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(Explosion und) Feuer in Bar (Crans-Montana, CH)

  • zegi
  • 1. Januar 2026 um 10:10
  • jakobus
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    • 9. Januar 2026 um 13:59
    • #81

    Ich hatte 2025 im Theatersaal die zweite Brandverhütungsschau durch die Berufsfeuerwehr im Auftrag der Stadt, seit Beginn meiner Zeit als Bühnenmeister.

    Die letzte war 2003. Zwischenzeitliche Nachfragen bei den Behörden ergaben Antworten, die die Betreiberverantwortung in den Vordergrund stellten. Daraufhin haben wir alle 5 Jahre selbständig ein Brandschutzgutachten beauftragt, was mitunter auch zu brandschutztechnischen Umbau- und Nachbesserungsmaßnahmen geführt hat. Dies wurde bei der Begehung im letzten Jahr auch anerkennend festgestellt. In 2024 hat ein Personalwechsel bei der Leitung und eine Personalaufstockung in der Präventionsabteilung der Berufsfeuerwehr stattgefunden, dies könnte der Grund für den frischen Wind sein.

    Dies nur mal zum Thema: " Einhalten von Prüffristen durch die Behörden"

  • wora
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    • 9. Januar 2026 um 18:40
    • #82

    ich nehme an, dass sich da in näherer zukunft etwas ändern wird.

    ... vorübergehend ...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • HenrySalayne
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    • 9. Januar 2026 um 19:52
    • #83
    Zitat von niggles

    Die Betreiber kamen aus dem Rotlichtmilieu und waren dort einschlägig vorbestraft. Solchen Leuten gehen lokale und regionale (kantonale) Politiker und Behörden überall auf der Welt weiträumig aus dem Weg. Da will sich keiner mit der organisierten Kriminalität anlegen und dann ggf. ein zusätzliches Lüftungsloch oder zwei im Körper haben...

    Lieber niggles , ich finde diesen Kommentar vollkommen unangebracht. Solche vorurteilsbehafteten und vorverurteilenden Denkmuster haben in unserer Gesellschaft nichts verloren. Menschen mit Vorstrafen können umsichtig und verantwortungsvoll sein und Menschen ohne Vorstrafen können nachlässig und verantwortungslos agieren. Auf Grund einer Vorstrafe die Betreiber in eine Schublade zu stecken und solche herabwürdigenden Theorien zu verbreiten ist absolut daneben.

    Und ich möchte damit explizit nicht sagen, dass die Betreiber keine Schuld trifft. Aber die Schuldfrage ist vollkommen unabhängig von ihrer Vergangenheit.

    Hinweis: Alle Fehler in diesem Beitrag sind KI-generiert.

  • HenrySalayne
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    • 9. Januar 2026 um 20:23
    • #84
    Zitat von audiobo

    Zum Thema Brandschutzkontrollen:

    https://www.srf.ch/news/schweiz/f…ntana-nicht-ein

    Auch wenn die Bar seit einigen Jahren nicht mehr kontrolliert wurde, drängen sich mir ganz andere Fragen auf:

    Anscheinend wurde die Bar 2015 umfangreich umgebaut. Bilder zeigen, dass zu diesem Zeitpunkt bereits Noppenschaumstoff an der Decke und an den Wänden (hinter Verkleidungen) eingebaut wurde. Die Gemeinde teilte mit:

    Zitat von 20min.ch

    [...]

    - Ein Feuerlöscher für das ganze Lokal sei ausreichend gewesen, ein Brandmelder sei nicht gesetzlich vorgeschrieben gewesen.- Das Lokal habe grundsätzlich über ausreichend Notausgänge verfügt für die zugelassene Anzahl Gäste. Ob diese in der Nacht zugänglich gewesen seien, sei derzeit unklar.[...]- Im Jahr 2015 hat der Betreiber des Le Constellation eine Baubewilligung für den Bau einer Veranda beantragt und diese auch erhalten.- Im Innern habe er selbstständig Arbeiten durchgeführt, für die keine Bewilligung notwendig gewesen seien.- Die maximale Kapazität für das Lokal hätte 200 Personen betragen: 100 Personen im Erdgeschoss und 100 im Untergeschoss.

