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VST Plugin „De-Feedback“ kennt das jemand?

  • Ton Heini
  • 8. Januar 2025 um 21:55
  • wora
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    • 17. April 2026 um 12:14
    • #61
    Zitat von mellotron

    Ich bin überrascht, wenn man sich jetzt über mögliche/minimale Artefakte unterhält, althergebracht aber teilweise krasse EQ-Eingriffe zur Feedbackvermeidung benutzt hat, nur um es irgendwie laut zu kriegen.

    na ja, ein EQ eingriff ist aber immer statisch, sobald das ohr sich dran gewöhnt hat, wird das ausgeblendet (solange es nicht wirklich gravierend ist)

    dynamische prozesse hört man dagegen immer wieder raus. also ich höre sie jedenfalls.

    bitte nicht falsch verstehen: ich möchte damit ja nicht sagen, dass das plugin nicht funktionieren würde.

    es waren gerade mal zwei tests, die ich gemacht habe. und bei meinen beiden schnellen tests waren die vorraussetzungen für eine saubere übertragung nicht wirklich gut - und genau dafür ist das programm ja gedacht. in einem sauber abgestimmten system, mit rednern die wissen was sie tun und sinnvollem einsatz von mikrofonen und lautsprechern, braucht man das nicht zwingend. aber wenn es mir in extremen situationen 5dB GBF bescheren kann, dann ist das plugin sicherlich jeden cent wert.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Circumbendibus
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    • 17. April 2026 um 14:40
    • #62

    Wie sind eure Erfahrungen damit wie gut es Hintergrundgeräusche unterdrückt?

    Ist es geeignet z.B. das Mikrofon eines singenden Drummers ein bisschen aufzuräumen?

    Ich weiß, das ist nicht die primäre Aufgabe für das es entwickelt wurde, interessieren würde es mich aber trotzdem.

  • julian.e.
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    • 17. April 2026 um 15:28
    • #63

    Ich habe es mit der Demo-Version versuchsweise auf eine Choraufnahme gesetzt um herauszufinden, wie es in der Anwendung funktioniert, in Reaper, ohne Feedback von den Lautsprechern.

    Es klingt, als würde das Plugin versuchen aus dem Chor eine Einzelstimme zu machen. Der Klang wird aufgeräumter, der Raumanteil nimmt ab und das Schlagzeug im Hintergrund wird abgesenkt, insgesamt geht aber der Chor-Klang verloren. Für die Anwendung ist es nach meinem ersten Test leider unbrauchbar.

    Schade, ich habe regelmäßig das Problem, dass mir beim Chor die letzten 3dB Verstärkung fehlen, um ihn über die Instrumente zu heben. Die letzte deutliche Verbesserung haben stärker richtende Mikrofone gebracht.

  • ha321f
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    • 18. April 2026 um 00:33
    • #64
    Zitat von Circumbendibus

    Ist es geeignet z.B. das Mikrofon eines singenden Drummers ein bisschen aufzuräumen?

    Würde mich auch interessieren!

    Latenzmäßig eh nur für FoH interessant, aber habe hin und wieder mal solche "Special Shows" bei denen eine laute Band mit sehr leisem Sänger mal wieder in den Gewölbekeller geht, mit lautem Drummer, sehr kleiner PA sehr nah am Sänger und ebenjener nimmt dann gern auch noch ein bad in der Menge...

    Wäre es da mal einen Versuch wert um nochmal 3-4 dB GbF zu erreichen (und evtl. sogar ein bisschen Drums aus dem Vocal Channel rauszubekommen)? entzerren geht halt nur bis zu einem gewissen Punkt sinnvoll, ist nicht direkt "adaptiv" und ein PSE funktioniert eher nicht, bzw. triggert nicht so zuverlässig. Macht das Gesamtergebnis eher schlechter also.

    Hat jemand das Tool mal mit so einem Setup getestet?

  • secluded
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    • 18. April 2026 um 08:37
    • #65
    Zitat von julian.e.

    Die letzte deutliche Verbesserung haben stärker richtende Mikrofone gebracht.

    ...richtige Mikrofonauswahl: 1Punkt

    ...KI: null Punkte

    Sieger: Mensch

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • lomo
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    • 18. April 2026 um 08:38
    • #66
    Zitat von julian.e.

    Ich habe es mit der Demo-Version versuchsweise auf eine Choraufnahme gesetzt um herauszufinden, wie es in der Anwendung funktioniert, in Reaper, ohne Feedback von den Lautsprechern.

    Es klingt, als würde das Plugin versuchen aus dem Chor eine Einzelstimme zu machen. Der Klang wird aufgeräumter, der Raumanteil nimmt ab und das Schlagzeug im Hintergrund wird abgesenkt, insgesamt geht aber der Chor-Klang verloren. Für die Anwendung ist es nach meinem ersten Test leider unbrauchbar.

    Schade, ich habe regelmäßig das Problem, dass mir beim Chor die letzten 3dB Verstärkung fehlen, um ihn über die Instrumente zu heben. Die letzte deutliche Verbesserung haben stärker richtende Mikrofone gebracht.

