ich mich früher darüber geärgert, dass die Kick auf meiner kleinen Liververanstaltung nicht so klingt wie auf den LPs die mir so gut gefallen. Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich um den mich störenden Boom bei der Kick wegzubekommen und den richtigen "Patsch" zu finden mit einem fixen 1kHz Regler + Bass- und Höhenregler am Mischer nicht immer weiter komme und dann Ausschau gehalten nach einem bezahlbaren gebrauchten Pult, was semiparametrische Mitten im EQ hat. Dann irgendwann festgestellt, dass um bei "labilen" Bühnen in kleinen Lokations die Kick rückkopplungsfrei laut zu bekommen ein Gate von Nöten ist und mir mal so ein für mich bezahlbares Teil von Behringer besorgt. Dann festgestellt, dass diese Teil nicht nur gated, sondern auch den Sound versaut und auf ein Kuhnle 4 Gate upgegraded.
Das nur als ein beliebiges Beispiel.
Heute nicht Alle, aber doch Viele wählen einfach ein voreingestelltes Setup für die Kick in ihrem Digitalpult aus, ohne zu wissen was das überhaupt macht, und dann ist gut damit.
Ebenso hat man sich über die richtige Trennung zwischen einzelnen Wegen der PA einen Kopf gemacht (Filtertypen, Flankensteilheiten, Trennfrequenzen, Delays usw.) und dann mit zahlreichen Messungen und Hörtest das Ganze verifiziert, bis man mit dem Ergebnis zufrieden war.
Heute wird am Systemamp das entsprechende Preset für die angeschlossenen Lautsprecher gewählt und gut ist's. Was da im Hintergrund passiert interessiert keinen so wirklich.
Ich will nicht sagen, dass Alles früher total super war und heute Alles schlecht ist, aber früher hat man, wenn es etwas Vernünftiges werden sollte, sich noch wirklich mit einer Sache von Grund auf befassen müssen, und heute ist das den Meisten (nicht Allen) eher wurscht, weil es geht ja auch so irgendwie.
jede generation hält wenig von der folgenden generation: die sägen zu recht an unserem stuhl ![]()
da muß man denen ja unterstellen, das da wenige sind, die mit dem equipment umgehen können. nicht das wir auf die welt gekommen sind und schon mit der xl200 einen perfekten front sound hinbekommen haben.
Heute nicht Alle, aber doch Viele wählen einfach ein voreingestelltes Setup für die Kick in ihrem Digitalpult aus, ohne zu wissen was das überhaupt macht, und dann ist gut damit.
Ebenso hat man sich über die richtige Trennung zwischen einzelnen Wegen der PA einen Kopf gemacht (Filtertypen, Flankensteilheiten, Trennfrequenzen, Delays usw.) und dann mit zahlreichen Messungen und Hörtest das Ganze verifiziert, bis man mit dem Ergebnis zufrieden war.Heute wird am Systemamp das entsprechende Preset für die angeschlossenen Lautsprecher gewählt und gut ist's. Was da im Hintergrund passiert interessiert keinen so wirklich.
Wer sind denn diese "Viele"? Von ein paar "wir mischen uns selbst"-Bands abgesehen, kenne ich solche Leute nicht. ![]()
das mit dem system preset war doch früher noch schlimmer. da mußte die richtige karte im slot stecken. heute kann man dann noch mit eq, delay, gain arbeiten
Heute nicht Alle, aber doch Viele wählen einfach ein voreingestelltes Setup für die Kick in ihrem Digitalpult aus, ohne zu wissen was das überhaupt macht, und dann ist gut damit.
echt??
also ich hab mir mal in unserer QU16 diese nach instrument aufrufbaren EQ-kurven angeschaut und für mich festgestellt, dass die wenigsten davon für mich passten. daher hab ich das gleich wieder ad acta gelegt. ![]()
Ich halte das "Zurechtkurbeln" z.B. eines schönen Schlagzeugsounds, der mir gefällt, für mit eines der schönsten Dinge an der ganzen Geschichte und würde nie die "Ravioli aus der Dose" verwenden wollen.
Wenn man das alles nur noch "instant" voreingestellt abruft, dann bleibt ja nur noch Ausladen, Aufbauen, Verkabeln, wieder Aufräumen und Einladen übrig. ![]()
eben, das was die ki nicht kann ![]()
du hast vergessen zu erwähnen, das man nach dem Aufbau die anlage kurz durch checkt um Fehler auszumerzen.