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Lavalier-Mikro für Sprecher

  • JeTo
  • 11. August 2025 um 00:11
  • JeTo
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    • 11. August 2025 um 00:11
    • #1

    Zur Verstärkung von Sprache in einem akustisch anspruchsvollen Raum bin ich auf der Suche nach einem passenden Mikrofon. Der geübte Sprecher wünscht sich ein Lavalier, damit es schnell und unauffällig angelegt werden kann.


    Vorhanden sind Sennheiser ew Funkstrecken.
    Das Sennheiser ME 4 ist ganz ok, es dürfte aber gerne etwas besser klingen. Außerdem taugt die Klammer nicht viel.
    Das Sennheiser MKE 2 klingt prima, aber die Kugel neigt in der schwierigen Location zu sehr zur Rückkopplung.

    Habt ihr Vorschläge, die man mal ausprobieren sollte?

  • paranoize
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    • 11. August 2025 um 00:43
    • #2

    DPA 4080

  • secluded
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    • 11. August 2025 um 08:10
    • #3
    Zitat von JeTo

    Zur Verstärkung von Sprache in einem akustisch anspruchsvollen Raum

    [...]Der geübte Sprecher wünscht sich ein Lavalier,


    ...

    naja - Dir ist schon klar, daß ein Lavalier an der Kravatte oder am Revert einen "anspruchsvollen Raum" noch anspruchsvoller machen kann ?

    Wenn das mein "anspruchsvoller Raum" wäre. dann würde ich definitiv auf ein Headset gehen wollen, nur, um die Schallquelle so nach wie möglich am Mikrofon zu haben. Ein Lavallier ist an der Kravatte gute 20 cm von der Schallquelle entfernt - sprich da muß man bissi was drauf geben am Gain, was bei einem "anspruchsvollen Raum" gaaanz schnell daneben gehen kann...

    Mein Tip:

    Headset

    ...und wenn's wirklich ein geübter Sprecher ist:

    Headset mit Niere.

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • yamaha4711
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    • 11. August 2025 um 10:53
    • #4

    Kommt in Summe auf Raum, Mikro und LS Aufstellung und deren Qualität (Mikro und LS) an.

    OnTop dann die Fähigkeiten des Sprechers. ;)

    Das beste Mikro bringt nix, wenn die LS schlecht positioniert sind und/oder suboptimaler Qualität sind.

    Mit meinen AKG CK97 als Lavalier hatte ich bisher nie Probleme, egal in welchem Raum.

    Auch mit dem MKE40 von Sennheiser ging bisher immer alles glatt.

    Achso... KnowHow sollte auch mit dabei sein. Reines Basiswissen reicht oftmals nicht.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • audiobo
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    • 11. August 2025 um 11:05
    • #5

    4080 👍

    Schon einige Manager-Events der höheren Gehaltsklasse damit gemacht. Bei guten, geübten Sprechern geht das top.

    Aber klar, die Abteil „Nuschel redet im Betonbunker mit 2 Böxli auf Stativ“ bekommt man damit nicht verständlich verstärkt.

    MKE40 hatte ich früher oft am Sender, habe im grossen und ganzen eher positive Erinnerungen daran.

  • niggles
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    • 11. August 2025 um 11:06
    • #6
    Zitat von yamaha4711

    Mit meinen AKG CK97 als Lavalier hatte ich bisher nie Probleme, egal in welchem Raum.

    Auch mit dem MKE40 von Sennheiser ging bisher immer alles glatt.

    Ja, mit den "Hummeln" geht das rein physikalisch besser als mit der Mini-Pseudo-Niere der ME4. Gegen die Raumakustik kommst du aber auch damit nicht an. Moderne Architektur mit vielen schallharten Flächen (kein Teppichboden, keine Vorhänge, viel Glas...) verträgt sich einfach nicht gut mit dieser Art von Mikrofonierung für Beschallung.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • wora
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    • 11. August 2025 um 17:06
    • #7

    in (schwierigen) konferenzraumumgebungen habe ich in den letzten jahrzehnten sehr gute erfahrungen mit Shure WL184 (Superniere) und audio-technica BP898 (Niere) gemacht.

    was in schwierigen räumen mit Lavaliers auch oft hilft:

    kompressor komplett aus lassen! ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • JeTo
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    • 12. August 2025 um 08:34
    • #8

    Danke für die zahlreichen Rückmeldungen. Da sind ja schon mal 5 Modelle dabei, die ich mir näher anschauen werde.

