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(Kabel-)Packliste für kleinere VA erstellen

  • tby83
  • 2. Juli 2025 um 14:35
  • tby83
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    • 2. Juli 2025 um 14:35
    • #1

    Hallo,

    bisher konnte ich in den meisten Fällen meine Kabelkiste einpacken und hatte alles dabei. Das hat nun aber gewisse Nachteile:

    - es passen bei mir nicht mehr alle Kabel ins Case
    - man nimmt mehr (Gewicht) mit, als evtl. notwendig

    - es kann trotzdem etwas fehlen, weil gerade Kabel xy nicht (in ausreichender Stückzahl) vorhanden ist

    Gerade für VA, die in bisher unbekannten Räumlichkeiten stattfinden, ist es oft schwierig verlässliche Maße zu bekommen. Daher wollte ich mal fragen, wie ihr das so handhabt. Nehmen wir als Beispiel:

    - 200 Personen
    - Licht und Ton
    - ein bisschen Rigging

    Ist die VA wirklich klein, mache ich das noch im Kopf.

    • Ich stelle das M32 hin -> Verteiler und Kaltgerätekabel
    • Ich verbinde die SD16 -> Kaltgerätekabel und Ethercon
    • Ich stelle Tops auf -> Stands und Power/Audio Hybridkabel
    • ....

    Aber für o.g. Beispiel kann man da schnell was vergessen. Alles im Lager aufbauen und ins Case wieder abbauen klingt auch nach viel Zeitaufwand. Eine Software zu kaufen erscheint mir etwas übertrieben. Und kann die das? Sie muss ja wissen, dass meine 8 Lampen auf einem Haufen hängen, oder 4 links, 4 rechts, oder oder oder...

    Bin für Input dankbar

    EDIT: Um es klarzustellen, der Focus liegt vor allem auf Kabel. Anzahl, Typ, Längen, ... . Aber auch Kleinkram wie Coupler etc. ist von Interesse.

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  • tby83 2. Juli 2025 um 14:36

    Hat den Titel des Themas von „Packliste für kleinere VA erstellen“ zu „(Kabel-)Packliste für kleinere VA erstellen“ geändert.
  • Uwe R.
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    • 2. Juli 2025 um 14:43
    • #2

    Bei unbekannten Orten fährt man mit Messwerkzeug hin und macht ein Aufmaß.

    Das ist im einfachsten Fall ein Maßband und ein leeres Blatt Papier auf dem man z.b. den Grundriss grob skizziert und die wichtigsten Maße notiert. Dann kann man mit den Infos daheim planen. Soll angeblich auch Apps geben, die das in 3D automatisch können, habe ich aber noch nicht angetestet.

    VG Uwe

    Dipl.-Ing. Uwe Runtemund | Statiker in der Veranstaltungstechnik

    Mein Büro: runtemund.de

    Must have: StageDocs® für iOS | Android

  • tby83
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    • 2. Juli 2025 um 14:52
    • #3

    Ja, das versuche ich in der Tat so oft es geht. Dafür habe ich mir auch einen Laserentfernungsmesser gekauft, der den Prozess deutlich verkürzt. Was ich noch probieren muss, wären Apps auf dem Telefon, die den LIDAR Sensor verwenden. Aber bis zu welchen Entfernungen das gut funktioniert, kann ich nicht einschätzen. Das im iPhone vorinstallierte Maßband versagt jedenfalls irgendwann.

  • TomyN
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    • 2. Juli 2025 um 15:13
    • #4

    Ich versuche einen eher modularen Ansatz:

    - Packkiste mit Mikros, DI, Klinkekabeln, XLR 1.5, 3, 5m, Doppelkabel für Key / Overhead

    - Auerkiste mit 12 * 7.5m XLR + 1* 15m XLR reicht normalerweise für eine 'normale' Band

    - Bei Bedarf (oder als 'Angstkiste') Auerkiste mit 10 * 10m XLR

    - Bei noch mehr Bedarf Auerkiste mit 25 * 7.5m XLR

    - Und, wenn es eskalieren könnte, noch Kiste mit 20 * 10m XLR

    - Strom hab ich in drei Kisten, da packe ich je nach Erwartung eine bis drei ein. Die erste enhält eine 6er Steckdosenleiste, einen 'Perlenschnur' Verteiler, 10m und 5m Stromkabel, manche mit 3 Fach Steckdose dran.