    Danke für diese Information, weil nämlich genau dieser Anwendungsfall interessiert.

    why are we robotting every day instead of having a little fun today

  • MBelle
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    • 18. April 2026 um 18:09
    • #67

    Also wir haben gestern auch noch einmal das Plugin getestet und unter relativ klinischen Bedingungen abgehört, was aus dem Lautsprecher mit u. ohne Plugin kam. Mikrofon war ein Schoeps Cmit 5.

    Wir haben dabei zwei Ketten verglichen:

    1) Bekannte Pluginkette aus EQ und normalem Expander (also keine besonderen Tools, auf der DAW war nichts anderes drauf)

    2) De-Feedback, wahlweise mit Vorentzerrung durch EQ.

    Fazit:

    Wirklich intelligent scheint das Plugin nicht zu sein (das Wort A.I. bzw. KI ist also wieder zum größten Teil Marketing.)

    Warum? In unserem Test waren die ersten beiden Feedbackfrequenzen um 468 und 280hz rum. Von einem intelligenten Tool (mit learn Funktion?) sollte man erwarten, dass diese dominanten Störfaktoren herausgefiltert werden. Stattdessen wurden die Frequenzen koppelnd drin gelassen, der relativ gut gemachte adaptive Gate/Expander von De-Feedback hat das dann immer schnell wieder runtergedrückt.

    Es scheint außerdem eine Art Logik vorhanden zu sein, die Feedback nicht lange stehen lässt. Wo ein normaler Expander irgendwann durch die Ruckkopplung selbst "offen gehalten" wird, schaltet De-Feedback ab, bis wieder Stimme kommt. Das ist gut und macht das Ganze recht dummyproof.

    Das Gate ansich funktioniert gut, nur ganz leise Sprachsignale wurden nicht erkannt und leicht "verschluckt".

    Die größte Schwäche an dem Plugin für mich ist aber die Reduzierung der Klangqualität (und die findet definitiv statt). Bei Strength 100% klingt das ganze leicht modulierend (hat man auch als Sprecher direkt gemerkt), teilweise wird man von den Artefakten her an eine Art Geräuschunterdrückung aus den bekannten Zoom etc. Meetings erinnert. Und das schließt das Plugin für mich momentan für einen musikalischen Einsatz aus.

    Beim Umschalten zum Signal mit der "traditionellen Kette" fiel direkt auf, dass der Klang deutlich offener und feiner in den Höhen wurde.

    Das beste Ergebnis in Bezug auf die Koppelfestigkeit erhielten wir, als wir den vorher "eingepfiffenen" EQ auf den De-Feedback Kanal legten und anschließend De-Feedback aktivierten. Damit ist man relativ sicher vor Rückkopplungen, allerdings muss man dann mit den klanglichen Einbußen leben (die sich in der ein oder anderen Akustik ggf. versenden könnten).

    Bei Einsätzen, wo die Übermittlung von Informationen durch Sprache im Vordergrund steht (Kirche, Messe etc.) mag das ein vertretbarer Kompromiss sein.

    Ich finde aber die Vorstellung merkwürdig, sich zigtausend Euro teure Lautsprecher hinzustellen, die wirklich gut klingen und dann ein Plugin in die Kette zu setzen, was die Qualität so mindert.

    Für mich würde das ganze interessant werden, wenn es eine Art "learn" Modus erhalten würde (ähnlich wie das X-Feedback von Waves z.b) und die Klangqualität nicht oder weniger leiden würde.

    Einmal editiert, zuletzt von MBelle (18. April 2026 um 18:34)

  • =RS=
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    • 18. April 2026 um 19:17
    • #68
    Zitat von MBelle

    …der relativ gut gemachte adaptive Gate/Expander von De-Feedback hat das dann immer schnell wieder runtergedrückt.

    nur daß De-Feedback nichts mit Gate oder Expander zu tun hat, wie ich das verstehe.

  • maccaldres
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    • 18. April 2026 um 19:58
    • #69

    Drew Brashler hat auf Youtube einige gute Videos zum Plugin. Laut seiner Info ist im Option 1 lediglich ein N95 Chip. Einen einfachen Tiny PC mit N95 gibt es schon für unter 200€, eine neue Windows 11 IOT Lizenz gibts für 40€.

    Meister für Veranstaltungstechnik

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  • wora
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    • 18. April 2026 um 21:03
    • #70
    Zitat von =RS=

    nur daß De-Feedback nichts mit Gate oder Expander zu tun hat, wie ich das verstehe.

    aber es hört sich genauso an, wenn man sich das signal mal im kopfhörer anhört.

    und es ist ja durchaus logisch, dass da gegated bzw. expandiert werden muss, denn sonst bekäme man ja die hintergrundgeräusche nicht weg. der trick ist hier also, dass das plugin das nutzsignal zielsicher erkennen muss.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • SebastianJaeger
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    • 18. April 2026 um 21:52
    • #71

    MBelle die Erfahrung kann ich bei der Theateranwendung mit den abgehangenen ME36 und teilweise sehr indirekten Signalen teilen. Trotzdem war das Ergebnis mit DeFeedback immer noch deutlich besser als ohne.