    Ich kenne jetzt das schweizerische Recht nicht, bin aber mehr als verwundert. Warum führen maßgebliche Umbaumaßnahmen (es wurden auch Wände eingerissen und der gesamte Innenraum umgebaut) an Räumlichkeiten, die für die gleichzeitige Anwesenheit von größeren Personenmengen bestimmt sind, nicht zu einer Bauabnahme und warum müssen die Umbauten nicht bewilligt werden? Warum sind bei einer späteren Kontrolle diese Umbauten nicht beanstandet worden?
    Mir ist auch absolut unverständlich, warum für Räumlichkeiten, die sich über zwei Geschosse erstrecken und für 200 Personen zugelassen sind, nur ein einziger Feuerlöscher ausreichend sein sollte.

    Und unter dem Motto absolut daneben:

    Zitat von 20min.ch

    Die Gemeinde sieht sich selber als «am stärksten betroffen» von dieser Katastrophe.

    Kotz*

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  • audiobo
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    • 9. Januar 2026 um 21:01
    • #85

    Habe mir gerade mal den hier eingebetteten Videobeitrag angeschaut:

    Crans-Montana: Die Bar und die Ereignisse rekonstruiert
    Das SRF-Grafikteam hat die Grundzüge der Bar nachgebildet, in der sich die Brandkatastrophe von Crans-Montana ereignete.
    www.srf.ch

    Ab 1:35, in Bezug auf die 3 Kontrollen vor 2020:

    "Da eine Untersuchung des Materials bei einer regelmässigen Kontrolle nicht erforderlich ist, haben unsere Sicherheitsbeauftragten den Schaumstoff wahrscheinlich für akzeptabel befunden."

    Ich würde sagen, da ist in Sachen Bewertungskompetenz noch viel Luft nach oben.

    Zitat von Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen - BRANDSCHUTZNORM ; Seite 11

    C BAULICHER BRANDSCHUTZ
    1 Baustoffe


    Art. 23
    Begriff
    Als Baustoffe gelten alle für die Herstellung von Bauten, Anlagen und
    Bauteilen sowie für den Ausbau verwendeten Materialien, an deren
    Brandverhalten Anforderungen gestellt werden.

    -> Art. 24

    Prüfung und Klassierung
    Baustoffe werden über genormte Prüfungen oder andere VKFanerkannte Verfahren klassiert.

    Massgebende Kriterien sind insbesondere Brand- und Qualmverhalten, brennendes Abtropfen und Korrosivität.


    Art. 25

    Verwendung
    Brennbare Baustoffe dürfen nur verwendet werden, wenn sie nicht zu
    einer unzulässigen Gefahrenerhöhung führen. Massgebend sind
    insbesondere:
    a Brand- und Qualmverhalten, brennendes Abtropfen / Abfallen,
    Wärmefreisetzung, Entwicklung gefährlicher Brandgase;
    b Art und Umfang der Verwendung;
    c Personenbelegung;
    d Gebäudegeometrie;
    e Bauart, Lage, Ausdehnung und Nutzung von Bauten, Anlagen oder
    Brandabschnitten.

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  • audiobo
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    • 9. Januar 2026 um 21:17
    • #86
    Zitat von HenrySalayne

    Mir ist auch absolut unverständlich, warum für Räumlichkeiten, die sich über zwei Geschosse erstrecken und für 200 Personen zugelassen sind, nur ein einziger Feuerlöscher ausreichend sein sollte.

