Wenn Du Dein Montorpult ins Publikum stellst kannst Du auf gleich noch FOH machen
Bei 20 Mixen kommt es auf den einen nicht mehr an.
Wenn Du Dein Montorpult ins Publikum stellst kannst Du auf gleich noch FOH machen
Bei 20 Mixen kommt es auf den einen nicht mehr an.
Wenn Du Dein Montorpult ins Publikum stellst kannst Du auf gleich noch FOH machen
So lustig ist das garnicht. Doppelt Kohle gibt’s dafür bestimmt nicht und der, der sich das antut, vernichtet im Zweifelsfall auch noch die Arbeitsplätze der Kollegen… ![]()
So lustig ist das garnicht. Doppelt Kohle gibt’s dafür bestimmt nicht und der, der sich das antut, vernichtet im Zweifelsfall auch noch die Arbeitsplätze der Kollegen…
Leider kann das durchaus Realität sein.
- aber eher andersrum. Ich hatte mal einen Monitorjob verloren weil dann aus Budget Gründen Mon vom FOH gemacht wurde.
In diesem Fall, mit diesem Gig, wird das definitiv nie ein Thema.
Der Monitormensch macht ja auch of soviel mehr als nur Monitor. Liaison zum Patch Team, Talkbus Verwaltung, im Zweifelsfall RF, und dafür sorgen dass der Bühnenteil läuft. FOH hat ja ebenso andere Aufgaben, zB sicher stellen, dass die PA das macht was sie soll. Und ein guter FOH Mix bei grob 140 Kanälen will ja auch geplant sein.
Der FOHler dieser VA ist einer der besten Systemler und Mischer, die ich kenne, der wird‘n Teufel tun sich die Bühnenseite aufzuhalsen.
Manchmal gibt es aber auch den umgekehrten Fall, dass ich als FOHler gerne den Monitor mitgemacht hätte. Man kommt mit einer Band, bei der man normalerweise den Monitor vom FOH aus macht auf ein Festival, wo es einen angeblich "hochprofessionellen" Monitorer gibt. Das Schlimme ist dann, dass die Leute bei dem von ihm erzeugten Pfeifkonzert natürlich erst zum FOH-Platz gucken.
Sonst habe ich solche Probleme übrigens nicht mit der Band.... ![]()
Man kommt mit einer Band, bei der man normalerweise den Monitor vom FOH aus macht auf ein Festival, wo es einen angeblich "hochprofessionellen" Monitorer gibt. Das Schlimme ist dann, dass die Leute bei dem von ihm erzeugten Pfeifkonzert natürlich erst zum FOH-Platz gucken.
oh ja, diverse Desaster mit "hochprofessionellen Monitormännern" (es waren tatsächlich immer Männer) habe ich auch schon mehrmals erleben müssen ...
Das schlimmste Erlebnis davon war mal im Capitol in Mannheim, als die Monitorfraktion es nicht schaffte, die im Soundcheck gespeicherten Monitoreinstellungen für das Konzert der von mir betreuten Band auf ihrer Vi1 zum Showstart wieder herzustellen... Schlimm war das aber vor allem für die Musiker auf der Bühne - das Publikum hat das zum Glück nicht mitbekommen. Da ich meine Musiker alle gut kannte habe ich aber am FOH Pult bemerkt, dass da irgendwas nicht stimmen konnte. Nach dem Gig hab ich dann die Info bekommen, dass im Monitor gar nichts mehr gestimmt hatte und sie das Konzert quasi im Blindflug meistern mussten. Die waren alle total sauer.
Oder vor etwa 20 Jahren die (un)lustige Situation, dass der Monitormann zwar ein routinierter Herr mittleren Alters war- er dort aber zum ersten mal an einem DM2000 Digitalpult arbeiten musste - und das Konzept noch nicht wirklich verstanden hatte. An diesem Abend hatten wir auch so einige Feedbacks ![]()
Ich hatte aber auch schon den Fall, dass man uns für den Monitormix einen Azubi hingestellt hatte. Der war dermaßen überfordert, dass ich von meinem FOH Platz auf die Bühne musste, um dort den Monitormix einzustellen... dazu hab ich erstmal die Monitore angehört und danach die abenteuerlich verbogenen Grafik-EQs bypass geschaltet, was spontan zur Aussage einiger Musiker führte: "oh ja, jetzt ist es schon deutlich besser"
.
Der junge Kollege bekam dann von mir die Aufgabe, nix mehr anzufassen ![]()
Seither stand in unserem Rider: "keine Azubis an den Pulten!"
Das waren nur drei Sachen, die mir jetzt spontan zum Thema eingefallen sind ... wenn ich gründlicher nachdenken würde, käme da sicher noch mehr zusammen. ![]()
Zur Ehrenrettung der Monitor-Zunft:
ich hatte aber auch schon einige ganz hervorragende Erlebnisse mit Monitorleuten, die Ihr Handwerk erstklassig beherrschten! ![]()
Seither stand in unserem Rider: "keine Azubis an den Pulten!"
