Peter: Ein eigener Band-Tech hat ja auch die Funktion, Euch quasi zu "arrangieren"! Was nützt ein geiles Solo, wenn's keiner hört? Der eigene Techniker weiss dann nach ein paar Konzerten die Stellen, wo wer was spielt und kann die Songs dementsprechend arrangieren, was ja auch nochmal zur Güte und Qualität Eures Auftritts beiträgt!
rockline und wora: Schert nicht bitte wieder alle nebenberuflichen Verleiher über einen Kamm! Es gibt genügend Nebenerwerbler oder HKS, die Jobs für MEHR Geld anbieten und durchführen, als es teilweise die "professionellen" (ich meine damit diem, die davon leben müssen ;-)) Companies tun! Und es gibt viele Nebenerwerbler, die weitaus bessere Jobs abliefern, als die Profs! Das ist auch keine Seltenheit. Natürlich ist der umgekehrte Fall auch keine Seltenheit, das will ich nicht abstreiten.
Und ob ich jetzt haupt- oder nebenberuflich diesen Job mache, sagt noch lange Nichts über die Qualität des Ergebnisses aus!
Desweiteren finde auch ich ein "Mixing-Brett" nicht für wirklich sinnvoll. Mischen kann man sich nicht durch lesen (egal ob in Büchern oder im Internet) aneignen! Hat man nicht das Gehör dazu, sollte man wohl eher die Lampen an und aus machen...
Natürlich kann man sich theoretische Grundlagen aneignen, aber das heißt ja dann noch lange nicht, dass man bei einer VA einen halbwegs brauchbaren Sound hinkriegt. Und da gehören meines Erachtens auch solche Schulen wie SAE und Co. dazu: Die Theorie kann von denen jeder, nur gibt es wenige, die das dann in die Praxis umsetzen können. Ein gewichtiger Faktor ist hierbei eben auch die Erfahrung und vor allen Dingen auch der gegenseitige Respekt voreinander! Was nützt es mich, wenn ich einen Tontechniker, 25 Jahre alt, der sehr gute Jobs macht, zu einer Band aus "alten Hasen" schicke, die ihn nicht akzeptieren und nicht respektieren will, weil er ja soo jung ist und das eigentlich ja gar nicht können kann (deren Meinung nach), eben weil er so jung ist?
Um nochmal auf Peter zurückzukommen: Du schreibst, Du machst es als Hobby. Nun bin ich auch in der Situation, neben meiner VA-Tech-Firma noch selbst in einer Band zu musizieren und kann die Problematik durchaus verstehen. Unsere Lösung ist eben, dass wir seit unserem Bestehen immer einen eigenen Ton- und sogar einen eigenen Lichtmann (!!!) dabei haben. Sich auf die Techs zu verlassen, die vor Ort sind, kann gut gehen, kann auch nicht gut gehen. Habe ich meine Leute dabei, weiss ich, wo ich dran bin. Weiss ich, dass das immer funktioniert und wir und das Publikum zufrieden sind, dann brauche ich mir keine Gedanken mehr darüber zu machen. Das gibt beim Musizieren einfach ein "freieres" Gefühl. Ich muss mich nur noch auf mein Instrument und die Band konzentrieren und mehr nicht! Das funktioniert natürlich nur, wenn Ihr Techniker habt, denen Ihr quasi blind vertraut, weil Ihr wisst, dass es funktioniert. Natürlich hat auch der mal nen schlechten Tag, aber den muss man ihm dann auch zugestehen (wenn es die Ausnahme bleibt).
Trotzdem sollte sich jeder, der eine VA als Techniker betreut, bewusst machen, wer denn da jetzt kommt: Ist eine Profi-Band oder der hobby-DJ von nebenan? Jeder, der es als Hobby betreibt, macht dies nicht, um Stress zu haben und/oder sich aufzuregen, sich mit dem Veranstalter oder den Technikern zu streiten. Es ist ein Hobby für diese Leute und das soll dazu dienen, Abwechslung und Ablenkung vom Alltagstrott und -Stress zu haben, für viele ist ihre Musik die "Erholung" von der Arbeitswoche. Niemand der Hobbymusiker hat Lust auf ein Wochenende mit Stress. Dann kann er auch gleich in seinem Job das Wochenende durcharbeiten... ![]()
Gruss
TeO