    Zitat von VKF BRANDSCHUTZRICHTLINIE Löscheinrichtungen

    3.1 Löschgeräte
    3.1.1 Standort
    1 Löschgeräte und Löschleitungen müssen gut erkennbar und leicht zugänglich installiert
    sein. Wo nötig ist ihr Standort durch Markierungen oder Hinweistafeln zu kennzeichnen.
    2 Sie müssen jederzeit ohne fremde Hilfsmittel rasch und einfach in Betrieb genommen und
    zweckmässig eingesetzt werden können.
    3 Sie sind innerhalb von Brandabschnitten in unmittelbarer Nähe von Raumausgängen, die
    als Fluchtweg dienen, oder in Fluchtwegen (z. B. Korridoren und Vorplätzen) bereitzustellen.
    BRANDSCHUTZRICHTLINIE Löscheinrichtungen / 18-15de
    5
    4 Das Bereitstellen von Löschgeräten in vertikalen Fluchtwegen ist zulässig, wenn:
    a Brandschutzabschlüsse zwischen vertikalen und horizontalen Fluchtwegen fehlen
    (z. B. Büro- und Schulbauten mit einer Bruttogeschossfläche bis 900 m2
    );
    b mehrere Räume direkt vom vertikalen Fluchtweg her erschlossen werden.
    5 Das Aufstellen von Wasserlöschposten in Sicherheitstreppenhäusern ist nicht erlaubt.
    6 Weisen Geschosse von Bauten und Anlagen ähnliche Grundrisse und Raumeinteilungen
    auf, sind Löschgeräte möglichst einheitlich anzuordnen.
    7 Löschgeräte sind offen oder in separaten Kästen bereitzustellen. Der Feuerwiderstand
    brandabschnittsbildender Wände darf durch den Einbau von Unterputzkästen nicht geschwächt werden.
    3.1.2 Anzahl
    1 Löschgeräte sind so anzuordnen, dass ein Brand an jeder Stelle von Bauten und Anlagen
    bekämpft werden kann. Die Gehweglinie zum nächsten Löschgerät darf nicht mehr als 40 m
    betragen.

    2 In Bereichen mit besonderen Brandgefahren sind an geeigneten Stellen zusätzliche
    Löschgeräte zu installieren.

    Alles anzeigen

    40m können ein recht weiter Weg sein - doof wenn besondere Brandgefahren nicht als solche erkannt werden.

  • niggles
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    • 9. Januar 2026 um 21:39
    • #87
    Zitat von HenrySalayne

    Lieber niggles , ich finde diesen Kommentar vollkommen unangebracht. Solche vorurteilsbehafteten und vorverurteilenden Denkmuster haben in unserer Gesellschaft nichts verloren. Menschen mit Vorstrafen können umsichtig und verantwortungsvoll sein und Menschen ohne Vorstrafen können nachlässig und verantwortungslos agieren. Auf Grund einer Vorstrafe die Betreiber in eine Schublade zu stecken und solche herabwürdigenden Theorien zu verbreiten ist absolut daneben.

    Und ich möchte damit explizit nicht sagen, dass die Betreiber keine Schuld trifft. Aber die Schuldfrage ist vollkommen unabhängig von ihrer Vergangenheit.

    Ich sehe ein dass der überspitzte Ton des letzten Satzes dem Ernst des Themas nicht angemessen war und habe meinen Beitrag offen editiert.

    Zur Faktenlage:

    Unter anderem «Anstiftung zur Prostitution»: Die Strafakte des Betreiberpaars der Brand-Bar
    Nach der Brandkatastrophe im Walliser Dorf Crans-Montana stehen neben den Behörden auch die Besitzer und Betreiber der Bar Le Constellation im Vordergrund.
    www.watson.ch
    Vernehmung in Crans-Montana: Staatsanwältin deutet Wende um Betreiber an – Aufregung um neues Video
    www.merkur.de

    Persönliche Eignung zur Führung eines Gewerbebetriebs, in diesem Fall einer Versammlungsstätte? Die französische Justiz sagte: Nein.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • audiobo
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    • 10. Januar 2026 um 10:03
    • #88

    Was mir nach etwas herumstöbern auffällt:

    Der Informationsfluss seitens der Verkaufskette ist stark verbesserungswürdig, m.E.n. teilweise irreführend:

    - Der T. gibt bei seiner Eigenmarke an:

    Zitat
    • Material: gehärteter Polyurethan-Weichschaumstoff
    • ...
    • flammhemmend nach MVSS 302 (Brennrate < 100 mm / Min.)

    bzw.

    Zitat
    • Brandverhalten: Brennrate < 100 mm / Min. MVSS 302 entspricht DIN 4102 Baustoffklasse B3

    Liest sich für den nicht bewanderten, suchmaschinenfaulen Anwender als wäre das was tolles.

    Bei Vicoustik-Produkten steht

    Zitat
    • europäische Brandklasse (EN): Euroclass F

    Bei einem grossen schweizer (Online-)Händler habe ich diese Angabe auch nur sehr vereinzelt gefunden.

    Bei einigen Produkten findet man entsprechende Angaben nur, wenn man auf der Herstellerseite nach dem Datenblatt sucht.