    - Eine vierte Kiste enthält CEE 32A Kabel, die bleibe aber inzwischen fast immer Zuhause.

    - Für's Licht gibt's eine Kiste DMX Kabel, eine Kiste Stromkabel (Powercon, Kaltgeräte, teilweise lang oder als 'Peitsche'), eine Kiste mit Hardware (Clamps, Safeties, 4 1-> 3 Splitter, Terminatoren, Gewindeaufsätze für 35mm Stative

    - Lautsprecherkabel ist das, was ich fast immer je nach Erwartung packe.


    In der aktuellen LED Zeit hab ich eigentlich alles dabei, um die Lichter entweder so oder so zu stellen. Früher mit 6er Bars und Lastkabeln war das was anderes.

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • MuellerSound
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    • 2. Juli 2025 um 15:32
    • #5

    Bei den Veranstaltungen in unserer Ecke machen einige Kollegen und auch ich das immer so, dass alle Signalwege von Quelle bis Ende komplett beim Packen durchgespielt werden (gerne auch vorab schonmal auf m Zettel, wenns was wichtiges, größeres, anderes als üblich ist). Klappt eigentlich sehr gut bei allem, was wir bis Festzelt oder Stadtfestbühne mit z.T. auch mal vierstellig Pax ausstatten.

    Los gehts: Auf der Bühne steht das Stativ, da dran das Mikro, mit dem Kabel (aus dem XLR-Satz) zur Stagebox, Cat (unter Brücken) zum Pult, FOH Zubehör wie Rechner und Router stehen daneben und der Po verdient nen Hocker, zurück zur Ampcity, mit den Speakon zu den div. LS, die dann mit Stativ, Distanzstange pp kombiniert werden.

    Alle Stationen natürlich in entsprechender Vielfalt (4 Vocals, x Gitarren, Drums...) sowie x-mal Monitoring, Fills pp.


    Dem entsprechend flitzt man zwar manchmal auch nochmal ein drittes Mal an das gleiche Regal (wenn man vorher net schon das Cat-Kabel und die FOH-Kabeltrommel rausgenommen und zum Haufen gestellt hat), aber am Ende sollte alles zum Verladen da sein, was mit muss.

    Das gleiche Spiel beim Licht und beim Strom.
    Für Längen und Mengen hat man recht bald ein gutes Gespür, ich persönlich hab lieber n paar Kilo mehr und "was auf Reserve" dabei als an dem vorletzten dreifach Stecker zu landen oder das letzte Speakon aus dem Case zu nehmen. Ist die Location unbekannt, müssen von allem ein paar Längen mehr mit und eher mal noch zwei extra Spookies. Je nachdem was Rider/Patchplan hergeben, hat man für viele Dinge die Infos ja auf einen Blick und rundet das passend auf.
    Geht eigentlich immer super auf, Aufwand und Fehlerquote sind tatsächlich extrem gering und man braucht net irgendeine Software, der man aber leider vergessen hat zu sagen, dass zum Frontlicht neben Clamp und Torblende (idealerweise im gleichen Case) aber noch n Dimmer, ggf. ein DMX Split und mind. 2 lange Schuko sowie 2 Stative extra gehören und das dann ärgerlicherweise nicht im Auto landet...

  • Herr Nink
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    • 2. Juli 2025 um 15:39
    • #6

    Die Firma für die ich ab und an arbeite hat fix bestückte DMX, XLR (weitere Kabel hier einfügen) Kabelcases. Da kommt dann eben, je nach größe des Jobs, ein oder zwei oder drei Kisten mit... Zumindest in dieser Firma hat sich das bewährt.

    Allerdings muss ich hinzufügen dass dort in aller Regel LKWs zur Verfügung stehen. Für Sprinter oder PKW Produktionen würde ich es so machen wie von den Kollegen oben beschrieben...

  • tby83
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    • 2. Juli 2025 um 16:22
    • #7

    Da gebe ich Dir Recht Herr Nink, mit LKW würde ich mir da weniger sorgen machen. Ein zweite Kabeltruhe angeschafft und gut ist. Im Transporter ist man froh, wenn man auch nur für eine Kabeltruhe Platz hat.