Und wie sollen die das lernen?
Natürlich muss dann ein erfahrener Ausbildungsbeauftragter greifbar für den Azubi sein wenn er noch keine Erfahrung hat.
Ich habe in meiner Ausbildung schon mehrfach Monitor gemischt und auch Veranstaltungen alleine am FOH betreut. Mein erster Praktikumstag vor der Ausbildung sah aber auch so aus "alles aufgebaut, alles funktioniert, den Rest bekommst du schon hin, ich muss zur nächsten Baustelle" - das von einem früher hier im Forum sehr Aktiven.
Geklappt hat es nach anfänglichem Haken - die einstellbaren Gainstufen am analogen Bell(?) Mixer waren für mich damals einfach zu unlogisch und mit den Musikern habe ich mich danach bis heute anhaltend befreundet.
Oh, es gab also mindesten noch so ein Bellpult in Deutschland (wobei, irgendwann um die 2000er rum bin ich mal einem in Hannover begegnet...). Es war damals das erste ernsthafte Pult mit dem ich arbeiten durfte.
Und wie sollen die das lernen?
Natürlich muss dann ein erfahrener Ausbildungsbeauftragter greifbar für den Azubi sein wenn er noch keine Erfahrung hat.
die Azubis sollten das am besten so lernen, wie wir damals: erstmal mit kleinen, relativ unwichtigen Veranstaltungen anfangen. Am besten im eigenen Freundeskreis.
Aber definitiv nicht gleich auf Veranstaltungen mit großen Profibands (damals mit Drums, Percussion, Bläsersatz, 2 Keyboarder, 2 Gitarristen, Bass, 2x Leadvocal und Background-Chor) - und vor mehreren tausend Zuhörern!
Wenn der angesprochene "Ausbildungsbeauftragte" dabei gewesen wäre, hätte es diese angesprochene Situation wohl eher nicht gegeben. In dem Falle wäre der Ansprechpartner aber auch der Ausbilder gewesen, nicht der völlig überforderte Azubi.
Wenn der Ausbilder seinen Azubi dann während der Show mal an die Fader lässt (und in der Nähe bleibt), dann ist dagegen nichts einzuwenden.
Aber nicht so, wie wir es erleben mussten.
Eben drüber gestolpert zum Thema "kompakte Arbeitsplätze und alles pultintern" denn wir brauchen ja keine Sideracks mehr... ![]()
![]()
Schön auch das D-Two ![]()
Kollege von mir hat den Support von Coldplay im Happel Stadion in Wien gemischt. Die hatten auch ein 3m Quantum, plus Waves, plus x Meter lange Outboard Racks. MMn ist das nur mehr Eier auf den Tisch legen, bzw. vom Rental künstlich Kosten erzeugen. Sinnvoll ist das alles nicht mehr.
Wollte auch gerade fragen ob er das selbst überhaupt hört was die Kisten tun ...
Bewegen sich hier Einzelne nah der Missgunst?
Dass das Neve Werbung ist, dürfte allen klar sein.
Wer aber schon mal auf einer Digico eine Show gemischt hat weiß, dass die Bordmittel zwar reichlich, aber dennoch auch hier begrenzt sind.
Wenn da mit Outboard noch paar % rauszuholen sind, warum nicht?
Mache ich genau so, wenn es möglich ist.
Viel hilft nicht immer viel, aber wenn es richtig eingesetzt wird, halt doch.
Bewegen sich hier Einzelne nah der Missgunst?
Nö, wieso? Ich bezweifel einfach, dass die Show ohne die meterlange Outboard Wand schlechter klingen würde, bei einem 100k Pult samt Waves Rack. Wer das haben will, soll das machen, bei Coldplay ist Geld natürlich abgeschafft.
Wenn da mit Outboard noch paar % rauszuholen sind, warum nicht?
Plus Waves Rack. ![]()
Dass das Neve Werbung ist, dürfte allen klar sein.
In dem Video sowieso. Der Silk Regler ist extrem wichtig. Vor allem in Stadien wie dem Happel, wo man außer Mumpf und Gatsch eh nichts von der Band hört. Da brauchts dann unbedingt Neve Outboard! xD
Meine Güte. Lasst doch den Leuten ihre Spielzeuge. Mehr Umsatz für fast alle. Und die Normalität dass wir Platz brauchen ![]()
Wer das haben will, soll das machen,
Sag ich doch. ![]()
bei Coldplay ist Geld natürlich abgeschafft
Im Gegenteil, so ein bisschen Outboard fällt da prozentual gesehen nur nicht ins Gewicht.
Bewegen sich hier Einzelne nah der Missgunst?
Missgunst?
Gegenüber jemandem, der 2025 noch ein SM58 benutzt...