    (Fast) Allen gemein sind Beschreibungs-/Werbetexte wie:

    Zitat

    Tonstudios, Radiostationen, Homerecording und HiFi-Räume

    (immerhin der Verkaufstext im Shop spart das aus)

    oder

    Zitat

    Anwendungen:

    Ton- und Rundfunkstudios, Postproduktion, Hörräume, Konferenz- und Telekonferenzräume, Vortragssäle, Fernunterrichtsräume, öffentliche Gebäude, Auditorien, Veranstaltungsräume usw.

    Wenn sich das nicht ändert, dürften alle anderen Massnahmen mittelfristig lediglich geringen Erfolg zeigen.

    - Klar kann (und vllt. muss) man die Kontrollzyklen erhöhen - Verursacht halt Kosten und Aufwand, schliesst ausserdem persönliche Kompetenzschwächen der Prüfer (wie offensichtlich auch hier geschehen) nicht aus

    - Klar kann man versuchen die Eigenverantwortung von Betreibern etc. per Gesetz und vllt. sogar Schulungen zu steigern - Aber es wird immer jemanden geben, der noch nicht genug weiss und dann auf das Verkaufsgeschreibsel reinfällt

    Weiterhin klammert man so wieder komplett den privaten Nutzer aus. Wie schrieb TomyN die Tage noch so passend:

    Zitat von TomyN

    Ich sag's ja immer: Privat stirbt's sich viel schöner.


    Es wäre wünschenswert, wenn die Händler an der Stelle Klartext schreiben würden, z.B.:

    • leicht entflammbar, nur für punktuellen Einsatz, nicht flächendeckend

    O.ä.

  • Online
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    • 10. Januar 2026 um 14:41
    • #89
    Zitat von audiobo

    Es wäre wünschenswert, wenn die Händler an der Stelle Klartext schreiben würden, z.B.:

    leicht entflammbar, nur für punktuellen Einsatz, nicht flächendeckend

    Bis auf das Ausschreiben der Baustoffklasse (also B3=leicht entflammbar) sehe ich da ehrlich gesagt keine weiteren Anforderungen an den Händler. Insbesonders da wir einen freien EU-Binnenmarkt haben, innerhalb dessen die unterschiedlichsten (Bau-) Regulierungen bestehen.

    Die Situation vor Ort ist einfach durch Fachleute zu bewerten, besonders im öffentlichen und gewerblichen Umfeld.

    Und je mehr nach Entbürokratisierung und Deregulierung geschrien wird, umso wichtiger wird der Einsatz von Fachleuten weil nur noch das Schutzziel - im Zweifel reduziert bis auf Grundgesetzebene - vorgegeben ist und der Weg dahin jedem freisteht.

    Es geht also gerade nicht darum dem gewinnmaximierend sicherheitsignoranten (gastronomischen) Unternehmer alles im Online Handel vorzukauen. Ein (lokaler/stationärer) Fachhändler, Fachhandwerker oder Fachplaner kostet zwar etwas Geld, schafft aber auch einen vielfältigen Mehrwert.

    Und so oft wie in diesem schönen Forum sonst die Antwort "Such dir jemanden mit Ahnung" kommt, muss das auf dem Gebiet Brandschutz, Arbeits- und Besuchersicherheit noch viel mehr gelten.

    An schlechtem Sound oder mieser Lichtshow ist halt bisher noch keiner gestorben.

    Nur zwei Dinge sind unendlich, das Weltall und die Dummheit der Menschen, beim Weltall bin ich mir jedoch nicht sicher. (Albert Einstein)

  • Blancblue
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    • 10. Januar 2026 um 15:56
    • #90
    Zitat von ulf klüpfel

    Und je mehr nach Entbürokratisierung und Deregulierung geschrien wird, umso wichtiger wird der Einsatz von Fachleuten weil nur noch das Schutzziel - im Zweifel reduziert bis auf Grundgesetzebene - vorgegeben ist und der Weg dahin jedem freisteht.

    .......

    An schlechtem Sound oder mieser Lichtshow ist halt bisher noch keiner gestorben.

    Vielleicht ist es auch respektlos den vielen Opfern gegenüber bzw. noch zu frisch darüber zu reden, dennoch ist die Thematik "überbordende Bürokratie vs. grobfahrlässig vs. Prävention" ein wichtiger Punkt, der uns als PAler auch stark betrifft.