    Zitat von secluded

    naja - Dir ist schon klar, daß ein Lavalier an der Kravatte oder am Revert einen "anspruchsvollen Raum" noch anspruchsvoller machen kann ?

    [...]

    Ja, das ist mir klar. Daher frage ich ja hier nach. ;)
    Mir wäre ein Pult-Mikro, ein Handsender, ein Nackenbügel - in dieser Reihenfolge - lieber. Aber der Sprecher ist aus seinen bisherigen Tätigkeiten ein Lavalier gewohnt und möchte das in seiner neuen Wirkstätte auch so haben. Daher ist es zumindest den Versuch mit dem bestmöglichen Material wert.

  • JeTo
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    • 12. August 2025 um 08:39
    • #9
    Zitat von audiobo

    Aber klar, die Abteil „Nuschel redet im Betonbunker mit 2 Böxli auf Stativ“ bekommt man damit nicht verständlich verstärkt.

    Der Rest der Übertragungskette ist recht modern und dem Raum angemessen. Und der Sprecher weiß, was er tut. Also der Teil passt soweit.

    Zitat von wora

    was in schwierigen räumen mit Lavaliers auch oft hilft:

    kompressor komplett aus lassen! ;)

    Ja!
    Den Kompressor würde ich nur als Limiter nutzen, falls die Stimme mal entgleist, was ich bisher aber noch nicht beobachten konnte.

    Einmal editiert, zuletzt von JeTo (12. August 2025 um 10:30) aus folgendem Grund: Rechtschreibkorrektur

  • secluded
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    • 12. August 2025 um 08:59
    • #10
    Zitat von JeTo

    Aber der Sprecher ist aus seinen bisherigen Tätigkeiten ein Lavalier gewohnt und möchte das in seiner neuen Wirkstätte auch so haben.

    Dann würde ich echt mal Ausschau halten nach zu mindest einem Ansteckmikro mit Nieren- oder Supernierencharakteristik. Fix an der Kravatte mit Einsprechrichtung gen Kinn/Mund sollte da schon bißchen helfen. Da sind die von wora genannten Mikros schon mal aus der oberen Wahl :)

    ...also, wenn

    Zitat von JeTo

    der Sprecher weiß, was er tut.

    zutrifft, dann ist schon mal okay ;)

    Betreffs Kompressoren:

    Um ein Aufschaukeln von Feedbacks zu verhindern, sollte man den Kompressor nicht konferenz-klassisch früh und hart fahren, sondern nur die Spitzen wegnehmen, sprich recht spät, und so 2:1 oder 2,5:1 nur. Ich hab' die Erfahrung bei Sprache, daß man da mit 2 bis 3 (richtig angesetzten) Kompressoren hintereinander ein sauberes Signal, was auch Streaming-tauglich, harmonisch und trotzdem nicht undynamisch ist, hinbekommen kann...

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

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  • lisa f.
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    • 14. August 2025 um 01:48
    • #11

    Shure WL185 Niere fand ich als Ansteckmikro immer besser als Superniere (184).

    und gute Lautsprecher, sinnvoll platziert.

    Mollton o.ä. vor die schallharten Flächen ist auch gut. Hier ist ein dicker Samtstoff sehr verbreitet.

    Und wo es geht dem Kunden Headsets andrehen (Kugel Charakteristik)

    Viel Glück

  • 4Art
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    • 14. August 2025 um 06:29
    • #12
    Zitat von JeTo

    Danke für die zahlreichen Rückmeldungen. Da sind ja schon mal 5 Modelle dabei, die ich mir näher anschauen werde.

    Ja, das ist mir klar. Daher frage ich ja hier nach. ;)
    Mir wäre ein Pult-Mikro, ein Handsender, ein Nackenbügel - in dieser Reihenfolge - lieber. Aber der Sprecher ist aus seinen bisherigen Tätigkeiten ein Lavalier gewohnt und möchte das in seiner neuen Wirkstätte auch so haben. Daher ist es zumindest den Versuch mit dem bestmöglichen Material wert.

    Darf ich raten? Ein landeskirchlicher Pfarrer?

  • secluded
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    • 14. August 2025 um 09:30
    • #13
    Zitat von lisa f.

    Mollton o.ä. vor die schallharten Flächen ist auch gut. Hier ist ein dicker Samtstoff sehr verbreitet.