    Generell wird das wohl bei größeren Firmen ein kleineres Problem, wenn zum Beispiel in jedem Lampen Case die entsprechenden PowerCON T1 und DMX Strippen und Verteiler parat liegen. Und wenn sie nicht gebraucht werden, spielt es keine Rolle. In kleinen Buden sind da die Redundanzen nicht ganz so vorhanden.

    MuellerSound Also doch durchspielen. Na zumindest kann man ja PA links durchspielen (zumal man den/die LS ja einfach vor das Stativ stellen kann und nicht wirklich aufbocken/fliegen muss) und x2 nehmen. Bei den Bässen ist es meist einfach und beim Licht ist es erfahrungsgemäß auch symmetrisch.

    TomyN Licht ist da immer das Schlimmste. Es ist ein riesiger Unterschied, ob ich Back- und Fronttruss bestücke, oder den Garten ausleuchten muss. PA hingegen steht irgendwie immer recht gleich und ob ich L/R, Zahnlücke oder Monocluster fahre, weiß ich eigentlich immer vorher.

  • julian-k
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    • 2. Juli 2025 um 16:50
    • #8

    Ich mache mir Gedanken was ich da aufbaue und packe grob + Zuschlag ein. Sobald ich nen Messestand mit 200 Lampen plane habe ich metergenaue Packlisten, je nach Situation sogar mit exakter Stückliste je Traverse.

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

    http://www.unicque.de - Unicque Lighting Augsburg

  • MuellerSound
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    • 2. Juli 2025 um 16:53
    • #9

    Ich spiele tatsächlich alle Strecken durch, nur PA links mal 2 passt gerne auch mal nicht, wenn Stromanschluß, Amp-und Dimmercity links hinten (also SR) auf oder neben der Bühne stehen und dann PA rechts 15 Meter mehr Zuleitung braucht als links 8|
    Auch im Monitoring kann das schnell Unterschiede machen - weiß ich es nicht, müssen eben mehr oder generell die langen Strippen mit.
    Beim Licht isses stark abhängig, was mit kommt. Welche MH, Par oder Fluter, manches hat Schuko, anderes hat Powercon, für einiges gibt es Systemverkabelung.. Im Prinzip muss ich vorher grob wissen was ich wo hänge oder stelle, damit das richtige Zeug dabei ist oder zumindest die Eurobox mit den Hybridkabel auch im Transporter landet, wo es Sinn macht...

  • wora
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    • 2. Juli 2025 um 17:27
    • #10

    schon in den 90er jahren habe ich angefangen, meine materiallisten in Excel zu erstellen.

    im laufe der zeit ist dieses Excel file natürlich kräftig mitgewachsen, ich kann damit z.b. auch gleich die vermietpreise berechnen, wie viel strom ich etwa brauche - und welche ladegewichte in etwa zusammenkommen.

    es gibt in diesem file auch viele verknüpfungen: wenn ich beispielsweise ein bestimmtes PA system einplane, dann werden mir da auch die entsprechenden kabelmengen und -typen angezeigt. und wenn ich ein pult einplane, dann wird bei multicore und beim passenden PC ebenfalls ein zähler gesetzt. so kann ich nichts übersehen, denn ich nutze anschließend die filterfunktionen in excel, um mir das beim packen übersichtlich anzuzeigen... alles was nicht interessiert, wird ausgeblendet.

    da ich meistens "standard-jobs" mache, komme ich damit hervorragend klar.

    natürlich kommt man trotzdem nicht drum herum, beim eingeben der anzahlen zu überlegen, ob man für den job evtl. noch längere kabel mitnehmen muss, oder ob es sonstige sonderposten gibt. man spielt den aufbau also im kopf ein bisschen durch, dann klappt das schon.

    und für wiederkehrende jobs bin ich damit auch gleich gut gewappnet, denn ich speichere mir diese in eigenen ordnern ab und kann dann später einfach nachsehen, welches material da am start war.

    mit dieser methode habe ich in den letzten jahrzehnten jedenfalls sehr positive erfahrungen gemacht.

    es kommt damit extrem selten vor, dass ich mal etwas vergessen habe... und das passiert auch nur dann, wenn ich beim einladen abgelenkt war und die liste nicht ordentlich abgehakt habe.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tby83
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    • 2. Juli 2025 um 17:46
    • #11

    Das handhabe ich ähnlich beim größeren Material. Alles ab der Größe Kabeltrommel ist mit Gewicht in einer Numbers Tabelle (das kostenlose Pendant zu Excel auf dem Mac). Alles ist großzügig abgewogen und zumindest beim Gewicht habe ich einen guten Überblick. Die Zeilen haben dann das Einzelgewicht, verfügbare Anzahl, Gesamtgewicht und eine leere Spalte für "benötigt" und Ladegewicht. Setze ich benötigt auf x, erhöht sich das Ladegewicht entsprechend.