    Ich arbeite seit über 25 Jahren in einem denkmalgeschützten Objekt mit sehr hohen Brandschutzauflagen und jede externe Katastrophe hat mehr oder weniger zu immer höheren Auflagen geführt. Alles verständlich, Politiker als auch Behörden müssten sich sonst immer bei einer ähnlichen Katastrophe den Vorwurf gefallen lassen, nicht reagiert zu haben.

    Fakt ist jedoch auch, dass gestiegene Auflagen zunehmend dazu führen, dass Veranstaltungen schwieriger umsetzbar werden. Dabei geht es mir nicht darum, Wirtschaftlichkeit über Sicherheit zu stellen – sondern darum, dass wir als Planer und Techniker Wege finden müssen, Sicherheit praxisnah und mit Augenmaß umzusetzen. Siehe Baubranche, wo man jetzt u.a. aufgrund dieser Problematik einen neuen Gebäudetyp (e) eingeführt hat, weil immer weniger Wohnungen gebaut werden/wurden. Und Wohnungsnot eben auch negative Folgen hat.

    Die zentrale Botschaft ist: Alles ausschließlich der Sicherheit unterzuordnen, erfasst nicht die Komplexität realer Situationen. Sicherheit ist immer eine Abwägung zwischen Risiko, Machbarkeit und Verantwortung – und hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben. Ziel sollte sein, Entscheidungen sachlich, nachvollziehbar und verantwortungsbewusst zu treffen, ohne den Blick für die Realität zu verlieren.

    .


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    • 10. Januar 2026 um 16:20
    • #91

    offenbar gab der Betreiber zu, daß ein Notausgang verschlossen war. Zudem wurde er wohl in U-Haft genommen. Fahrlässige Tötung.

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

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    • 10. Januar 2026 um 17:51
    • #92

    Medienberichte: Bei Brand in Crans-Montana war eine Servicetüre von innen verschlossen - Schweiz - derStandard.at › International

  • UweLam
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    • 10. Januar 2026 um 18:55
    • #93
    Zitat von wora

    ich nehme an, dass sich da in näherer zukunft etwas ändern wird.

    Morgen schon.

    Die Rammstein Tribute Band Völkerball muss in Duisburg auf die komplette Pyroshow verzichten.

    mfG

    Uwe

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    • 10. Januar 2026 um 19:35
    • #94
    Zitat von UweLam

    Die Rammstein Tribute Band Völkerball muss in Duisburg auf die komplette Pyroshow verzichten.

    Das ist jetzt aber eher Korrelation als Kausalität.

    Auch in anderen Spielstätten, z.B. letztes Jahr in Gera, wurde Völkerball die Pyro untersagt, weswegen noch die Spielstätte gewechselt wurde. Sie kündigen ihre Pyro sogar selbst unter dem Vorbehalt behördlicher Auflagen an.

    Und ein Zirkuszelt ist natürlich ein Spielort mit besonderen Herausforderungen in Sachen Sicherheit und Brandschutz.

    Nur zwei Dinge sind unendlich, das Weltall und die Dummheit der Menschen, beim Weltall bin ich mir jedoch nicht sicher. (Albert Einstein)

  • audiobo
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    • 10. Januar 2026 um 20:24
    • #95

    ulf klüpfel

    Im gewerblichen/professionellen Umfeld hast du ja recht, das stelle ich gar nicht in Frage. Bei dem Ausbau einer Bar fallen ja noch viele weitere Punkte an als nur die Frage nach dem richtigen Absorbermaterial.

    Ich habe allerdings jetzt, wenn ich das Musik machen mitrechne, seit über 30 Jahren auch immer wieder mit Amateuren zu tun.

    Wir leben nun mal in einer Welt in der man auch als Laie (fast) alles bekommt, wenn das Bedürfnis vorhanden ist. Zeitgleich wird alles immer komplexer, wir selbst tragen in unseren Fachbereichen oft dazu bei.

    Wenn wir wollen, dass solches Rotzmaterial verschwindet, dann müssen wir als Gesellschaft auch mal dafür sorgen, dass die Menschen dort informiert werden, wo sie sowieso schauen. Nicht da, wo wir als Fachleute meinen, wo sie alles nachlesen müssen.