    Dann bitte den Bühnen Molton CS von Gerriets (nicht den Dekomolton 300g²) - der schluckt gut Schall, Fusselt aber bissi und wird mit der Zeit länger, wenn der hängt - also Nachketteln angesagt. UV verträgt der schon bißchen, merkt man aber, wenn man mal 3 Monate z.B. Floors rumstehen hat, die UV-Licht emmittieren, daß da sich das schwarz in richtung Anthrazit / Dunkelgrau verändert auf der beleuchteten Fläche...

    Vom Preis-Leistungs(-Optik)-Gefühl ist für mich der Gerriets Satin CS am effektivsten ;) . +100% Stoffzugabe, dann in Falten legen (Plissee- Faltung macht 'ne Tolle Optik durch Hell-Dunkel in den "Taschen" - oder Kellerfalten - dann aber mehr Stoff zugeben auf die Länge [+200%], bringt aber auch noch mehr Absorption durch insgesamt 3 Lagen Stoff, die hintereinander liegen)

    ach - is Offtopic - egal :)

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

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  • 4Art
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    • 14. August 2025 um 15:33
    • #14

    Molton in einer Kirche (falls meine Hypothese zutrifft) könnte etwas kompliziert werden...

  • marce
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    • 14. August 2025 um 17:20
    • #15

    gibt's auch in weiß :)

  • audiomedia
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    • 14. August 2025 um 19:33
    • #16

    Hi,

    Wenn es ein fester Kunde ist/werden kann, probiere es doch mal mit einer Investition in das Defeedback von alphalabs.

    Zusammen mit einer ansonsten guten Signalkette bringt das noch was….gerade in halligen Räumen.

    Ist preislich kein schnäppchen, aber wenn der kunde wieder kommt, weil es gut geklungen hat…..rechnet sich das nach ein paar jobs bestimmt.

  • JeTo
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    • 15. August 2025 um 23:27
    • #17
    Zitat von 4Art

    Darf ich raten? Ein landeskirchlicher Pfarrer?

    Sehr scharfsinnig. Ja.
    (Wäre es ein freikirchlicher, dann hätte er mit einem Headset wohl kein Problem.)

    Bei besonderen Veranstaltungen hab ich schon öfter mal Molton in Kirchen gehängt.

    Für den Alltag ist das aber keine Option.

  • 4Art
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    • 16. August 2025 um 07:05
    • #18

    Ach herjee... Bei uns in der Gegend gibt es kaum mehr LK-Pfarrer/Innen, die wir in den letzten Jahren NICHT auf Headset umgestellt haben. Irgendwann haben sie nämlich geschnallt, dass das viel moderner/cooler aussieht als die doofen Lavaliermikorphone (welche ua auch das Geraschel des Talars oder der Stola ziemlich ungefiltert weitergeben) und üblicherweise massive Rückkopplungen verursachen. Ich würde mich da jetzt einfach auf stur stellen und sagen: Headset oder kein Mic.

  • yamaha4711
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    • 16. August 2025 um 08:08
    • #19

    Hier fehlt es mir leider an Verständnis, womöglich weil ich kein regelmäßiger Kirchengänger bin. In den ganzen kirchlichen Veranstaltungen IN DER KIRCHE (und auch außerhalb) hatte ich bisher noch nie einen Sutanträger mit Lavalier oder gar Headset gesehen. Es gibt 3-4 feste Stellen mit drahtgebundenen Mikros, fertig.

    Ist das denn so ein moderner mit Powerpoint und Whiteboard. Sozusagen mehr Präsenter und Influencer, so eine Art "tschaka" Animator als Direktimport aus irgendeinem WirHabenUnsAlleGanzDollLieb 800 Personen Strandbunker oder von der AIDA?

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • JeTo
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    • 8. Februar 2026 um 18:07
    • #20

    Um diesen Thread abzurunden:

    Inzwischen wurde ein Mikrofon angeschafft. Es ist das sennheiser MKE 40 geworden. Und inzwischen sind auch schon erste Erfahrungen damit gemacht worden.

    Der Klang ist deutlich natürlicher als zuvor, die Feedbackneigung ist gesunken, die Klammer hält besser. Kurzum: Sprecher wie Zuhörer sind zufrieden.

    Danke euch allen, die sich an der Diskussion beteiligt haben.

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