    Was ich noch nicht mache, ist das von dir wora angeführte Verknüpfen. So brauche ich mit der SD16 definitiv Ethercon, aber das M32 braucht nicht zwangsläufig die SD16. Eventuell baue ich das mal in Software. Ich habe angefangen mir eine datenbankbasierte Materialverwaltung zu programmieren, da könnte ich dann auch Abfragen einbinden. Wenn M32, dann frag nach SD16. Wenn SD16, dann Ethercon.

  • niggles
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    • 2. Juli 2025 um 17:55
    • #12
    Zitat von Herr Nink

    Die Firma für die ich ab und an arbeite hat fix bestückte DMX, XLR (weitere Kabel hier einfügen) Kabelcases. Da kommt dann eben, je nach größe des Jobs, ein oder zwei oder drei Kisten mit...

    Ein System das dich als Disponenten/Projektleiter schnell in den Wahnsinn treibt wenn die Firma wächst und neben den üblichen 08/15 Clubgigs, Stadtfesten und Coverbandkonzerten auch mal Sonderformate oder kleine Touren, Messen etc. betreut bei denen nicht immer am Dienstag alles zurück im Lager steht. Man kann ja nicht deswegen alles doppelt anschaffen.

    Ausserdem neigt dieses System dazu dass es einen immer grösser werdenden Bodensatz an defekten Kabeln gibt die sich unten in den Kisten sammeln. Wird dann mal auf einem grösseren Job alles von einem bestimmten Typ gebraucht wird geht das Gefluche los wenn auch beim dritten Griff in die Kiste wieder eine Leitung mit abgebrochener Verriegelung oder Wackelkontakt raus kommt...

    Ich hab das mal im Gefolge einer Firmenübergabe mit gemacht und es war überhaupt kein Spass das auf jobbezogenes Packen umzustellen.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Herr Nink
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    • 2. Juli 2025 um 18:20
    • #13

    Das glaube ich dir. Beim einpacken hilft es aber. Kurz die Kabel zählen, passend in die Kiste…. Jobbezogen ist natürlich immer zielgerichteter, aber wie oft hat man keine Ahnung was WIRKLICH gebraucht wird…. Und nein, diese Firma betreut nicht „nur“ Stadtfeste und Konsorten.

  • JeTo
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    • 2. Juli 2025 um 18:45
    • #14

    Im Titel des Threads steht ja *kleinere* VA. :)

    Ich hab 2 Standard-Kabel-Kisten - 1 x Signalleitungen, 1 x Strom - die für kleinere Standard-VAs immer ausreichen; damit hab ich einen großen Teil meiner Aufträge abgedeckt.

    Wenn man vorher merkt, dass es größer wird (mehr Kanäle, größere Entfernungen, ...), dann muss man doch mal vor dem Packen rechnen.

    Eine Packliste mache ich trotzdem immer. (Die Idee von MuellerSound, beim Erstellen der Liste in Gedanken den Signalweg nachzuverfolgen, werde ich mir merken.)

    Die Liste hilft nicht nur beim Einladen. Sondern auch beim Check vor der Rückfahrt. Und bei der nächsten ähnlichen Gelegenheit.

    Einmal editiert, zuletzt von JeTo (2. Juli 2025 um 20:30) aus folgendem Grund: Typo

  • madmax
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    • 2. Juli 2025 um 19:20
    • #15

    Kannst Listen schreiben und planen was du willst.

    Irgendwas fehlt immer.

    Egal wie groß der Job ist.

    Never stop a running System

  • tby83 2. Juli 2025 um 19:51

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
  • niggles
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    • 2. Juli 2025 um 20:22
    • #16
    Zitat von madmax

    Kannst Listen schreiben und planen was du willst.

    Irgendwas fehlt immer.

    Egal wie groß der Job ist.