    Bei der Comedy Nummer ist mir live allerdings nichts in der Richtung aufgefallen.

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
    http://www.jaeger-audiosolutions.de Cat Multicores, Speakon Multicores, Rednerpultmulticores etc., CNC Bearbeitung

  • WolfgangE
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    • 19. April 2026 um 07:26
    • #72
    Zitat von wora

    und es ist ja durchaus logisch, dass da gegated bzw. expandiert werden muss, denn sonst bekäme man ja die hintergrundgeräusche nicht weg.

    Ein Gate/Expander macht die Hintergrundgeräusche erst weg wenn das Nutzsignal nicht mehr da ist, ein Algo entfernt Hintergrundgeräusche auch während das Nutzsignal da ist.

  • maccaldres
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    • 19. April 2026 um 10:21
    • #73

    FYI ich hab mir nun einen günstigen C2 Neo mit den N95 Prozessor und das empfohlene Focusrite Solo 4th Gen geordert

    Meister für Veranstaltungstechnik

    AUDIODEMON - Audioengineering & Tourservice

  • wora
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    • 19. April 2026 um 12:34
    • #74
    Zitat von WolfgangE

    Ein Gate/Expander macht die Hintergrundgeräusche erst weg wenn das Nutzsignal nicht mehr da ist, ein Algo entfernt Hintergrundgeräusche auch während das Nutzsignal da ist.

    also bei mir im kopfhörer war eindeutig hörbar, dass es eine art expanderlogik geben muss. sobald das nutzsignal da war, waren auch die hintergrundgeräusche wieder deutlicher vernehmbar. meiner meinung nach ist es hier wohl eher eine kombination aus verschiedenen techniken.

    hast du das anders wahrgenommen? vielleicht ist es auch abhängig von der situation?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • WolfgangE
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    • 19. April 2026 um 13:40
    • #75

    Ich habe dieses Plugin noch nicht ausprobiert und kenne es nur vom Cedar DNS8 und anderen Plugins im Post Production Bereich, die aber dann mit erheblicher Latenz arbeiten und für Live nicht zu gebrauchen sind.

  • Online
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    • 19. April 2026 um 20:27
    • #76
    Zitat von maccaldres

    FYI ich hab mir nun einen günstigen C2 Neo mit den N95 Prozessor und das empfohlene Focusrite Solo 4th Gen geordert

    Bist du so gut und berichtest? Ich habe auch so einen Kandidaten wo das bei guter Funtkion die PAN-Notfalleingriffe vor dem Linearray vermindern würde...

  • steffenr
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    • 19. April 2026 um 20:52
    • #77
    Zitat von MBelle

    Und das schließt das Plugin für mich momentan für einen musikalischen Einsatz aus.

    Das hat der Hersteller doch aber schon immer getan.
    Das Plugin ist für Sprache trainiert. Sprecher!!!

  • MarcKlp
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    • 20. April 2026 um 10:33
    • #78

    Ich nutze das Plugin seit ca. einem halben Jahr und nehme es seitdem eigentlich auf jeden Job mit, bei denen ich am Pult stehe. Als PC nutze ich einen Minisforum-PC mit N100 und ein Focusrite Solo (hatte beides noch daheim, deswegen die Kombi). Den PC habe ich optimiert und erziele damit auch konstante Performance für eine Instanz (mono), längster Test war bisher etwas mehr als drei Tage am Stück.

    Ich packe immer alle Vocal-Mics, Headsets, etc. in eine Monogruppe. Per Insert dann das DeFeedback Plugin.
    Davor entzerre ich natürlich die Mics trotzdem und nutze weiterhin Gates, Automixer, etc.

    Am Wochenende hatte ich erst die Situation dass die Moderation im Publikum, hauptsächlich vor den Nearfills stattgefunden hat. Da hatte ich nicht ein Feedback, der Klang war komplett klar und unauffällig. Musste weder die Nearfills separat entzerren noch leiser machen.

    Live hatte ich bisher noch keine Artefakte gehört und nutze das Plugin wie empfohlen mit 100% Intensität.

  • oton
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    • 21. April 2026 um 15:53
    • Hilfreichste Antwort
    • #79
    Zitat von SebastianJaeger

    oton wo hast Du die Windows Pimp Anleitung gefunden?

    https://0ms.live/?fbclid=IwY2xjawRUYCNleHRuA2FlbQIxMABicmlkETBoMUFpRGNLTUlDTGZRUmN5c3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHqFLmGzWrQyGgcXQv7eSvKJB6JWOApNh4tizemHlI4f6upzJuiOoRriu7wfX_aem_RXJzdeei_aJGaGDTspwEKQ

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • maccaldres
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    • 22. April 2026 um 15:26
    • #80

    Bisher läuft der kleine unauffällig, aber ein Tag zum testen ist auch noch nicht viel.

    Meister für Veranstaltungstechnik

    AUDIODEMON - Audioengineering & Tourservice

  • fabio hermann 22. April 2026 um 17:56

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.

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