    Es geht schlussendlich darum das Gefahrenbewusstsein auf breiter Ebene zu schärfen. Das schafft man m.E.n. nicht indem man immer nur auf (in Summe äusserst zahlreiche und manchmal wechselnde) Zertifikate, Normen und Gesetze verweist. So tickt der Mensch nicht, zumindest nicht ausserhalb seiner Bubble.

    Wenn dann noch neben den Produkten steht, dass diese für Beispiele öffentlicher bzw. gewerblicher Anwendung geeignet sein sollen, ist das nicht nur irreführend, sondern fahrlässig.

    Es geht nicht darum die Fachplaner abzuschaffen. Ganz im Gegenteil, wenn man von Anfang an merkt, dass man eh nicht um die etwas teureren Materialien herumkommt, dann will man es oft auch richtig machen und kann so manch mühsame Diskussion unbewusst vermeiden. Was im Endeffekt der Produktivität und Qualität zugute kommt.

    Jetzt mal ganz ehrlich: Wenn selbst der prüfungsbefugte Brandschutzbeauftragte der Gemeinde im Jahre 2015 sich nicht am Kinn kratzt und das Zertifikat sehen will, wenn er da zehntausende dunkelgraue Schaumstoffnoppen an der Decke erblickt, dann muss man sich schon fragen wie man solche Bildungslücken schliessen kann.

    Zumindest mit den Noppen weiss es jetzt halb Europa schon mal für die nächsten 5 Jahre... Und was dann? (Wie viele sich den Begriff Polyurethan dabei vermutlich merken konnten lasse ich mal aussen vor.)

    Irgendwo wird es immer eine Bar, Kellerdisco, Jugendheim mit viel ehrenamtlichen Engagement o.ä. geben, die nicht "richtig" kontrolliert wurde, wo es keinen Fachplaner gab usw. Einen Toten interessiert es nicht mehr ob er in einer öffentlichen/gewerblichen oder privaten Umgebung gestorben ist.

  • TomyN
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    • 10. Januar 2026 um 21:59
    • #96

    Spätstens nach der Katastrophe in den USA sollte eigentlich bei Noppenschaum bei jedem die Alarmglocken klingeln.

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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    • 14. Januar 2026 um 12:42
    • #97
    Zitat von TomyN

    Spätstens nach der Katastrophe in den USA sollte eigentlich bei Noppenschaum bei jedem die Alarmglocken klingeln.

    mein lieber, ich bin nun auch 30, also nicht mehr ganz Blut jung.
    aber bis ich mir eben mal den ganzen faden durchgelesen hab, war mir das mit dem Schaumstoff nicht bewusst.

    obwohl ich weiß das Oberfläche extrem wichtig ist für Entflammbarkeit. obwohl ich um die Brennbarkeit von Staubflusen weiß. obwohl ich weiß das PVC kabel im Veranstaltungsbereich wegen der Topfgefahr nicht verwendet werden dürfen (hartingkabel aus ölflex anyone?).

    aber davon auszugehen das jeder einen Brand in den USA von vor 22 Jahren kennt…

    Mich hat das ganze jedenfalls nachdenklich gestimmt.

    Gruß Luca

  • audiobo
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    • 17. Januar 2026 um 00:52
    • #98

    Fluchtwegsimulation mit Visualisierung:

    Simulation der Katastrophe - Das Gedränge in der Bar «Le Constellation» in drei Szenarien
    Eine Simulation zeigt, wie viele Menschen vor den Flammen hätten fliehen können, wenn es mehr Fluchtwege gegeben hätte.
    www.srf.ch
  • HenrySalayne
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    • 17. Januar 2026 um 10:25
    • #99

    Leider scheint es bei der juristischen Aufarbeitung schon wieder Probleme zu geben:

    Brandkatastrophe in Crans-Montana - Justizbehörden in der Kritik
    Nach der Feuerkatastrophe von Crans-Montana stehen die Walliser Behörden in der Kritik. Bei der Untersuchung der Brandursache könnte es Versäumnisse gegeben…
    www.tagesschau.de

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    • 17. Januar 2026 um 11:03
    • #100

    zumind. hat man der Ehefrau des Betreibers den Paß entzogen. Vermutlich Fluchtgefahr ?

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

Anstehende Termine

  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

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  • Combined seminar for experts in lifting gear and lifting beam systems (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026

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