    Es ist sehr hilfreich wenn a) Dispo von Leuten gemacht wird die tatsächlich schon das eine oder andere Jahrzehnt an der Front auf dem Buckel haben und man sich b) konsequent die Arbeit macht wiederkehrende Jobs nachzubereiten und für´s nächste Mal dann passendes Material + Spare dabei hat. CAD und online-Topographie (bei Outdoorjobs) helfen auch sehr um Kabellängen passend zu schätzen. Es passt nie zu 100%, aber die Anzahl der nötigen Nachbestellungen konnte ich damit in den letzten Jahren drastisch verringern ohne dass alles doppelt und dreifach dabei ist.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • sabbelbacke
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    • 2. Juli 2025 um 21:13
    • #17
    Zitat von niggles

    Ein System das dich als Disponenten/Projektleiter schnell in den Wahnsinn treibt wenn die Firma wächst und neben den üblichen 08/15 Clubgigs, Stadtfesten und Coverbandkonzerten auch mal Sonderformate oder kleine Touren, Messen etc. betreut bei denen nicht immer am Dienstag alles zurück im Lager steht. Man kann ja nicht deswegen alles doppelt anschaffen.

    Ausserdem neigt dieses System dazu dass es einen immer grösser werdenden Bodensatz an defekten Kabeln gibt die sich unten in den Kisten sammeln. Wird dann mal auf einem grösseren Job alles von einem bestimmten Typ gebraucht wird geht das Gefluche los wenn auch beim dritten Griff in die Kiste wieder eine Leitung mit abgebrochener Verriegelung oder Wackelkontakt raus kommt...

    Ich hab das mal im Gefolge einer Firmenübergabe mit gemacht und es war überhaupt kein Spass das auf jobbezogenes Packen umzustellen.

    dazu kann ich beitragen:

    - unterschiedlich große Tool/Kabelkisten mit fixer Anzahl Kabel drin reduzieren den Overhead im Gegensatz zu nur einer großen Variante, die man dann 20 mal anschafft. Auf die kleine Hochzeit geht dann nur ein Koffer XLR Mischmasch, auf das Stadtfest mit einer Bühne die kleine Sprinterkiste und auf das Festival eben zwei 120er Transflex... So bleibt die "stille Reserve" klein.

    - klare Sortierung in den Cases ab einer bestimmten Größe mit fix angebrachten, laminierten Packzetteln, die weder verloren gehen können noch "sterben".

    - In jede Kiste kommt ein kleines Fach / Behältnis für defekte Kabel - alternativ einigt man sich auf eine eindeutige Kennzeichnung von defekten Kabeln (einmal weisses Beschriftungsband rum, drei lose Knoten, zu einem großen Knoten statt aufrollen mit Klett, whatever) ... Und dann wird jede Kiste nach Benutzung einmal kurz durchgesehen durch die "Eingangskontrollcrew / werkstatt".... Alles, was auf dem Job als defekt erkannt wurde, wird sofort aussortiert und wieder mit geprüftem aufgefüllt und noch mal kurz gezählt. Prüft man dann noch alle 10 VAs die komplette Kiste einmal durch, schrumpft die Chance auf sich ansammelnden Kabelmüll als Bodensatz ziemlich.

    - "geprüfte" kisten bekommen eine klare kennzeichnung (kleinen Kabelbinder in den Catch, was auch immer..), so dass man "einfach zugreifen kann" beim Disponieren. Alternativ stehen "fertige" kisten nur da und nicht dort... Egal, hauptsache eindeutig.

    Es gibt viele andere Varianten, diese oben genannten haben bei uns und Kollegen immer ganz gut funktioniert.

    hornresp

  • Seven
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    • 3. Juli 2025 um 00:29
    • #18

    In einer Firma in der ich früher viel gemacht habe, wurde mit (zumindest früher) mit weißem Blatt Papier und Stift gemalt und dann gezählt. Jede Kabelkiste wurde dann individuell bestückt im Lager. Es sei denn es waren regelmäßig in relativ kurzfristigen Abständen wiederkehrende gleichartige Events. Die waren fertig gepackt, ready to go und wurden auch nicht ausgepackt.

    Das individuelle Packen für jede Veranstaltung war hier auch deswegen sinnvoll, weil es in der Busy Season echt viele verschiedenartige Events waren. Hätte man das alles mit fertig gepackten Kisten/Kabelsets gemacht, hätte man ein vielfaches an Kabeln benötigt und vor allem auch deutlich mehr Lagerfläche. Und zudem war der Laden sehr ordentlich, so dass kein dreckiges oder schief gewickeltes Kabel im Lager ankam.

    Ansonsten sehe ich schon den Charme von fertig bestückten Kisten mit einer Standardausstattung und dazu eine separate Kiste mit Angst-Kabeln oder Ersatz-Kabeln oder besonderen Kabeln. Die kann ja im Zweifel im Transporter bleiben oder eben verschlossen am Rande stehen.

    Letztlich ein Trade-Off zwischen "Ich spare Zeit, weil ich mir schnell fertig bestückte Kisten im Lager schnappe oder wieder dort abstelle." und "Ich spare Material und Lagerfläche, weil ich nur soviel davon in Anspruch nehme, wie ich wirklich brauche."

  • secluded
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    • 3. Juli 2025 um 10:05
    • #19

    also generell würde ich mir überlegen, ob Du irgendwann größer werden willst, oder auf der Größe bleiben willst, die Du momentan hast.

    Wenn Du größer werden willst und mal Mitarbeiter hast, die Lager oder Dispo oder Werkstatt, oder jobs übernehmen, dann solltest Du zeitnah dich für eine Software entscheiden, die das auch stemmen kann. Ich hab' mit EasyJob gute Erfahrungen gemacht (ca. 60 Mitarbeiter + Externe) - wenn Du dort von Anfang an schon alles drinne hast, wächst diese Software mit Deiner Firma mit. Später alles in 'ne Software einarbeiten frißt massivst Zeit (kenne ich aktuell bei meinem jetzigen Projekt - da war davor nix und ich hab' erst mal alles Alte aufarbeiten müssen udn eine Struktur mir hinprogrammieren müssen - so 6 bis 8 vole Wochen kann man da schon verbringen damit und es ist noch nciht ausgereift)

    ...aber generell ist das schon praktisch so, wie es MuellerSound beschreibt.

    Du spielst durch, was Du auf der Bühne hast und packst dementsprechend alles ein + Spare + bissi Zeugs was für unvorhergesehenes.

    Im EasyJob z.B. kann man Abfragen automatisiert mit einem Produkt verknüpfen. Beispielsweise "Topteil XY" in das Angebot gepackt, dann automatisch +40 € für Riggingmaterial dabei. In der jobplanung ist bei dem Topteil XY dann automatisch die Nachfrage Stativ, Flugüsen, motor, LS-4-pol 10m, Safety, Superclamp mit in der Auswahl, was dann auch nacher für die Packliste für das Lager so aufgelistet wird und die Mitarbeiter dann nur raussuchen müssen und abscannen.

    ...aber bei kleinen Jobs mach' ich das auch nur so, daß ich vorab überlege:

    wie groß ist die Bühne, was steht und passiert alles auf der Bühne, wo steht mein FOH, wo sind die Amps, wo ist der Stromanschluß, wie kommt wo die PA hin, wie und wo kommt welches Licht hin.

    Aus dieser kleinen Überlegung weiß ich dann auch, was ich wieviel und wie packen muß, damit ich alles + Reserve dabei hab'.

    Irgendwann setzen sich dann automatisierte Strukturen fest, wie z.B.:

    kleine Bühne, kleines Drumset, akkuGit, eBass, 2x Vox, Keys, 150 Pax, Outdoor.

    Daraus ergibt sich bei mir schon automatisch 'ne Packliste im Kopf, weil man so was und ähnliches halt schon zig Mal gemacht hat.

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • MRspeaker
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    • 3. Juli 2025 um 12:20
    • #20

    Wir haben Hybridkabel für Licht inkl. Rückleitung.

    Also easy... 20 Lampen = 20 Kabel... Bisschen Spare dabei gut is...

    Zuleitung hat entsprechend lang dimensioniert.

    Ton.... Speakon ist ja nicht so das Thema... Amprack Bühne links oder Rechts... Kabel rein.....

    FOH.... 70m Hybrid Trommel oder 30m Hybrid Trommel Netzwerrk + Schuko..ausgerollt fertig....

    Wir haben in unseren Cases kaum noch DMX Leitungen...

    5m und 10m 20stk XLR.. Stageboxen sind auch alle im Netzwerk....

    Ein Koffe mit ein paar Netzwerkleitungen... 32er Drehstromkabel ein paar und dann sind wir eigentlich durch....

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

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